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One Thousend Times In Touch

~Kelly~
Wie ich mein Leben doch manchmal hasste!! Alles war so unfair. Ich kam gerade von einem Vorstellungsgespräch nach Hause und so wie es schien war der Boss von meinen Qualitäten nicht gerade überzeugt gewesen. Er hatte mich nur abschätzig gemustert und mich nach einem kurzen Gespräch mit dem typischen Satz „Wir werden uns bei Ihnen melden“ vertröstet und mich dann verabschiedet. Aber so wie dieser Typ es gesagt hatte war mir sofort klar dass ich in spätestens zwei Wochen eine Absage erhalten würde. Und wenn ich mich nicht schwer täuschte beinhalteten die beiden Umschläge die ich gerade aus dem Briefkasten genommen hatte eben solche, ich konnte meine Bewerbungsmappen genau durch das Papier fühlen. Ich öffnete die Haustür, warf die Briefe und die andere Post auf die kleine Kommode aus hellem Holz die rechts unter dem länglichen Spiegel stand, welcher an der Wand befestigt war. Ich legte den Schlüssel darauf und warf meinen Rucksack in die Ecke. „ Mum ich bin zu Hause.“, rief ich die Treppe hoch und ging ins Wohnzimmer. Ich warf mich auf die Couch und griff nach der Fernbedienung; das war alles was ich im Moment wollte; durch die Kanäle zappen und an nichts denken.
Ich hörte Schritte die Treppe hinunter kommen und im nächsten Moment kam meine Mutter ins Wohnzimmer. „ Wie lief‘s?“, fragte sie gleich und ich antwortete ihr, ohne mich zu ihr umzudrehen oder den Blick vom Bildschirm zu wenden: „ Toll, siehst du doch.“

 

~Maria~
Ich machte mich in meinem Zimmer gerade für die Arbeit fertig, als ich die Stimme meiner Tochter unten hörte. Ich griff nach meiner Handtasche und ging die Treppe hinunter. „ Wie lief‘s?“, fragte ich, obwohl ich an Kelly’s Körperhaltung sofort merkte dass es nicht gut gelaufen war. Sie lag sonst nicht auf der Couch sondern hatte die Beine angezogen und lehnte sich seitlich an die Couchlehne. Ich stand noch im Türrahmen, als sie sarkastisch erwiderte: „Toll siehst du doch.“ Ich trat ein und blieb neben der Couch stehen. „ Ach Kelly, das wird schon noch, du hast doch noch gar keine Antwort erhalten.“ „ Mum, ich brauche gar keine Antwort mehr, so wie der Typ mich angesehen hat, wusste ich sofort dass ich unten durch bin, noch bevor ich mich gesetzt hatte, wusste ich es.“, erklärte sie mir und setzte sich auf.
Meine Kleine tat mir so leid. Sie bemühte sich wirklich endlich eine Arbeit zu finden, sie war sogar extra ein Jahr lang nach Italien gegangen um die Sprache zu erlernen. Gut, das allerdings auch auf meinen Wunsch hin, schliesslich wollte ich mit ihr auch in meiner Muttersprache sprechen können. Ich bin in Italien geboren und aufgewachsen. Kelly’s Vater lernte ich kennen, als er in der Gegen in der ich wohnte Urlaub machte und wir verliebten uns sofort in einander. Diese Fernbeziehung war zwar ziemlich schwer gewesen, doch nachdem ich mein Ausbildung zur Krankenschwester im folgenden Jahr abgeschlossen hatte zog ich zu ihm nach London. Wir heirateten kurz vor Kelly’s Geburt, doch leider hielt die Ehe nicht und wir trennten uns. Leider nicht in Freundschaft, weder ich noch Kelly hatten seit 11 Jahren etwas von ihm gehört. Ich hatte Kelly englisch sprachig erzogen, so dass die wenigen Fetzen italienisch die sie beherrscht hatte nach kurzer Zeit untergegangen waren.
Ich setzte mich neben sie und nahm sie in die Arme. „ Das wird schon, lass den Kopf nicht hängen, hörst du?“ „ Wenn du meinst.“, antwortete sie mir resigniert.

 

~Kelly~
Ich sollte den Kopf nicht hängen lassen?!?! War das ein Witz? Was würde sie denn an meiner Stelle tun? Ich hatte im Augenblick allerdings keine Lust eine Diskussion anzufangen, also sagte ich nur:  „ Wenn du meinst.“ Mum drückte mir einen Kuss auf die Wange und erhob sich. „ Du weisst ja dass ich Nachtschicht habe, das Essen ist im Kühlschrank und wenn ich morgen nach Hause komme will ich meine Tochter wieder lächeln sehen, okay?“, fragte sie gespielt ernst. „ Wenn die kleine Kelly Ryan dafür nicht auch zu dumm ist können wir darüber reden.“, nickte ich und wandte mich wieder dem Fernseher zu. „ Du bist nicht dumm, Schätzchen. So etwas will ich nicht noch einmal hören, hast du verstanden?“, ermahnte mich Mum. „ Ja schon gut.“, winkte ich ab.
„ Könntest du noch dein Zimmer aufräumen? Das wolltest du doch schon seit zwei Tagen tun.“ „ Mal sehen.“, sagte ich gleichgültig. „ Na gut. Ich lasse dich jetzt nicht gerne alleine, aber ich muss los. Bis Morgen.“, verabschiedete sie sich, gab mir nochmals einen Kuss auf die Wange und setzte hinzu, bevor sie aus der Tür trat:
 „ Nimm es dir nicht so zu Herzen, du wirst schon noch den richtigen Job finden.“
Oh ja, klar was denn sonst? Sie hatte schon als sie 10 Jahre alt gewesen war genau gewusst dass sie Krankenschwester werden wollte. Ich war jetzt 18, war seit bald zwei Jahren aus der Schule und hatte noch immer keinen Ausbildungsplatz, geschweige denn Glück bei der Jobsuche. Mum wusste genau dass ich für diese verdammte Büroarbeit nicht geschaffen war. Ich hatte mich ein Jahr damit abgemüht italienisch zu lernen und was brachte mir das jetzt? Nichts!! Abgesehen davon dass ich mich jetzt ohne Mum’s Hilfe mit meinen Verwandten in Italien verständigen konnte, die ich im letzten Jahr mal wieder besucht hatte. Sie hatten sich so gewundert wie ich plötzlich dort hinkam und besonders weshalb ich diese Sprache auf einmal so beherrsche.
Plötzlich dachte ich wieder an Lee, an Lee Ryan von Blue. Ich vermisste ihn so sehr, er war schon immer mein Lieblingscousin gewesen. Als wir kleiner waren, waren wir immer zusammen. Er half mir auch, als sich meine Eltern in der Scheidungsphase befanden und ich fast jeden Abend weinte weil ich dachte dass es meine Schuld sei dass uns mein Vater sitzengelassen hatte. Die Scheidung war noch nicht mal gültig da war er schon weg. Ich machte den Fernseher aus und ging die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich brauchte jetzt die Musik von Blue. Ich legte das „Guilty“- Album ein und drehte laut auf, kaum war die Musik losgegangen ging es mir besser.

 

~Lee~
„ Hey Dunk, ich glaub nicht dass ich da packe.“, sagte ich zu Duncan der durch die Stadt fuhr und mich skeptisch musterte als wir an einer Ampel hielten. „ Warum nicht? Lee sie ist deine Cousine, sie wird sich freuen dass du vorbeikommst. Und noch was, wenn du jetzt ‘nen Rückzieher machst bin ich derjenige der nicht mehr mit dir spricht. Du hast mich gute dreissig Minuten zugetextet damit ich mitkomme, obwohl ich gleich ja gesagt hab.“, erinnerte er mich und grinste, als ich ihm einen verunsicherten Blick zuwarf. „ Entschuldige, das wollte ich nicht, aber ich hab echt ein schlechtes Gewissen, ich kam einfach nie dazu sie zu besuchen oder sie anzurufen. Kelly wird sicher sauer sein.“ Dabei sah ich aus dem Beifahrerfenster. „ Sie weiss doch dass wir viel um die Ohren haben. Aber nur keine Panik, für den Fall dass sie auf dich losgeht, geh ich dazwischen, okay?“, grinste Duncan. „ Okay.“, nickte ich nachdenklich und kratzte mich an der rechten Wange. Wir hatten ein paar Tage frei und als wir heute bei meiner Mum angekommen sind hat sie mit erzählt dass meine Cousine Kelly wieder aus Italien zurück ist. Ich war total perplex als ich das hörte, ich hatte keine Ahnung gehabt. Ich beschloss von jetzt auf gleich zu ihr zu fahren, wir hatten uns so lange nicht gesehen und ich vermisste sie, je länger ich darüber nachdachte, desto schlimmer wurde dieses Gefühl. Kelly war nicht nur meine Lieblingscousine sie war auch meine beste Freundin. Im nächsten Moment fühlte ich mich noch schuldiger. Ich hätte mich wirklich früher bei ihr melden müssen, hoffentlich würde sie überhaupt noch mit mir reden.

 

~Duncan~
„Wir sind gleich da.“, sagte ich als ich in eine Seitenstrasse einbog. Wie es schien war Lee mit den Gedanken total woanders, denn er reagierte nicht auf das was ich gesagt hatte. Ich war froh darüber endlich eine Woche frei zu haben. Lee hatte mich als erstes zu sich nach Hause geschleppt, aber das machte mir nichts aus, da ich mich auch freute Sheila, Lee’s Mum, wieder einmal zu sehen und es war von ihrem Haus sowieso nicht weit bis zu mir. Wir erfuhren beim Mittagessen dass Kelly, Lee’s Cousine, ein Jahr in Italien gewesen war. Er war im ersten Moment total von der Rolle und bequatschte mich von dem Moment an, bis wir zu Ende gegessen hatten, dass ich mit ihm zu Kelly fuhr. Ich habe zugestimmt, schliesslich hatte ich mich mit ihr auch immer gut verstanden. „ Also, willst du jetzt reingehen oder nicht. Wenn wir ausstiegen steig ich erst wieder ein wenn du geklingelt hast.“ „ Keine Sorge, ich werd schon klingeln.“, grinste Lee mich an und ging die Treppe zu Kelly’s Haus hoch.

 

~Lee~
Ich drückte auf die Klingel und wartete. Nach einem Moment drehte ich mich zu Duncan um, der hinter mir stand, als wollte er verhindern dass ich einfach wieder ging. „ Vielleicht ist sie nicht da.“ „ Nein, sie muss da sein, hörst du die Musik denn nicht?“, fragte er und wies aus das Wohnzimmerfenster welches sich links von der Haustür befand. Ich blieb einen Moment ruhig. Es stimmte, jetzt konnte ich die Musik auch hören, allerdings konnte ich nicht ausmachen welcher Song es war. Ich klingelte nochmal.

 

~Kelly~
Ich hatte in der Zwischenzeit meinen CD- Player ausgestellt und hatte den Fernseher wieder eingeschaltet, da gerade der Clip zu „ Don’t Let Me Get Me“, einer meiner Lieblingssongs von Pink lief, hatte ich die Lautstärke auch dementsprechend eingestellt. Ich lief gerade die Treppe runter und hatte meinen Papierkorb im Arm, als ich glaubte die Türklingel zu hören, ich war in der Küche und sang die Strophe mit „ L.A. told me your be a popstar all you have tu Chance ist everything you are“, als ich die Klingel nochmals vernahm. Ich stellte den Korb neben der Treppe ab und sah durch den Türspion. Als ich durchsah glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können. Das konnte doch nicht..... Ich sah weg um dann nochmals einen Blick durch den Spion zu werfen. Dann riss ich überschwenglich die Tür auf und rief mehr fragend als glücklich, was ich ja eigentlich war: „ Lee?!“

 

~Lee~
Mit einem Ruck ging die Tür auf und Kelly stand vor mir. Sie hatte meinen Namen mit deutlicher Verwunderung ausgesprochen. „ Hi Kelly.“, begrüsste ich sie zerknirscht, ich traute mich im ersten Moment nicht ihr in die Augen zu schauen. „ Was macht ihr denn hier?“ Der überraschte Unterton war noch immer nicht aus ihrer Stimme gewichen. „ Wir wollten dich besuchen.“, entgegnete ich und zog die linke Hand aus meiner Hosentasche. „ Ach was? Du kommst hier an und glaubst, ich würde dich nachdem du dich über ein Jahr nicht bei mir gemeldet hast einfach so reinlassen?“, fragte sie sarkastisch und deutete dabei zuerst auf mich und dann ins Haus. „ Ähm, na ja.....Also....“, begann ich. Ich wusste dass Kelly mich immer wieder mit ihren sarkastischen Sprüchen aufgezogen hatte, allerdings war ich mir nun nicht sicher ob es im Moment genauso war, oder ob sie es jetzt ernst meinte. Sie seufzte und trat ein paar Schritte zurück. „ Na kommt endlich rein. Ich schick euch ganz sicher nicht weg, wenn ihr schon mal hier auftaucht.“

 

~Kelly~
Ich musste mir echt ein Lachen verkneifen als ich Lee’s Gesichtsausdruck sah, nachdem ich ihn gefragt hatte ob er gedacht hätte, ich würde ihn und Duncan einfach reinlassen. Ich sah kurz an mir runter und hätte mich am liebsten dafür geohrfeigt, dass ich mich umgezogen und jetzt in einer kaputten Jeans und einem schlabber T-Shirt rumlief. Aber andererseits war das nicht meine Schuld, hätte Lee vorher angerufen.....
Aber das war mir jetzt echt egal. Ich seufzte und öffnete die Tür ganz, damit die Jungs reinkommen konnten. „ Na jetzt kommt endlich rein. Ich schick euch ganz sicher nicht weg, wenn ihr schon mal auftaucht.“ Jetzt konnte ich nicht mehr ernst bleiben und grinste die Jungs an. Ich schloss die Tür und fiel Lee erstmal in die Arme.
„ Heeeeyyyy!“, rief ich total happy und begann zu lachen. „ Wie geht’s dir?“, erkundigte er sich als wir und wieder gelöst hatten. „ Jetzt geht es mir viel besser.“, nickte ich lächelnd, als ich Lee einen Kuss auf die Wange gegeben hatte und umarmte dann Duncan. Wow! Er sah mal wieder toll aus. „ Hi Kelly.“ „ Hi.“, ich freute mich so sehr die Beiden wiederzusehen, dass ich das verpatzte Bewerbungsgespräch für einen Moment vergass. „ Hi Duncan. Ihr könnte euch gar nicht vorstellen wie froh ich bin dass ihr da seit.“ In dem Moment fiel mir erst auf, dass ich noch immer den Fernseher so laut hatte und hob entschuldigend die Hände. „ Sorry, die Musik ist etwas zu laut, aber ich hab ja nicht damit gerechnet, dass ich Besuch kriege. Setzt euch doch.“

 

~Duncan~
Ich fand es schon immer einfach zu süss wie Lee und Kelly miteinander umgingen. Sie waren für einander weniger Cousin und Cousine, sonder mehr die besten Freunde. Im nächsten Augenblick fiel Kelly mir um den Hals und gab mir einen Kuss auf die Wange. Als wir uns ins Wohnzimmer setzten hatte Kelly die Lautstärke auf leise zurückgeschraubt. „ Wir haben schon von draussen gehört dass du zu Hause bist.“, lachte ich, woraufhin Kelly sich verlegen im Genick kratzte. „ Ach wirklich?“, fragte sie gespielt unwissend zurück. „ Ich hab das gar nicht gemerkt. Ich war im Zimmer und hab aufgeräumt und als dann „ Don’t Let Me Get Me“ lief musste ich einfach ganz laut stellen. Die Frau ist einfach eine Göttin!“, setzte sie schwärmerisch hinzu. „ Eine Göttin?“, echote Lee und sah seine Cousine skeptisch von der Seite an. „ Aber klar doch. Ich war vor zwei Monaten an ihrem Konzert, in der ersten Reihe. Das war sooooo geil!“ Sie schwieg einen Moment und wollte dann wissen: „ Also was macht ihr hier? Wie lange bleibt ihr hier und warum tauchst du plötzlich einfach so hier auf? Es hat dich doch sonst nicht gestört was ich gerade mache?“, bei dem letzten Satz wandte sie sich an Lee. „ Wir haben eine Woche frei.“, erklärte ich. „ Und wir haben heute früh von Sheila erfahren dass du ein ganzes Jahr in Italien warst.“ „ Na ja und da ich ja sowieso schon ein schlechtes Gewissen hatte, hat sich das jetzt noch verschlimmert. Ich wusste ja überhaupt nichts davon.“, ergänzte Lee. „ Und dann hat er so lange auf mich eingeredet bis ich in hergefahren hab.“, beendete die Erklärungen. „ Ach, er musste dich dazu überreden? Bin ich denn so unausstehlich dass man mich nicht mal freiwillig besucht?“, fragte sie gespielt beleidigt. „ Nein, natürlich nicht.“, schüttelte ich den Kopf.
„ Ich hab auch gleich zugestimmt, allerdings hat er noch ne halbe Stunde weitergemacht.“ „ Na dann bin ich ja beruhigt. Ein ‚Sicher bist du unausstehlich und ich wäre freiwillig nie hierher gekommen‘, hätte mir heute echt den Rest gegeben.“, seufzte sie und sah kurz zum Fernseher. „ Warum, was war denn?“, fragte Lee gleich. „ Ach, das ist eine längere Geschichte.“, winkte sie ab. „ Wollt ihr was trinken?“, fragte sich stattdessen und wies zur Küche. „ Ja bitte.“, nickte ich. „ Also, wir haben Wasser, Cola, Mountain Dew und.....Nein, ich glaube das war’s.“, lachte sie und erhob sich. „ Cola, bitte.“, meinte Lee und ich schloss mich ihm an.

 

~Lee~
Als Kelly in der Küche verschwunden war grinste mich Duncan an. „ Was?“, fragte ich ihn und wartete darauf dass er etwas sagte. „ Lief doch gar nicht so schlecht, oder?“
„ Finde ich auch.“, grinste ich nun ebenfalls. „ Ich bin so froh dass sie mir nicht einfach wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen hat.“ „ Das hätte sie ganz sicher nicht gemacht.“, sagte Dunk und schüttelte dabei den Kopf. „ Vielleicht kommt das ja noch.“, hörte ich Kelly aus dem Flur rufen, als sie auch gleich wieder im Wohnzimmer auftauchte. „ Du hast uns gehört?“, fragte ich Kelly verwundert, als die beiden Gläser voll Cola auf den Couchtisch stellte. „ Nur dieses ‚Tür vor die Nase schlagen.‘ Ich hab nicht gehört ob ihr noch was gesagt habt, ich dachte, ich sag das jetzt einfach mal.“, lächelte sie und wollte sich eigentlich gerade wieder setzten als das Telefon klingelte.

 

~Kelly~
Ich ging zum Telefon, das auf der Wohnwand lag und nahm das Gespräch entgegen.
„ Hallo?“ „ Hi, ich bin’s.“ „ Amy my baby!“, rief ich lachend. „ Hi Kel. Wie lief das Gespräch?“, erkundigte sie sich gleich. „ Sagen wir, ich freue mich auf die nächste Absage.“, nickte ich. „ Oh echt? Das tut mir leid.“ „ Schon okay, das wäre jetzt schon wieder die Dritte, ich hab nämlich sicher noch zwei im Briefkasten gehabt. Aber ich hab keine Lust mir die jetzt noch anzukucken.“ „ Das versteh ich nur zu gut.“, sagte Amy verständnisvoll. „ Also hast du wahrscheinlich keine Lust auf unseren geplanten Discoabend, oder?“, frage sie unsicher nach. „ Doch klar.“, nickte ich. „ Soll ich Lee und Duncan fragen ob sie mitkommen?“

 

~Amy~
Hatte ich da gerade richtig gehört? Lee und Duncan? Ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und wollte mich nur bei Kelly erkundigen wie das Vorstellungsgespräch gelaufen ist. Aber als sie mir jetzt sagte dass die Beiden bei ihr aufgetaucht sind verschlug es mir erstmal die Sprache. „ Sie sind bei dir?“, fragte ich deshalb nach. „ Ja, Lee’s schlechtes Gewissen hat es einfach nicht länger ertragen, dass er mich nicht besucht hat.“, lachte Kelly. „ Soll ich die Beiden jetzt fragen?“ „ Ja klar.“, stimmte ich zu und hörte wie sie sich an die Boys wandte. „ Amy? Das geht klar. Also um halb neun vor der Disco?“ „ Ja, ich freu mich schon.“, grinste ich.

 

~Kelly~
„ Und auf was genau?“, stichelte ich, als ich das hörte. „ Ach du bist so fies.“, wehrte Amy sich, doch bevor sie etwas sagen konnte unterbrach ich sie. „ Wo bist du jetzt?“
„ Zu Hause, warum?“, wollte sie verwirrt wissen. „ Stell ganz schnell MTV ein.“, sagte ich und griff zur Fernbedienung um lauter zu machen. „ Blue!!!“, rief Amy lachend, als sie den Anfang des „Breathe Easy“- Clips sah. „Cruel to the Eye....“
„ Wir sehen uns später okay?“, lächelte ich. „ Bis dann.“, verabschiedete sich sie, wobei ich genau hörte dass sie ebenfalls lächelte und legte auf. Ich grinste Lee und Duncan nur an, setzte mich wieder auf’s Sofa und sah gebannt zum Bildschirm. Lee hatte gerade den Mund aufgemacht und wollte etwas sagen, doch ich unterbrach ihn sofort wieder. „Schhhh, halt die Klappe!“, dabei gestikulierte ich mit den Armen und schaffte es so dass er nichts sagte. Als der Clip zu ende war machte ich wieder leiser und sah die Jungs entschuldigend an. „ Sorry. Aber wisst ihr, dass war der erste Clip den ich heute von euch gesehen hab. Und um ehrlich zu sein, hätte ich schon mindestens fünf sehen müssen, damit es mir besser geht. Aber da ihr ja jetzt da seid, reicht das auch.“, dabei musste ich einfach lachen, ich wusste nicht mal warum. „ Ist schon okay.“, winkte Lee ab und fragte dann. „ Warum geht es dir nicht gut?“

~Lee~
„ Lee, du brauchst mich nicht so besorgt anzukucken.“, sagte sie zu mir und lächelte mich an. „ Ich hatte heute nur ein Vorstellungsgespräch das von Anfang an aussichtslos war. Ich suche überall nach einem Job oder einer Ausbildungsstelle und ich finde einfach keine. Ich weiss dass es anderen auch so geht. Aber die sind mir im Moment so was von egal. Ich werde langsam wieder depressiv und ich weiss nicht wie lange es nur bei ‚fast‘ bleibt!“, erzählte sie mir und legte ihren Kopf an meine Schulter. Ich  nahm sie in den Arm und drückte ihr einen Kuss an die Wange. „ Es tut mir leid. Wäre ich früher dazugekommen mich bei dir zu melden, wäre es doch gar nicht so weit gekommen.“ Jetzt machte ich mir echt Vorwürfe. Ich hatte noch genau vor Augen was passiert war, als Kelly das erste Mal depressiv geworden war...
„ Nein Lee, dagegen hättest du auch dann nichts machen können. Glaub mir. Da kann ich mir eigentlich nur selbst helfen. Aber jetzt geht es mir ja gut. Und ich freue mich total auf heute Abend. Besonders weil ihr jetzt auch mitkommt.“, lachte sie und umarmte mich nochmal. „ Komm gleich wieder. Ich muss kurz ins Bad.“, sagte ich dann und stand auf. „ Du weisst ja wo’s ist. Oder hast du das auch vergessen?“, stichelte sie, als ich das Wohnzimmer verliess.

 

~Duncan~
Als ich hörte dass Kelly kurz vor einer Depression stand machte ich mir echt Sorgen. Als sie allerdings sagte dass es ihr nun gut ginge seufzte ich erleichtert. Als Lee die Treppe hoch ging knuffte sie mich auf einmal in die Seite. „ Na?“, fragte sie grinsend.
„ Na.“, echote ich. „ Alles okay bei dir? Sorry dass ich euch mit meinen Problemen so zutexte.“ „ Ja, bei mir ist alles okay. Und ich bin total froh endlich ein paar Tage Ruhe zu haben. Die Promo war dies mal echt anstrengend.“ „ Wie war das noch? Ihr seit erst heute Morgen angekommen?“, fragte sie nach. „ Ja.“, nickte ich und nahm noch einen Schluck Cola. „ Aber dann müsst ihr doch nicht auch noch mit Amy und mir in die Disco gehen.“ „ Warum denn nicht? Wir werden schon nicht einschlafen.“, lachte ich. „ Wir können ja die restliche Woche auspennen.“ Sie sah dass sie mich skeptisch von der Seite ansah. „ Na wenn du meinst.“, sagte sie nach einem Moment und hob die Schultern. Sie warf einen Blick auf die Uhr und meinte dann. „ Oh nein! Es ist ja schon sieben! Und ich weiss noch nicht mal was ich anziehen soll!!“ Ich begann zu lachen. „ Was ist denn daran so witzig?“, fragte sie eingeschnappt und stiess mich in die Seite.
„ Nichts. Ich kann nur nicht glauben dass du so ein Mädchen bist, dass sich Sorgen darüber macht was sie anziehen soll.“ „ Bin ich auch nicht.“, verteidigte sich Kelly und schüttelte den Kopf. „ So war ich bisher nicht und werde ich auch nicht werden. Aber wenn ich in die Disco gehe denke ich auch mal darüber nach. Wenn ich bis zehn vor acht nichts gefunden habe, komm ich halt in diesen Sachen, zufrieden?“, grinste sie.
„ Wäre auch nicht schlimm. Du siehst in allen Klamotten gut aus.“ Was war das denn jetzt? Seit wann machte ich Kelly so unverhohlene Komplimente? Sie begann zu lachen und umarmte mich. „ Ich hab euch so vermisst.“, sagte sie und gab mir einen Kuss auf die Wange.

 

~Kelly~
Huch! Sagte Duncan gerade ich sähe in allen Klamotten gut aus? Das war ja mal ganz was Neues! Aber andererseits was es auch ein echt süsses Kompliment, also gab ich ihm einen Kuss auf die Wange. „ Wie geht es eigentlich Sheryl?“, erkundigte Duncan sich, als ich nach meinem Wasserglas gegriffen hatte. „ Oh ihr geht es gut. Ich vermisse sie im Moment nur schrecklich. Sie ist mit ihrer Mum in den Ferien. In Amerika und kommt erst nächste Woche wieder.“ Sheryl war meine beste und längste Freundin, genauso wie Amy. Wir drei kannten uns schon bevor wir überhaupt sprechen konnten. Wir hatten schon so gut wie alles miteinander erlebt und durchgestanden. Es war immer ein komisches Gefühl wenn Zwei von uns etwas unternahmen und genau wussten dass wir die Dritte im Bunde am selben Tag nicht mehr sehen würden. „ In Amerika?“, fragte Duncan nach. „ Jah.“, ich begann zu grinsen. „ Sie hat ihre Mum so lange damit zugequatscht dass sie es ihr doch schon so lange versprochen hatte und wie lange es denn noch ginge bis sie endlich in die USA fliegen würden, dass Alyssa schliesslich aufgeben musste. Ach ja, sie kam Alyssa noch mit dem Argument dass sie doch schon Geburtstag hatte und sie ihr diesen Urlaub doch schenken könnte. Tja und das hat sie dann gemacht.“ „ Seit ihr noch immer solche Quasselstrippen wie früher?“, fragte er mich frech grinsend. „ Klar.“, nickte ich als wäre es selbstverständlich. „ Wir haben uns nicht verändert. Oh und Amy wird sich freuen euch wiederzusehen und Sheryl auch. Aber das wird ja erst noch eine Weile dauern.“

 

~Lee~
Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, bekam ich gerade noch mit dass Kelly etwas über Amerika sagte. „ Was ist mit Amerika?“, fragte ich deshalb und die Beiden sahen in meine Richtung als ich reinkam. „ Sheryl ist dort in den Freien. Ich vermisse sie ganz furchtbar, denn sie kommt erst nächste Woche wieder und ist schon eine ganze Woche weg.“, klagte Kelly und stand auf. „ Vermisst du sie mehr, als du mich vermisst hast?“, erkundigte ich mich und versuchte dabei so unschuldig wie möglich zu kucken. „ Darauf willst du keine Antwort.“, grinste sie mich, nachdem sie einen Augenblick geschwiegen hatte, an. „ Du bist so gemein.“, sagte ich ernst und gleich darauf konnte sie mir noch ausweichen, bevor ich sie packen und auskitzeln konnte. „ Jungs, tut mir echt leid, aber jetzt muss ich euch leider rausschmeissen. Es ist schon nach sieben und ich hab doch gesagt dass ich noch nicht weiss was ich heute Abend anziehen soll.“ Mit diesen Worten trat sie in den Flur zurück. „ Also um halb neun, vor dem Rainbow‘s?“, meinte ich und lehnte mich an die den Türrahmen zum Wohnzimmer. „ Ja, ihr wisst doch wo das ist, oder?“, fragte sie und griff zur Türklinke. „ Ja klar.“, nickte Duncan und verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Wange und einer Umarmung von meiner Cousine. „ Bis später.“ „ Bis nachher.“, grinste ich Kelly an und drückte sie nochmals fest. Ich hatte sie so sehr vermisst. Kaum zu glauben dass mir das erst heute auffiel!
                                                          
~Amy~
Ich war bereits umgezogen und musterte mich nun nochmals im Spiegel meines Schrankes. Ich hatte mich für dunkelblaue Hüftjeans und einer meiner Lieblingsblusen entschieden. Sie war weiss und hatte ¾- Ärmel. Meine Haare hatte ich hochgesteckt und mit etwas Haarspray fixiert. Hoffentlich würde das Make Up den ganzen Abend halten, allerdings wollte ich nicht noch mehr Wimperntusche verwenden; das bisschen pinker Lidschatten und Glitzer würden schon reichen. Ich drehte mich nochmal vordem Spiegel, ging dann die Treppe runter und griff dann nach meinen Turnschuhen. Ich hatte mir gerade das Geld, meinen Ausweis und den Lippenstift, den ich aus dem Badezimmer mitgenommen hatte, in die Hosentaschen gesteckt, als ich eine SMS von Kelly bekam. „ Hey Amy, lass dir ruhig Zeit. Sowie ich Lee kenne kommt er sicher etwas später. :D Kisses.“ Das war ja klar. Aber da ich ja sowieso schon fertig war, griff ich nach den Schlüsseln und verliess das Haus. Es war so ein komisches Gefühl zu wissen dass ich Lee gleich wiedersehen würde. Natürlich waren wir schon unser ganzes Leben lang befreundet, schliesslich was Kelly meine beste Freundin und Lee mein bester Freund. Trotzdem wusste ich nicht genau wie ich mit der Nervosität die in mir aufstieg umgehen sollte.

 

~Kelly~
Kaum hatte ich Amy die SMS geschrieben bekam ich auch schon eine zurück. „ Hi Kelly- Schatz, ich bin schon unterwegs, bin gleich beim Rainbow’s. Bis gleich.“ Obwohl ich ihr eben geschrieben hatte, dass Lee wahrscheinlich später kommen würde war ich schon auf dem Weg zur Disco. Das war richtig untypisch für mich normalerweise kam ich sonst auch immer fünf Minuten zu spät. Heute war es aber auch etwas anderes, erstens war ich schon seit drei Monaten wieder aus Italien zurück und war seitdem noch nicht Tanzen gewesen und zweitens würden Amy und ich heute ja nicht alleine gehen.
Ich sah schon von weiten die Leuchtreklame der Disco und beschleunigte meine Schritte, als mir ein Blick auf meine Uhr verriet dass es schon zwanzig nach Acht war. Ich war früh genug losgegangen, da ich aber genug Zeit hatte, hatte ich etwas getrödelt und lief jetzt trotzdem Gefahr zu spät zu kommen.

 

~Lee~
Ich stand gerade noch im Badezimmer und stylte meine Haare als ich Duncan’s Stimme von unten vernahm. „ Lee! Verdammt nochmal musst du auch immer trödeln?“ „ Ich bin doch schon fertig.“, antwortete ich, als ich das Licht im Bad löschte und die Treppe runterlief. „ Ja, ja, ja, ich weiss was du sagen willst. Aber ich kann noch so früh damit anfangen mich fertig zu machen, ich komme immer zu spät, das ist schon fast Gesetzt.“ Duncan grinste mich an als er sich seine Jeansjacke überzog. „ Ich an deiner Stelle würde dieses ‚fast‘ streichen.“ „ Ist ja gut jetzt. Lass uns gehen, sonst sind wir um neun noch nicht beim Rainbow’s.“, mit diesen Worten schob ich ihn aus der Tür.

 

~Duncan~
Es war kurz nach halb neun, als wir die Leuchtreklame der Rainbow’s vor uns sahen. Es war so logisch dass wir zu spät kommen würden! In dem Moment schoss mir Johnny’s Reaktion darauf durch den Kopf. Ich konnte richtig hören was er zu uns sagen würde, wenn wir jetzt auf dem Weg zu einem Interview wären. „ Was ist?“, fragte Lee mich verwirrt, als er sah wie ich grinste. „ Nichts, ich denke nur gerade daran, was Johnny sagen würde wenn wir jetzt zu einem Termin müssten.“ „ Hör mir bloss auf, ich kann ihn schon hören!“, wehrte sich Lee. „ Boys beeilt euch, ihr seit jetzt schon spät dran, warum müsst ihr auch immer trödeln?“, nach dieser Aussage schüttelte er den Kopf.

 

~Kelly~
Ich sah Amy schon von weitem auf mich zukommen. „ Hey Kelly!“, lachte sie und schloss mich in die Arme. „ Hi Amy- Baby.“, erwiderte ich und liess sie los. „ Wie geht es dir?“ „ Die Arbeit war heute so anstrengend. Ich wusste nicht dass Freitags so viele Gäste in ein Pub kommen. Normalerweise ist das doch immer Samstags so.“
„ Immerhin hast du einen Job als Kellnerin gefunden.“, erwiderte ich und strich mir eine Haarsträhne hinter’s rechte Ohr. „ Stimmt, ich dürfte ich nicht beklagen. Tut mir leid. Aber weisst du was? Ich werde mich nochmal umhören vielleicht finde ich ja noch irgendeine freie Stelle für dich. Sonst kommst du einfach mal mit mir zur Arbeit. Hauptsache du kriegst endlich etwas, ich kann es nämlich nicht mehr lange mit ansehen wie du dich mit diesen Bewerbungen rumschlägst.“ „ Oh danke, ja das wäre echt toll. Ich krieg irgendwann noch ‘nen Koller wenn’s so weitergeht. Ich hab jetzt noch die Worte von diesem Typen im Ohr, mit dem ich heute das Gespräch hatte.“ „ Wie lief’s eigentlich? Oder besser was hat er immer gesagt?“, wollte Amy dann wissen und setzte sich auf die Bank, die dem Rainbow’s gegenüber beim Bürgersteig stand. Ich setzte mich neben sie und sagte: „ Er sagte und zwar wörtlich: „ Wissen Sie Ms. Ryan obwohl ich sie mir nicht wirklich bei uns vorstellen kann, werde ich mir ihre Unterlagen nochmals genauer ansehen und dann werden wir und bei Ihnen melden!“ Das ist doch echt viel versprechend, oder?“

 

~Amy~
Ich hörte den sarkastischen Unterton in Kelly’s Stimme und versuchte ihr etwas aufbauendes zu sagen, immerhin hatte das, was Chef dieser Firma gesagt hatte nicht wirklich schlecht getönt. „ Ach, das heisst doch gar nichts. Vielleicht gibt er dir die Stelle doch. Ich meine, du hast doch ganz gute Zeugnisse.“ „ Ach Amy, danke, aber glaub mir, sobald er die Noten sieht die ich aus dem Internat gekriegt habe, krieg ich ‘ne Absage. Auch wenn die Noten gut sind, ich war in einem Internat und da wird man doch von Anfang an für nicht ganz dicht eingestuft.“ Ich wusste dass das was ich jetzt sagen würde echt fies war, aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen. „ Seit wann bist du denn ganz dicht?“ „ Oh du blöde Blondine!“ In nächsten Moment hatte sie mir mit dem Ellbogen in die Seite gestossen. „ Entschuldige, ich konnte einfach nicht anders.“ „ Klar, sagt man dann, aber eigentlich hast du ja recht, weder du, noch Sheryl sind ganz dicht und ich sowieso nicht. Überleg doch nur mal was wir schon alles für Scheiss angestellt haben. Denk nur mal an den Kindergarten.“ „ Oh ja! Aber das war doch gar nichts, im Gegensatz zur Unter- oder Mittelstufe.“, lachte ich nun, als ich sah dass es schon nach halb neun war. „ Aber sag mal wo bleiben denn Lee und Duncan, ich dachte wir treffen uns um halb neun.“ „ Ich hab dir doch gesagt dass sie sicher zu spät kommen, das gehört schon zu ihnen, oder immerhin zu Lee, wie das Amen in der Kirche.“ „ Stimmt und wenn ich jetzt so daran denke dass wir sonst auch immer etwas zu spät kommen, kommt mir der Verdacht, dass wir einen grossen Teil des Ärgers in der Schule nur hatten, weil wir immer zu spät gekommen sind.“ „ Aber mit Sicherheit.“, grinste Kelly und nickte. „ Kelly?“ Ich wusste genau dass ich diese Frage nicht stellen sollte, aber ich stellte sie, bevor ich nachdenken konnte. „ Wie sieht Lee jetzt eigentlich aus?“ „ Na ja, wie mein Cousin eben aussieht.“, antwortete sie mir und grinste mich frech an. „ Du weisst genau was ich meine.“, beharrte ich, als sie sich umdrehte und zum Rainbow’s rüber sah. „ Davon kannst du dich gleich selbst überzeugen, sie stehen nämlich da vorne. Aber wenn ich dir einen Tipp geben kann, wäre es nicht schlecht wenn du mine Hand erstmal nicht loslässt. Ich sage das jetzt aus der Sicht eines unbeeinflussten Mädchens und nicht als Cousine von Lee Ryan.“ Sie stand auf und streckte mir die rechte Hand entgegen.

 

~Duncan~
Wir sahen uns suchend um, als Lee mich an der Schulter berührte und auf die gegenüberliegende Strassenseite deutete, von der gerade zwei Mädchen herüberkamen. „ Ich glaube das sind sie.“ „ Hey Boys!“, rief Amy uns entgegen. „ Ich dachte schon ihr hättet uns vergessen.“, schloss Kelly sich an und trat lachend auf uns zu. „ Ist ja gut jetzt!“, rief Lee plötzlich. „ Ich weiss dass wir zu spät sind!“ Die Mädchen tauschten einen überraschten Blick und brachen dann in Gelächter aus. „ Das ist doch keine Sache, das passiert uns sonst auch immer.“, grinste Amy, als wir uns mit einer Umarmung begrüssten. „ Es ist schön euch wiederzusehen.“ „ Finde ich auch.“, sagte ich und fragte dann nach: „ Was heisst sonst?“ Ich konnte mir nicht verkneifen die Beiden zu mustern. Amy war wirklich ein süsses Mädchen und hatte sich kaum verändert, man sah aber sofort dass sie älter geworden war, denn sie sah viel erwachsener aus, als noch vor eineinhalb  Jahren. Kelly und Lee hatten sich schon wieder so langwierig begrüsst, ich fragte mich langsam ernsthaft, wie Lee es nur so lange ohne seine Lieblingscousine ausgehalten hatte, wenn er sie doch jetzt jedesmal erdrückte wenn sie ich wieder sahen. Als Kelly vor mir stand, war ich mir im ersten Moment überhaupt nicht sicher ob das wirklich die Kelly war, die wir am Nachmittag besucht hatten. Sie sah mit der schwarzen Reissverschlusshose und dem Spaghettiträgertop, welches sie unter einer hellblauen Kapuzenjacke trug so anders aus, richtig gut. Um ehrlich zu sein musste ich mir in dem Moment eingestehen dass sie nicht nur sehr gut aussah, sonders verdammt heiss.

 

~Lee~
Ich hatte Kelly gerade fast zu Boden geknuddelt, als mein Blick zum ersten Mal richtig auf Amy fiel. Sie sah einfach nur toll aus. Sie war immer nur eine sehr gute Freundin gewesen, doch als ich sie nun sah war ich mir nicht sicher, ob das wirklich alles war? Ich stutzte jedenfalls einen Augenblick, als wir uns umarmten. Dennoch verdrängte ich diesen Gedanken, ich wollte heute einfach nur einen schönen Abend haben ohne dass mir solche Dinge im Kopf rumgingen. „ Sonst heisst, dass wir einfach immer fünf Minuten zu spät dran sind, allerdings ist das heute etwas anders, weil wir schon viel zu lange nicht mehr tanzen war und dazu kommt ihr heute ja auch mit.“, erklärte sie, als wir uns aus der Umarmung lösten und lächelte mich dabei an. „ Wir haben diesen Tick einfach schon viel zu lange, als dass wir etwas dagegen tun könnten, ich glaube das ist bei mir genetisch veranlagt.“, grinste Kelly, als sie Duncan einen Kuss auf die Wange gegeben hatte, in meine Richtung. „ Ich habe keine Ahnung worauf du hinaus willst.“, stieg ich auf die Anspielung ein und stupste sie an. „ Ach ja, bevor ich’s vergesse, Lee, ich wäre echt froh wenn du heute keinen Alkohol trinken würdest.“, setzte Kelly nach einem Augenblick hinzu.

 

~Kelly~
Ich war mir nicht sicher ob ich ihn darum bitten sollte, allerdings wussten wir alle gut genug was schon alles passiert war, wenn Lee etwas getrunken hatte. Als ich ihm dies gesagt hatte, stockte er einen Moment, nickte dann aber. „ Was ich nicht alles für dich tue!“, seufzte er und öffnete dann die Tür zur Disco.
Als wir auf die Jungs zugekommen waren hatte sich Amy’s Hand so fest um meine geschlossen dass ich fast geschrien hätte! Ich hatte in der letzten Zeit wohl vergessen wieviel Kraft sie hatte wenn sie versuchte ihre Schocks ohne einen Schreianfall loszuwerden......Sie liess mich erst wieder los als ich Lee begrüsste und sie ihn danach umarmte. Lee trug eine dunkelblaue Jeans und ein schwarzes unbedrucktes T-Shirt. Das war schon fast standesgemässer Lee- Style. Als ich Duncan gegenüber stand musste ich erst mal schlucken. Er trug eine blaue Jeans die, wie bei ihm schon fast logisch, mehrere Löcher in Kniehöhe hatten. Die Ärmel seines weissen Hemdes hatte er bis über die Ellbogen hochgerollt und die ersten drei Knöpfe waren offen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, gingen wir die Treppe, die sich links befand hinunter und kamen dann zur Tanzfläche. Wir suchten uns einen Platz im hinteren Teil des Raumes an einem der Tische und setzten uns dann auf die Kunstlederbänke. Die Farben dieser Bänke wurden ganz nach dem Namen der Disco in den Regenbogenfarben gehalten.

 

~Amy~
Ich war richtig froh mal wieder hier zu sein. Ich war zwar ab und zu mit Sheryl hier gewesen als Kelly in Italien war, aber es war einfach zu seltsam wenn eine von uns fehlte. Obwohl die Musik ziemlich laut war, konnte man sich hier gut unterhalten, da die Tanzfläche etwas entfernt lag. Im Moment lief gerade „Fallin‘“ von Alicia Keys. „ Kelly?“ „Hm?“ Sie sass mir gegenüber, neben mir sass Lee und neben Kelly sass Duncan. „ Ich vermisse Sheryl.“ Kelly seufzte und griff nach der Getränkekarte. „ Da kann ich mich nur anschliessen, ich vermiss meine Verlobte auch!“ Wir sahen uns an und grinsten.
„ Warum kuck ich mir die überhaupt an?“, fragte ich Kelly dann und legte die Karte wieder auf den Tisch. „ Ich weiss doch schon was ich nehme.“, ich schüttelte den Kopf, als Lee die Karte überflog.  „ Was könnt ihr uns denn empfehlen?“ „ Also ich nehme einen ‚Pink Dream.‘ Das ist eine Art Erdbeershake, aber ich weiss nicht was die da sonst noch reintun, der schmeckt nämlich nicht wirklich nach Erdbeeren.“ Ich als ich Lee ansah versank ich beinahe in seinen blauen Augen und musste mich erstmal mal schlucken, damit ich nicht etwas tun würde, was ich vielleicht noch bereuen könnte.
„ Hattet ihr den ‚Midnight- Summer - Drink‘ schon?“, fragte Duncan schliesslich. Ich war froh dass weder Duncan noch Kelly meinen Aussetzer mitgekriegt hatten. „ Nein, also ich jedenfalls noch nicht. Ich kann dir auch gar nicht sagen was in dem alles drin ist.“, meinte Kelly, als ein schwarzhaariger Kellner zu unserem Tisch trat. So lange es noch ging kamen die Kellner zu den Tischen, sonst musste man direkt zur Bar gehen, da die Kellner mit den Bestellungen nicht durch die tanzende Menge kommen würden.

 

~Kelly~

Na wenn das nicht eindeutig war! Auch wenn Amy das Gefühl hatte, niemand hätte gemerkt wie sie Lee gerade angesehen hatte, jeder hätte gemerkt wie es zwischen den Beiden gerade geknistert hatte. Ich stupste Duncan unauffällig an und wies mit einem kaum merklichen Kopfnicken auf die Beiden. Er sah mich erst verwirrt an, als er meiner Geste dann aber folge grinste er mich an.


 ~Duncan~
Ich war Kelly’s Geste gefolgt und musste mir echt einen Kommentar verkneifen, als ich sah, wie sich Amy und Lee beinahe anschmachteten. „ Was darf ich euch bringen?“, fragte uns der Kellner und zückte einen Notizblock. „ Ich nehme einen ‚Pink Dream‘.“, bestellte Amy als erste. Ich bestellte mir einen ‚Midnight- Summer- Drink‘ und Lee entschied sich schliesslich für einen ‚Sunset‘. Kelly überflog noch einmal kurz die Karte, da sie zuvor nicht wirklich dazugekommen war und meinte dann: „ Ich nehme einen.... ‚Blue Passion‘.“ Der Kellner notierte sich auch diese Bestellung und fragte dann: „ Mit oder ohne Alkohol?“ „ Ohne.“, nickte Kelly entschlossen und stützte dann ihre Ellbogen auf den Tisch. „ Was?“, fragte sie nach einem Moment, in dem sie registrierte, dass wir drei sie, wahrscheinlich etwas skeptisch, ansahen. „ Darf ich mir jetzt nicht mal mehr einen normalen Drink bestellen, nur weil ihr in einer Band seit die nun mal Blue heisst? Der Drink ist gut.“, verteidigte sie sich. „ Ich hätte den Drink auch fast genommen!“, lachte Amy und klatsche mit Kelly ab, „ Ich hab nichts gesagt.“, verteidigte sich Lee gleich. „ Oh ja, klar. Wenn du meinst.“, nickte sie gespielt überzeugt und stand dann auf. „ Ich komme gleich wieder.“ „ Warte ich komme mit.“, rief Amy ihr nach und folgte ihr.

 

~Amy~
Als wir schliesslich im Waschraum standen und sie sich die Hände trocknete wollte sie wissen: „ Wie findest du Lee jetzt eigentlich?“ „ Er ist einer meiner besten Kumpels, das weisst du doch.“, antwortete ich ihr und griff nach den Papiertüchern. „ Oh klar. Hör zu Amy- Baby, ich hab mitgekriegt wie ihr euch angesehen habt, so schmachten sich keine besten Freunde an.“ „ Das hat man doch gemerkt, hm?“, fragte ich nach und sah ertappt zu Boden. „ Na gut, ich geb’s ja zu. Ich mag ihn, ich mag ihn sehr und er ist einfach verdammt süss!!“ Ich merkte wie ich ins Schwärmen geriet und räusperte mich. „ Ach wie niedlich!“, grinste Kelly. „ Meine beste Freundin ist in meinen Cousin verliebt!“ „ Ich habe nichts in die Richtung gesagt, ich hab nur gesagt dass er süss ist.“, korrigierte ich sie gleich und hob abwehrend die Hände. „ Falsch, du sagtest, du findest in verdammt süss.“, korrigierte sie mich ihrerseits und setzte hinzu: „ Ausserdem hast du mir meine Finger vorhin so gebrochen als wir die Jungs begrüsst haben... Das war auch nur aus Freude sie wiederzusehen... “, lachte sie und legte mir eine Hand auf die Schulter. „ Als du zugedrückt hast, dachte ich, meine Hand würde mir abfallen!“
„ Entschuldige, das war keine Absicht!“ Nun musste ich auch grinsen. „ Na gut, wenn du meinst. Lass uns wieder runtergehen, sonst hauen die Jungs noch ab.“, lachte Kelly und zwinkerte mir zu. „ Lass doch diese Anspielungen, das kann ich nicht leiden.“, bat ich sie und trat aus dem Waschraum. „ Was denn?“ „ Na dieses ‚Wenn du meinst.‘ und ‚Na wenn du sagst wird’s so sein.‘ Das kann ich langsam nicht mehr hören.“ Kelly grinste mich frech an und sagte dann: „ Na wenn du meinst!“ Ich verpasste ihr einen Schlag auf den Arm, als wir beide in Gelächter ausbrachen.

 

~Lee~
Was war nur los mit mir? Ich hatte gerade den totalen Aussetzer und das nur weil Amy mir in die Augen gesehen hatte....
„ Und Lee, was hältst du von Amy?“, grinste Duncan mich frech an. „ Was soll mit ihr sein? Ich freue mich dass ich sie mal wieder sehe. Was sonst?“ „ Tja was sonst...?“, fragte er mich zurück. „ Könnte es nicht sein, dass du dich ein bisschen in sie verknallt hast?“ „ Ach Dunk hör auf.“, winkte ich ab, wobei ich dieses Gefühl, dass es womöglich doch so sein könnte permanent zu unterdrücken versuchte. „ Womit soll ich aufhören? Wenn es doch so ist?“, fragte er weiter. „ Es ist nicht so, also lass das Thema, okay? Sie ist nur eine sehr gute Freundin.“, bat ich und war froh, dass der Kellner in dem Moment mit den Getränken kam. Kaum hatte er diese hingestellt tauchten Amy und Kelly schon wieder auf und gaben Duncan zum Glück nicht mehr die Möglichkeit noch etwas zu diesem Thema zu sagen.

 

~Kelly~
Ich glaube so einen lustigen Abend hatte ich schon seit Monaten nicht mehr. Kaum waren Amy und ich wieder am Tisch fingen wir an unsere Witze zu machen und konnten einfach nicht mehr aufhören zu lachen. Aber noch bevor wir unsere Drinks auch nur bis zur Hälfte ausgetrunken hatten zog ich alle auf die Tanzfläche. Das musste einfach sein. Ich konnte keine Minute mehr stillsitzen als der Remix von Pink’s „ Get The Party Started“ gespielt wurde. Nachdem wir vier eine längere Zeit voll abgetanzt hatten, frage Lee, als er sich an meine Bemerkung erinnerte, nach: „ Wie war das noch? Du bist verlobt?“ „ Oh ja, mit Sheryl. Wir haben uns ein paar Anträge gemacht, weil wir einander wegen irgendetwas dankbar waren, oder weil wir einfach zu Nase voll hatten von Jungs und wenn sich dieser Zustand nicht bald ändert, heiraten wir.“, erklärte ich ernst und lachte dann los, weil ich es bei den Blicken der Jungs einfach nicht mehr unterdrücken konnte. „ Was ist denn so schlimm an uns?“, fragte Duncan und nahm einen Schluck seines ‚Midnight- Summer- Drink.‘ „ Alles.“, sagte Amy nun eben so ernst wie ich zuvor. „ Jungs sind so blöd.“ Ich nickte nur und setzte hinzu: „ Ja, sie meinen sie könnten sich alles erlauben und wir würden ihnen alles verziehen...... Na ja, aber Ausnahmen gibt es auch. Allerdings nur sehr, sehr wenige.“ „ Ja stimmt.“, nickte Amy und zwinkerte mir zu. „ Wer sind die nochmal?“ „ Hm.....Tja, zu komisch dass mir im Moment niemand einfällt.“, grinste ich. „ Und es sind auch keine Ausnahmen in der Nähe!“, sagte ich und wurde genau wie Amy im nächsten Augenblick schon gepackt und ausgekitzelt.

 

~Amy~
Als Lee mich endlich losliess musste ich erstmal tief Luft holen, konnte aber noch immer nicht aufhören zu lachen. „ Also wenn ich so darüber nachdenke, ich glaub hier gibt es doch zwei.“ Ich holte nochmal tief Luft, da ich echt noch immer voll im Lachanfall war.
„ Amy, erschiess mich.“, sagte Kelly in dem Moment erst und sah mich geradezu flehend an. „ Was? Was ist denn los?“, fragte Lee sah sich um, da Kelly’s Blick zur Treppe ging, als sie antwortete: „ Zwei der Typen die keine Ausnahmen sind, sind hier. Sieh mal zur Treppe.“ „ Oh fuck!“, rief ich aus und schlug mir gleich die Hand vor den Mund. „ Entschuldigt! Das darf doch nicht wahr sein! Wenn man einmal Spass haben will kommen diese Kerle dazwischen!“ Zwei unserer Ex- Mitschüler kam die Treppe runter und sahen sich auf der ziemlich vollen Tanzfläche um. Weder Kelly noch ich wollten jemals etwas von ihnen, aber diese idiotischen Typen die tags und nachts rumliefen als wären sie die Hip- Hop- Gangstars vom Dienst hatten sich irgendwann in unserer Schulzeit vorgenommen uns anzubaggern und es solange zu versuchen bis wir voll auf sie stehen würden, was bisher kein bisschen geklappt hatte.

 

~Lee~
Was waren denn das für Typen? Die liefen rum als wären sie die Besten die es überhaupt gibt. Nachdem sie sich einen Moment umgesehen hatten schien es, als würden sie direkt auf unseren Tisch zukommen. „ Was sind das denn für Typen?“, sprach Duncan meine Gedanken aus und schielte zu ihnen rüber. Als wir hörten dass die Beiden hinter Kelly und Amy her seien tauschten wir einen skeptischen Blick. „ Wir haben denen schon so oft die Meinung gesagt, aber irgendwie scheint das immer nur das Gegenteil zu bewirken, jedesmal wen wir sie wieder irgendwo sehen kommen sie wieder zu uns und versuchen es erneut. Dafür laufen die so ungepflegt rum, dass ich sie nicht mal ankucken würde wenn ich einen der Beiden gut fände!“, entrüstete sich Kelly und rieb sich über die Arme. „ Weisst du was ich etwas vom bescheuertsten am ganzen finde?“, wandte sie sich nun an mich. „ Der Typ der was von mir will heisst Ryan!“ Als sie das gesagte schlug sie sich mit der flachen Hand an den Kopf. „ Und er sagt immer wieder dass das doch kein Zufall sein könnte.“, pflichtete Amy ihr bei. „ Es hilft noch nicht mal etwas wenn ich ihm sage dass ich ins Kloster gehen will!“, seufzte sie dann. „ Welcher der Beiden ist denn Ryan?“, fragte Duncan und deutete auf die zwei. „ Der mit den hellbraunen Haaren. Der mit den schwarzen Haaren heisst Dan und ist hinter Amy- Baby her.“ „ Findest du das witzig?“, fragte Amy ernst nach. „ Siehst du mich lachen?“, entgegnete Kelly sarkastisch und fuhr sie mit den Händen über die Oberarme, da sie ihre hellblaue Jacke ausgezogen hatte, bevor wir das erste mal auf die Tanzfläche gegangen waren. „ Oh no! Sie kommen.“, sagte Amy in weinerlichem Ton.

 

~Duncan~

„ Ich hab ‘ne Idee.“, sagte Lee plötzlich und setzte sich etwas aufrechter hin. „ Und welche?“, fragte Amy nach. „ Ich denke sie würden euch doch sicher nicht mehr anmachen, wenn sie wüssten dass ihr vergeben seit, oder?“, entgegnete Lee. Die Mädchen tauschten überraschte Blicke, kamen jedoch nicht mehr dazu etwas zu erwidern, da Dan und Ryan sich nun ganz von der Treppe bis zu uns durchgeschlagen hatten und auf uns zu traten. Im nächsten Moment zog ich Kelly auf meinen Schoss und flüsterte ihr ins Ohr: „ Spiel einfach mit, dann seit ihr diese Gummigangster am schnellsten los.“ Kelly hatte ihren Strohhalm an die Lippen gesetzt und nahm einen grossen Schluck als Ryan die total dämlich angrinste: „ Hi.“ „ Wir hätten nicht gedacht dass wir euch heute hier treffen.“, setzte Dan hinzu. „ Tja zu komisch dass ihr ausgerechnet an dem Abend hier aufkreuzt an dem wir mal wieder hier sind.“, giftete Amy die Beiden an. Lee legte, so dass wir es alle sehen konnten den rechten Arm um Amy und deutete dann auf ihren Drink. „ Kann ich mal probieren, Honey?“ „ Aber sicher, Schätzchen.“, erwiderte sie lächelnd und schob ihm das Glas rüber, bevor sie ihren Kopf an seine Schulter legte. Ich hatte meine Arme um Kelly’s Taille gelegt und schon in dem Augenblick in dem ich sie auf meine Schoss gezogen hatte, hatte es mich total elektrisiert und musste ich mich dazu ermahnen jetzt nichts zu tun, was dieses kleine Schauspiel aus dem Ruder könnte laufen lassen, da ich sie schon währenddem wir getanzt hatten immer wieder beobachten musste. Ich musste es wirklich, ich konnte mich nicht dagegen wehren dass ich mit meinen Blicken immer wieder ihren Körper gestreift hatte.

~Amy~
Ich war Lee so dankbar als er seinen Arm um mich gelegte. Dan hatte mir in der letzten Zeit irgendwie Angst gemacht. Als die beiden Typen jetzt plötzlich anfingen blöde Kommentare rauszulassen, wie: ‚Die kriegen wir sowieso noch, dagegen könnt ihr beiden Möchtegern sowieso nichts machen.‘ Standen Lee und Duncan langsam auf, ich musste mir echt ein lachen verkneifen, da Dunk und Lee einen guten Kopf grösser waren als Ryan und Dan. „ Hör mir mal gut zu, du kleines etwas.....“, begann Duncan, man konnte richtig hören dass er wütend war. „ Wenn ihr die Mädchen nicht ab sofort in Ruhe lasst knallt’s verstanden?“ „ Oh ja, logisch, was denn sonst?“, fragte Ryan kein bisschen überzeugt. In dem Moment packte Lee Dan am Kragen und zischte. „ Wir können auch gerne rausgehen, dann kann ich dir aber nicht garantieren dass du in zehn Minuten noch in einem Stück bist.“ „ Lee nicht. Das ist er nicht wert.“, ging ich dazwischen, da ich mir nun echt nicht mehr sicher war, ob er das nur spielte, oder ernst meinte.

 

~Kelly~
Kaum hatten sich Lee und Duncan noch ein Stückchen den Boys genähert, waren sie auch schon verschwunden. Ich sah einen Moment wie hypnotisiert zur Treppe, prustete dann los, stand auf und umarmte zu erst Duncan und dann Lee. „ Kaum zu glauben dass ihr das getan habt!!“, wunderte ich mich und drückte Duncan nochmals einen Kuss auf die Wange. „ Das sind wir euch auf ewig schuldig, ehrlich.“, stimmte mir Amy zu.
„ Wie kann ich das wieder gut machen?“, wandte ich mich an Duncan, der einen Augenblick zur Tanzfläche sah, als „Get Busy“ von Sean Paul erklang. „ Du könntest jetzt mir mit tanzen.“, sagte er und griff nach meiner Hand. „ Na klar.“, nickte ich und winkte Amy und Lee zu. „ Bis nachher.“
Kaum hatten wir zu tanzen begonnen herrschte eine geradezu magnetische Spannung zwischen uns, gegen die weder Duncan noch ich etwas hätte tun können. Ich legte meine Arme um seinen Hals und seine Hände ruhten auf meinen Hüften. Duncan hatte mich ganz nah an sich heran gezogen. Unserer beider Stirn berührte sich fast und der Augenkontakt der existierte war noch immer nicht abgebrochen. Ich hatte in der Zwischenzeit mit meinen Händen über seinen Rücken gestreichelt und bahnte mir nun einen Weg in sein offenes Hemd und bestattete stellenweise seine blosse Haut. Ich fühlte seine Lippen schon fast auf meinen und ich konnte mir vorstellen wie weich sie sein würden wenn sie meine berühren würden.

 

~Lee~
Kaum waren Kelly und Duncan auf dem Weg zur Tanzfläche fiel Amy mir um den Hals. „ Danke Lee! Ich hätte nicht gewusst was wir gemacht hätten wenn ihr nicht bei uns gewesen wärt.“, sagte sie glücklich und im nächsten Moment trafen sich unsere Lippen. Ich wusste gar nicht was ich denken sollte, als sie sich auch schon wieder von mir  gelöst hatte. „ Das war ein kleines Dankeschön.“, lächelte sie verlegen und strich sich eine Strähne ihres blonden Haares hinter das linke Ohr, welche sich aus ihrer Hochsteckfrisur gelöst hatte. „ Na wenn ich immer geküsst werde, wenn ich einem Mädchen helfe, tu ich das ab jetzt immer.“, grinste ich. „ Dann werde ich jetzt wohl öfter in Not geraten müssen, hm?“ „ Ich denke nicht dass das nötig sein muss.“, schüttelte ich den Kopf, strich ihr mit der rechten Hand über die Wange und beugte mich dann zu ihr.

 

~Amy~
Hatte ich das gerade wirklich gesagt? „ Dann werde ich jetzt wohl öfter in Not geraten müssen...“ Sowas konnte nur von mir stammen.  Ich konnte Lee doch nicht einfach mit so einem Spruch kommen, was war nur los mit mir? Schon dass ich ihn einfach geküsst hatte war ganz und gar nicht typisch für mich. „ Ich denke nicht dass das nötig sein muss.“, widersprach er mir und strich ihr mit der rechten Hand über die Wange und beugte sich zu mir vor. In nächsten Augenblick küsste er mich sanft auf den Mund. Ich war zuerst total überrumpelt, liess mich dann aber doch auf den Kuss ein und liess es zu, dass er mir seine Zunge vorsichtig in den Mund schob. Wir versanken in einem innigen Kuss und ich verlor mich regelrecht in diesem wundervollem Gefühl.

 

~Duncan~
Ich konnte der Spannung die zwischen uns herrschte kaum standhalten. Ich hatte das Gefühl als würden unsere Körper bei jeder Bewegung mehr miteinander verschmelzen. Ich hatte Kelly ganz nah an mich herangezogen und streichelte ihr sanft über ihre Arme und ihren Rücken, bevor meine Hände langsam zu ihrem Hintern wanderten. Mit meinen Lippen streifte ich zärtlich ihre Wange, bevor sich ein Augenkontakt aufbaute, der einfach nicht  enden wollte. Ich hatte das Gefühl ein Blitz hätte meinen Körper durchzuckt, als Kelly mir mit den Händen durch die Haare fuhr und sich diese dann langsam meinen Hals entlang, in mein Hemd tasteten und meinen Oberkörper streichelten. Unsere Lippen waren sich schon so nah dass ich den Kuss schon förmlich fühlen konnte. Doch in nächsten Augenblick endete der Song und die Stimme des DJ’s riss uns aus dem Trancezustand, in dem wir uns zuvor noch befunden hatten. Wir sahen beide ruckartig auf und als wir uns dann wieder in die Augen sahen, spiegelten sich in Kelly’s Verwirrung wider.

 

~Kelly~
Wir hätten uns fast geküsst und was passiert im letzten Moment? Dieser verdammt DJ!!! Die diese magnetische Spannung die zwischen uns existiert hatte war nicht mehr präsent. Wir sahen uns an und wenn ich mal so schätzen soll, würde ich sagen, dass sich genau so viel Verwirrung und auch Unverständnis in meinen Augen spiegelten wie jetzt auch in Duncan’s. Als wir langsam unsere Griffe von einander lösten seufzte ich resigniert und zog in an der Hand zurück zu unserem Platz. Kurz bevor wir jedoch dort ankamen blieb ich abrupt stehen. „ Na sieht mal einer an.“, lachte ich. „ Was ist los?“, fragte Duncan der Lee und Amy noch nicht sah. Ich deutete auf die Beiden, die sich gerade innig küssten und tauschte mit ihm einen skeptischen Blick. „ Wie war das noch? ‚ Ich mag ihn, ich mag ihn sogar sehr und er ist verdammt süss, aber wir sind nur Freunde‘. Sicher.“, erinnerte ich mich an das Gespräch, welches ich mit Amy im Waschraum geführt hatte und nickte gespielt überzeugt. „ Ach hat sie das auch gesagt?“, grinste Duncan nun. „ ‚ Da ist nichts, sie ist nur eine sehr gute Freundin.‘ Wer’s glaubt.“ Wir traten auf den Tisch zu und setzten uns wieder, als Lee gerade von Amy abliess. „ Ihr seit also nur Freunde, ja?“, fragte ich und begann erneut zu lachen, als ich die Gesichtsausdrücke der Beiden sah.

 

~Lee~
„ Ja, irgendein Problem damit?“, sagte Amy nun und griff nach ihrem zweiten Drink, den sie sich zuvor an der Bar bestellt hatte. Als sie das sagte spürte ich einen Stich in meiner Herzgegend. Kaum zu glauben dass sie das gesagt hatte. Ich mochte sie doch so sehr und jetzt war das nur ein Spass gewesen?

 

~Amy~
Als ich das sagte zerriss es mir beinahe das Herz. Ich empfand eindeutig mehr für Lee als nur Freundschaft. Doch wollte ich das in diesem Moment nicht zugeben. Was würde passieren wenn ich es ihm sagen würde und er mir erklärte das ich für ihn nur eine gute Freundin bin? Das würde ich nicht aushalten! „ Welchen Drink hast du dir da bestellt?“, fragte Kelly nun und deutete auf das Glas mit einer violetten Flüssigkeit. „ Den ‚Purple Love.‘ “, entgegnete ich und schob das Glas zu ihr. „ Willst du mal probieren?“ „ Oh ist der ist ja toll!“, sagte Kelly begeistert und stand auf. „ Ich hol mir auch einen. Wollt ihr auch noch etwas?“ „ Nein danke.“, schüttelte Lee den Kopf und zog dabei seinen Arm, den er um meine Taille gelegt hatte, weg. „ Ja, ich nehm‘ noch einen ‚Midnight- Sommer- Drink‘, aber ich komme mit, nicht dass du auf dem Weg zurück mit den Beiden Drinks noch ‘nen Unfall baust.“, grinste Duncan Kelly an und deutete auf die tanzende Menge, die kaum noch Platz für Leute lies die sich zur Bar, oder zum Ausgang bewegen wollten. Kaum hatte er das gesagt, waren Lee und ich schon wieder alleine.

 

~Duncan~
„ Was macht ihr eigentlich morgen?“, wollte Kelly wissen als wir an der Bar sassen und auf die Drinks warteten. „ Also, ich schätze ich werde erst mal bei Lee übernachten und dann werde ich morgen mal nach Hause gehen.“, antwortete ich und sah sie von der Seite an. „ Versteh ich nur zu gut.“, lächelte sie und sah mir direkt in die Augen. „ Aber wir unternehmen in den nächsten Tagen mal was zusammen, ja?“ „ Sicher.“, nickte ich, als uns eine brünette Kellnerin die Drinks auf die Theke stellte. „ Danke.“ Kelly war schon dabei ihr Geld aus der Tasche zu kramen als ich sie aufhielt. „ Warte, ich lad dich ein.“ Ich bezahlte die Getränke und griff dann nach meinem Glas. „ Womit hab ich denn das verdient?“ Ich grinste sie nur an und hob die Schultern. Sie lächelte zurück und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Danke.“ „ Also, wie gesagt, wir können gerne mal was zusammen unternehmen. Was machst du denn morgen?“, wechselte ich das Thema. „ Also, erstmal werde ich ausschlafen.“, nickte sie entschlossen. „ Was bedeutet, dass ich wahrscheinlich erst kurz vor oder kurz nach zwölf aufstehe. Dann hab ich noch Tanzunterricht, weil der diese Woche von Mittwochnachmittag auf morgen Nachmittag verschoben wurde. Na ja, wenn ich dann nach Hause komme ist es etwa halb vier, dann kommt noch Top Of The Pops um kurz nach sechs und dann ist der Tag auch schon wieder gelaufen.“, erklärte sie zu ende, hob die Schultern und nahm einen Schluck ihres Drinks. „ Aber ich hätte Sonntag Zeit. Und Montag und Dienstag.....Na ja, ausser morgen halt immer. Kaum zu glauben dass es einen Tag gibt  an dem ich sagen kann dass ich keine Zeit habe!!“

 

~Kelly~
„ Du nimmst Tanzunterricht?“, fragte Duncan mich einem ziemlich überraschten Unterton in der Stimme. „ Ja, warum? Tanze ich deiner Meinung nach denn so schlecht, dass das Zeitverschwendung wäre?“, lachte ich und stelle mein Glas wieder auf die Theke. „ Nein, nein.“, winkte Duncan ab. „ Ich hab dich nur noch nie irgendwelche Choreographien tanzen sehen, deshalb wundere ich mich etwas.“ „ Ach so. Weisst du, nachdem ich so lange nicht wusste was ich mit der vielen Zeit anstellen soll, die ich jetzt nun mal hab konnte ich Mum dazu überreden dass sie mir die Stunden bezahlt. Und weisst du was ich denke?“ „ Was denn?“, fragte Duncan zurück. „ Ich glaube ich bin jetzt schon besser als Lee.“ Nachdem ich dies gesagt hatte biss ich mir auf die Unterlippe und sah Duncan verunsichert an. Aber anstatt irgendetwas dazu zu sagen begann er zu lachen. „ Dir ist also auch nicht verborgen geblieben dass wir vier immer wieder Probleme mit den Choreographien haben, was?“ „ Ich hab’s nur gehört. Aber sieh’s mal so, die Probleme die ihr beim Tanzen habt macht ihr mit euren Stimmen wieder gut, deshalb würde es mir auch nicht im Traum einfallen zu singen, wenn einer von euch in der Nähe ist. Das würde zu sehr an meinem Ego kratzen.“, erklärte ich nun und lächelte Duncan dann verlegen an.

 

~Lee~
Nachdem Kelly und Duncan auf dem Weg zur Bar waren sassen Amy und ich schweigend nebeneinander und vermieden es auch uns anzusehen. Ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte dass sie gesagt hatte, wir seien nur Freunde. Allerdings könnte es auch sein, dass ich es genauso gemacht hätte wenn man mir jetzt diese Frage gestellt hätte. Ich beschäftigte mich nun hauptsächlich mit meinem Drink, währenddem Amy aufgesprungen war, als sie eine Freundin entdeckt hatte und war nun in belanglosen Smalltalk vertieft. Es war einfach zu dumm dass ich Kelly versprochen hatte ausgerechnet an diesem Abend keinen Alkohol zu trinken, aber ich hielt meine Versprechen nun mal, da liess sich nichts dran ändern. Gerade war irgend so ein Trance- Stück zu Ende gegangen als „Hot In Here“ von Nelly erklang. Die erste Strophe war nicht mal zur Hälfte durch da tauchten Duncan und Kelly auch schon wieder auf. „ Hey, na wie sieht’s aus? Gehen wir wieder tanzen?“, fragte sie sofort und deutete auf die Tanzfläche. „ Nee, lass mal.“, winkte ich ab und nahm noch einen Schluck von meinem Drink. „ Ach Lee, komm schon...“, bettelte Kelly weiter und hatte schon meine Hand ergriffen. „ Später okay?“ „ Jetzt bin ich aber enttäuscht! Dafür dass ihr den Song immer wieder bei euren Konzerten singt.....“, sagte sie gespielt ernst, lächelte mich an und gab mir dann einen Kuss auf die Wange. Sie hatte wohl genau gemerkt dass meine Stimmung einen leichten Dämpfer erhalten hatte. „ Das wird schon wieder.“, sagte sie noch und wandte sich dann Amy und ihrer Freundin zu. Die Beiden begrüssten sich mit einer Umarmung und nachdem sie sich kurz unterhalten hatten, waren die drei Girls auch schon auf der Tanzfläche.

 

~Amy~
Währenddem ich mit Kelly und Jessica tanzte, wanderte mein Blick immer wieder zu Lee. Es tat mir nun richtig weh ihn nur als einen guten Freund bezeichnet zu haben. Ich wusste zwar nicht was ich nun für ihn war, aber ich musste unbedingt mit ihm reden, damit ich Gewissheit hatte. Nach einem weiteren Song verabschiedete sich Jessica von uns, da sie wieder zu ihrer Clique musste, damit diese sie nicht suchte. Wir kannten sie noch aus der Schule und kamen ganz gut miteinander aus, allerdings hatte sich unsere Freundschaft mehr auf Schulbasis entwickelt. Na ja, immerhin begrüsste sie uns noch wenn wir uns trafen, das war bei unseren Ex- Mitschülern nämlich nicht immer der Fall, obwohl wir es taten.

 

~Duncan~
Ich war froh, dass ich Lee nach einer Weile doch noch dazu überreden konnte mit mir, zu Amy und Kelly auf die Tanzfläche zu kommen. Ich konnte ihm richtig ansehen dass er Kummer hatte, das war aber auch nicht weiter schwer, schliesslich war ich sein bester Kumpel. Wir tanzen noch sicher zwei Stunden durch, bis wir uns entschlossen uns langsam auf den Heimweg zu machen. Wir waren ja schon seit kurz vor neun in der Disco und jetzt war es gleich drei Uhr früh. „ Wisst ihr was?“, gähnte Amy, als wir uns kurz darauf vom Rainbow’s entfernten. „ Ich bin echt froh, dass ich morgen ncihts weiter vor habe, als ausschlafen!“ „ Du Glückliche!“, entgegnete Kelly und schloss den Reissverschluss ihrer Jacke. „ Ich werde die Tanzstunde doch eher für ein Nickerchen nutzen.“ „ Seit wann nimmst du denn Tanzstunden?“, fragte Lee nun verwirrt. Kelly und ich sahen uns grinsend an, bevor sie antwortete: „ Ach schon eine ganze Weile. Aber ich bin gut, ich lerne ziemlich schnell, also wird es für einmal wohl durchgehen wenn ich nicht so mitmache.“

~Kelly~
Wir waren zu Fuss nach Hause gegangen, da das Rainbow’s nicht sehr weit von Amy’s und mein Haus entfernt ist. Amy wohnte eine Strasse weiter als ich und verabschiedete sich schon früher. „ Schlaf schön, Kelly- Schatz.“ „ Du auch Amy- Baby.“, erwiderte ich und fügte dann noch hinzu: „ Rufst du mich morgen an?“ „ Klar, um fünf Uhr?“, fragte sie mich dann und ich nickte. Sie umarmte Duncan und Lee zum Abschied, allerdings merkte ich deutlich dass zwischen ihr und meinem Lieblingscousine nun eine merkbare Spannung in der Luft lag und die war nicht wirklich positiv.... Aber was sollte ich jetzt noch daran ändern können?
„ Wir sehen uns.“, sagte Lee gleich darauf zu mir, als wir uns aus der Umarmung lösten. „ Das will ich doch hoffen.“, grinste ich. „ Hast du Sonntag denn schon was vor?“ „ Noch nicht.“, erwiderte er. „ Dann könnten wir doch was zusammen machen. Dunk und ich haben vorhin noch darüber geredet.“ „ Hast du denn jetzt schon eine Idee?“, fragte Duncan mich. „ Nein.“, schüttelte ich den Kopf. „ Aber soviel ich weiss, soll es von morgen Nachmittag an regnen, also sollte es wohl besser etwas sein, dass wir im Haus machen können.“ „ Wie wär’s mit einem DVD- Nachmittag, oder Abend?“, schlug Duncan dann vor. „ Ja das ist eine gute Idee. Meine Mum hat Nachtschicht, ich hab also Sturmfrei.“, nickte ich. „ Du bist doch dabei, oder?“, wandte ich mich an Lee und fügte, noch bevor er etwas sagen konnte, hinzu: „ Ihr könnt auch die Filme aussuchen.“
„ Okay.“, nickte er nach einem kurzen Zögern. „ Ich besuche Sonntag noch Gemma, aber am Abend hab ich sicher Zeit. Ich ruf dich an, wenn ich wieder zu Hause bin, wegen der Zeit, in Ordnung?“ „ Immer. Ich muss Amy sowieso noch fragen wann sie Zeit hat.“, sagte ich und grinste Lee frech an. Ich sah ihm an, dass er etwas sagen wollte, aber er liess es dann doch und so verabschiedete ich mich nochmal von den Boys und ging dann ins Haus.

 

~Amy~
Ich hatte den ganzen Samstag Morgen verschlafen. Aber das war mir ganz recht, so konnte ich mir schliesslich nicht den Kopf darüber zerbrechen wie ich mit Lee ein Gespräch anfangen sollte. Als ich schliesslich aufstand war es schon ein Uhr gewesen. Aber da meine Mutter samstags manchmal auch arbeiten musste, konnte ich ohne irgendwelchen Stress etwas essen und mich dann schliesslich auch mal anziehen. Den restlichen Tag verbrachte ich in meinem Zimmer und vor dem Fernseher. Und obwohl ich es schaffte mich abzulenken, machte ich mir immer wieder Gedanken über Lee. Gegen fünf Uhr griff ich zum Telefon und wählte Kelly’s Nummer. „ Hey, ich bin’s.“, begrüsste ich Kelly. „ Na, hast du auch so schön geschlafen wie ich?“ „ Nein, ich hab nicht besonders gut geschlafen, ich bin heute Nacht wieder dreimal wach geworden. Das ganze macht mich noch fertig ich weiss gar nicht was ich dagegen noch machen soll.“, antwortete sie mir und ich konnte richtig spüren wie sie dabei ein Gähnen unterdrückte.

~Kelly~
In der Tanzstunde wäre ich wirklich beinahe eingeschlafen. Allerdings wusste Patty, meine Tanzlehrerin, dass ich seit längerem Probleme beim einschlafen hatte und nachts mehrmals wach wurde, so dass sie es mir nicht nach trug, solange ich in der nächsten Stunde wieder einigermassen besser drauf war. Mum war gerade zur Arbeit gegangen, als ich vor dem Fernseher sass und Amy anrief. „ War das in Italien denn auch so?“, erkundigte sie sich gerade, da ich ihr erzählt hatte, dass ich schon seit längerem unter eine Art Schlafstörungen litt. „ Ja, aber das wird schon wieder. Wie geht es dir denn? Immerhin hast du ausgeschlafen.“ „ Ach ich weiss nicht. Ich bin total neben der Spur, du hast doch gesehen dass ich Lee geküsst habe....“ „ Ja hab ich und das war so schlimm?“, fragte ich in gespieltem ernst. „ Ja, nein.....Ich bin total verwirrt, er war doch immer einer meiner besten Kumpels.....“ „ Also hatte ich recht?“, fragte ich nach. „ Womit?“, entgegnete Amy, ich konnte hören wie durcheinander sie war. „ Na damit, dass du dich in Lee verliebt hast.....“, half ich ihr auf die Sprünge. Einen Moment lang herrschte Schweigen zwischen uns, bevor Amy die Stille schliesslich unterbrach. „ Ich weiss es nicht.“ „ Soll ich vorbeikommen?“, frage ich, da ich nicht wollte dass sie mit diesen Gedanken zu lange alleine war. „ Nein schon gut.“ „ Ach ja, apropos vorbeikommen. Was machst du morgen?“, wechselte ich das Thema. „ Ich hab noch nichts vor.“ „ Jetzt schon. Wir machen einen DVD- Abend.“, verkündete ich  sofort.
„ Kommst du auch? Bitte, ohne dich macht es mir ganz sicher keinen Spass, es ist schon schlimm genug dass Sheryl nicht da ist.“ „ Wer ist ‚wir‘?“, fragte Amy nach. „ Na ja, Duncan, Lee du und ich.“, zählte ich schnell auf. „ Bitte komm auch.“, meine Stimme hatte nun schon fast einen flehenden Ton angenommen. Nach weiteren zwei Überredungsversuchen hatte ich sie schliesslich so weit und wir machten aus, dass sie gegen 15 Uhr am nächsten Tag zu mir kommen würde, dann verabschiedeten wir uns von einander.

~Duncan~
Als ich Sonntagmorgen aufwachte dachte ich als erstes wie am vergangenen Morgen, an Freitag Abend. Mir schossen Bilder von Kelly durch den Kopf, Bilder, wie wir miteinander getanzt hatten. Diese Spannung zwischen uns war nicht normal gewesen. Wir hatten uns vor diesem Tanz nicht so verhalten und danach auch nicht. Ich wusste nicht wie ich mich ihr gegenüber verhalten würde, wenn ich sie heute Abend wieder sähe. Ich starrte an meine Zimmerdecke und seufzte. Also werde ich es wohl einfach auf mich zukommen lassen. Etwas anderes könnte ich sowieso nicht tun. Ich sah auf meine Uhr, es war schon halb zwölf. Ich hatte wohl sehr viel Schlaf aufzuholen denn Samstag hatte ich ebenfalls bis mittags geschlafen. Nach einem Moment schlug ich die Bettdecke zurück und machte mich auf den Weg nach unten, ich hatte total Hunger, ausserdem musste ich mit den Hunden raus.

 

~Lee~
„ Hey Lee, hörst du mir überhaupt zu?“, riss Gemma’s Stimme mich aus meinen Gedanken. Ich freute mich natürlich meine grosse Schwester wiederzusehen, allerdings war ich momentan ganz abwesend und hörte kaum zu, als sie mir etwas erzählte.

„ Ähm sorry, was war?“, fragte ich deshalb und sah auf.

„ Ach vergiss es. Wo warst du denn schon wieder mit deinen Gedanken?“, fragte mich Gemma grinsend und griff nach ihrer Kaffeetasse. „ Ist nicht so wichtig.“, versuchte ich abzulenken. „ Aber klar doch. Lee, raus mit der Sprache. Ich kenne meinen kleinen Bruder, was ist los?“, beharrte sie und ich seufze. „ Ich war Freitag bei Kelly.“ „ Oh ja, Mum hat’s mir erzählt. War sie sauer auf dich?“ „ Nein, zum Glück, ich hätte es mir auch nicht verziehen wenn es so wäre.“  „ Sie war letzte Woche mal hier. Ich bin froh dass es ihr gut geht.“ „ Ich auch.“, nickte ich. „ Jedenfalls hat sie mich und Dunk auch gleich mit ins Rainbow’s genommen, da sie mit Amy verabredet war....“ Sollte ich Gemma jetzt schon erzählen dass ich mich in Amy verknallt hatte? Anders kann ich das nicht sagen, ich wusste ja noch nicht einmal selbst ob es nur eine vorübergehende Schwärmerei war, oder ob ich mich verliebt hatte. Das einzige das ich genau wusste war, dass Amy mir mehr bedeutete als eine gute Freundin. „ Wie glaubst du war das? Wir sind am Morgen doch erst von der Promo- Tour wiedergekommen.“, grinste ich stattdessen. „ Du bist doch nicht etwa eingeschlafen?“, fragte Gemma lachend. „ Nein, natürlich nicht.....Aber ich wusste nicht dass Kelly so lange durchmachen kann, das war mir echt neu.“, grinste ich nun und war froh, dass ich diese Ausflucht benutzen konnte, da ich so nicht irgendetwas erfinden musste.

 

~Kelly~
Amy war gerade dabei sämtlichen Schokoladenvorrat den ich hatte aus dem Küchenschrank zu suchen, als ich gerade eine Packung Popcorn in die Mikrowelle geschoben hatte. „ Bist du dir sicher, dass das alles ist?“, fragte mich Amy skeptisch und hielt eine grosse Packung Twix und eine Packung Milky Way. „ Ja warum?“, fragte ich nach und öffnete den Kühlschrank. „ Na ja, du hast doch sonst immer so viel Schokolade und Chips und....“ „ Ich versuche doch so wenig Süssigkeiten wie möglich zu essen, ich will doch abnehmen.“, unterbrach ich sie und schloss den Kühlschrank wieder, ohne etwas herausgenommen zu haben. „ Aber wenn es dich beruhigt, ich glaube irgendwo ganz hinten in dem Schrank sollte es noch eine grosse Packung Paprika Chips haben.“ Amy hatte die beiden Packungen auf den Esstisch gelegt und suchte nach der Chips Tüte als es klingelte. „ Ich bin schon unterwegs.“, meinte ich und machte mich auf den Weg in den Flur. Lee und ich hatten ausgemacht dass er und Duncan gegen halb acht zu mit kommen und ein paar Filme mitnehmen würden. „ Hey! Ihr seit ja über pünktlich!“, lachte ich, als ich die Tür öffnete. „ Hättest du von mir wohl nicht gedacht, was?“, grinste Lee mich an als ich die Tür schloss. „ Nicht wirklich.“, sagte ich und deutete auf die DVD’s die Duncan in der Hand hielt. „ Welche Filme habt ihr euch denn ausgesucht?“ „ Hi Jungs.“, begrüsste Amy die Beiden, wobei sie jedoch im Türrahmen zur Küche stehen blieb. „ Hi.“, lächelte Lee, als Duncan meine Frage beantwortete. „ Wir haben uns mal auf drei Filme geeinigt. ‚Ich weiss was du letzten Sommer getan hast.‘ ‚Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast‘ und
‚ Eiskalte Engel.‘ “ „ Nach harmlosere hattet ihr nicht, oder?“, fragte Amy sarkastisch und besah sich die Hülle zu ‚Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast.‘ Als wir ins Wohnzimmer gingen. „ So schlimm sind die Filme doch nicht.“, grinste Duncan. „ Du willst nicht wissen wie es war als Sheryl und ich uns ‚ Ich weiss was du letzten Sommer getan hast‘ das erste Mal angekuckt haben. Amy sei einfach froh dass du nicht dabei warst.“, sagte ich und ging in die Küche die Chips und das Popcorn zu holen, welches jetzt schon ein paar Minuten fertig in der Mikrowelle lag.

 

~Amy~
Ich wusste nicht wie ich mich Lee gegenüber verhalten sollte als wir neben einander auf der kleineren Couch sassen, nachdem ich vier Gläser und eine Flasche Cola, eine Flasche Eistee und Wasser geholt hatte. Es war wieder alles so normal zwischen uns.....
Wir hatten uns dazu entschlossen ‚Eiskalte Engel‘ als letztes zuschauen, da dieser nicht so extrem war, wie die anderen Beiden. Natürlich kannten Kelly und ich alle drei Filme, allerdings war das letzte Mal in denen wir einen von ihnen gesehen hatten schon so lange her, dass wir uns ständig erschreckten! Besonders Kelly und ich waren während des zweiten Teils der ersten Films damit beschäftigt die Schokolade in uns hineinzustopfen. Wir waren sonst ja echt nicht so schreckhaft, aber manchmal konnte es halt doch so sein. Ich hatte mich auf dem Sofa zusammengekauert und hatte ein Kissen im Arm und vergrub jedesmal mein Gesicht darin wenn es mir zuviel wurde. Gerade lief die Szene in der Helen, also Sarah Michelle Gellar, vor dem Mörder davon rannte, ihn jedoch nicht sah, da er sich unter einer Plastikplane versteckte.

 

~Lee~
In nächsten Moment schrien Amy und Kelly wie auf Kommando auf, als die Plane vom Hacken des Mörders aufgeschlitzt wurde. „ Das war schon immer meine Lieblingsszene.“, sagte Kelly nur, als ich sie schmunzelnd ansah. „ Ist doch wahr verdammt. Ich weiss genau wann das passiert, aber nie wann genau.“, setzte sie hinzu und griff nach den Chips. Sie und Duncan Beide sassen auf der grösseren Couch und mussten den Kopf etwas drehen damit wir gerade zum Fernseher sehen konnten, nicht so wie Amy und ich, die den Bildschirm geradeaus vor sich hatten. Nach der Hälfte des zweiten Films legte Amy das Kissen weg, stoppte den Film und fragte: „ Können wir eine Pause machen?“ „ Sag bloss du erträgst nicht mehr?“, lachte ich nun. Ich glaube gestern hätte ich das nicht zu ihr sagen, nicht so unverfänglich, aber die Stimmung zwischen uns hatte sich wieder normalisiert. Kaum hatte ich dies ausgesprochen hatte ich auch schon das Kissen im Gesicht. „ Du bist doch so blöd!“, lachte Amy dann und stand auf. „ Nein, aber ich brauch noch was zu trinken. Und wir haben jetzt ja alles auf.“ „ Wenn ich mich nicht täusche hat es im Keller noch ein paar Flaschen Cola und Wasser auch noch.“, sagte Kelly und griff nach den Schüsseln in denen zuvor das Popcorn und die Chips drin waren. „ Soll ich noch Popcorn machen?“, fügte sie hinzu und verschwand in der Küche als wir nickten. „ Kelly hast du gesagt ich muss in den Keller?“, fragte Amy unsicher nach. „ Ja warum?“, rief Kelly. „ Ach nur so....“, entgegnete sie und verliess das Wohnzimmer. Währenddem ich die Treppe hoch, zum Bad ging, wechselte Duncan die DVD.

 

~Duncan~

Als ich gleich darauf in die Küche ging, war Kelly gerade dabei das Popcorn in die Schüssel zu füllen. Sie hatte mich wohl nicht gehört, also ging ich einfach rein und blieb mit etwas Abstand zu ihr stehen. Im nächsten Augenblick wirbelte sie herum und sah mich erschrocken an. „ Um Himmelswillen! Duncan, tut das nie wieder!! Ich du hast mich doch vorhin schon schreien hören, hat das nicht gereicht?“, fragte sie und fasste sich ans Herz.

„ Entschuldige!“, lächelte ich. „ Das wollte ich nicht.“ „ Aber sicher.“, nickte sie wenig überzeugt und nahm dann eine Chipstüte aus einem der Schränke.
„ Das sagst du jetzt. Sowas kann man einfach nicht machen, wenn man sich solche Filme angesehen hat, da kann einem ganz schnell das Herz stehen bleiben.“, sie hatte sich wieder zu mir umgedreht und lehnte jetzt an der Arbeitsplatte. Ich machte ein paar Schritte auf sie zu. „ Hast du nicht mal gesagt das dein Herz gar nicht schlägt?“ Ich merkte wie ich sie wieder musterte und trat noch einen Schritt näher. „ Ja stimmt! Und wenn es schlägt dann ganz sicher nicht regelmässig.“, lachte sie und wollte sich wieder umdrehen, doch ich stand nun so nah bei ihr dass es nicht ging. Und auch wenn ich etwas zurückgehen wollte, hätte ich es nicht gekonnt, da sich zwischen uns erneut diese Spannung aufgebaut hatte und ich absolut nichts dagegen tun konnte.

 

~Kelly~
Duncan stand nun ganz dicht vor mir. Wir sahen uns tief in die Augen, als ich ihm mit meiner rechten Hand über die Wange streichelte und dann sanft mit meinem Daumen über seine Lippen fuhr, war ich mir gar nicht sicher ob wirklich ich das tat, da ich keine Kontrolle über mein Handeln hatte. Er beugte seinen Kopf leicht zu mir und als ich meine Augen geschlossen hatte wartete ich nur darauf dass wir uns endlich küssten, als Lee aus dem Wohnzimmer rief: „ Hey, wo bleibt ihr denn? Sollen wir ‚Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast‘ alleine kucken?“ Ich liess den Kopf sinken und seufzte. Das durfte doch einfach nicht wahr sein!! „ Könntest du mir die Schüssel abnehmen?“, fragte ich Duncan dann und reichte ihm die Schüssel mit Popcorn. „ Was habt ihr denn so lange gemacht?“, grinste Lee mich an, als wir uns wieder auf die Couch setzten. „ Das Popcorn hatte etwas länger.“, antwortete ich resigniert und hielt Amy mein Glas hin als sie fragte wer Cola wollte.
Einige Minuten nachdem der Film begonnen hatte unterbrach ich die Stille. „ Dunk? Könntest du dich nicht irgendwie anders hinsetzen? Du sitzt mir nämlich direkt vor der Nase!“ Er musste lachen und setzte sich mit dem Rücken zu mir. „ Besser so?“ Ich setzte ebenfalls, eigentlich so wie ich es immer tat, hin. Ich zog die Beine an und lehnte mich seitlich an die Couchlehne, so musste ich mir immerhin nicht den Kopf verrenken.

 

~Amy~
‚Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast‘ war etwas heftiger als der erste Streifen, so dass mir das Kissen auch nicht mehr wirklich half. Ich nahm gerade einen grossen Schluck Cola und vergrub dann mein Gesicht an Lee’s Schulter. „ Ich hatte vorhin schon Horror in den Keller zu gehen, aber jetzt ist es noch schlimmer.“, erklärte ich, als ich mich wieder normal hinsetzte. „ Warte mal.“ Er wies mich an kurz aufzustehen, so dass er seine Beine auf der Couch ausstrecken konnte. „ Okay, komm her.“, grinste er dann und zog mich dann zurück auf’s Sofa. Ich sass nun zwischen seinen Beinen und lehnte mich an seinen Oberkörper, währenddem er seine Arme um meinen Bauch gelegt hatte. „ Besser?“, frage er dann und ich sah ihn an und nickte lächelnd. So würde ich den weiteren Verlauf des Films schon überstehen. Danach ging es mit ‚Eiskalte Engel‘ weiter und ich war echt froh, dass der Film total harmlos war.

 

~Lee~

Es war ein echt schönes Gefühl mit Amy zu kuscheln. Wie oft hatten wir das schon gemacht? Andererseits empfand ich zu dem Zeitpunkt nichts anderes als Freundschaft für sie. Ihr Kopf lag nun schon eine Weile auf meiner Brust und währenddem wir den Film sahen konnte ich sie immer wieder ansehen, ohne dass sie viel davon merkt hatte. Dass ich ihren Körper nun an meinem spürte war schon mehr als ich ihn den letzten Tagen erhofft hatte. Ich war echt happy, als sie sich nicht einfach wieder aufgesetzt hatte, als wir anfingen den letzten Film zu schauen.

 ~Duncan~
Gegen Ende von ‚Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast‘ vergrub Kelly ihr Gesicht immer wieder an meiner Schulter, deshalb sahen wir sie alle drei verwirrt an, als sie plötzlich zu lachen begann, als die Szene kam in der Julie mit ihren Freunden vor ihrem eignen, von dem Mörder erstellten, Grabstein stand. „ Was ist denn daran so lustig?“, fragte Lee irritiert und Kelly wandte sich an Amy. „ Amy- Baby, welcher Name steht auf dem Grabstein?“, fragte sie, als ob sie es selbst nicht wüsste.
„ Na Julie’s.“, antwortete Amy nahm sich eine Hand voll Popcorn. „ Nein, was steht genau.“, beharrte Kelly und hielt den Film an. „ Julie....“ Amy brach in Gelächter aus.
„ James!“ Kelly lachte ebenfalls. „ Julie James!!! Ich glaub’s nicht! Warum hab ich das vorhin noch nicht gemerkt?“, fragte Amy dann. „ Ich denke wir haben uns den Film einfach noch nie so angesehen und uns auf die Nachnamen konzentriert.“, grinste Kelly, lies den Film weiter laufen und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Sorry Dunk, aber das musste einfach sein. Das war jetzt echt nicht böse gemeint.“ „ Ich werd’s schon überstehen.“, lachte ich und wandte mich dann wieder dem Film zu.
Als wir uns dann ‚Eiskalte Engel‘ ansahen, streifte ich mit meinen Fingern kurz ihre Hand. Ich dachte mir, dass es in diesem Moment nicht sonderlich schlau wäre, sie anzusehen. Obwohl , ich hätte es gerne getan, aber so wie ich Lee kenne hätte er es sicher gecheckt und irgendeinen Spruch gemacht, also liess ich es. Ich wollte sie einfach nur berühren. Kurz darauf hielt ich ihre Hand und streichelte mit meinem Daumen immer wieder über ihren Handrücken. Dass sie diese Berührungen  ihrerseits genauso erwiderte erleichterte mich total. Sie legte nach einer Weile ihren Kopf auf meine Schulter, was mir augenblicklich einen Schauer über den Rücken laufen liess und ich einen Moment den Atem anhielt. Dabei drückte sie meine Hand leicht und streichelte den Handrücken sanft mit ihrem Daumen.

 

~Kelly~
Als Duncan meine Hand ergriff widerstand ich dem Impuls sie sofort wegzuziehen. Aber irgendwie war ich auch glücklich darüber dass er es tat, denn ich schätze länger hätte ich es nicht ausgehalten, ohne ihn zu berühren. Ich hatte es nun aufgegeben einigermassen bequem mit angezogenen Beinen auf dem Sofa zu sitzen, also hatte ich mich im Schneidersitz hingesetzt und legte meinen Kopf auf Duncan’s Schulter. Wir sahen uns nicht an, dennoch hatte sich diese magnetische Spannung wieder aufgebaut, als Amy plötzlich aufsprang. Ich drehte mich um und liess dabei gleich Duncan’s Hand los.

 

~Amy~
Während ich mich so an Lee kuschelte spürte ich plötzlich seinen Atem in meinem Nacken und ich bekam Gänsehaut. Nach einem kurzen Moment drehte ich mich zu ihm um und lächelte ihn an. Lee streichelte zärtlich mit beiden Händen über meine Arme, bevor er sich zu mir beugte und mir einen sanften Kuss gab. Was tat ich da eigentlich? Ich machte mich von ihm los und stand auf. „ Leute, ich muss los.“ „ Was? Warum denn?“, fragte Kelly perplex da sie nichts von dem Kuss mitgekriegt hatte. „ Na ja, es ist schon gleich halb eins und ich muss ja auch noch nach Hause laufen.“, versuchte ich meinen überstürzten Aufbruch zu erklären und schnappte mir meine Jacke von der Garderobe . „ Du kannst doch hier schlafen.“, entgegnete Kelly und stoppte den Film.
„ Nein, ist schon okay. Ich melde mich morgen bei dir.“, verabschiedete ich mich von Kelly, drückte ihr einen Kuss auf die Wange, winkte Duncan zu und schon fiel die Tür hinter mir ins Schloss.

 

~Lee~
Ich musste sie einfach küssen, ihre Lippen fühlten sich so gut an. Ich hatte allerdings nicht mit dieser Reaktion ihrerseits gerechnet. Ich hatte es noch nicht einmal geschafft, richtig von der Couch aufzustehen da war sie schon weg. „ Was ist passiert?“, fragte Kelly nun und sah mich mit diesem Blick an, den sie immer drauf hatte, wenn sie sofort wissen wollte was gewesen war. Ich seufzte nachdem ich versucht hatte ihrem Blick auszuweichen. „ Ich habe sie nur geküsst.“, erklärte ich kleinlaut. Anstatt etwas zu sagen schlug Kelly mich auf den Arm.

 

~Kelly~
„ Ach verdammt!“, fluchte ich. „ Männer und ihre Triebe! Du kannst dir auch nichts verkneifen, oder?“ Ich glaube das einfach nicht. Ich hatte von Amy schon beinahe die Bestätigung dass sie sich in Lee verliebt hatte und ich wusste genau dass sie besonders in dem Fall nichts überstürzte. Besonders da sie doch in den letzten Tagen so durcheinander war. Jetzt ging das wieder von vorne los! „ Das war mal wieder toll Lee und ich kann es wieder aushalten, oder?“, blaffte ich ihn an, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte. Ich trat zu ihm und nahm seine Hand. „ Entschuldige, das wollte ich nicht. Ich bin mir nur gerade bewusst geworden was jetzt wieder alles auf mich zukommt.“ „ Ich hätte doch nicht gedacht dass sie so reagiert.“, versuchte sich Lee zu verteidigen. „ Das weiss ich doch.“, beruhigte ich ihn. „ Ich werde das schon wieder geradebiegen, versprochen.“ „ Ehrlich?“ Lee’s Miene hellte sich sofort auf. „ Was tu ich nicht alles für meine besten Freundinnen und für meinen Lieblingscousin?“, entgegnete ich und wurde dafür regelrecht von Lee erdrückt.

 

~Duncan~
Typisch Lee! Ich wusste genau das er sich seiner Gefühle Amy gegenüber nicht sicher war, aber musste er es gleich auf diese Weise auf die Probe stellen? Er hatte doch keine Ahnung was Amy für ihn empfand. „ Ich wird sie wahrscheinlich morgen mal bei der Arbeit besuchen.“, schätze Kelly und setzte sich auf die kleine Couch. „ Sollen wir dir noch beim aufräumen helfen?“, fragte ich dann und deutete auf das Durcheinander auf dem Couchtisch. „ Nein, lasst mal. Ich mach das später. Ich kann sowieso nie einschlafen, also werde ich die Zeit dann wohl nutzen um aufzuräumen.“, winkte Kelly ab. „ Seit mir nicht böse, aber ich bin doch ziemlich fertig. Ich geh besser nach Hause.“, sagte Lee dann und wies zur Tür. „ Hey, nimm das alles nicht so schwer.“, versuchte ich ihn aufzumuntern. „ Das wird schon.“ „ Ja ich weiss.“, nickte er wenig überzeugt und holte seine Jacke. „ Ich glaube ich begleite ihn besser ein Stück.“, wandte ich mich dann an Kelly. „ Ja, wird wohl besser sein.“, stimmte sie mir nickend zu und stand auf. Lee hatte auch wieder Probleme, er hatte Amy immerhin schon geküsst.....
Kelly umarmte mich und gab mir einen Kuss auf die Wange, ich tat das selbe bei ihr.
„ Wir sehen uns noch, ja?“, fragte ich sie, als sie zur Tür ging. „ Klar, du weisst doch, ich habe immer Zeit.“, antwortete sie seufzend und öffnete die Tür. „ Ich melde mich bei dir wenn ich mit Amy geredet habe.“, versprach sie und umarmte Lee nochmals.

 

~Amy~
Kelly besuchte mich am Montag im Pub und versuchte mit mir über den vergangenen Abend zu reden. Ich schob jedoch die Arbeit vor und sagte ihr dass ich keine Zeit hatte. Als sie mir dann Dienstag sagte dass Lee und die Boys neue Termine hatten, von denen sie vorher jedoch noch nichts gewusst hatten und sie erst in einer Wochen wieder kommen würden war mein Gefühlschaos komplett. Ja, ich wollte mit Lee reden, aber persönlich und nicht am Telefon, wahrscheinlich würde er gleich wieder auflegen.

 

~Sheryl~
Als ich Freitag aus den Ferien wieder kam, war das erste was ich tat: Kelly besuchen. Ich wusste dass ich total fertig aussehen musste, da der Flug echt lange gedauert hatte, aber das war mir egal. Am liebsten hätte ich Amy und Kelly gleichzeitig in die Arme geschlossen, aber da Amy arbeitete wollte ich sie nicht stören, da ich genau wusste dass unsere Begrüssung sehr, sehr lange dauern würde. Ich wohnte nur fünf Minuten von Kelly entfernt und stand schon vor ihrer Tür, bevor sich meine Mum auf die Couch fallen lassen konnte. „ HiIiii!!!“, rief ich überschwenglich und umarmte Kelly stürmisch

„ Wie geht es meinem Schätzchen?“, fragte ich lachend, als ich ihr einen Kuss auf die Wange gedrückt hatte. „ Jetzt geht es mir besser.“, sagte sie ruhig, währenddem wir uns noch immer festhielten. „ Bist du in Ordnung?“, fragte ich besorgt und strich ihr über’s Haar. „ Ja klar.“, lachte sie nun und fiel mir nochmals um den Hals. „ Ich hab dich nur sooooo sehr vermisst.“ „ Ich dich auch.“, grinste ich und liess mich neben ihr auf die grosse Couch fallen.

„ Eigentlich dachte ich, dass du zuerst anrufst wenn du angekommen bist. Du musst doch total geschafft sein.“, meinte Kelly nun. „ Ach, das geht schon. Ich hab im Flugzeug etwas geschlafen und um ehrlich zu sein hab ich es, als wir dann hier aus dem Taxi gestiegen sind keine Minute länger ausgehalten und musste eine von euch Beiden einfach sehen.....“, erklärte ich und fügte dann hinzu: „ Ausserdem will ich jetzt endlich wissen was das zwischen Amy und Lee war und warum er sich erst jetzt wieder bei dir gemeldet hat. Bei unserem Telefonat vor drei Tagen konnten wir ja nicht wirklich lange reden.“ Nach zehn Minuten hatte Kelly mir die ganze Story erzählt und ich musste, nachdem ich das alles gehört hatte erstmal tief durchatmen. „ Also damit ich sicher bin alles gecheckt zu haben: Lee hat sich vermutlich in Amy verknallt und Amy sich in Lee, aber Beide wissen nicht wirklich wie sie damit umgehen sollen.“ „ Ganz genau, jedenfalls denke ich das. Sie haben sich schon mehrmals geküsst und du weisst doch genau dass Amy niemals jemanden küssen würde den sie nicht liebt.“ „ Stimmt! Warum machen denn beide so ein Drama daraus, sie empfinden Beide mehr für den Anderen und wenn sie sich endlich mal aussprechen würden, würde in die Sache endlich mal Licht kommen.“, sagte ich und gestikuliere mit den Händen. „ Das sage ich doch auch schon die ganze Zeit. Und Amy sagt die ganze Zeit, sie würde schon noch mit Lee reden aber nicht am Telefon, da die Boys erst Mittwoch wiederkommen.“ „ Ich dachte sie hätten jetzt frei.“, meinte ich und sah sie verwirrt an. „ Ja, aber Lee hat gesagt dass sie noch ein paar Termine haben. Von denen haben sie erst Dienstag erfahren. Aber Johnny hat versprochen dass sie dann länger frei haben, wenn sie wiederkommen.“, erklärte Kelly weiter. Ich wusste dass ich nicht fragen sollte, aber ich musste es einfach wissen und fragte so beiläufig wie möglich: „ Hast du Simon eigentlich mal gesehen?“

~Kelly~
„ Nein, ich hab Simon und Antony noch nicht gesehen. Aber soviel ich weiss geht es ihnen gut. Das hat Lee jedenfalls gesagt als er heute Mittag angerufen hat.“, antwortete ich ihr und griff nach meinem Wasserglas. So plump wie sie gerade nach Simon gefragt hatte, hatte sie das schon lange nicht mehr hingekriegt. Ich wusste dass sie ihn immer noch mochte, wenn nicht gar noch mehr. Sheryl und Simon waren vor zwei Jahren zusammen gewesen. Hatte sich nach einiger Zeit jedoch dazu entschlossen sich zu trennen, in alles Freundschaft, da die Boys zu dem Zeitpunkt extrem oft und lange auf Promotion- Tour gewesen waren und es Beide nicht ausgehalten hatten sich ständig nach so kurzer Zeit wieder zu trennen. In der Zwischenzeit hatten sie wieder ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Ich wurde das Gefühl jedoch nicht los, dass Sheryl noch immer in Simon verliebt war, obwohl sie in der Vergangenheit schon wieder eine Beziehung gehabt hatte, die jedoch nicht von langer Dauer war. Wenn wir uns irgendeinen Blue- Auftritt ansahen, war der Blick, den sie drauf hatte wenn sie Simon sah nicht mehr diesem typischen Fan- sein zuzuordnen. Aber ich wollte im Moment nicht dazu sagen, nicht dass es zwischen den Beiden noch genauso losging wie bei Amy und Lee. „ Oh, apropos Simon, Lee hat gesagt er würde Dienstag auch mitkommen und sie beide und Duncan hätten eine Überraschung für dich, Amy und mich.“ „ Du hast nicht zufällig rausgehört worum es sich vielleicht handeln könnte?“, fragte Sheryl hoffnungsvoll. „ Nein, keine Chance, ich hab’s versucht. Aber sie haben nichts rausgelassen. Das war so gemein, sie wissen doch genau dass, wenn wir so etwas erfahren, sofort wissen wollen was es für eine Überraschung ist!!“
„ Was dachtest du überhaupt, als Lee plötzlich vor der Tür stand?“ Ich musste lachen und ich begann zu erzählen. Ich sagte ihr auch, was in mir vorging wenn ich Duncan sah, natürlich hätte ich es auch sofort Amy gesagt, sie hatte jetzt jedoch genug Sorgen und hing in Gedanken sowieso nur Lee nach, da hätte ich auch eine Wand zutexten können.

 

~Lee~
Wir waren gerade beim Soundcheck für eine TV- Sendung. Ich war zwar gar nicht bei der Sache und auch nicht wirklich so hyperaktiv wie ich es sonst immer war. Natürlich liebe ich es aufzutreten und die Fans zu sehen. Allerdings baute mich das heute auch nicht wirklich auf. Ich hatte aber mit Kelly telefoniert und ihr erzählt dass wir, also Simon, Duncan und ich für sie, Amy und Sheryl eine Überraschung hatten. Bei der Vorstellung was sie für Gesichter machen würden, wenn sie hörten um was es sich handelte. „ Hey Ryan!“, reif Simon mich plötzlich und riss mich so aus meinen Gedanken. „ Was?“, fragte ich und ging zu ihm. Wir standen auf der Bühne und hatten gerade einige Einstellungen geprobt. „ Wenn du noch öfter deinen Einsatz verpasst sind wir nächste Woche noch nicht fertig.“ „ Entschuldige! Ich konzentrier mich jetzt, versprochen.“, sagte ich und stützte mich auf dem Mikrophonständer ab. „ Das sagst du jetzt schon zum dritten Mal.“, erinnerte mich Antony und steckte sein Mikro wieder in den Halter. „ Ach kommt schon Boys. Uns ging das doch allen schon mal so.“, verteidigte mich Duncan und ich grinste ihn erleichtert an. Er musste mir versprechen das wegen Amy nicht weiterzuerzählen, jedenfalls nicht bis wir endlich miteinander geredet hatten. Die Melodie von „Breathe Easy“ erklang erneut und Duncan begann zu singen, ich musste wirklich erst einmal tief durchatmen und mich dann vollkommen auf den Song konzentrieren, damit ich meinen Einsatz diesmal nicht wieder verpasste.

 

~Simon~
Was war nur mit Lee los? Weder Duncan noch er selbst hatten irgendetwas gesagt und da wir einander auch in Ruhe liessen wenn es einem nicht so gut ging fragen Ant und ich nicht weiter nach. Die Beiden hatten uns nur liebe Grüsse von Kelly und Amy bestellt und hatten sowas erzählt, dass Sheryl in den USA Ferien machen würde. Ich musste, als Duncan ihren Namen gesagt hatte unwillkürlich daran denken wie wir uns getrennt hatten. Okay, wir waren beide einverstanden gewesen und wir kamen, wenn wir uns mal sahen, was ja schon länger nicht mehr der Fall gewesen war,  jetzt auch noch ganz gut miteinander aus. In mir machte sich Aufregung breit, als ich daran dachte, dass  ich sie bald ganze zwei Wochen, jeden Tag, sehen würde.

 

~Amy~
Ich hatte Mittwochnachmittag am Morgen gearbeitet und hatte deshalb schon gehen 14 Uhr frei. Ich war so froh dass Sheryl wieder da war. Kelly und ich hatten ihr innerhalb von drei Stunden alles erzählt was sie irgendwie in den zwei Wochen verpasst haben könnte in denen sie in den USA war, so dass es ihr nun vorkam als hätte sie alles selbst erlebt. Ich war gerade auf dem Weg zu Sheryl, da wir drei uns bei ihr verabredet hatten um dann gemeinsam zu Lee zu gehen. „ Ich will endlich wissen was es für eine Überraschung ist!!“, rief ich als wir schon fast bei dem Haus angekommen waren. Sheryl und Kelly sahen mich verdutzt an und begannen dann zu lachen. „ Ich auch.“, nickte Kelly. „ Es war so fies von Lee, dass er es mir schon so früh gesagt hat!! Das war nicht fair, er wusste nämlich genau dass wir von diesem Moment wie auf heissen Kohlen sitzen würden.“, nickte Kelly und hackte sie bei mir ein. „ Sheryl, hast du nicht gesagt, dass „Fight Club“ mal im Fernsehen gekommen ist, als du in den Ferien warst?“, fragte Kelly lachend. Sheryl war riesiger Brad Pitt- Fan und hatte und schon Tage bevor der Film im TV kam angerufen um uns das zu sagen. „ Oh ja!!“, rief sie glücklich. „ Der Film ist so geil! Ich glaub ich hab dann in der Nacht sogar von einem der Fights geträumt.“, erzählte sie kopfschüttelnd. „ Das hast du bei Troja aber auch gemacht.“, erinnerte ich sie. „ Amy sei froh dass du in der Nacht nicht neben ihr gelegen bist, du hast mich einfach getreten!“, sagte Kelly und stiess Sheryl leicht an. „ Sorry, das wollte ich nicht. Aber das kann ich halt nicht steuern!“, entschuldigte sie sich, als wir dann bei Lee ankamen und sie klingelte. In dem Moment als er die Tür öffnete blieb mir fast das Herz stehen, ich konnte da nicht mal was dran ändern, ich hatte die ganze Woche drüber nachgedacht was passieren würde wenn ich ihn wieder sah....

 

~Duncan~
Lee hatte Simon in der Zwischenzeit erzählt weshalb er vor ein paar Tagen so abwesend gewesen war und Simon hatte sich bei ihm für seine schrägen Anmerkungen entschuldigt, er hätte es auch nicht ab können wenn jemand solche Sprüche gemacht hätte wenn es ihm so gegangen wäre. „ Das nächste Mal sagst du mir sowas aber früher, ja? Ich kann das doch auch nicht riechen!“, rief Simon ihm nach, als er zur Tür ging. „ Ist ja gut jetzt!“, entgegnete Lee und öffnete die Tür. Ich hatte mit Lee nicht mehr darüber geredet was zwischen Kelly und mir abging wenn wir auch nur etwas länger Augenkontakt hatten und was in mir vorging wenn sich diese Spannung aufbaute. Er hatte sich in den letzten Tagen echt genügend andere Gedanken gemacht. „ Hi Boys!“, rief Amy in dem Augenblick und betrat das Wohnzimmer. „ Wie geht’s euch?“, fragte sie und umarmte erst Simon und dann mich. „ Gut. Wie geht’s dir?“, fragte Simon. „ Ganz in Ordnung.“, nickte sie zurück. „ Hey! Dich haben wir ja schon lange nicht mehr gesehen!“, grinste Kelly und begrüsste Simon, während Sheryl von Lee und Amy von mir begrüsst wurde. „ Das kann ich von euch auch sagen. Aber ich hatte die letzten freien Tage mit Alana verplant, deshalb konnte ich nicht mitkommen.“, erklärte er dann. „ Das ist doch klar.“, nickte Amy und musterte Lee danach unsicher. „ Also wisst ihr was? Wir wurden lange genug auf die Folter gespannt, jetzt sagt uns endlich was das für eine Überraschung ist.“, bat Kelly dann uns setzte sich neben Lee auf die Couch und rüttelte ihn ein paar Mal. „ Ich kann mich nur anschliessen.“, stimmte Amy ihr zu, während Sheryl nickte. Lee begann zu lachen: „ Okay, okay. Wir sagen’s ja schon. Hör nur auf damit!“ Kelly liess seine Schultern los und stützte ihre Arme dann auf ihren Knien ab.

 

~Sheryl~
Ich dachte echt ich hätte mich verhört, als die Boys sagen, sie hätten für zwei Wochen ein Strandhaus in Southend- On- Sea gemietet und wollten uns dorthin einladen. „ Ist das euer Ernst?“, fragte Amy, die diese Überraschung noch immer nicht verkraftet hatte. „ Klar, sonst würden wir’s doch nicht sagen.“, grinste Simon. „ Ist das cool! Oh wow! Ist das cool!!“, rief ich aus, als ich ein Bild von dem Haus sah. „ Also ich bin dabei.“, sagte Kelly gleich. „ Ich bleib garantiert nicht zu Hause wenn ich schon zu sowas eingeladen werde.“ „ Ich muss noch mit Mum sprechen, ich hab doch ‘nen Job in dem Buchladen in dem sie arbeitet, aber das geht sicher klar und wenn nicht, komm ich trotzdem mit.“, schloss ich mich Kelly an, die daraufhin zu lachen begann. „ Ich wusste dass du das sagen würdest.“ Mein Blick traf in dem Moment den von Simon und mir wurde klar, dass ich ihn nun vierzehn Tage lang sehen würde. Ich war gut mit der Trennung zurecht gekommen, besser als ich es erwartet hätte, allerdings hatte ich unsere gemeinsame Zeit nicht vergessen, dafür was sie einfach zu schön. „ Wann würden wir denn losfahren?“, fragte Amy nun. „ Übermorgen. Wir dachen eigentlich dass es am besten wäre wenn wir uns am Nachmittag auf den Weg machen würden.“, erklärte Lee und Amy nickte. „ Wäre es okay wenn wir so gehen drei Uhr gehen? Ich muss nämlich bis um zwei arbeiten.“ „ Das mit den Ferien geht bei dir doch klar, oder? Du musst nämlich mitkommen, sonst reden wir nicht mehr mit dir.“, erinnerte ich sie und zwinkerte ihr dann zu. „ Das wird kein Problem, da bin ich mir sicher.“, versprach sie überzeugt. Wir blieben noch eine Weile, bevor Amy, Kelly und ich wieder gehen mussten, da wir unseren Eltern ja auch noch davon erzählen mussten, dass sie die nächsten zwei Wochen ohne uns auskommen mussten.

 

~Amy~
Am nächsten Tag, waren ich hauptsächlich mit einer Sache beschäftigt: Packen!! Ich hätte morgen nämlich nicht mehr genug Zeit dazu. Zu meinem grossen Erstaunen passten alle Dinge die ich mitnehmen wollte in eine Tasche und einen Rucksack. Es war schon vier Uhr nachmittags und Kelly und ich sassen nun auf meinem Bett. Sheryl hatte sich vorgenommen sich noch etwas auszuruhen, da der Flug und die Zeitumstellung doch nicht so spurlos an ihr vorbeigegangen war, wie sie zuerst angenommen hatte.
„ Bist du dir sicher dass du alles hast?“, fragte sie mich gerade. „ Ja, ich hab sich alle Klamotten eingepackt die ich mitnehmen will und wenn doch etwas hier bleibt ist es auch nicht so schlimm. Hast du denn schon alles zusammen?“ „ Nein, aber ich hab morgen ja noch genug Zeit.“, winkte sie ab und wechselte dann das Thema. „ Es tut mir leid Amy, aber ich muss es jetzt einfach wissen: Was ist denn jetzt mit Lee und dir? Du wolltest doch mit ihm reden!“ „ Ich weiss....Aber...“ „ Nein!“, unterbrach sie mich. „ Wenn ihr es immer vor euch her schiebt wird das nie was. Rede jetzt mit ihm. Wenn ihr das nicht geklärt kriegt ruiniert ihr euch noch den ganzen Urlaub. Und das ist doch echt nicht nötig. Die Jungs laden uns schliesslich dazu ein.“ „ Das weiss ich doch...“ „ Amy, rede mit ihm. Ich weiss dass du das willst und ich weiss dass er das will. Du weisst genau dass ich immer für dich da bin und dir immer helfe wenn ich kann, aber dass müsst ihr selbst tun.“, setzte sie hinzu und griff nach meiner Hand.
Keine Viertelstunde später standen wir vor Lee’s Haus und Kelly klingelte. Lee öffnete gleich darauf die Tür.

 

~Lee~
„ Hey, was macht ihr denn hier?“, fragte ich überrascht, da absolut nicht mit ihrem Besuch gerechnet hatte. „ Ich bin gleich wieder weg.“, sagte Kelly sofort. „ Ich dachte mir nur, dass ihr diese Missverständnisse zwischen euch endlich aus der Welt schaffen solltet und weil ihr Beide immer wieder irgendwelche Gründe findet dieses Gespräch zu verschieben musste ich mich jetzt einfach einmischen.“ „ Wie du hörst kann ich nichts dafür dass wir jetzt hier sind.“, sagte Amy unsicher. „ Ist schon okay, kommt rein.“ Amy trat ein aber Kelly schüttelte den Kopf. „ Nein, damit hab ich nichts zu tun. Ich muss jetzt auch wieder nach Hause. Wir sehen uns morgen.“, verabschiedete sie sich und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Danke.“, flüsterte ich ihr zu und sie nickte lächelnd.
„ Kein Problem. Wie gesagt, was tu ich nicht alles für meinen Lieblingscousin?“ Ich schloss die Tür und ging zu Amy ins Wohnzimmer. „ Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll!“, gestand sie mir und lächelte mich unbeholfen an. „ Wir wurden voll ins kalte Wasser geschmissen.“, witzelte ich und sagte dann in einem ernsteren Ton. „ Aber ich bin echt froh dass du hier bist. Ich wollte dir nämlich auch ein paar Dinge sagen und wenn du nicht dagegen hast, würde ich gerne anfangen.“ „ Sicher.“, nickte sie und wir sahen uns einen Moment schweigend in die Augen. „ Okay, also.....Als ich dich im Rainbow’s geküsst habe, was das nicht einfach so zum Spass, wir kennen uns schon so lange und ich könnte echt nie mit deinen Gefühlen spielen.“ Wow! Dass ich es endlich über mich gebracht hatte ihr dies zu sagen kostete echt mehr Überwindung als ich gedacht hatte!! „ Und als ich dich beim DVD- Abend geküsst hatte wollte ich dich auch echt nicht irgendwie überfordern oder so...“ „ Ich hab total daneben reagiert! Es tut mir so leid.“, unterbrach sie mich nun. „ Ich wusste auch nicht was ich anderes, als ja, hätte sagen sollen, als Kelly mich in der Disco gefragt hat, ob wir nur Freunde sind. Weil ich mir da einfach nicht sicher war.....“ „ Und jetzt bist du’s?“, fragte ich und hoffte dass sie das selbe fühlte wie ich. „ Ich bin mir klar geworden dass du mir viel mehr bedeutest als ein sehr guter Freund. Ich hätte dich auch nicht geküsst wenn ich es nicht so wäre. Ich hatte nur Angst dass das unsere Freundschaft zerstört, wenn ich diese Gefühle zulasse.“ „ Soll ich dir mal was sagen?“, fragte ich sie und musste einfach grinsen.
„ Das geht mir genau so.“ Ich sah wie sie begann zu lächeln und im nächsten Moment umarmten wir uns.

 

~Kelly~
Ich hatte mich gerade fürchterlich mit meiner Mum gestritten und da ich diese Vorwürfe die sie mir machte nicht aus mir sitzen liess hatte war ich nach einer hitzigen Diskussion  aus dem Haus gerannt. Ich konnte einfach nicht verstehen weshalb sie mir diese Dinge vorwarf!! Ich musste unbedingt mit jemandem reden, aber mit wem? Ich wusste dass ich nicht zu Sheryl gehen konnte, da sie sicher schon schlief und Lee und Amy hatten genug Dinge die sie nun klären mussten, also lief ich ziellos durch die Stadt, währenddem mir dicke Tränen über die Wange liefen. Ich wusste nicht wo ich hin sollte und dazu hatte es jetzt auch noch angefangen zu regnen, ausserdem war es schon fast 23 Uhr. Ich war inzwischen nass bis auf die Knochen und fror wie verrückt. Plötzlich stand ich vor Duncan’s Haus, ich wusste nicht ob es richtig war, jetzt zu ihm zu gehen, aber ich wollte jetzt auch nicht alleine sein.....
Ich zögerte einen Moment als ich vor seiner Tür stand, aber dann klingelte ich doch. Als er dann öffnete sah ich ihn schweigend an.

 

~Duncan~
Als ich die Tür öffnete stand eine klatschnasse, zitternde Kelly vor mir und sah mich nur an. „ Kelly! Was machst du denn hier? Was ist los?“ Sie machte einen Schritt ins Haus und fiel mir dann schluchzend um den Hals. „ Ganz ruhig, was ist denn passiert?“ „ Tut mir leid! Ich wollte dich nicht stören, ich hab mich so sehr mit Mum gestritten und ich bin aus dem Haus gerannt und wusste nicht wohin....“, redete sie drauf los, doch ich unterbrach sie.
„ Warte.“, ich begann damit ihre Jeansjacke auszuziehen. „ Du musst erstmal aus deinen Klamotten raus, komm mit, ich geb dir ein paar Sachen  von mir. Sonst wirst du noch krank.“ Ich nahm ihre Hand und zog sie mit mir ins Schlafzimmer. Ich legte ihr ein paar Sachen von mir auf’s Bett und ging, während sie sich umzog ins Bad um ein Handtuch zu holen. Als ich wieder ins Zimmer kam war sie gerade dabei die Ärmel meines Pulli’s der ihr sicher zwei Nummern zu gross war, zurecht zuziehen.
„ Besser?“, fragte ich und setzte mich zu ihr auf’s Bett. „ Ja, danke.“, sagte sie mit schwacher Stimme, als ich ihr mit dem Handtuch die Haare trockenrubbelte. „ Also, was ist passiert?“, wollte ich wissen, als sich ihre Augen schon wieder mit Tränen füllten.
„ Mum hat auf einmal angefangen rum zu schreien, ich weiss nicht mal was ich gemacht haben soll, dass es soweit kam...“, begann sie. „ Sie sagte plötzlich, dass ich doch nur faul sei und ich es ja eh nie zu etwas bringen würde, da ich ja noch nie gearbeitet hätte.“, sie schluchzte und fuhr nach einem Moment weiter: „ Ich hab mich dann verteidigt und plötzlich hat sie mir vorgeworfen, dass ich doch schuld daran sei, dass sich mein Vater seit elf Jahren nicht mehr gemeldet hat. So einen Nichtsnutz von Tochter wollte schliesslich niemand haben!“, weinte sie. Wow! Das war echt hart! So etwas hatte wirklich niemand verdient, ich wusste selbst wie es war ohne Vater aufzuwachsen, aber mir wurde niemals die Schuld daran gegeben dass er sich nicht um mich kümmerte. „ Komm mal her.“, sagte ich und schloss sie in die Arme. „ Nimm das was deine Mum gesagt hat nicht ernst. Das ist alles Schwachsinn.“ Ich streichelte ihr über’s Haar uns versuchte sie so immerhin etwas zu beruhigen. „ Sie hat es so ernst gesagt. Ich weiss gar nicht was ich jetzt tun soll....Ich hab doch nur Mum....“ „ Du hast noch Lee, Gemma und Sheila.“

 

~Kelly~
„ Und vergiss nicht, dass du noch Sheryl und Amy hast. Die Beiden würden dich auch niemals im Stich lassen. Na ja und zur Not bin ich auch noch da.“ Als ich das hörte musste ich lachen. „ Ja, ich weiss. Danke! Ich bin so froh dass du mir zuhörst. Ich wusste nämlich nicht wo ich sonst hätte hingehen sollen! Amy und Lee reden endlich miteinander und Sheryl schläft schon.“ „ Die Beiden reden miteinander? Ehrlich? Ich hätte nicht gedacht dass die das noch hinkriegen.“, grinste Duncan. „ Ich auch nicht, deshalb hab ich sie dazu gezwungen.“, erklärte ich und löste mich endlich aus seiner Umarmung. „ Mach dir jetzt keine Gedanken über die Beiden. Wichtig ist jetzt dass es dir bald wieder besser geht.“, meinte Duncan und streichelte mir mit der rechten Hand über die Wange. „ Am besten legst du dich hin und versuchst zu schlafen.“ Ich war so müde und deprimiert und hatte plötzlich so extreme Kopfschmerzen dass ich nur nickte.
Ich lag schon bald über eine Stunde wach im Gästebett und konnte einfach nicht einschlafen, obwohl ich hundemüde war. Meine Gedanken überschlugen sich, was würde passieren wenn ich mich nicht mehr mit Mum vertrug? Wenn ich wirklich so untalentiert und nutzlos war wie sie mit vorwarf. Ich hatte keine Bestätigung dass es nicht so war..... Ich verfluchte diese Schlafstörungen und richtete mich auf. Nach einem Moment stieg ich aus dem Bett und verliess das Zimmer. Es brachte nichts, wenn ich jetzt krampfhaft versuchen würde einzuschlafen.

 

~Duncan~
Mir gingen Kelly’s Worte nicht aus dem Kopf. Sie tat mir so leid, niemand hatte es verdient als nutzlos beschimpft zu werden. Besonders wenn es nicht im Mindesten zutraf....
Ich sass im Wohnzimmer und zappte wahllos durch die Programme, als ich Schritte auf der Treppe hörte und Kelly gleich drauf eintrat. „ Ich kann nicht schlafen.“, erklärte sie und setzte sich neben mich. Ich zog sie näher zu mir und wir kuschelten eine Weile. Irgendwann fing Kelly wieder an zu weinen und nachdem sie sich etwas beruhigt hatte redeten wir noch lange. Sie hatte ganz verheulte und gerötete Augen. Sie tat mir so leid dass ich sie einfach nochmal in den Arm nehmen musste. „ Ganz ruhig. Es wird alles wieder gut.“ „ Glaubst du?“, fragte sie mich, als wir uns wieder aus der Umarmung lösten. „ Sicher.“, nickte ich. Ihr Kopf lag auf meiner Brust und ich streichelte ihr mehrmals übers Haar, bevor ich ihren Kopf leicht anhob und mit meinen Lippen Kelly‘s berührte.

 

~Kelly~
Es  war so ein wunderschönes Gefühl seine Lippen zu fühlen. Allerdings war es kein Kuss, es war ein Berührung, so eine Berührung, wie wenn man die Hand von jemandem hält. Duncan spendete mir durch diese Berührung soviel Trost. Ich war ihm dafür und dafür dass es mir so geduldig zuhörte so dankbar. Ich kuschelte mich wieder an ihn, bis ich nach einigen Minuten fragte: „ Kann ich bei dir schlafen? Ich will nicht alleine sein.“ „ Natürlich kannst du das.“, nickte er gleich.
Irgendwann gingen wir schliesslich schlafen und es gelang mir sogar noch ein paar Stunden ohne Unterbruch durchzuschlafen. Es beruhigte mich so sehr, zu wissen, dass ich nicht alleine war und in Duncan’s Armen einschlief.
Als ich wach wurde war es fast zwölf Uhr. Ich hatte ziemlich lange geschlafen, allerdings fühlte ich mich nicht wirklich ausgeruht. Nachdem ich mich gestreckt hatte und mich einigermassen fähig dazu fühlte aufzustehen schlug die Decke zurück und ging nach unten. „ Na? Ausgeschlafen?“, lächelte mich Duncan an, als ich in die Küche kam. „ Ja, hab ich.“, dabei musste ich gähnen und grinste. „ Geht es dir denn besser?“, fragte er dann besorgt und trat auf mich zu. „ Etwas.“, nickte ich, obwohl ich auf ihn wohl nicht den Eindruck machte. „ Du hättest mich übrigens ruhig früher wecken können, jetzt muss ich so hetzen, ich hab doch noch nicht mal gepackt!“

 

~Duncan~
„ Ich kann dich ja nach Hause fahren und dir beim packen helfen, dann hast du das auch ganz schnell.“, schlug ich vor. Auch  wenn Kelly sagte ihr ginge es besser sah sie noch immer total mitgenommen und fertig aus. „ Das wäre echt lieb von dir. Wenn es dich beruhigt, ich weiss schon was ich mitnehmen will, also muss ich nicht noch so lange suchen.“, erwiderte sie und meinte dann: „ Mum kommt erst in etwa einer Stunde nach Hause und wenn es dir nichts ausmacht würde ich gerne jetzt gleich fahren, denn ich möchte sie jetzt nicht sehen.“ „ Das ist doch klar, aber mach dir deshalb keinen Kopf, ich bin bei dir.“, versuchte ich sie zu beruhigen. „ Danke.“, lächelte sie. „ Dann mach ich mich jetzt mal fertig.“ „ Willst du nicht vorher noch was essen?“ „ Nein danke. Ich hab keinen Hunger.“, schüttelte sie den Kopf und ging wieder nach oben. Okay, auch wenn ich mir vorher schon Sorgen um Kelly gemacht hatte, dass sie nichts essen wollte beunruhigte mich jetzt noch zusätzlich. Sonst ass sie immer. Es schien ihr echt sehr schlecht zu gehen.

~Sheryl~
Wir trafen uns um Viertelvor drei bei Duncan. Ich war echt überrascht als Kelly die Tür öffnete. „ Hey, was machst du denn schon hier?“, fragte ich und stellte meine Tasche im Flur ab. „ Ich hatte Streit mit Mum und hab mich gestern bei Dunk ausgeheult. Dann haben wir vorhin meine Sachen geholt und ich bin wieder mit ihm hierher gekommen, ich wollte nicht zu Hause sein, wenn Mum nach Hause kommt.“, erklärte sie mir knapp. „ Das tut mir so leid.“, sagte ich ehrlich und schloss sie in die Arme. „ Wie geht es dir denn?“ „ Also ich würde sagen nicht sehr gut.“, sagte sie ernst. „ Ich habe mega Kopfschmerzen und bin so müde, ausserdem könnte ich auf der Stelle anfangen weinen.“ „ Depressive Phase, hm?“, fragte ich und Kelly nickte. „ Hi Sheryl.“, begrüsste mich Duncan. Ich wusste dass es ihr schon ein paar Mal nicht so gut gegangen war und ich fühlte mich echt schuldig dass ich am vergangenen Abend nicht für sie da gewesen war. „ Ich bin für dich da.“, versprach ich ihr. „ Egal wann du willst komm zu mir.“ „ Das mach ich.“, versprach sie mir, als es schon wieder klingelte und ich mich an Duncan wandte. „ Hi Dunk, startklar für den Urlaub?“, grinste ich. „ Klar!“, lachte er. „ Wer wäre das nicht?“ „ Sheryl hatte es einfach zu gut, kommt aus den USA und wird hier auch gleich noch in die Ferien geschickt!“, sagte Lee nun, der gerade, mit Amy, gekommen war. „ Tja, das Leben meint es im Moment halt einfach gut mit mir.“, stieg ich auf Lee’s Anmerkung ein. „ Was haben wir denn da? Sagt bloss ihr habt endlich geredet?“, wechselte ich das Thema, da mir auffiel dass Amy und Lee gerade Händchen gehalten hatten. Da Lee Duncan half das ganze Gepäck schon mal in den Kofferraum des Van’s zu verstauen, als Amy mich glücklich angrinste. „ Ja, wir haben gestern den ganzen Abend geredet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir Beide mehr für einander empfinden, aber uns noch etwas Zeit lassen wollen, bevor wir uns als Paar bezeichnen.“ „ Soll ich dir mal was sagen?“, fragte ich sie und sah sie ernst an. „ Was denn?“ „ Wenn ihr nicht so lange rumgedruckst hättet, wärt ihr jetzt wahrscheinlich schon fest zusammen.“ „ Ja, ja ich weiss und ich denke, hätte Kelly uns Gestern nicht dazu überredet, hätten wir jetzt noch diese Probleme.“ „ Du hast die Beiden gezwungen? Wie?“, wollte ich unbedingt wissen, als wir durch die offene Haustür Simon bei Lee und Duncan sahen. „ Ich hab sie zu Lee geschleppt und so lange auf sie eingeredet bis sie bei ihm geblieben ist und den Rest haben sie alleine gemacht.“, erklärte Kelly und griff nach ihrem Rucksack. „ Und wie du siehst ist alles gut gegangen.“, setzte Amy noch immer strahlend hinzu. „ Bei euch hätte ich auch nichts anderes erwartet.“, meinte ich, als Lee rief: „ Seit ihr fertig? Wir wären soweit.“

 

~Amy~

Kurz darauf sassen wir im Auto und fuhren Richtung Southend- On- Sea. Wir machten die ganze Zeit nur Unsinn und lachten uns total kaputt, okay, dass es wieder angefangen hatte zu regnen war nicht toll, aber es war zum Glück nicht so heftig wie am vergangenen Abend. Duncan fuhr als Erster, er und Simon wollten sich abwechseln. Sheryl, Kelly und ich hatten zwar auch einen Führerschein, aber was sollte uns dieser nützen, wenn wir nicht mal wussten wo genau wir hinfuhren? Lee sass vorne neben Duncan, Sheryl und Simon sassen auf der Rückbank und Kelly und ich sass vor ihnen. Das Radio lief die ganze Zeit, allerdings achtete niemand wirklich darauf. „ Nein Lee, vergiss es ich werde ganz sicher nicht singen!“, erwiderte Kelly gerade auf Lee’s Frage ob sie ihnen einmal etwas vorsingen würde. „ Aber warum denn nicht? Kelly wir wissen dass du singen kannst.“, versuchte auch Sheryl sie zu überreden. „ Du hast auch keine Verwandten die in einer berühmten Band sind, oder?“ „ Ähm, nein aber...“ „ Siehst du. Ich weiss dass ich niemals so singen könnte wie ihr, besonders nicht so wie du Lee. Dieses Talent ist eben nur dir zuteil geworden. Auch wenn ich wollte, ich würde nicht im entferntesten an dich rankommen.“, meinte Kelly dann und wandte sich wieder um und sah weiter aus dem Fenster. Sie war schon die ganze Zeit so ruhig, das tat mir echt weh, ich wusste dass sie sich eigentlich auf den Urlaub freute, aber wer konnte sich schon aussuchen wann er depressiv wurde? Wir redeten noch eine Weile über die verschiedensten Dinge, bevor Kelly fragte: „ Hey Lee, könntest du nicht mal das Radio lauter machen?“ „ Klar.“, nickte er und drehte lauter. In dem Moment begann die ersten Zeilen von ‚Everytime I Close My Eyes‘ von Vanessa Amorosi. ‚Do you remember,  the time we used to spend, doing what, we used to do back then...‘

~Lee~
Ich wollte Kelly doch nicht kränken oder sowas. Ich wusste nur, dass einige ihrer Lieblingshobbies aus Tanzen und Singen bestanden und ich hatte sie weder irgendwann mal tanzen sehen, noch singen hören. Okay, ich hatte sie in der Disco tanzen sehen, aber ich wusste nicht wie gut sie darin war Choreographien zu tanzen. Aber gut, wenn sie nicht wollte, wollte ich sie auch nicht dazu zwingen etwas zu singen. Ich sah Amy an. Ich war total happy dass wir uns endlich ausgesprochen hatten. Wir hatten zwar beschlossen uns noch Zeit zu lassen, bis wir fest zusammenkamen, aber.... Tja was soll ich sagen? Wer weiss was in den nächsten Tagen alles passiert!

 

~Simon~
Sheryl war wohl irgendwann eingeschlafen. Das war bei diesem Wetter aber auch kein Wunder, dazu sassen wir schon eine Weile im Auto. Sie hatte ihren Kopf auf meine Schulter gelegt, was sie sonst eigentlich immer nur getan hatte, als wir noch zusammen waren. Ich hatte meinen Arm um sie gelegt und sie kuschelte sich an mich, als sie langsam wieder wach wurde. Als sie mich ansah musste ich grinsen und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „ Ich habe dich vermisst.“, flüsterte sie nach einem Moment und sah mir tief in die Augen. „ Ich hab dich auch vermisst.“, erwiderte ich und drückte sie noch etwas an mich.

 

~Kelly~
Na toll!! Das musste kommen oder? Ich versuche doch sowieso schon die ganze Zeit nicht zu weinen! Und jetzt läuft auch noch ‚Everytime I Close My Eyes!‘ Ich sah aus dem Fenster und musste wirklich einen Moment die Augen schliessen und schwer schlucken. Im nächsten Moment hatte Amy meine Hand genommen und streichelte mit der anderen über meine Wange. „ Bist du in Ordnung?“, fragte sie leise und ich nickte.  „ Geht gleich wieder.“, versicherte ich ihr und sah zu Sheryl, von der man schon länger nichts mehr gehört hatte und musste grinsen. Sie war eingeschlafen und schlummerte friedlich vor sich hin, währenddem sie ihren Kopf an Simon’s Schulter gelegt hatte. Ich lächelte ihm vielsagend zu und Amy zwinkerte mir, als sie die Beiden gesehen hatte, zu. Nach etwa einer weiteren halben Stunde wechselten sich Duncan und Simon ab. Amy und Lee sassen nun auf der Rückbank und Sheryl sass vorne neben Simon, Duncan sass an Amy’s vorherigen Platz. Das Wetter hatte sich wieder gebessert, es war zwar noch bewölkt, aber es regnete nicht mehr, ausserdem wurde im Wetterbericht gesagt dass die nächsten Tage sonnig und warm werden würden. Das war auch gut so, schliesslich war es gerade mal Ende Juni! „ Das darf doch nicht wahr sein!“, rief ich plötzlich aus. „ Sagt mal hat dieser Sender heute die Balladen gepachtet? Sheryl mach bitte mal lauter.“ Ich hatte sofort erkannt dass es sich um die Melodie von ‚Breathe Easy‘ handelte, allerdings schossen mir sofort die Tränen in die Augen als sich herausstellte dass es ‚A Chi Mi Dice‘ war. ‚Sorriderai, e ti rivedo come sei......‘ „Warum erkennst du die Songs eigentlich immer so schnell?“, fragte Sheryl mich dann. „ Keine Ahnung.“, gestand ich. „ Vielleicht liegt das an meinen Genen. Das ist sicher Lee’s Einfluss auf mich.“, ich musste grinsen. „ Soll das eine Beleidigung sein?“, fragte Lee gespielt beleidigt, ich hörte, auch ohne mich umzudrehen, dass er grinsend musste.
„ Das würde ich doch nie sagen.“, schüttelte ich den Kopf. Auch wenn ich gerade noch gelacht hatte kämpfte ich jetzt so gut es ging gegen die Tränen an. Ich legte meinen Kopf auf die Kopflehne und atmete ein paar mal tief durch. Balladen trugen nicht gerade zur Bekämpfung von Depressionen bei.

 

~Duncan~
Ich berührte Kelly leicht am Arm, worauf sie sich zu mir umdrehte. Ich sah dass ihr Tränen über die Wange liefen und wischte sie mit dem Daumen weg. Sie umarmte mich und sagte: „ Ich werde es einfach nicht los!“ „ Das ist doch nicht schlimm. Das wird schon wieder.“, dabei streichelte ich ihr ein paar mal über’s Haar. „ Versuch die Ferien einfach zu geniessen. Wir sind nicht zu Hause, wenn du ein bisschen Abstand hast wird es dir sicher leichter fallen, dass ganze zu verarbeiten.“, sagte ich zu ihr, als wir uns langsam aus der Umarmung lösten. „ Ich werde es versuchen.“, nickte sie tapfer und strich sich ein paar Tränen aus den Augenwinkeln. Die restliche Fahrt über sagte Kelly nicht mehr viel, aber sie liess meine Hand nicht mehr los, die sie hielt seit wir uns aus der Umarmung gelöst hatten. Eine Viertelstunde später hielt Simon auf einen Parkplatz und verkündete: „ Leute, wir sind da.“

 

~Sheryl~
Als wir das Haus betraten blieb mir erstmal die Spucke weg. Ich meine, es war schon von aussen wunderschön, doch das Innere übertraf es noch um einiges. Alles war offen, so dass das Wohnzimmer der Hauptraum war. Kelly, Amy und ich warfen unsere Taschen erstmal in die Ecke und sahen uns um. Amy war sofort die Treppe hochgesprungen und sah sich in den Zimmer um. „ Hey! Das müsst ihr euch ansehen, die Zimmer sind riesig!“, rief sie verblüfft, als sie an das Geländer kam und sich drüber beugte. Ich lief sofort zu ihr und staunte nicht schlecht. „ Oh wow!“, sagte ich überrascht als ich eines der Zimmer sah. „ Ich will dieses Zimmer haben, das ist so geil!“, meinte ich und deutete auf die Tür auf der linken Seite. „ Na, wie gefällt es euch?“, frage Lee grinsend, da er mit Simon und Duncan unsere Reaktionen still mit angesehen hatten. 
„ Wir finden es schrecklich!“, sagte Amy ernst und ging zur Veranda. „ Oder Kelly?“ Kelly war, kaum hatten wir unsere Sachen abgestellt durch das Wohnzimmer gegangen und hatte die gläserne Schiebetür zur Veranda geöffnet und sich draussen umgesehen.  „ Ja, es ist furchtbar.“, sagte sie tonlos, wobei sie ihren Blick unverwandt zum Meer gerichtet hatte und drehte sich dann zu uns um. „ Wie kann man nur so eine dumme Frage stellen? Natürlich gefällt es uns!“, sagte sie dann und schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. „ Das war so eine typisch unnütze Frage.....“ „ Kommt nicht mehr vor.“, versprach Lee. „ Hey Kel, du musst dir unbedingt die Zimmer ankucken, die sind sooooo cool.“, wechselte Amy dann das Thema zog Kelly mich sich. „ Und die Küche ist auch so gross!“, setzte ich hinzu und folge den Beiden. „ Hey wartet mal, apropos Küche, ich hab langsam echt Hunger.“, hielt Lee uns auf, als sie uns wieder ins Haus folgten. „ Stimmt ich auch.“, nickte ich lachend. „ Und ich erst!“, stimmte auch Kelly uns zu. „ Du hast ja auch den ganzen Tag nichts gegessen.“, meinte Duncan und ich sah sie erschrocken an. „ Oh Gott Kelly, du machst mir Angst! Du hast sonst doch immer hunger!“ „ Ich weiss.“, nickte sie ernst „ Aber das hab ich jetzt ja auch wieder.“ „ Wie wäre es mit Spaghetti? Die haben wir ganz schnell fertig, denn ich hab keine Lust noch lange irgendwas zusammen zu basteln.“, schlug Amy vor und stützte sich am Treppengeländer ab. „ Und wenn wir uns die Arbeit teilen geht es noch schneller.“, setzte ich hinzu.

 

~Amy~
Ich machten innerhalb von wenigen Minuten eine Liste und notierte alles was wir für’s Abendessen brauchten. „ Okay, ich hab alles. Sonst noch irgendetwas dass nicht bis morgen warten kann?“, fragte ich die Fünf und wartete darauf dass jemand etwas sagte. „ Schokolade.“, meinte Kelly tonlos. „ Massenhaft Schokolade. Und Gummibärchen und Chips.“ „ Wie war das noch? Du versuchst abzunehmen?“, hackte ich grinsend nach. „ Ach vergiss es.“, winkte sie dazu nur ab und ging dann wieder in die Küche in der sie sich noch genauer umsah. Ich wusste genau dass das ihr Frustfutter war, wie wir es nannten und notierte die drei Wörter auf der Liste. Sie würde einige der Süssigkeiten essen und dann würde ihr ganz furchtbar schlecht werden. Kurz darauf würde sie sich verfluchen, wie Sheryl und ich es übrigens auch immer taten, wenn wir zuviel von diesem Zeug gegessen hatten. „ Wer geht einkaufen?“, wollte ich dann wissen, riss den Zettel vom Block und hielt sie hoch. „ Ich mach das.“, entgegnete Simon und nahm sie entgegen. „ Will jemand mitkommen?“, fragte er und Sheryl nickte.  „ Ja ich komm mit.“

 

~Simon~
Ich war froh dass Sheryl mitkam, ich wollte nämlich unbedingt mit ihr reden. Auf der Fahrt zum Einkaufscenter sprachen wir über alles mögliche. Wir hatten uns ja länger nicht gesehen. „ Nein, in L.A. war ich nicht. Aber es muss so cool sein.“, antwortete Sheryl gerade auf meine Fragte. „ Oh ja, ist es.“, nickte ich, als wir die letzten Dinge für das Abendessen in den Einkaufswagen legten. „ Wir waren doch für den ‚One Love‘- Clipdreh dort.“ „ Ich wusste doch dass es einen Grund gibt weshalb der Clip einer meiner Lieblinge ist!“, grinste Sheryl und ging zur Kasse. „ Wir waren in San Francisco. Ich mochte die Stadt schon immer, schon allein von Bildern und meine Vorstellungen wurden echt nicht enttäuscht. Es war echt der Hammer.“ Wir hatten die Sachen schnell eingepackt und sassen gleich darauf wieder im Auto. „ Sheryl, ich wollte dir etwas sagen. Aber ich wollte warten bis wir alleine sind....“, begann ich zaghaft als ich den Motor startete und sah sie kurz von der Seite an, bevor ich vom Parkplatz auf die Strasse fuhr. „ Das sind wir jetzt, also raus mit der Sprache, bevor wir wieder beim Haus sind.“, grinste sie und sah mich weiter an. Nun war ich wieder froh, dass ich sie nicht die ganze Zeit ansehen konnte, denn es fiel mir irgendwie schwer ihr das zu gestehen.

„ Okay, ähm....Es ist....Ich habe dich in der letzten Zeit ziemlich oft an dich gedacht.“, begann ich langsam und sah wieder an, da sie nichts erwiderte sprach ich weiter: „ Und ich habe dich auch sehr vermisst.“

 ~Sheryl~
Ich begann von Jetzt auf Gleich zu strahlen, wartete aber noch bevor ich etwas sagte.
„ Ich habe in der letzten Zeit oft darüber nachgedacht weshalb wir uns getrennt haben. Und.....Na ja, jetzt so im Nachhinein finde ich, dass das nicht unbedingt hätte sein müssen.“ Ich hörte den unsicheren Unterton in seiner Stimme. Wenn Si wüsste wie oft ich seit unserer Trennung an ihn gedacht hatte!!! Jetzt nicht nur, wenn ich mich mit ihm als Mitglied von Blue beschäftigt hatte, sondern auch sonst. Ich hatte zwar mal einen Freund gehabt, doch die Beziehung hielt gerade mal ein halbes Jahr. „ Was willst damit sagen?“, fragte ich deshalb um ja keine falschen Schlüsse zu ziehen. Er atmete geräuschvoll aus, als er an einer Ampel halten musste, drehte sich zu mir um und sah mir direkt in die Augen. „ Sheryl ich liebe dich immer noch. Ich weiss nicht wieso ich so dumm war und wollte dass wir uns trennen, ich weiss genau dass wir es schaffen könnten auch wenn wir manchmal auf längere Zeit von einander getrennt sind.“ Als ich dies hörte hatte ich das Gefühl mein Herz würde vor Glück auf der Stelle zerspringen!!! Ich wusste dass er auf eine Antwort wartete, aber wie er gesagte, dass er mich noch immer liebt hatte mir die Sprache verschlagen. Er sah mich mit diesem Blick an, der mich schon immer schwach gemacht hatte. Deshalb beugte ich mich zu ihm vor und küsste ihn einfach, das war die beste Möglichkeit ihm zu zeigen, wie es um meine Gefühl für ihn stand.

 

~Lee~
Knapp eine halbe Stunde später, waren Sheryl und Si wieder da und brachten alles mit was wir für das Abendessen brauchten. Das Kochen an sich machte schon mega viel Spass. Kelly und ich hatten uns an den Herd gestellt, währenddem Amy und Sheryl um die Wette weinten, während sie Zwiebeln hackten. „ Sheryl- Liebling, du musst doch nicht heulen, so schlimm ist es doch nicht dass wir hier sind.“, grinste Kelly und trat zu ihr. „ Ich weiss.“, schniefte sie und wischte sich über die Augen. „ Nein nicht.“, unterbrach Kelly sie in ihrem Tun. „ Ihr müsst die Zwiebeln mit kaltem Wasser abspülen, dann brennen sie nicht so in den Augen. Und du gehst jetzt ins Bad und klatscht dir etwas Wasser ins Gesicht. Dann hört es auf zu brennen.“, meinte sie dann und vertrieb Sheryl von ihrem Platz. „ Warte, ich komme mit.“, entschloss sich Amy und folgte ihr.

„ Ich sehe schon fast nichts mehr.“ „ Oh mein Gott! Die brennen ja echt furchtbar!!“, rief Kelly kurz darauf aus.

„ Das nächste Mal nehmt ihr besser die Roten.“, sagte sie dann stand wieder auf und gab die Zwiebeln in den Topf. „ Woher weisst du dass die Roten nicht so brennen?“, fragte ich sie, als ich die Sauce umrührte. „ Das ist eine Berufskrankheit.“ Si, Dunk und ich sahen sie verwirrt an. „ Es gab eine Zeit, in der ich Koch werden wollte.“, erklärte sie uns darauf. „ Na ja und wenn man dann öfter schnuppern geht, ohne Erfolg natürlich“, dabei machte sie eine bedeutende Handbewegung „ lernt man schon in einer Woche einiges. Und ich bin an drei verschiedenen Orten gewesen.“ „ Warum erzählst du mir sowas eigentlich nicht?“, frage ich gespielt empört und baute mich vor ihr auf. „ Warum hätte ich das tun sollen? Es hat nicht geklappt. Du hättest es sicher erfahren, wenn ich eine Stelle gefunden hätte.“, antwortete sie tonlos und drückte Simon dann das Besteck in Hand. „ Deckst du bitte den Tisch? Wir können gleich essen.“ Zehn Minuten später sassen wir sechs auf der Veranda und schlugen uns die Bäuche voll. Ich hatte, wie immer mega hunger, aber ich glaube wir alle hatten zu wenig gegessen bevor wir losgefahren waren, denn innerhalb von einer Dreiviertelstunde hatten wir alles auf. „ Mir ist so schlecht!“, klagte Amy in diesem Moment. „ Ich hab soviel gegessen!“ „ Ach Amy- Baby! Hat dir deine Mum nicht beigebracht dass man nichts mehr essen soll wenn man satt ist?“, frage Sheryl gespielt vorwurfsvoll und grinste sie dann an. „ Du bist so blöd!“, rief Amy dann und warf ihre Serviette nach ihr. Wir mussten alle lachen.

~Amy~
Wir mussten uns aber auch immer aufziehen! Es ging einfach nicht anders. Das war schon zu einem unserer grössten Hobbies geworden. „ Sagt mal ,würde es euch etwas ausmachen, wenn ich jetzt ins Bett gehe?“, fragte Kelly und gähnte. Ich weiss nicht ob es ihr schon besser ging. Sie hatte während des Essens nicht sehr viel gesagt und verhielt sich auch sonst irgendwie untypisch. Aber daran konnte ich leider nichts ändern. „ Du willst jetzt schon schlafen?“, fragte Simon sie überrascht und sah auf seine Armbanduhr. „ Es ist erst Viertelvor elf!“ „ Ich hab letzte Nacht kaum geschlafen. Und muss endlich diese verdammte Schlafstörung in den Griff kriegen, also werde ich jetzt schlafen gehen. Vielleicht komme ich heute Nacht immerhin auf sechs Stunden schlaf.“, nickte sie entschlossen und stand auf. Wir wünschten ihr noch alle eine gute Nacht und sie solle etwas schönes träumen, als sie auch schon die Treppe hochgegangen war. Wir hatten es so geregelt dass Lee und Duncan das Zimmer auf der rechten Seite bezogen, Simon und Sheryl in dem Zimmer auf der linken Seite schliefen und ich mit Kelly das mittlere Zimmer bewohnte. Und wie sich herausstellte, würde es Si und Sheryl nicht gross stören, dass sie sich ein Zimmer teilen würden, denn als auch Sheryl ins Bett gehen wollte, was etwa eine Stunde später der Fall war, küssten sich die Beiden auf den Mund. „ Hallo?!“, rief Duncan aus, als er das sah und blickte Simon schräg von der Seite an. „ Was ist denn jetzt los? Hab ich irgendwas verpasst?“ „ Ähm, also wisst ihr......Es ist so.....Wir haben gemerkt, dass wir immer noch sehr viel für einander empfinden und wollen es nochmal versuchen.“, erklärte Sheryl zögernd. Worauf ich aufsprang und sie in die Arme schloss. „ Oh ist das toll!“, freute ich mich. „ Ich finde das sooooo süss!!!“ „ Danke Amy! Das ist echt lieb von dir.“, lächelte Sheryl glücklich und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Ich wusste dass Kelly wahrscheinlich schon schlief und sie mich killen würde wenn sie jetzt wieder die ganze Nacht wach liegen würde, aber sie musste es doch unbedingt wissen. Also sprang ich, währenddem Sheryl im Bad war, die Treppe hoch und klopfe vorsichtig an der Zimmertür, bevor ich eintrat.
„ Kelly?“, fragte ich vorsichtig und machte noch einen Schritt ins Zimmer, als sie sich zu mir umdrehte. „ Schläfst du schon?“ „ Nein.“, erwiderte sie, wobei sie jedoch gähnte. „ Sicher?“ „ Ja, ich arbeite gerade daran meine Schlafstörung zu bekämpfen. Aber das wird schwerer als ich dachte.“, meinte sie dann und drehte sich in die Decke ein. „ Was gibt’s denn?“ „ Oh, ach ja. Stell dir vor, Sheryl und Si sind wieder zusammen! Ich dachte, ich müsste es dir sofort sagen.“, lächelte ich und ich sah, da Licht von draussen, ins Zimmer fiel, wie sie sich aufrichtete und sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht wische. „ Was echt?“, fragte sie lachend und kletterte aus dem Bett. Ich musste grinsen als ich das sah. Soviel dazu, dass sie schlafen wollte. „ Sheryl!“, rief sie in dem Moment und ging nach einem kurzen Klopfen in deren Zimmer.

 

~Kelly~
Ich war im ersten Moment echt sauer auf Amy, besonders da ich fast eingeschlafen war. Aber als sie mir sagte, dass Sheryl und Simon wieder zusammen wären, musste ich sofort zu Sheryl. Ich ging nach einem kurzen Klopfen in ihr Zimmer, ohne eine Antwort abzuwarten und umarmte sie.
„ Hey!! Sheryl-  Liebling, ich freue mich so für dich!“ Ich hatte sie echt überrumpelt, aber sie musste lachen. „ Danke Kelly- Schatz. Das ist lieb von dir.“ „ Ich wünsche euch dass jetzt alles gut geht, das habt ihr echt verdient.“, lächelte ich, obwohl mir in dem Moment bewusst wurde, dass jetzt wieder dieses rumgeknutsche zwischen den Beiden losgehen und man es auch überall sehen würde. Klasse, Amy und Lee waren ja eigentlich schon zusammen, auch wenn sie sich Zeit lassen wollten. Ich war mir sicher dass sie als Pärchen aus diesem Urlaub zurückkommen würde, was bedeutete, dass ich dann wieder allein war. Wie ich es eigentlich immer war! Ja, ich weiss, das zwischen Duncan und mir durfte ich nicht vergessen, auch wenn wir uns jetzt wieder vollkommen normal dem Anderen gegenüber verhielten. Es war so, als hätte diese Spannung niemals zwischen und existiert, ich konnte das einfach nicht vergessen und um ehrlich zu sein hoffte ich, dass nicht nur ich diese Spannungen vernommen hatte.
Auf jeden Fall, drückte ich Sheryl und Amy noch einen Kuss auf die Wange und legte mich dann wieder hin. Meine Kopfschmerzen hatten zwar nachgelassen, aber dieses leere Gefühl in mir schien einfach nicht verschwinden zu wollen.
Nachdem wir am nächsten Morgen, oder besser Mittag, es war nämlich schon kurz vor zwölf, als endlich alle aufgestanden waren, gefrühstückt hatten, schlug Sheryl vor, shoppen zu gehen. Die Boys sahen sich schon augenrollend an, als Lee schliesslich zustimmte. „ Ich komme mit. Ich will mir nämlich ein paar neue Shirts zulegen und kam in der letzten Zeit ja nicht wirklich dazu. Vielleicht finde ich heute welche.“ Simon seufzte, nickte dann aber. „ Okay, ich komme auch mit.“ „ Juhu!“, rief Sheryl und wir mussten alle lachen. Als sie ihn küsste entfuhr mir: „ Ach ihr seit so ein süsses Paar, ich hasse es einfach!“ Alle fünf wussten dass ich es im übertragenen Sinn meinte, wenn ich sagte ich hasste etwas. „ Ich weiss, aber vergiss nicht, ich liebe dich auch Kelly!“, grinste sie dann und zwinkerte mir zu. Ich musste lachen und stand dann auf. „ Ich leg mich noch etwas hin, das mit der Anti- Schlafstörungsaktion hat nichts gebracht.“ „ Das wollte ich nicht Kel.“, entschuldigte sich Amy zerknirscht und sah mich unsicher an. „ Ich hab schon gesagt dass das nicht an dir liegt. Ich denke in letzter Zeit einfach zu viel nach. Da kann das schon mal passieren.“ „ Willst du nachher denn nicht mitkommen?“, erkundigte sich Duncan und ich schüttelte den Kopf. „ Nein, auch wenn ich wollte, ich bin so müde dass ich schon einschlafen würde, bevor wir überhaupt das erste Geschäft erreicht haben. Seit mir nicht böse, aber mir ist heute echt nicht nach Shopping.“ Mit diesen Worten verliess ich die Veranda und nachdem ich mein Frühstücksgeschirr in die Spülmaschine geräumt hatte, verzog ich mich wieder ins Zimmer.

 

~Duncan~
„ Wisst ihr, ich glaube ich bleibe auch hier.“, entschloss sich Amy und ich sah Lee sofort an, dass er enttäuscht war. „ Ach, nein! Warum denn?“, fragte er auch gleich in einem klagendem Ton. „ Ich finde jemand von uns sollte hier bleiben und sich um Kelly kümmern.“ Sie schwieg einen Moment und setzte dann hinzu: „ Ich weiss was ihr jetzt sagen wollt. Sie ist alt genug und all das Zeug, aber wir wissen doch was mit ihr das letzte Mal los war, als sie depressiv gewesen ist. Wir sollten sie nicht unbedingt alleine lassen. Jedenfalls nicht wenn unbedingt nötig.“ „ Du hast recht.“, nickte Sheryl. „ Es ging ihr so dreckig und  wenn sie niemanden gehabt hätte der mit ihr geredet hat wenn sie reden musste....“ Sie liess den Satz unvollendet. Ich stand auf, entschuldigte mich kurz und ging dann zu Kelly’s Zimmer. Ich klopfe und trat ein als sie sagte ich könne rein kommen. „ Hey.“, meinte ich und schloss die Tür wieder. Kelly lag ausgestreckt auf dem grossen Bett und setzte sich auf als ich zu ihr ging. „ Hey, na wie geht’s?“ „ Sollte ich dich das nicht eher fragen?“, gab ich zurück und setzte mich neben sie auf’s Bett. „ Ja ich weiss!“, rief sie resigniert und liess sich zurück fallen. „ Das ist es ja! Ich weiss nicht wie es mir geht! Ich könnte ohne Unterbruch heulen, da ich aber so deprimiert drauf bin, schaff ich nicht mal das!“ Dabei verwarf sie die Hände und atmete dann geräuschvoll aus. „ Wir können dir also nicht irgendwie helfen?“, wollte ich wissen und legte mich so neben sie, dass ich meinen Kopf abstützen und sie dabei ansehen konnte. „ Das weiss ich genau so wenig.“, seufzte sie, musste dann aber grinsen. „ Ich habe keine Ahnung wie ihr mir helfen könntet. Ich war schon mal so drauf, ich weiss, aber ich weiss auch, dass ich da nur grösstenteils nur wieder rausgekommen bin, weil ich im Internat war. Auch wenn es mir geholfen hat, dass mir Amy und Sheryl zugehört haben.“ Wir schwiegen Beide eine Weile, wobei ich sie nur ansah, dann berührte ich mit zwei Fingern ihr Kinn und drehte ihren Kopf zu mir und meinte: „ Schenkst du mir ein Lächeln?“ „ Was?“, fragte sie etwas perplex und sah mich mit zusammengekniffenen Augen an. „ Schenkst du mir ein Lächeln?“, wiederholte ich und setzte hinzu: „ Du hast so ein schönes Lächeln und ich habe es seit wir hier sind gerade einmal gesehen.“ Sie setzte ein Lächeln auf, das schon eher einer Grimasse glich und ich schüttelte den Kopf. „ Nein, das kannst du besser, komm schon.“ Ich begann sie anzustupsen und gleich darauf wand sie sich unter mir in einem Lachanfall, da ich sie total auskitzelte.
„ Dunk du bist fies!“, rief Kelly gleich darauf und flehte weiter: „ Ist ja gut. Du bekommst dein Lächeln, aber bitte, bitte, hör auf ja?“ Nach einem Moment liess ich von ihr ab und sah sie erwartungsvoll an. Sie lächelte mich so an, wie sie es sonst immer tat. Dabei sah sie so süss aus. Ich lag fast auf ihr und grinste sie nun auch an. „ Schon besser.“
„ Siehst du, ich kann’s noch.“, witzelte sie, als wir uns erneut direkt in die Augen sahen. Dabei baute sich diese Spannung blitzschnell zwischen uns auf, so dass ich nicht kontrollieren konnte dass ich ihr über die Wange streichelte, was sie ebenso erwiderte und mich dann zu ihr beugte.

 

~Kelly~
Ich hatte es mir also doch nicht eingebildet! Diese Spannung zwischen uns existierte und in dem Augenblick in dem sie entstand vergass ich alles um mich herum. Meine Depressionen, meine Sorgen, wegen eines Jobs, den Ärger mit Mum, es gab einfach nur noch uns Beide. Ich sah ihm in die Augen und streichelte ihm über die Wange. Es tat so gut seine Haut auf meiner zu spüren. Ich wollte ihn endlich küssen! Ich ertrug diese Spannung kaum noch, besonders da ich sie vor kurzem noch für Einbildung meinerseits gehalten hatte. Ich konnte seine Lippen schon auf meinen spüren, als......
„ Dunk! Wo bleibst du denn? Wir wollen langsam los!“, rief Simon die Treppe hoch. Ich drehte meinen Kopf zur Seite, als Duncan seufzte und sich langsam aufrichtete. „ Ich verstehe ja dass Sheryl Simon liebt, wirklich, das tu ich. Aber wenn er das noch einmal macht, kann ich nicht garantieren, dass sie noch einen Freund hat! Es ist echt nicht möglich hier mal für zehn Minuten ungestört zu sein, oder?“, fragte ich, worauf ich mich erhob, meine Haare zusammenband, aus dem Zimmer trat und ins Badezimmer ging. Ich wollte Duncan nicht mehr in die Augen sehen und starrte währenddem ich dies sagte an die Decke. Also ich dann im Badezimmer war, lehnte ich mich gegen die Tür und atmete tief durch. Ich hatte mich in Duncan verliebt! Kaum zu glauben dass mir so etwas passierte! Ausgerechnet in einen meiner besten Freunde! Aber, wenn ich mich da nicht vollkommen täuschte, war die Spannung zwischen uns der Beweis, dass wir Beide mehr für einander empfanden. Ich würde mich einfach weiterhin so normal wie möglich ihm gegenüber verhalten und alles andere auf mich zukommen lassen.

 

~Simon~
Wir hatten die Küche soweit aufgeräumt und da wir alle eigentlich fertig angezogen waren konnten wir los. Da Kelly nicht mitkommen würde fehlte nur noch Duncan. Ich rief nach ihm und keine zwei Minuten danach verliess Kelly ihr Zimmer und ging ins Bad. Ich sah sie verwundert an, ging dann aber wieder ins Wohnzimmer zu den Anderen, als Duncan auch schon die Treppe runterkam. „ Was ist denn?“, fragte er mich leicht giftig. „ Bist du fertig? Wir warten auf dich.“ „ Ja gehen wir.“, war das Einzige war er sagte und trat schon aus der Tür.

 

~Amy~
Ich sass den Nachmittag über ein wenige vor dem Fernseher und zappte durch die Kanäle. Kelly hatte ich seit dem Frühstück nicht mehr gesehen und wollte sie auch nicht mehr stören, vielleicht schlief sie ja gerade.
Ich schaltete gerade von einer Talk- Show zur nächsten als ich Schritte hinter mir hörte. Als ich mich umdrehte kam Kelly auf mich zu und stütze sich auf der Sofalehne ab.
„ Hey, na hast du geschlafen?“, fragte ich sie, als sie sich gähnend über die Augen rieb. „ Ja, etwas. Aber ich glaube nicht dass das so schlau war!“ „ Kopfschmerzen?“, fragte ich sie und musste grinsen. Das passierte mir auch meistens wenn ich zu lange, oder einfach zu viel geschlafen hatte. „ Ja.“, nickte sie. „ Was läuft denn?“, wollte sie dann wissen und deutete zum Bildschirm. „ Nichts, gar nichts. Wirklich nur Schrott.“, entgegnete ich und stellte den Fernseher aus. „ Ich wollte ein bisschen zum Strand gehen, kommst du mit?“, erkundigte sie sich dann und ich nickte sofort. „ Klar.“, nickte ich betrat nach ihr die Veranda und ging dann die Stufen hinunter die direkt zum Strand führten.

 

~Lee~
„ Na du!“, grinste ich Duncan an, als wir zum nächsten Laden schlenderten. „ Alles klar?“ Er war schon seit wir das Haus verlassen hatten total ruhig, nicht mal über meine Jokes lachte er!! „ Was? Ja....Ja, sicher ist alles okay, warum?“, fragte er etwas verwirrt und ich musterte ihn skeptisch. „ Das nehm ich dir nicht ab. Los sag schon.“ „ Ach, es ist nichts. Ehrlich, ich denke nur nach.“ „ Ja, ja, klar. Du weisst dass ich dir ansehe wenn du lügst. Du schwindelst, also?“ „ Es geht um Kelly.....“, begann er nach einem kurzen Schweigen langsam und ich machte einer Handbewegung dass er doch weiter sprechen sollte: „ Und?“ „ Ich würde ihr so gerne helfen, es tut mir so weh, sie so deprimiert zu sehen.“ „ Das geht mir doch auch so. Aber wir können ihr da nicht raushelfen, du weisst doch genau, dass sie das nur alleine schaffen kann.“, erwiderte ich. „ Ja, das ist mir schon klar, aber das ist nicht das Einzige, worüber ich nachdenke.“ „ Was noch?“ „ Ich weiss nicht, ist schon gut.“, versuchte er abzulenken. „ Nein, du hast schon damit angefangen, also sag’s!“, forderte ich ihn auf und nachdem er tief durchgeatmet hatte meinte Duncan: „ Ich bin mir nicht sicher ob sie nur eine Freundin für mich ist.“  „ Du empfindest mehr für sie?“, fragte ich etwas überrascht nach. „ Ich weiss es nicht, nicht wirklich. Einerseits hab ich sie echt lieb, aber nur als eine Art Schwester, andererseits scheint da mehr zu sein. Aber ich bin mir nicht sicher.....“, antwortete er zaghaft und kratze sich im Genick. „ Dunk, lass mich etwas sagen. Und ich bitte dich es wirklich ernst zu nehmen.“ Klar machte ich immer meine Witze und stelle allen möglichen Scheiss an, aber Kelly war wie meine kleine Schwester und ich hatte sie so lieb. Als er nickte sagte ich. „ Wenn du mehr für Kelly empfindest als nur Freundschaft  und mit ihr zusammenkommen solltest, will ich dich um etwas bitten.“
„ Und das wäre?“ „ Spiel nicht mit ihren Gefühlen und verletz sie nicht. Sie hat schon so viele Dinge durchgemacht, dass sie es echt nicht verdient hätte auch noch in der Sache enttäuscht zu werden.“

 

~Kelly~
Wir gingen eine Weile am Strand entlang und ich genoss die Sonne auf meiner Haut und das Rauschen des Meeres. Es war so beruhigend und nahm mir auf gewisser Weise meine Sorgen. Amy und ich liessen uns irgendwann in den Sand fallen und da ich sah, dass sie mir etwas sagen wollte schnitt ich das Thema an. „ Liegt dir irgendetwas auf dem Herzen?“ „ Ich mache mir Sorgen um dich.“, sagte sie sofort und griff nach meiner Hand.  „ Das brauchst du nicht. Ehrlich. Ihr wisst alle dass es mir nicht gut geht, aber da könnt ihr mir nicht helfen, ausserdem ist es ja glücklicherweise nicht so schlimm wie beim letzten Mal.“, beruhigte ich sie, als sie mich umarmte: „ Und du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich ich darüber bin. Es wäre furchtbar wenn du noch einmal in so ein Loch fallen würdest.“, sagte Amy und gab mir einen Kuss auf die Wange. „ Ja, dass finde ich auch. Okay, ich könnte immer noch los heulen, aber ich bin nicht mehr so aussichtslos eingestellt wie vor ein paar Tagen.“, nickte ich entschlossen. „ Der Streit mit deiner Mum war der Auslöser, hm?“, wollte Amy wissen und ich nickte erneut. „ Ja, ich habe mir doch schon die ganze Zeit so viele Gedanken gemacht und dann fängt sie plötzlich an, mich aus heiterem Himmel fertig zu machen!“ „ Erzählst du mir, was los war? Ich weiss ja nur dass ihr euch gezofft habt.“, bat Amy und so begann ich ihr alles zu erzählen.

 

~Amy~
Wow! Ich hätte nie gedacht dass Maria Kelly solche Dinge vorwerfen könnte!! Das war echt krass. Kelly war doch alles andere als nutzlos, ausserdem kannte ich nur wenige Menschen die sich so um ihre Freunde kümmerten wie Kelly es tat. „ Ach Kel! Es tut mir so leid dass ich nicht für dich da war, als das alles passiert ist!“, entschuldigte ich mich, als wir uns erneut umarmten. „ Hey, niemand von uns hätte daran gedacht, dass dieser Streit am selben Abend losbricht, an dem du und Lee euch endlich aussprecht.“, sagte sie grinsend, als wir dann langsam zum Haus zurückgingen. „ Das haben wir aber auch nur dir zu verdanken.“, lächelte ich, als ich die Verandatür öffnete und wir ins Haus trat. „ Tja, manchmal ist es echt nützlich so ein Sturkopf zu sein, wie ich es bin.“, lachte sie.  „ Und wie!“, stimmte ich in ihr Lachen mit ein, als die Haustür aufgestossen wurde. „ Wir sind wieder da!!“, rief Sheryl und stellte ihre Einkaufstüten auf der untersten Treppenstufe ab. „ Und? Seit ihr jetzt pleite?“, fragte ich sie und inspizierte gleich mal den Inhalt ihrer Plastiktaschen. „ Ich hab mir gerade mal zwei Teile geleistet! Tu jetzt bloss nicht so!“, erklärte Sheryl und schnitt eine Grimasse. „ Hey das schwarze ist aber voll cool! Leist du mir das mal?“, fragte Kelly gleich, als sie das Glitzertop hochhielt.
„ Seit wann interessierst du dich denn so für Klamotten?“, stichelte Sheryl sie gleich an. „ Das selbe könnte ich dich fragen. Also?“ Noch bevor Sheryl etwas antworten konnte, drehte sich Kelly zu Lee um, der schon wieder frech grinste. „ Von dir will ich überhaupt nichts hören klar? Ich weiss dass ich keine Modelfigur habe!“ „ Ich hab nichts gesagt!“, verteidigte sich Lee gleich und ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „ Ich kenne dich zu gut.“, grinste Kelly wieder und zwinkerte ihm zu.

 


~Sheryl~
Ich hatte mir nur zwei Oberteile gekauft, aber dieser Spruch von Amy musste ja kommen! Das war mir aber egal, denn der Nachmittag war ganz schön gewesen. Lee hatte endlich seine neuen Shirts und Simon hatte sich eine neue Jeans zugelegt. Als wir uns schliesslich auf den Rückweg gemacht hatten, war Duncan der Einzige der nichts gefunden hatte. Er meinte, es hätte halt nichts für ihn dabei gehabt. Na wenn er das sagt...
An diesem Abend haben wir wieder gekocht. Allerdings verlief das alles nicht ganz unfallfrei, Amy schnitt sich in den Finger und Simon hätte das Fleisch fast verkohlen lassen. Aber zum Glück nur fast, also konnten wir’s noch essen.
Ich denke Kelly geht es besser. Sie hatte den ganzen Abend über gelacht und Lee und sie haben sich eine sarkastische Bemerkung nach der Anderen an den Kopf geworfen!!! Was sie nur taten wenn es beiden gut geht. Da es sonst echt zu schnell traurig werden könnte!
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir am Strand. Wir lagen alle in der Sonne, tobten im Wasser und genossen das Wetter. Es war toll! „ Hey! Na was ist? Kommt ihr auch schwimmen?“, fragte Lee, kaum hatten wir es uns auf den Badetüchern gemütlich gemacht. „ Du kannst auch keinen Moment stillhalten, oder?“, fragte Kelly kopfschüttelnd und setzte sich ihre Sonnenbrille auf. „ Na und? Lass mich doch.“, entgegnete er schulterzuckend. „ Wir wären so weit.“, lachte Simon und schon machten er und Duncan mit Lee ein Wettrennen, wer zuerst im Wasser war. Wir Girls hatten uns schön neben einander plaziert, so dass wir auch weiter quatschen konnten, wenn die Jungs wieder da waren. Wir wussten alle ja nur zu genau, wie sehr wir sie manchmal nervten, da wir irgendwie nie den Mund halten konnten wenn wir zusammen waren und das waren wir sehr oft! „ Kelly- Schatz?“, fragte ich nach einem Moment, in den sie Amy’s Rücken eincremte. „ Was ist denn Sheryl- Liebling?“, grinste Kelly und setzte sich dann wieder auf ihr Badetuch und verrieb die restliche Sonnencreme auf ihren Armen.
„ Ich bin froh dass es dir besser geht.“ „ Mir geht es nicht besser.“, sagte sie ernst und fügte lächelnd hinzu, als sie sah, dass Amy und ich sie besorgt musterten hinzu: „ Mir geht es richtig gut! Ich weiss nicht weshalb es plötzlich wieder so ist. Aber ich mache mir irgendwie keine Sorgen mehr.“ Dabei setzte sie sich die Sonnenbrille auf den Kopf. „ Auf einmal?“, wollte Amy wissen und Kelly nickte. „ Ja, ich weiss es ist komisch. Aber, als ich gestern morgen aufgewacht bin,  dachte ich sofort daran, dass ich an dem Geschehenen nichts mehr ändern kann. Ich bin schnell, ich weiss.“, grinste sie und fügte dann hinzu: „ Aber mir ging es so schlecht, dass ich froh bin, dass ich das überhaupt erkannt hab. Ich weiss nicht ob ihr das versteht, aber ich weiss dass ich einige Talente habe, wie wir alle und auch wenn ich niemals damit Geld verdienen kann, bin ich nicht nutzlos.“ „ Das bist du ganz und gar nicht.“, stimmte ich ihr zu und umarmte sie. „ Wir brachen dich alle so sehr.“

 

~Kelly~
„ Ich brauche euch auch alle und zwar so sehr wie die Luft zum atmen. Auch wenn ich dieses mal nicht sehr lange hatte um mich aus diesem Zustand zu holen, hätte ich es nicht geschafft, wenn ihr nicht da gewesen wärt.“, sagte ich wahrheitsgemäss. „ Wir sind immer für dich da. Vergiss das nicht, hörst du?“, fragte Amy mich, als auch wir uns umarmt hatten. „ Werde ich nicht, versprochen.“, nickte ich, als mein Blick zum Wasser fiel. Lee kam gerade auf uns zu, was mich Unheil ahnen liess. Wir drei trugen alle Bikinis. Ich trug aber noch Hotpants, da ich eigentlich heute eigentlich nicht schwimmen gehen wollte. „ Oh oh.“ „ Was?“, fragte Sheryl und drehte sich in die selbe Richtung.
„ Ich glaube Lee hat es auf eine von uns abgesehen.“, entgegnete ich, als er auch schon auf uns zutrat. „ So das reicht jetzt, mitkommen.“, sagte er in einem gespielt ernstem Ton, so dass ich nicht anders konnte und loslachte. „ Lee, vergiss es ich gehe heute nicht ins Wasser.“ Im nächsten Moment hielt er Amy mit beiden Armen um den Bauch fest und trug sie Richtung Meer. „ Lee nein! Das ist unfair!“ Sheryl und ich konnten nicht anders und lachten erneut. Kurz darauf hörten wir einen spitzen Schrei und gleich darauf sahen wir Amy wieder auftauchen. Nach einer Weile kam Simon auf uns zu und Sheryl versuchte sich hinter mir zu verstecken: „ Si bitte nicht! Ich will nicht auch noch reingeschmissen werden!!“ „ Tja zu dumm, dass ich mir dass das mein eigentliches Vorhaben war!“, sagte er irritiert, grinste sie dann jedoch an und setzte sich neben sie. „ Was bekomme ich, damit ich es nicht tue?“

 

~Simon~
„ Was bekomme ich, damit ich es nicht tue?“ Ich musste ihr einfach diese Frage stellen, denn mir war klar, dass sie nicht reingeworfen werden wollte. Sie sah mich mit zusammengekniffenen Augen an, blicke dann zu Kelly und schüttelte den Kopf. Sie hob nur sie Schultern und grinste mich an. „ Tja, was tu ich?“, fragte Sheryl zurück, nahm mein Gesicht in beide Hände und küsste mich zärtlich. „ Reicht das?“, wollte sie dann wissen und sah mich prüfend an. Ich tat so, als müsste ich überlegen und schüttelte dann den Kopf. Sie sah mich seufzend an und küsste mich dann erneut. Ich ging auf den Kuss ein und gleich darauf spielten unsere Zungen sanft miteinander. Ich war gerade dabei Sheryl langsam auf ihr Badetuch zurück zu drücken als ich Dunk’s Stimmte vernahm: „ Habt ihr kein Zimmer?“ Ich löste mich von ihr und sah Duncan augenrollend an. „ Ich hab vergessen an welcher Stelle ich lachen muss, wo war die nochmal?“, entgegnete ich sarkastisch. Sheryl und Kelly brachen in Gelächter aus.
„ Ach Sy, nimm’s ihm nicht krumm.“, lächelte Sheryl und streichelte mir über die Wange. In dem Moment hörten wir Amy aufschreien. Sie und Lee hatten voll die Wasserschlacht angefangen und so wie’s aussah war Lee gerade dabei zu gewinnen.
„ Hatten wir nicht was zu trinken mitgenommen?“, erkundigte sich Duncan nun und sah sich um. „ Oh nein!“, sagte Kelly und schlug sich mit der flachen Hand an den Kopf.
„ Die hab ich vergessen! Die Flaschen und natürlich die Red Bull- Dosen“, sie räusperte sich vielsagend, worauf wir alle grinsen mussten „stehen neben dem Kühlschrank!!“
„ Ich hol sie.“, beschloss sich Sheryl und richtete sich auf. „ Warum gehst du nicht einfach mit Si? Dann habt ihr uns auch nicht an der Backe!“, grinste Kelly mich fies an und begann zu lachen, als ich eine Grimasse schnitt.

 

~Duncan~
„ Na Dunk, hattest auch vor mich ins Wasser zu schmeissen?“, fragte Kelly mich, als Sheryl und Simon sich auf den Weg zum Haus gemacht hatten. „ Ähm, nein eigentlich nicht. Aber wenn du unbedingt willst...“, grinste ich. „ Nein, ist schon gut. War nur eine Frage!“, wehrte sie sofort ab. „ Was kann ich denn tun, damit du auch später nicht auf diese Idee kommst?“ „ Oh, also....Es wäre echt nett von dir wenn du mir den Rücken eincremen würdest.“, meinte ich und sie nickte. „ Wo ist denn die Sonnencreme abgeblieben?“, fragte sie mich dann und sah sich um. „ Die lag doch gerade noch hier.“, sie deutete auf Amy’s Platz. „ Hier ist noch Eine.“, meinte ich und reichte ihr die Flasche. Zu meiner Überraschung drückte sie mir einen Kuss auf die Wange, als sie diese entgegen nahm. „ Ähm....Wofür war das denn?“, fragte ich verdutzt, als ich ihre Hände auf meinem Rücken spürte. „ Für alles.“, sagte sie und nickte entschlossen.
„ Alles?“ „ Donnerstagabend. Es war nicht selbstverständlich, dass du mir zugehört hast.“ „ Für mich war es das.“, erwiderte ich und sah dass sie lächelte. Wie schön dieses Lächeln war. „ Das ist so lieb von dir.“, sagte sie und cremte mich weiter ein. Im nächsten Moment hielt ich es nicht mehr für eine gute Idee sie darum gebeten zu haben. Mir war klar geworden dass ich mehr für Kelly empfand als nur Freundschaft, sehr viel mehr. Und um ehrlich zu sein, meine Gedanken spielten jedesmal verrückt wenn ich sie sah. Es war schon fast zu viel für mich sie im Bikinioberteil und in Hotpants zu sehen. Als sie mit ihren Händen über meine Schulterblätter strich bekam ich unwillkürlich Gänsehaut. Und ich schickte ein Stossgebet zum Himmel dass eine gewisse Körperregion nun nicht reagieren würde. Doch dazu kam es glücklicherweise nicht, da Kelly in dem Moment meinte: „ So, fertig.“ Und sich dann wieder auf ihr Badetuch setzte. Im nächsten Augenblick schrie sie auf.
„ Ahh, Lee!! Musste das sein?“, fragte sie geschockt, lachte dann aber. Lee und Amy waren wieder gekommen und Lee hatte seinen nassen Hände voll auf Kelly‘s Rücken gedrückt. „ Sorry Süsse, ich konnte es mir einfach nicht verkneifen.“, grinste er und setzte sich neben Amy. Die Beiden sahen sich augenrollend an. „ Wann kannst du dir überhaupt mal was verkneifen?“, fragte Kelly dann. „ Na ja also....“, begann er, doch Kelly unterbrach ihn gleich wieder und winkte ab. „ Ich will es gar nicht wissen, vergiss es.“ Sheryl und Simon kamen gerade mit den Getränken wiederkamen, so dass Lee nichts mehr darauf erwidern konnte und ihr so nur ein freches Grinsen schenkte. „ Hier.“, meinte Simon und warf mir eine Wasserflasche zu.
„ Danke.“

 

~Lee~
Kelly reichte mir eine Dose Red Bull und nachdem ich einen Schluck genommen hatte fragte ich: „ Wisst ihr schon was wir heute Abend machen sollen?“ „ Können wir hier ein Lagerfeuer machen?“, erkundigte sich Amy gleich. „ Sicher können wir das.“, nickte ich gleich. „ Und das ist auch sicher erlaubt?“, fragte Sheryl nach. „ Nicht dass wir dann noch Stress kriegen.“ „ Nein, bekommen wir nicht.“, sagte Duncan nun. „ Das haben wir bevor wir das Haus gemietet haben schon abgeklärt.“ „ Oh toll!! Also wärt ihr einverstanden wenn wir heute hier grillen würden?“, fragte Amy wieder. Dieses Mädchen war einfach zu süss, ich musste sie einfach die ganze Zeit ansehen. „ Der beste Vorschlag den ich heute gehört habe!“, grinste Kelly und klatsche mit ihr ab. „ Das war der einzige Vorschlag den wir gehört haben.“, bemerkte Simon und Sheryl erklärte ihm lachend: „ Deshalb ist es auch der Beste. Vorausgesetzt ihr habt nichts dagegen, denn ich finde die Idee spitze.“ „ Nein, ich bin dabei.“, nickte Simon. „ Ich auch.“, stimmte Duncan ihnen zu. „ Dann sollten wir aber noch einkaufen gehen. Wir haben kaum noch Lebensmittel die sich für sowas eignen.“ „ Okay, ich mach das, war ja auch meine Idee. Hilfst du mir?“, fragte Amy mich dann und ich nickte. „ Was können wir machen?“, erkundigte sich Sheryl. „ Wenn ihr euch heute Abend um das Lagerfeuer kümmert reicht das vollkommen. Den Rest könnt ihr mir überlassen.“, entschloss sich Amy und stand auf. „ Dann wird ich mich jetzt fertig machen damit wir los können.

~Sheryl~
Amy’s Idee war echt klasse. Aber dass mir sowas nicht einfiel? Wozu bewohnt man ein Strandhaus, wenn man nicht mindestens einmal ein Lagerfeuer macht? Ich wollte ihr unbedingt helfen, doch da sie uns dazu verdonnert hatte, uns später um das Lagerfeuer zu kümmern hatten wir noch reichlich Zeit.
Nachdem Amy und Lee losgegangen waren wollte ich eigentlich duschen gehen, aber Simon war so nett und hatte zuvor das Bad besetzt. „ Si das ist nicht fair! Ich hab dir vorhin schon gesagt dass ich duschen gehen will.“ Dabei klopfte ich an die Badezimmertür. „ Ich bin schon fertig. Nur einen Moment.“, sagte er und gleich darauf öffnete er die Tür. Ich musste im ersten Moment schlucken, da er nur ein Handtuch um die Hüften trug. Ja, ja ich weiss, vorher lief er in ner Badehose rum, aber das ist jetzt halt was anderes!! Simon hatte meinen Blick wohl mitbekommen, so dass er mich frech angrinste und an mir vorbeiging. Ach war das fies!! Er wusste genau wie schwach mich dieses Grinsen machte!! „ Si?“ Er drehte sich zu mir um.
„ Hm?“ Ich wollte ihm eigentlich irgendetwas an den Kopf werfen, dass ihm sein Grinsen vom Gesicht wischt, natürlich nichts böses, aber sarkastisches, doch mir fiel nichts ein. Stattdessen ging ich auf ihn zu und küsste ihn innig. „ Ich liebe dich.“, flüsterte ich ihm zu, als wir uns wieder von einander gelöst hatten. Er lächelte mich an. „ Ich liebe dich auch Sheryl.“ währenddem wir in einem endlosen Kuss versanken zog Sy mich langsam Richtung Schlafzimmer.

 

~Amy~
Lee und ich hatten schon so gut wie alles eingekauft. Da wir aber noch reichlich Zeit hatten, beschlossen wir uns vorher noch ein Eis zu gönnen, bevor wir zum Haus zurück gingen. „ Und du glaubst wirklich dass wir nichts vergessen haben?“, fragte mich Lee sicherheitshalber nochmals. „ Ja, wenn wir das Fleisch gekauft haben wir sicher alles. Getränke müssen wir ja keine kaufen. Davon haben wir ja noch genug.“, erwiderte ich, als uns die Eisbecher gebracht wurde. Diese Teiler waren riesig! Kaum hatte ich damit angefangen meinen zu essen, da hatte ich plötzlich Eis im Gesicht! „ Hey, was soll das?“, fragte ich Lee lachend. „ Oh sorry, ich dachte du wolltest mal von meinem probieren und wollte deinen Mund treffen, aber genau in dem Moment hast du dich bewegt!“, grinste er frech und ich wusste gleich dass er es absichtlich getan hatte. „ Du bist so blöd!“, lachte ich und schon hatte er Eiscreme an der Nase. „ Das hast du nicht umsonst getan!“, entgegnete er in einem gespielt drohendem Ton, währenddem ich mich vor Lachen kaum noch einkriegte!

Kurz darauf waren wir beide im ganzen Gesicht Eiscreme und lachten uns kaputt. Die Leute sahen uns zwar voll genervt an, aber das war uns total egal. „ Siehst du, ich hab doch gesagt dass du das nicht umsonst getan hast.“, entgegnete Lee noch immer lachend, als wir uns mit ein paar Servietten dieses klebrige Zeug aus dem Gesicht putzten. „ Uh, muss ich immer noch Angst haben?“, grinste ich und deutete auf seine Wange. „ Du bist auch nicht besser, du hast da noch was.“ „ Hier?“, meinte er und deutete auf eine Stelle auf seiner rechten Wange. „ Nein weiter vorne.“ Als er es auch bei zweiten Mal nicht erwischte wurde es mir zu umständlich und ich küsste ihm das bisschen Eis einfach weg. Lee sah mich etwas komisch an und ich erklärte mit einem Grinsen: „ Da war‘s.“ Ich hätte ihn am liebsten richtig geküsst. Aber das schien mir im Moment nicht angebracht, also beliess ich es dabei und wischte mir mit der Serviette nochmals über die linke Wange, bevor ich das Thema wechselte, da ich Angst hatte, dass wir von diesem kleinen Küsschen nicht mehr wegkamen.

~Kelly~
Kurz nachdem Amy und Lee sich auf den Weg zum einkaufen gemacht hatten machten sich Simon und Sheryl auf den Weg zurück ins Haus. Ich lag noch immer mit geschlossenen Augen auf meinem Badetuch. Ich hatte in der vergangenen Nacht erneut nicht sehr viel Schlaf bekommen und versuchte es so oft es ging nachzuholen.
„ Was ist?“, wollte ich von Duncan wissen, dessen Blicke ich nun schon eine ganze Weile auf mir ruhen spürte und drehte meinen Kopf zur Seite, so dass ich ihn ansehen konnte. „ Nichts was soll sein?“, fragte er mich gleich zurück und ich hob die Schultern. „ Das möchte ich von dir wissen.“ „ Ich hab nur nachgedacht. Warum?“, sagte er daraufhin und setzte sich auf. „ Ach nur so.“, winkte ich gleich ab und deutete Richtung Haus. „ Ich geh jetzt auch mal rein. Wenn ich noch länger hier liege krieg ich wieder Kopfschmerzen!“ „ Ich komm mit. Vielleicht ist die Dusche jetzt wieder frei.“ „ Das hoffe ich für dich. Wir wissen ja wohl beide zu gut wie lange Simon und Sheryl manchmal duschen. Und dass dann noch nacheinander!“, lachte ich, währenddem wir unsere Sachen zusammen packten und zum Haus liefen. „ Ja da hast du recht. Aber vielleicht hab ich heute ja Glück.“, grinste Duncan mich an. Als ich vorhin seinen Blick auf mir ruhen spürte wurde mir irgendwie flau im Magen. Nicht negativ, aber.....Na ja, wie fühlt man sich schon wenn man von dem Typen so gemustert wird, in den man verliebt ist?

 

~Duncan~
Als ich die Treppe hoch ging sah ich gleich dass die Badezimmertür offen stand. Kurz bevor ich es betrat hörte ich Sheryl durch ihr  geschlossene Zimmertür lachen. Na sie und Simon wollten jetzt wohl nicht gestört werden. Ich musste grinsen und holte mir ein paar Klamotten aus meinem Zimmer.
Nach einer knappen Viertelstunde ging ich in meiner Lieblingsjeans und einem weissen Unterhemd runter in die Küche. Ich hatte einfach immer Hunger, besonders wenn ich schwimmen war. „ Na, läuft was interessantes?“, fragte ich Kelly die auf dem Sofa lag und sich durch’s Fernsehprogramm arbeitete. „ Oh.....Jetzt schon.“, grinste sie mich an und setzte sich auf, als der Clip von ‚If You Come Back‘ auf MTV begann. „ Dass ich mich jetzt wundere weshalb ausgerechnet einer eurer ersten Clips läuft, ist nicht schlimm ,oder?“ „ Nee, schon okay.“, lachte ich. „ Hast du schon wieder hunger?.“, fragte sie mich, als ich den Kühlschrank öffnete, dabei wandte sie ihren Blick jedoch nicht einmal vom Bildschirm. „ Hey das ist nicht fair, ich hab seit dem Frühstück nichts mehr richtiges gegessen.“ „ Muss ich jetzt Mitleid mit dir haben?“, lachte sie und sah kurz zu mir. „ Ich habe nichts dergleichen gesagt.“, wehrte ich ab.
Nach einem Moment war der Clip zu ende und Kelly schaltete den Fernseher aus. „ So und was machen wir jetzt noch?“ „ Keine Lust mehr auf
fernsehen?“, meinte ich und deutete mit einem nicken zu dem Gerät. „ Ach nein. Ich hab alles gesehen, was ich wollte.“, grinste sie und stand auf. Sie ging an mir vorbei und öffnete dann ebenfalls den Kühlschrank. „ Wir haben ja gar nichts mehr zu trinken. Haben wir noch was im Keller?“, fragte sie, währenddem sie den Kühlschrank wieder schloss. Ich musterte sie einen Moment als sie neben mir stand. Sie trug noch immer die Hotpants, doch das Bikinioberteil hatte sie nun gegen ein T-Shirt getauscht, welches ihr fast über die Hotpants ging. „ Ja, ich denk schon dass wir dort noch ein paar Flaschen haben. Wir sind ja noch nicht so lange hier, dass wir schon alles auf haben können.“ „ Okay, ich bin gleich wieder da.“, meinte sie und ging ein paar Stufen der Kellertreppe hinunter.

 

~Kelly~
Also das Haus war ja echt geil. Aber als ich die Treppe runterging erschreckte ich mich erstmal vor einer Spinne, sie war nicht sehr gross, aber trotzdem, damit muss man doch nicht immer rechnen wenn man in einen Keller geht! Deshalb ging ich schnell zu dem Keller und schloss ihn auf, da ich ja gleich wieder hoch gehen würde, liess ich den Schlüssel aussen stecken und machte die Metalltür weit auf. „ Kelly?“, hörte ich plötzlich Duncan hinter mir, doch ich hatte so nicht damit gerechnet, dass er in dem Moment auftaucht, dass ich einfach aufschreien musste. Ich sah ihn geschockt an und als ich mich gleich darauf wieder gefangen hatte, schlug ich ihn auf den Arm. „ Dunk, verdammt! Dass ist jetzt schon das zweite Mal dass du mich so erschreckst! Ich hab dir doch schon mal gesagt dass du das nicht tun sollst!“ Es grinste mich an und ich schnitt eine Grimasse. „ Das ist nicht komisch! Was machst du überhaupt hier? Ich wäre doch gleich wieder raufgekommen.“ Dieses Grinsen war echt zu gemein. Er sah in diesem Moment so süss aus, das tat fast schon weh. „ Ich wollte dich nur fragen ob ich dir helfen kann.“ „ Wobei? Mein Herz wieder zu schlagen zu bringen? Wäre echt nett! Das hat nach deiner Aktion nämlich schon wieder ausgesetzt!“, blaffte ich ihn in einem sarkastischen Ton, doch er merkte gleich dass ich es nicht ernst meinte.
„ Entschuldige.“, entgegnete er in einem Ton, der mich an ein kleines Kind erinnerte. Ich musste jetzt auch grinsen, womit ich aber sofort aufhörte, als ich merkte dass die Kellertür langsam zu ging. „ Oh nein!! Nicht doch!!“, rief ich als ich an der Tür rüttelte.
„ Was ist los?“, wollte Duncan wissen und kam zur Tür. „ Du hast den Schlüssel nicht zufällig aus dem Schloss genommen als du gekommen bist, oder?“, erkundigte ich mich statt eine Antwort zu geben. Er schüttelte den Kopf. „ Ach so ‘ne Scheisse!“, rief ich aus und  trat gegen die Tür. „ Wir sind eingeschlossen!!“

 

~Simon~
Wir liessen uns während des Kusses auf’s Bett fallen. Wir mussten beide lachen, doch lange konnte ich nicht von Sheryl’s Lippen ablassen und so küsste ich sie wieder, bis sich meine Lippen einen Weg zu ihrem Hals bahnten. Ich war mir nicht sicher ob ich noch weiter gehen sollte, schliesslich waren wir noch nicht wirklich lange wieder zusammen, doch als sie mich über sich zog und mich leidenschaftlich küsste wusste ich dass sie nichts dagegen hatte und öffnete ihre Jeans. Dann zog ich ihr das Oberteil aus und küsste mich weiter runter zu ihrem Dekolleté und dann zu ihrem Bauch. Sheryl begann plötzlich zu lachen. „ Si nicht, hör auf bitte! Das kitzelt so.“ Als ich mich wieder über sie beugte streichelte sie über meinen Oberkörper, worauf ich sie wieder küsste.

 

~Sheryl~
Ich liebte Simon so sehr und ich war so glücklich endlich wieder mit ihm zusammen zu sein. Ich hatte nie aufgehört ihn zu lieben. Wie hatte ich es nur so lange ohne ihn ausgehalten? Ich stöhnte auf als er meine Brüste liebkoste und ich dann spürte wie er mit seiner Zunge über meinen Bauch glitt. Als er mir kurz darauf meinen Slip auszog atmete ich geräuschvoll ein. Wir sahen uns tief in die Augen und ich nickte. Wie sehr ich mich nach ihm gesehnt hatte! Als er in mich eindrang flüsterte ich leise seinen Namen und hatte mit jeder Bewegung die wir machten mehr das Gefühl vor Glück zu explodieren. Nachdem wir kurz nach einander zum Höhepunkt gekommen waren lagen wir noch eine Weile aneinander gekuschelt im Bett. „ Simon?“, fragte ich nach einigen Minuten in denen Schweigen zwischen uns geherrscht hatte. Mein Kopf ruhte nun auf seiner Brust. „ Sheryl.“, entgegnete er. Ich musste lächeln und sagte. „ Ich liebe dich.“
„ Ich liebe dich auch Honey.“ Ich küsste ihn sanft auf den Mund und richtete mich dann auf. „ Ich glaube wir sollten uns langsam mal wieder anziehen. Lee und Amy kommen sicher bald wieder.“ „ Na und? Das kann uns doch egal sein.“, meinte er und zog mich wieder an sich. „ Ja, ja, ja, ich weiss schon. Aber ich hab, mal wieder, voll Hunger, also muss ich sowieso runter.“ „ Na gut.“, ergab Simon sich. „ Ich komme mit.“

 

~Lee~
Als wir etwa eine Stunde später das Haus betraten und in die Küche gingen hatten wir uns noch immer nicht ganz vom ‚ Eis essen‘ erholt und machten Witze über die anderen Leute, da ihre Blick echt zum schreien gewesen waren. „ Hast du gesehen wie uns der Kellner dann angesehen hat?“, fragte Amy mich lachend als wir die Küche betraten. „ Ja klar hab ich das! Ich hatte nach einer Weile echt Angst, dass sie uns für Außerirdische halten.....Na ihr zwei.“, grinste ich und stellte die Einkaufstüten auf die Küchenablage, als wir Sheryl und Simon Knutschenderweise in der Küche vorfanden.. „ Oh hi.“, lächelte Sheryl zurück. „ Wir haben euch gar nicht kommen hören.“, meinte Simon und ich hob die Schultern. „ Tja woran das liegt kann ich euch auch nicht sagen.“ Dann konnte ich mir ein Grinsen nicht mehr verkneifen. „ Was habt ihr denn alles gekauft?“, erkundigte sich Sheryl dann, löste sich aus Sy’s Armen und begann damit eine der drei Einkaufstüten auszupacken. „ Ähm....Fleisch, Salat, Chips und so Zeug. Halt alles was wir zum grillen brauchen.“, zählte Amy auf und öffnete den Kühlschrank. „ Habt ihr euch schon überlegt wo wir das Feuer machen sollen?“ „ Etwas weiter beim Wasser wäre doch cool.“, schlug Simon vor. „ Hört sich gut an.“, nickte ich. „ Aber das überlasse ich euch Beiden.“ „ Ja, wir haben uns ja schon mit den Einkäufen abgemüht.“, setzte Amy hinzu. „ Das hat man vorhin ja gesehen.“, grinste ich sie an und sie schnitt eine Grimasse. „ Du hast mit der Eisschlacht zuerst angefangen.“, protestierte sie daraufhin. „ Ist doch gar nicht wahr! Was konnte ich denn dafür dass du dich in dem Augenblick bewegst, in dem der Löffel auf dich zukommt?“ Ich drehte mich augenrollend von ihr weg um die letzte Tüte auszupacken, als wir wie auf Kommando anfingen zu lachen. Wir sahen in die verwirrten Gesichter von Si und Sheryl und erzählten ihnen dann von unserem ‚Kampf.‘

 

~Duncan~
Kelly hatte inzwischen aufgegeben die Tür irgendwie zu öffnen und hatte sich auf eine der Holzkisten gesetzt. „ Das ist doch alles ein Witz, oder?“, fragte sie mich in dem Moment und ich sah sie verwirrt an, als ich mich ihr gegenüber setzte.
„ Was meinst du?“ „ Das alles hier. Es war klar dass mir das passieren musste.“ „ Wie kommst du denn darauf?“ „ Na ja, ganz einfach. Ich meine, mir passieren doch immer solche Dinge. Es geht schon gar nicht mehr anders. Irgendetwas musste nach dieser blöden Depression ja noch kommen.“ „ Mach dich deshalb doch jetzt nicht auch noch fertig.“ „ Ach und warum nicht? Wir sind doch die, die hier drin festsitzen, oder?“ „ Das stimmt schon, aber weisst du, sieh’s mal so...Wir haben es seit wir hier sind auch noch nicht einmal geschafft ungestört zu sein.“ Es war einfach zu blöd, dass ich meistens erst sprach, bevor ich dachte, aber eigentlich stimmte es doch. Kelly und ich waren seit wir hier angekommen waren noch keine zehn Minuten alleine gewesen und jetzt sassen wir immerhin schon eine halbe Stunde hier fest.

 

~Kelly~
Okay, irgendwie kam seine Aussage ziemlich unerwartet, aber es stimmte.
„ Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht so anfahren. Aber das jetzt war echt der Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat.“, entschuldigte ich mich. Er nickte. „ Das glaub ich dir auf’s Wort.“ Ich musste grinsen und fragte:
„ Okay, also wir kommen hier nicht raus bis uns die Anderen finden, das bedeutet wir haben gaaaannnnzzz viel Zeit.“
Wir unterhielten uns die ganze Zeit und es war echt toll. Normalerweise hätte Lee jetzt schon wieder einen Spruch gemacht und uns damit gestört.....Wie gesagt, normalerweise. Es ging auch nicht lange, da regte ich mich kein Bisschen mehr darüber auf, dass wir festsassen. „ Du spielst Gitarre, echt?“ „ Ja wow!“, lachte ich. „ Ich versucht mich auch im Songs schreiben. Ist das denn so ungewöhnlich? Ich kann zwar nicht so gut singen wie mein Cousin, aber ein bisschen Talent in diese Richtung hab ich auch noch abgekriegt!“
„ Und wie lange spielst du schon. Ich meine ja nur, weil ich das nie irgendwie mitgekriegt habe.“ „ Ähm...Ich glaub ich spiel jetzt bald vier Jahre Gitarre und knapp zwei Jahre Klavier. Du kannst dir nicht vorstellen was das für ne Arbeit war, Mum davon zu überzeugen dass ich weiter in die Klavierstunden gehen darf, nachdem ich noch immer keinen Job gefunden habe.“ „ Und mit Gitarre hast du aufgehört?“ „ Ja, das war mir nach ner Weile zu blöd.“, nickte ich entschlossen zog beide Knie an. Wir sassen uns inzwischen gegenüber auf dem Boden. „ Also nicht, dass du denkst dass ich dass alles schon immer doof fand. Aber nach einer Zeit war’s mir zu einfach. Ich hab dann aufgehört und hab mir ein paar Songs selber beigebracht, weil ich die in den Stunden sicher erst in einem Jahr beigebracht bekommen hätte.“, setzte ich hinzu und hob die Schultern. „ Dann musst du mir aber unbedingt mal was vorspielen.“, sagte Duncan nun und ich liess den Kopf hängen. „ Oh ich wusste dass sowas kommt!“ „ Tust du’s nicht?“ „ Wenn ich dazu nicht singen muss.“
„ Warum denn nicht? So schlimm kann’s doch nicht sein.“, versuchte er mich zu überreden und ich schüttelte erneut den Kopf. „ Dunk, nein. Wenn Lee es nicht schafft mich dazu zubringen, dann wirst du es auch nicht schaffen. Glaub mir, nicht mal Mum hat mich singen hören. Ich hab da irgendwie Hemmungen, ich schaffte es früher in der Schule nicht mal nen Vortrag zu halten ohne vorher so aufgeregt zu sein, dass ich das Gefühl hatte in Ohnmacht zu fallen.“ „ Dann zeigst du mir immerhin mal die Songs die du geschrieben hast, okay?“ Ich seufzte, es hatte echt keinen Sinn, ihn davon abbringen zu wollen, also nickte ich. „Okay, aber nur wenn du versprichst dass du nicht lachst!!“ „ Na ich weiss ja nicht....“, sagte er gedehnt und ich sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. „ Oh bist du fies!!“, rief ich, kniete mich zu ihm rüber und schlug ihn auf den Arm.

 

~Duncan~
„ Na ich weiss ja nicht...“, grinste ich. „ Oh bist du fies!“, meinte sie empört und im nächsten Moment hatte sie mir ne Faust verpasst. Gleich darauf waren wir in einen Kampf verwickelt, wobei wir uns vor lachen kaum noch halten konnten. Dummerweise hatte sich Kelly zu Beginn unserer Balgerei auf meine Beine gesetzt und schien auch sonst fast zu gewinnen, was ich natürlich nicht zulassen konnte. „ Komm schon Dunk, gib auf, ich hab doch schon gewonnen, also warum wehrst du dich noch?“, lachte sie gerade, als ich ihre Handgelenke festhielt. „ Glaubst du ich gebe auf?“, grinste ich sie an, als wir uns tief in die Augen sahen. Ich wusste nicht dass sich diese Spannung zwischen uns nur durch einen Blick aufbauen konnte. Jedenfalls schien sie von Mal zu Mal extremer zu werden. Ich löste meine Griffe um ihre Handgelenke langsam, wobei wir uns jedoch noch immer in die Augen sahen. Sie legte ihre Hände um meinen Hals und ich strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und beugte mich zu ihr vor. Im nächsten Moment berührte ich mit meinen Lippen die ihren. Doch noch bevor ich diesen Kuss vertiefen konnte löste sie sich wieder von mir. „ Was ist los Kelly?“, fragte ich, währenddem ich ihr über die Wange streichelte. „ Ich weiss nicht ob wir das wirklich tun sollten. Ich komme mit dieser Spannung einfach nicht klar. Ich weiss ja dass es nichts schlimmes ist. Aber wenn wir dann doch weitergehen, als eigentlich gewollt und wir es nicht steuern können....“, flüsterte sie, stand auf und machte zwei Schritte von mir weg. Ich erhob mich ebenfalls und griff nach ihrer Hand und zog sie dabei näher an mich heran. „ Dann können wir immer noch aufhören.“, sagte ich in der selben Lautstärke und küsste sie erneut. Es war wundervoll ihre Lippen endlich zu spüren und mit meiner Zunge in ihren Mund eindringen zu können. Ich hatte mich nicht mehr wirklich unter Kontrolle, als ich ihren Hals liebkoste und sie näher an die Wand drückte. Kelly war mit ihren Händen unter mein Shirt gegangen und streichelte meinen Bauch und meinen Rücken, bevor ich für einen Moment von ihr abliess und das Unterhemd auszog. Kelly streichelte mit beiden Händen über meine Brust und meine Schultern, bevor wir uns wieder küssten und ich mit meinen Händen unter ihr Shirt glitt. Sie streckte ihre Arme nach oben und ich zog das Shirt über ihren Kopf. Dann fanden unsere Lippen wieder zueinander. Kelly hatte ihre Arme wieder um meinen Hals gelegt und stöhnte leise, als ich jeden Zentimeter ihres Halses und ihres Dekolletés mit meinen Lippen berührte.

 

~Amy~
„ Irgendwie kommt es mir hier zu ruhig vor.“, sagte Sheryl plötzlich, währenddem wir Beide auf der Couch sassen und uns irgend so ne Reality- Soap anschauten. „ Was? Warum?“, fragte ich leicht irritiert. „ Kein Ahnung.....Irgendwie fehlt was.....Auch wenn Simon und Lee gerade die Veranda zerlegen.“ Ich musste lachen, da die Beiden echt nur Unsinn machten. Ich dachte einen Moment nach und erkundigte mich dann: „ Wo sind eigentlich Kelly und Duncan?“ „ Ich weiss nicht.“, entgegnete Sheryl und hob die Schultern. „ Vielleicht sind sie auch unterwegs. Als Ich reingegangen bin, sind Beide noch am Strand geblieben. Vielleicht liegt’s daran, die Zwei sind nicht da.“ „ Hey Lee!“, rief ich und er machte einen Schritt ins Haus. „ Was denn?“ „ Weisst du zufällig wo deine Cousine und euer bester Kumpel abgeblieben sind?“, fragte Sheryl und als ich hörte wie sie nach den Beiden fragte konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. „ Nein, seit wir zurück sind hab ich sie noch nicht gesehen.“ „ Ach, die tauchen schon wieder auf.“, winkte Simon ab. „ Na hoffentlich vor 18 Uhr, wir wollten doch jetzt bald mit dem Feuer und so anfangen.“, meinte ich und ging in die Küche. „ Stimmt.“, hörte ich Sheryl sagen. „ Wenn wir ohne sie anfangen werden sie echt sauer sein.“ Als ich den Kühlschrank öffnete sah ich dass wir gar nichts mehr zu trinken hatten. „ Hey Sheryl, ich geh schnell in den Keller. Wir haben gar nichts mehr zu trinken.“ „ Okay, soll ich mitkommen?“ „ Nein, schon gut. Ich schaff das schon alleine.“ Als ich die Kellertreppe runterging, bemerkte ich als erstes dass das Licht an war. Keiner von uns war doch seit wir hier angekommen waren jemals in den Keller gegangen. Dazu steckte der Schlüssel im Schloss.

 

~Kelly~
Als Duncan mich langsam gegen die Wand drückte, überkam mich ein komisch Gefühl, aber ich liess es trotzdem mit mir machen, ich würde im Moment alles mit mir machen lassen. Duncan’s Hände befanden sich nun auf meinem Hintern, doch das war mir, ehrlich gesagt, nur recht. Ich streichelte ihm über den Rücken und als ich seine Lippen zu meinem Dekolleté wandern spürte konnte ich mir ein leises Stöhnen nicht mehr verkneifen. Ich wollte mehr von ihm, ich wollte noch soviel mehr von ihm! Duncan drückte sich näher an mich. Er dachte also das selbe wie ich.....
Doch im nächsten Moment überkam mich Angst, die ich auch durch die Spannung nicht mehr unterdrücken konnte und löste mich etwas von ihm.
„ Dunk, warte...“, sagte ich in einem flüsterndem Ton, als er mir mit beiden Händen über die Arme streichelte und sich unser beider Stirn berührten. Wir sahen uns tief in die Augen, bevor er mich wieder küsste. Im nächsten Moment hörten wir, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte und gleich darauf sah ich aus dem Augenwinkel dass Amy eintrat. „ Oh, tut mir leid. Ich wollte nicht stören.“ Duncan und ich lösten uns langsam von einander. Ich fand es schrecklich seine Hände nun nicht mehr auf meiner Haut zu spüren. Ich war ziemlich verwirrt, kaum zu glauben was gerade passiert ist....Und was vielleicht noch passiert wäre, wenn Amy in dem Moment nicht reingekommen wäre. Ich schüttelte kaum merklich den Kopf und sah dann zu Amy: „ Keinen Schritt weiter.“ „ Was?“, fragte sie überrascht. „ Wehe du kommst hier rein.“, entgegnete Duncan nun an meiner Stelle, als er sich sein Shirt wieder angezogen hatte. „ Vorhin ist die Tür ins Schloss gefallen und wenn du jetzt auch nur einen Schritt hier rein machst, ohne vorher etwas als Sperre an die Tür stellst, hau ich.“ „ Okay, ich bleib hier stehen.“ Amy grinste nun wieder und setzte, währenddem ich mein Shirt aufhob, hinzu: „ Wir haben uns schon Sorgen gemacht. Wir wussten ja nicht wo ihr wart.“ Wir verliessen den Keller und als ich neben Amy die Treppe hoch ging bat ich sie: „ Sag bitte niemandem was, davon, okay? Besonders nicht Lee.“ Sie verstand gleich was ich meinte und nickte. „ Kelly- Schatz! Wo wart ihr denn? Wir haben uns Sorgen gemacht!“, hörten wir Sheryl gleich darauf.
„ Ja das hat Amy schon gesagt.“, nickte Duncan und stützte sich mit den Ellbogen auf der Sofalehne ab. „ Seit wann habt ihr uns denn vermisst?“ „ Ähm....Also....“, begann Sheryl und sah uns verunsichert an. „ Vielleicht seit zehn Minuten, oder so....“ Ich verpasste ihr einen Schlag auf den Arm. „ Kommt mir nicht noch einmal mit Kelly- Schatz, ja?“, blaffte ich die Beiden an und ging dann die Treppe hoch. „ Wann gegen wir an den Strand?“ „ In einer Viertelstunde?“, schlug Simon vor, der gerade von der Veranda reinkam.
„ Okay, ich komm dann nach. Ich geh jetzt duschen.“

 

~Simon~
Lee und ich hatten gerade alle nötigen Dinge, die wir heute Abend brauchen würden auf dem Tisch auf der Veranda zurecht gelegt, als wir hintereinander wieder ins Haus gingen, da wir soweit fertig waren. Kelly wollte gerade wissen wann wir zum Strand gehen würden, ich hatte ihr gerade geantwortet dass wir etwa in fünfzehn Minuten gehen könnten, da war sie auch schon im oberen Stock verschwunden. „ Hey Dunk! Wo wart ihr denn?“, fragte Lee im selben Moment. Er setzte sich auf die Couch und erwiderte mit geschlossenen Augen: „ Wir waren im Keller eingeschlossen.“ „ Ihr wart was?“, fragte ich nochmals. „ Ihr habt schon verstanden. Die Kellertür ist hinter uns zugefallen, als wir ne Harasse voll Flaschen hochbringen wollten.“ „ Oh nein! Jetzt hab ich die Getränke ja auch vergessen!“, rief Amy aus. „ Glaub nicht dass ich nochmal in den Keller gehe.“, meinte Duncan monoton, wobei er immer noch die Augen geschlossen hatte. „ Komm Si, wir gehen.“, stupste mich Lee an. „ Ja es ist besser dass ihr zu zweit geht. Am besten hält einer von euch die Tür auf, sonst seit ihr auch bald eingeschlossen!“, grinste Amy.

 

~Sheryl~
„ Dunk, bist du okay?“, fragte ich ihn, als Sy und Lee die Treppe runtergingen. „ Ja, klar. Mir geht’s gut. Ehrlich.“ „ Ich muss mir also keine Gedanken machen.“, hackte ich weiter nach. „ Nein musst du nicht. Wir kommst du darauf?“, wollte er nun wissen und sah mich verwirrt an. „ Ach, du kommst mir irgendwie so vor...Aber wenn du sagst mit dir ist alles okay, glaub ich dir das.“, nickte ich entschlossen.
Etwa zehn Minuten später waren wir fünf auf dem Weg zum Strand, Simon und ich hatten uns, unserer Meinung nach, den besten Platz für das Lagerfeuer ausgesucht. Zu meiner Überraschung brannte das Feuer innerhalb weniger Minuten. „ Na du? Alles wieder in Ordnung?“, lächelte ich Kelly an, als sie etwas später zu uns kam. „ Ja, jetzt geht’s mit besser. Ich wollte dich vorhin nicht so angiften, sorry.“ „ Ist schon vergessen. Wir und unsere blöden Sprüche! Weshalb mir erst so spät aufgefallen ist dass ihr nicht da seit frag ich mich jetzt noch.“ „ Schon gut.“, winkte sie ab. „ Krieg ich ne Umarmung von dir?“ „ Aber klar doch.“, lachte ich und schloss sie in die Arme.
Es hat mich echt erstaunt, wie schnell wir alles gegessen hatten, aber eigentlich war es auch klar, wir waren ja die ganze Zeit draussen. Und hunger hatten wir ja eh immer!
Es war so süss zu sehen wie Lee und Amy ständig gekuschelt haben. Sie wären so ein süsses Pärchen! Hoffentlich gab sich bald einer der beiden einen Ruck und sagte dem anderen was er für ihn empfand. „ Hey Kelly.“, meinte Amy plötzlich und Kelly, mit der ich gerade dabei war ein Stück Brot auseinander zu rupfen sah lachend zu ihr. „ Was ist den Amy- Baby?“ „ Könnte ich vielleicht kurz mit dir reden?“ „ Klar.“, nickte Kelly. „ Okay, komm mit.“, meinte Amy dann und wartete bis Kelly aufgestanden war. „ Kann ich mitkommen?“, wollte ich gleich wissen und Amy nickte. „ Du doch immer.“ „ Juhu!“, rief ich und schon entfernten wir uns von den Boys. „ Keine Sorge. Wir kommen wieder.“, rief Amy lachend, als Simon, Lee und Duncan verwirrte Blicke tauschten.

 

~Amy~
„ Kelly, ich kann mir zwar denken dass du nicht drüber reden willst, aber ich muss trotzdem fragen.“, begann ich langsam. „ Du meinst was das im Keller war?“, nahm sie mir die Worte aus dem Mund und ich nickte. „ Was war den im Keller?“, erkundigte ich nun Sheryl, da sie ja nichts mitgekriegt hatte. „ Ich hab dir doch von dieser Spannung erzählt, die sich immer wieder zwischen mir und Duncan aufgebaut hat.“, begann Kelly. Allerdings war mir das nun neu und ich musste nachfragen. „ Okay, wisst ihr was? Ich fange einfach ganz von vorne an.“, beschloss Kelly und hackte sich bei mir und Sheryl ein.
Sie erzählte uns alles, von dem ersten Mal, an dem sich diese Spannung zwischen ihnen aufgebaut hatte, bis zu dem Moment in dem sie sich endlich geküsst hatten. „ Oh wow!“, rief Sheryl gerade und wir mussten alle lachen.
„ Wow ist das heavy! Und was ist jetzt?“ „ Wie was ist jetzt?“, fragte Kelly und blieb stehen. „ Na ja, das alles ging heute doch ziemlich weit....Ich meine, seit ihr jetzt zusammen?“ „ Ich weiss es nicht.“, gab Kelly zerknirscht zu. „ Das alles macht mir irgendwie Angst. Ihr wisst beide dass ich weniger Erfahrungen habe als ihr beide.“ „ Hey, du weisst genau dass ich auch noch nie mit einem Jungen geschlafen habe.“, warf ich nun ein. „ Ja, aber ich hatte noch nie nen Freund, nicht mal einen mit dem ich nur Händchen gehalten hab.“, erinnerte sie mich und ich nickte, als sie weiterfuhr: „ Ich habe mich wenn sich diese Spannung aufbaut nicht mehr unter Kontrolle, das ist alles so komisch! Ich weiss nur dass ich mich in Duncan verliebt habe. Aber ich weiss nicht wie er es sieht. “ „ Also ich denke mal dass da auch von seiner Seite was sein muss. Sonst wäre das heute doch gar nicht so weit gekommen.“, meinte Sheryl, als wir langsam zurück gingen. Wir waren ein Stück am Strand entlang gegangen und sahen schon von weitem wo das Lagerfeuer brannte.
„ Apropos ‚weit‘,“, wechselte Kelly nun das Thema und grinste Sheryl vielsagend an.
„ Wie sieht’s denn bei dir und Sy aus?“ „ Oh, na ja....also....“, begann sie unsicher, doch ich unterbrach sie sofort. „ Habt ihr, oder nicht?“ „ Jah!“, strahlte sie uns an. „ Ja und es war so schön! Ich liebe ihn so sehr und ich verstehe nicht wie ich diese Trennung überstehen konnte.“ Wir mussten alle lachen. „ Ich freue mich so dass ihr glücklich seit.“, meinte Kelly und umarmte Sheryl nach mir. „ Danke.“ „ Oh, hey. Bevor wir zurückgehen müsst ich mir einen Gefallen tun.“, bat Kelly und hielt uns zurück. „ Klar, jeden den du willst.“, sagte Sheryl und sah sie abwartend an. „ Erzählt das was ich euch gerade erzählt habe nicht weiter. Besonders Lee soll davon erstmal nichts wissen. Ich will mir gar nicht vorstellen wie er reagiert wenn er hört was da zwischen mir und Dunk so los ist.“ „ Kein Thema.“, winkte ich ab. „ Worüber haben wir gerade geredet?“, fragte Sheryl mit aufgesetzter, verdutzter Mine. Kelly lächelte uns dankbar an, bevor wir wieder zu den Boys gingen.

 

~Lee~
Was die Drei jetzt wieder zu bequatschen hatten? Aber war ja klar dass es irgendetwas geben musste, dass weder, Simon noch Duncan oder ich wissen durften. „ Na, habt ihr über uns abgelästert?“, fragte Simon, als Sheryl zu ihm ging und ihm einen Kuss auf den Mund drückte. „ Klar, was den sonst.“, lachte Amy, nachdem sie sich wieder zwischen meine Beine gesetzt hatte und ich meine Arme um ihren Bauch legte.  „ Ach so ist das also? Erst eins auf nett machen und dann ablästern, ja?“, fragte ich Amy gespielt irritiert. „ Immer.“, grinste Sheryl. Ich sah zu Kelly die nur die Schultern hob.

„ Ich bin deine Cousine, da ist es meine Pflicht so etwas zu tun.“, lachte Kelly los, stand auf und griff nach der Tüte Marshmellows die neben mir lag und gab mir dann einen Kuss auf die Wange. „ War nur ein Joke. Ich könnte doch nie etwas über dich erzählen das nicht stimmt.“ „ Oh ja klar.“, nickte ich augenrollend. „ Das was wir drei so erzählen kannst du nur als Witz zählen. Wir meinen es nie böse.“, verteidigte Kelly sich nochmals und ich grinste sie an. Sie wusste immer sofort wann ich etwas ernst nahm und wann nicht. Es ging keine fünf Minuten da hatten Kelly, Duncan und Sheryl eine Marshmellows- Schlacht angefangen. „ Ohh Kelly, ist das eklig, du hast genau in meinen Pulli getroffen!“, rief Sheryl gerade, nahm ein Marshmellow aus der Tüte und warf sie in ihre Richtung. Wir mussten alle lachen und ehe ich mich versah, war auch Simon in die ‚Schlacht‘ verwickelt. Aber gut, mir soll’s recht sein. Ich streichelte Amy mit einer Hand über die Wange damit sie mich ansah, da sie schon eine Weile schweigend und mit geschlossenen Augen da sass.

„ Hey.“, grinste sie mich an. „ Amy- Süsse.“
„ Was ist denn?“, lächelte sie noch immer. Ich ging mit meinem Mund ganz nah an ihr Ohr, denn ich wollte nicht dass es die Anderen sofort mitbekamen. „ Ich liebe dich.“ Sie drehte sich mit geweiteten Augen zu mir um und stotterte überrascht: „ Was? Ich meine, meinst du das ernst?“ Ich nickte nur. Wenn das überhaupt noch möglich war strahlte sie nun noch mehr und umarmte mich. „ Ich liebe dich auch.“, flüsterte sie zurück, bevor unsere Lippen endlich wieder zueinander fanden und ich sie zärtlich küsste.

 

~Duncan~
Na endlich! Als ich erneut zu Lee und Amy hinüber sah küssten sie sich gerade. Endlich waren die Beiden zusammen! Kaum zu glauben wie lange sie schon alleine dafür gebraucht hatten sich auszusprechen. Apropos aussprechen, das würde ich mit Kelly auch noch tun müssen. Wir verhielten uns wieder so, als wäre das im Keller überhaupt nicht passiert, was bedeutete, dass wir unsere Witze machten, uns umarmen oder auf die Wange küssten konnte, ohne dass sich dieser Spannung auch nur Ansatzweise bemerkbar machte.
„ Dunk?“, holte Amy mich aus meinen Gedanken zurück, als sie sich neben mich setzte. „ Hm?“ „ Ich hätte eine Bitte an dich.“, begann sie und ich machte eine Handbewegung damit sie weiter sprach. „ Und die wäre?“ „ Würdest du mit mir das Zimmer tauschen?“
„ Ihr seit jetzt fest zusammen, was?“, grinste ich und Amy nickte strahlend. „ Hast du vergessen, dass du da noch eine Person fragen musst?“, schaltete sich Kelly ein und zwinkerte Amy zu. „ Hätte ich ja gleich gemacht.“, erwiderte diese und biss sich, nachdem sie dies gesagt hatte auf die Unterlippe. „ Also wäre es okay?“, fragte sie dann erneut. Ich sah Kelly an die mit den Achseln zuckte. „ Wenn es dir nichts ausmacht.“ Ich schüttelte den Kopf. „ Nein, das macht mir nichts aus.“ Wir mussten beide grinsen. „ Haben wir keine Marshmellows mehr?“, fragte Sheryl auf einmal und zerknüllte die Tüte, in der die Marshmellows gewesen waren, die sich nun um uns im Sand befanden. „ Eine ist glaub ich noch im Haus, wir haben vergessen, dass wir solche Schlachten ab jetzt immer einplanen sollten!“, lachte Lee. „ Ich hol sie.“, meinte Kelly und stand auf. „ Ich schaff auch gleich deine Sachen ins andere Zimmer, okay?“
„ Das musst du aber nicht tun, ich krieg das schon alleine hin.“, entgegnete Amy.
„ Lass mich das jetzt machen, ich biete es dir nicht noch einmal an. Das geht ganz schnell, ich bin gleich wieder da.“ Kaum war Kelly gegangen, meinte ich, dass ich meine Sachen auch kurz umräumen würde.
Ich musste unbedingt mit ihr reden und da ich nicht wusste, wann wir wieder einmal genug lang alleine sein würden, musste ich diese Gelegenheit nutzen.

 

~Kelly~
Ich war noch nicht ganz beim Haus angelangt, als Duncan mich einholte. „ Na, wolltest du mich wieder erschrecken?“, lachte ich, als ich langsam die Treppe zur Veranda hochging. „ Nein, das war diesmal nicht geplant.“, antwortete er und grinste mich an. Ich hasste es wenn er das tat, das machte mich immer so schwach, dass ich fast weiche Knie bekam. Ich wollte unbedingt mit ihm reden, nur wusste ich nicht wie ich anfangen sollte. „ Ich dachte, ich räume meine Sachen auch gleich aus, dann muss ich nicht erst damit anfangen, wenn ich eigentlich schlafen will.“ „ Gute Idee.“, lächelte ich als ich das Licht in meinem Zimmer anknipste.
Zehn Minuten später hatten wir schon so gut wie alles erledigt. „ Siehst du, ich hab doch gesagt dass wir damit schnell durch sind.“, sagte ich, währenddem ich Duncan half seine letzten Klamotten im Schrank zu verstauen. Als ich die Schranktür schloss berührten sich kurz unsere Arme und wir sahen uns erneut tief in die Augen, solche Blicke hatten wir heute den ganzen Abend getauscht und lange würde ich das nicht mehr aushalten, sonst müsste ich schreien! „ Kelly ich muss mit dir reden.“, begann Duncan nun und ich seufzte, als wir uns so dicht gegenüberstanden. „ Ich weiss.“, nickte ich. „ Ich auch mit dir, aber als uns das später machen, okay? Ich kann jetzt nicht mit dir darüber reden und dann zu den Anderen gehen. Das würde ich nicht durchstehen.“ Ich konnte dem Impuls nicht widerstehen und streichelte ihm mit der rechten Hand über die Wange. „ Du hast recht. Wohl möglich dass einer der Vier gleich hier reinplatzt um zu sehen wo wir abbleiben.“, grinste nun auch er, als wir wieder runtergingen. „ Denkst du nicht dass sie zuerst im Keller nachsehen würden?“, fragte ich lachend und griff nach der Tüte Marshmellows die auf der Arbeitsplatte in der Küche lag. „ Wenn sie dann eingeschlossen sind haben wir nichts damit zu tun.“, entgegnete Duncan und wir mussten laut loslachen.

 

~Simon~
„Marshmellows!“, rief Sheryl lachend als Kelly und Duncan wiederkamen. „ Her damit, her damit.“ „ Als wir uns vorhin diese Schlacht geliefert haben, hattest du’s aber nicht so eilig die zu essen.“, grinste ich sie an und sie küsste mich kurz auf den Mund. „ Ich weiss, aber jetzt will ich welche essen.“, erklärte sie dann und griff zu dem zugeschnitzten Stock und steckte ein Marshmellow darauf, bevor sie es über das Feuer hielt. „ Sheryl du kommst mir manchmal vor wie ein kleines Kind.“, lachte Amy und fischte sich ein paar Marshmellows aus der Tüte, währenddem sie sich an Lee anlehnte. „ Ach komm Amy, wir sind doch sonst auch nicht besser. Denk mal daran wie wir drauf sind, wenn wir zu dritt vor dem Fernseher sitzen.“, zwinkerte Sheryl ihr zu.
„ Ach ist das so ein Erlebnis?“, wollte ich wissen und Kelly nickte, währenddem sie ebenfalls ein paar Marshmellows über’s Feuer hielt. „ Oh ja! Man sollte uns dabei echt mal filmen.“ „ Vielleicht kommen wir mit sowas sogar mal nach Hollywood!“, lachte Amy los und wir stimmten alle mit ein. „ Das wäre doch immerhin mal was anderes.“ „ Oh ja! Und dann kriegt ihr da noch nen Oskar für.“, sagte Lee überzeugt und legte seine Arme wieder um Amy’s Bauch. „ Unbedingt.“, nickte Kelly. „ Ich weiss auch schon in welcher Kategorie.“ „ Und zwar?“, fragte Duncan. „ Für das witzigste Verhalten beim Fernsehen des ganzen Jahres.“, sagte sie ganz ernst und musste dann grinsen. „ Und in der Dankesrede danken wir einander. ‚ Wir danken nur uns selbst, denn niemand sonst hat etwas dazu beigetragen da das alles unsere Idee war!‘ “ „ Und dann fangen wir uns mitten auf der Bühne an zu streiten wessen Idee das überhaupt war. Und wer den Oscar am meisten verdient hat. Und verhauen uns mit den Trophäen.“, fügte Amy hinzu. Wir blieben alle einen Moment ruhig, als würden wir uns alle diese Szenerie vorstellen. Dann spiegelte sich nach einander auf unseren Gesichtern ein Grinsen wider und gleich darauf lachten wir alle los.

 

~Sheryl~
Der Abend war so klasse!! Oder sollte ich besser sagen, der Abend und die Nacht? Wir hatten uns nämlich erst wieder auf dem Weg ins Haus gemacht, nachdem die Sonne aufgegangen war. Wir haben noch die längste Zeit Witze erzählt und lange geredet. Irgendwann konnten Amy, Kelly und ich einfach nicht mehr, wir mussten die Boys fragen wie es war immer im Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Uns fielen plötzlich so viele Fragen ein, dass Sy auf einmal sagte, dass er sich wie bei einem Interview vorkäme. Wir entschuldigten uns natürlich sofort bei ihnen, da sie ja Urlaub hatten, aber wenn man eine Frage hat sollte man sie doch stellen. „ Ach Lee, das ist doch totaler Schwachsinn!! Ich hab keine Ahnung wie es ist in der Öffentlichkeit zu stehen, ich bin nur deine Cousine. Ich hab überhaupt nichts damit zu tun“, schüttelte Kelly den Kopf und griff zur Eisteeflasche. „ Will noch jemand?“ Sie schenkte, Amy, Duncan und mir ein und stellte die Flasche wieder weg. Wir sassen alle Sechs im Sand und hatten uns zu zweit jeweils in eine Decke eingewickelt, auf der wird zuvor gesessen waren. „ Was wollen wir heute eigentlich machen?“, fragte Lee dann, um von dem vorherigen Thema abzukommen. „ Wie wäre es mit schlafen?“, fragte Amy wie beiläufig, wobei sie ihren Kopf an seine Schulter legte, um ihm dann einen Kuss auf die Wange zu geben. „ Dann kriegen wir aber die ganze Nacht kein Auge zu.“, meinte Simon nun. „ Ja stimmt, also...“, begann ich, als Kelly mich unterbrach. „ Leute seht euch das an.“, meinte sie und deutete zum Wasser. Was ich da sah, verschlug mir echt die Sprache, so einen schönen Sonnenaufgang hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

 

~Kelly~
Wir waren alle schlagartig ruhig, als wir diese wunderschönen Färbungen am Himmel sahen. Die ersten Sonnenstrahlen spiegelten sich auf dem Wasser, als die Sonne langsam aufging. Ich war froh, dass Duncan seine Arme um mich gelegt hatte. Ich zog seine Arme noch etwas dichter um mich und kuschelte mich an ihn. Es war so ein schönes Gefühl dass er so nah bei mir war.  Ich wollte dieses Gefühl beibehalten. Ich müsste unbedingt mit ihm reden, denn Sheryl hatte recht. Es wäre zwischen uns nicht so weit gegangen wenn wir nicht Beide etwas für einander empfanden. Ich sah noch unverwandt zum Meer und ich fühlte genau dass sich die Beiden Pärchen küssten. Ich schloss die Augen, atmete tief durch und sagte dann: „ Ich hab hunger.“ Sheryl hörte ich als Erste lachen. „ Kelly- Schatz, du hast immer hunger.“ Ich drehte mich zu ihr um und grinste: „ Das fällt dir erst jetzt auf? Ausserdem ist es doch klar, dass ich hunger hab, es ist bald sechs Uhr. Vergiss nicht dass wir gestern Abend gegrillt haben und nicht erst vor vier, fünf Stunden....“ „ Wir könnten frühstücken gehen. Dann könnten wir weiter hier am Strand hängen und uns ausruhen, oder sowas.“, schlug Lee vor und wir stimmten ihm alle zu.

 

~Duncan~
Das Frühstück in dem Cafè wurde echt witzig! Wir rissen einen Spruch nach dem anderen, als hätten wir dies die ganze Nacht über nicht schon getan.
Als wir zwei Stunden später das Haus wieder betraten verzog sich Kelly sofort ins Zimmer und Amy, Sheryl, Simon und Lee zogen sich um und gingen an den Strand. Allerdings bezweifelte ich, dass sie dort etwas anderes machen würden als zu schlafen. Denn wir waren alle ziemlich kaputt. Ich sass eine Weile vor dem Fernseher, da aber nichts schlaues lief ging ich dir Treppe hoch und öffnete leise die Zimmertür, für den Fall das Kelly schlief wollte ich sie nicht wecken. Doch sie lag quer über dem Bett, auf dem Bauch und summte eine Melodie vor sich hin, währenddem sie etwas in ein Heft hinein schrieb. „ Hi.“ „ Oh hey.“, lächelte sie und setzte sich auf. „ Kannst du nicht schlafen?“, fragte ich und setzte mich zu ihr. „ Ich möchte eigentlich, aber ich kann nicht.“, grinste sie und schlug das Heft zu. „ Hab ich dich gerade bei etwas gestört?“
„ Nein, gar nicht. Ich komme im Moment sowieso nicht weiter, also bist du zum besten Zeitpunkt überhaupt aufgetaucht.“, lachte sie und verstaute den Stift und das Heft in ihren Rucksack.. „ Wo sind die Anderen? Ich höre so nichts.“ „ Die sind am Strand, wahrscheinlich halten sie gerade ein Nickerchen.“ Wir mussten Beide lachen. „ Dunk, wegen gestern. Wir wollten doch reden und ich weiss nicht.....“, wechselte Kelly das Thema plötzlich. „ Wenn wir das nicht bald tun dann....“ „ Ich weiss was du meinst.“, nickte ich. „ Was passiert nur mit uns wenn sich diese Spannung aufbaut? Das geschah schon so oft.“, sagte sie ernst und griff dabei nach meiner rechten Hand. „ Und ich weiss einfach nicht wie ich mich dir gegenüber verhalten soll wenn sich die Spannung wieder gelegt hat. Besonders jetzt......Das wir uns gestern das erste mal darauf eingelassen haben.“ Ich hörte den unsicheren Ton in ihrer Stimme und streichelte nun mit meinen Fingern über ihre Hand. „ Das war das erste Mal an dem wir die Chance dazu hatten.“, meinte ich grinsend. Ich konnte mir diesen Kommentar nicht verkneifen, zu meiner Erleichterung sah ich aber, dass Kelly mich anlächelte. „ Ja das stimmt. Aber....Du sagtest gestern, dass wir aufhören könnten, wenn wir weitergehen als wir wollen. Aber das konnte ich nicht. Wäre Amy nicht in dem Moment reingekommen wäre es für mich zu weit gegangen, viel zu weit.“, erklärte sie mit fester Stimme und liess sich dann zurück auf’s Bett fallen.  „ Du hast das auch nicht unter Kontrolle, hm? Ich weiss dass ich gesagt habe, wir könnten aufhören, aber ich konnte es einfach nicht.“, sagte ich nach einem Moment, dann legte ich mich neben sie und stützte meinen Kopf so ab, damit ich sie ansehen konnte. „ Wenn ich dir zu nahe gekommen bin, tut es mir leid.“, entschuldigte ich mich dann und sah ihr direkt in die Augen. Kelly schüttelte den Kopf und streichelte mit ihrer linken Hand über meine Wange. „ Das bist nicht, wirklich. Ich fand es schön, sogar sehr schön.“ Währenddem sie weiter sprach streichelte ich ihr immer wieder über’s Haar. „ Ich bin froh dass wir geredet haben.“ „ Ich auch. Und ich bin erleichtert dass ich dir nicht zu nahe getreten bin, das hätte ich mir nämlich nie verziehen.“ „ Danke dass du so ehrlich bist.“ Sie gab mir einen Kuss auf die Wange und setzte sich wieder auf. Als sie dies tat streichelte sie mit ihren Finger über meine Hand und als sich dann unsere Blick trafen, war ich vollkommen in dieser Spannung gefangen.

 

~Kelly~
Ich wusste nicht ob ich diese Spannung zwischen uns verfluchen oder ob ich ihr dankbar sein sollte. Es war für mich unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen, währenddem sie zwischen mir und Duncan herrschte. Duncan sass mir nun gegenüber und wir sahen uns nur in die Augen und in nächsten Moment küsste er mich. Ich erschrak mich zwar etwas, ging aber vollkommen auf den Kuss ein.
Je länger wir uns küssten desto leidenschaftlich wurde die Küsse. Er drückte mich langsam zurück auf’s Bett und ging mir mit der rechten Hand unter mein Shirt. Als ich seine Lippen dann auf meinem Hals spürte konnte ich ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Duncan zog mir das Oberteil über den Kopf und bevor ich das selbe bei ihm tat küssten wir uns wieder, wobei ich meine Arme um seinen Hals schlang. Dann liess er seinen Mund über meinen Hals und mein Dekolleté wandern. Ein weiteres Stöhnen entwich meinen Lippen als ich spürte wir er sich langsam den Weg zu meinem Bauch bahnte und meinen Bauchnabel mehrere Male langsam mit seiner Zunge umkreiste. „ Duncan...“, flüsterte ich, ich war nicht mehr in der Lage in normaler Lautstärke zu sprechen. Er sah mich an und ich zog ihn zu mir. Wir sahen uns einen Moment in die Augen und küssten uns dann wieder. Als ich merkte wie er meine Jeans öffnete legte ich meine linke Hand auf seine Beiden. „ Warte. Ich kann das nicht. Ich bin einfach noch nicht so weit.“, erklärte ich Duncan im unsicheren Ton, bevor sich unsere Lippen kurz berührten. „ Tut mir leid.“ Ich setzte mich wieder auf und schaffte es in diesem Moment einfach nicht ihn anzusehen. „ Dir braucht überhaupt nichts leid zu tun.“, sagte er sanft und als ich ihm nun doch in die Augen blicke, sah ich ihm an, dass er es ehrlich meinte. „ Wie geht das nur weiter?“, fragte ich ihn dann, als ich meine Kopf auf seine Brust gelegt hatte und er immer wieder übers Haar streichelte. „ Da habe ich schon öfter drüber
nachgedacht.“, antwortete er mir und ich legte mich so hin, dass ich ihn ansehen konnte. „ Und was kam dabei heraus?“ „ Ich liebe dich Kelly.“ Ich glaube mich verhört zu haben, deshalb setzte ich mich auf und sagte ihm in überraschtem Ton.
„ Dunk, bitte spiel nicht mit meinen Gefühl, ja? Das würde ich nicht überleben.“ Dabei legte ich meine rechte Hand auf mein Herz. Er setzte sich nun ebenfalls auf und nahm meine Hände in seine. „ Nein Kelly, das ist mein Ernst. Ich habe mich in dich verliebt und ich möchte mit dir zusammen sein.“ Ich hatte das Gefühl jeden Augenblick los heulen zu müssen und strahlte ihn dann an. „ Oh mein Gott. Dunk, du kannst dir nicht vorstellen wie glücklich ich bin dass du auch so empfindest! Ich wollte es dir schon so oft sagen, aber ich hatte Angst, dass du in mir nur eine Freundin siehst.“ Wir umarmten uns und als wir uns diesmal küssten war ich mir sicher, dass wir es wollten, dass wir uns liebten und dass nicht diese Spannung das Ausschlaggebende war.
„ Tust du mir einen Gefallen?“, fragte ich Duncan, als wir uns schliesslich doch mal von einander lösten. „ Jeden.“ Ich lächelte ihn an und griff nach seiner Hand. „ Lass uns den Anderen noch nichts davon sagen. Ich weiss nicht wie Lee reagieren wird und es dann wohl möglich über jemand anderes erfährt als von uns.“

 

~Lee~
Sheryl und Amy hatten sich Samstag dazu bereit erklärt einkaufen zugehen. Als sie wieder kamen erzählen sie und dass es in den nächsten drei Tagen einen Rummel am Pier geben würde, welchen wir uns alle natürlich nicht entgehen lassen wollten.
Ich stand gerade vor dem Kleiderschrank und suchte nach einem passenden Shirt, als ich plötzlich Amy’s weiche Lippen auf meiner Schulter spürte. Ich drehte mich um und zog sie näher an mich heran. „ Na?“, grinste ich sie an.
„ Na.“, entgegnete sie und legte ihre Arme um meinen Hals, bevor ich mich zu ihr beugte und sie innig küsste.
Ich war so glücklich Amy zu haben, ich liebte alles an ihr und ich war schon regelrecht abhängig von ihren Lippen. Ich wäre ihr am liebsten noch viel näher, doch ich wollte sie zu nichts drängen. Ich wusste das Amy noch Jungfrau war und wenn ich es durch meine Ungeduld, die nun mal ab und zu Besitz von mir ergriff, erzwingen würde, würde ich es mir niemals verziehen. Ich hörte dass das Telefon klingelte, aber ich wollte auf keinen Fall dass Amy jetzt wegging. „ Sollte da nicht mal jemand ran gehen?“, fragte sie leise, währenddem ich ihren Hals mit vielen kleinen Küssen bedeckte. Doch dieses verdammte Klingeln hörte einfach nicht auf! „ Ich geh schon.“, grinste Amy und machte sich von mir los. „ Zieh du dich mal fertig an, damit wir heute noch zum Rummel kommen.“ Sie küsste mich noch kurz und verschwand dann aus dem Zimmer. Ich griff nach eines der neuen Shirts und zog es über. Im nächsten Augenblick hörte ich Amy laut rufen: „ Ryan!“ Ich ging zur Tür und sah dass Kelly ebenfalls im Türrahmen ihres Zimmers stand und rief:
„ Es gibt hier zwei Personen die so heissen, wenn meinst du?“ „ Dich!“ Wir grinsten uns kurz an, bevor Kelly die Treppe runterging. Als ich sah dass die Badezimmertür offenstand nutze ich die Gelegenheit um mich noch etwas zu stylen. Es war ja logisch, dass das Bad kurz bevor wir weggingen sonst immer, schon aus reinem Prinzip, dauerbesetzt war!!

 

~Amy~
Als ich das Telefon abnahm staunte ich nicht schlecht, als Maria sich meldete. Ich rief nach Kelly und als ich ihr das Telefon gab flüsterte ich:

„ Deine Mum.“ Kelly sah mich verblüfft an, griff dann aber zum Hörer: „ Hi Mum.“, sagte sie unsicher. Ich wollte gerade wieder gehen um sie in Ruhe miteinander reden zu lassen, als Kelly meine Hand schnappte und sie festhielt und den Kopf schüttelte. Ich drückte ihre Hand etwas um ihr zu verstehen zu geben dass ich bleiben würde. „ Ja mir geht’s ganz gut. Und dir?“ Diesen belanglosen Smalltalk kannte ich nur zu gut und dabei konnte ich mir lebhaft vorstellen was gerade alles in Kelly’s Kopf vorging.

 ~Sheryl~
Ich sass mit Simon auf der Veranda und wartete auf die Anderen. Okay, ich war sonst eigentlich nie die Erste die fertig war, aber heute Abend hatte ich mich extra beeilt. Wir waren schliesslich sechs Leute und wenn ich mich da nicht etwas gestresst hätte, wäre ich wahrscheinlich erst am nächsten Abend fertig!!
Im nächsten Moment zuckte ich zusammen, da Amy in einer Lautstärke „ Ryan!!“, geschrien hatte. „ Hat Amy schon mal daran gedacht, dass man durch solche Aktionen auch taub werden kann?“, fragte Simon mich sarkastisch und ich begann zu lachen. Ich kam aber nicht dazu zu antworten, als ich sah dass Amy Kelly den Hörer reichte und diese gleich darauf ihre Hand schnappte. „ Ich komme gleich wieder.“, sagte ich zu Simon und öffnete die Glastür um ins Haus zu gehen, dort hörte ich Kelly schon reden und das in einem sehr wütendem Ton. „ Ich werde mich ganz sicher für nichts entschuldigen, Mum!! Ich habe doch überhaupt nichts getan!“ Sie stoppte abrupt und sah mich geschockt an. Ich sah sie verwirrt an und fragte Amy leise: „ Was ist denn los?“ „ Keine Ahnung, sie hat vorhin noch ganz normal mit Maria geredet und schreien sie sich nur noch an.“ Simon war nun auch reingekommen und umarmte mich von hinten. „ Und ich dachte der Zoff hätte sich gelegt.“, meinte ich, währenddem ich meinen Kopf an Sy’s Schulter legte. „ Was? Nein! Das kannst du doch nicht machen!“, rief Kelly gerade und lehnte sich an die Kommode auf der das Telefon stand. Sie schwieg einen Moment. „ Gut, ganz wie meinst, du bist du mich ja bald los!!“, schrie sie dann und knallte dann den Hörer auf die Gabel. Lee kam gerade die Treppe runter und Kelly fiel ihm schluchzend in die Arme. „ Hey Süsse, was ist passiert?“ Doch Kelly schien nicht in der Lage zu sein etwas zu sagen.

 

~Kelly~
Ich hatte mich das ganze Gespräch über an Amy geklammert. Ich war einfach noch nicht bereit dazu mit Mum zu sprechen, nicht, wenn ich ganz alleine war und wenn es auch nur am Telefon war. „ Ach Kelly, es ist doch alles okay.“, sagte sie gerade und fügte dann aber hinzu: „ Wenn du dich entschuldigst.“ „ Ich werde mich ganz sicher für nichts entschuldigen, Mum!! Ich habe doch überhaupt nichts getan!“ Und dann sagte sie das, was mir absolut den Rest gab. „ Gut wenn das so ist, dann kannst du wieder herkommen, aber nur um deine Sachen zu packen.“ „ Was? Nein! Das kannst du doch nicht machen!“, protestierte ich, doch was Mum dann sagte liess mich meine Meinung schlagartig ändern. „ Irgendwie verstehe ich deinen Vater, dass er uns sitzengelassen hat.“ Ich hatte in diesem Augenblick das Gefühl, als würde mir das Herz rausgerissen werden. „ Gut, ganz wie meinst, du bist du mich ja bald los!!“, rief ich und legte auf. Schon als ich dies gesagt hatte musste ich mit den Tränen kämpfen und als ich das Gespräch nun beendet hatte konnte ich sie nicht mehr zurückhalten und umarmte Lee. Er war gerade die Treppe runtergekommen und hatte nur den Schluss den Gesprächs mitbekommen.
„ Hey Süsse, was ist passiert?“, fragte er besorgt und streichelte mir dabei übers Haar, doch ich konnte ihm nicht antworten und klammerte mich regelrecht an ihn als ich den Tränen endlich freien Lauf liess. Es ging ein paar Minuten bis ich ihn losliess und sah, dass Simon, Amy, Sheryl und Duncan nun da standen und mich verwirrt ansahen. „ Was ist los?“, fragte Sheryl diesmal und ich schüttelte nur den Kopf. „ Lasst mich bitte einen Moment alleine, ja? Ich kann da im Moment nicht drüber sprechen.“, sagte ich mit Tränen erstickter Stimme und verliess das Haus über die Veranda und ging zum Strand. Ich weinte die ganze Zeit. Als ich das Haus schon nicht mehr sehen konnte liess ich mich in den Sand fallen und starrte in die Luft.
Es war so ein wunderschöner Abend. Die Sonne ging langsam unter und nach und nach kamen die ersten Sterne zum Vorscheinen. Weshalb passierte mir nur immer so etwas? Ich hatte doch niemandem etwas getan!! Als ich an diesem Morgen aufgewacht war, war ich so glücklich dass ich mit Duncan zusammen war, dass wir endlich zusammen waren! Und jetzt lag ich hier und weinte weil meine Mutter nichts mehr von mir wissen wollte! Es schien wirklich unmöglich dass ich einmal einfach nur glücklich war, immer musste etwas dazwischen kommen!! Ich wandte meinen Kopf zur Seite, als ich aus dem Augenwinkel sah, dass jemand auf mich zukam und setzte mich dann langsam auf.

 

~Duncan~
Kelly hatte gesagt wir sollten sie alleine lassen, aber das konnte ich nicht. Ich hatte gehört wie sie sich mit ihrer Mum stritt und ich hatte sie gesehen nach dem sie den ersten Zoff mit Maria hinter sich hatte. Ausser mir wusste keiner was Maria Kelly an dem Abend vor unserer Abfahrt nach Southend alles vorgeworfen hatte.
Ich lief nun am Strand entlang und suchte Kelly, es ging auch nicht lange, da sah ich sie im Sand liegen. Als ich vor ihr zum stehen kam, sah sie zum mir hoch und setzte sich dann auf. „ Hey.“, sagte ich setzte mich zu ihr und nahm sie in die Arme. Es tat mir so weh, sie so weinen zu sehen und strich ihr immer wieder übers Haar. „ Sie.....Sie hat mich rausgeschmissen.“, brachte sie nach einer halben Ewigkeit raus, in der ich sie einfach nur in den Armen gehalten hatte. „ Was soll ich denn jetzt nur machen?“ Ich konnte nicht glauben dass Maria das wirklich getan hatte. „ Süsse das tut mir so leid!“, sprach ich leise auf sie ein. „ Danke.“, schniefte sie dann. „ Aber es wird nicht mehr gut. Mum will nichts mehr mit mir zu tun haben. Sie liebt mich nicht mehr.“ Sie erzählte mir was Maria alles gesagt hatte und weshalb es zu dem Rauswurf kam. „ Wie kommt sie nur dazu eine Entschuldigung von dir zu verlangen? Der erste Krach war schliesslich auch nicht deine Schuld.“ Sie nickte. „ Sag ich doch.“ Ich wischte ihr die letzten Tränen von der Wange und küsste dann vorsichtig ihre Augenlider. „ Kelly, wir sind alle für dich da. Du wirst sicher nicht alleine sein.“, versicherte ich ihr, worauf sie ein schwaches Lächeln zustande brachte. „ Duncan?“ „ Hm?“, machte ich und sah ihr tief in die Augen. „ Ich liebe dich.“ „ Ich liebe dich auch.“, erwiderte ich und gleich darauf küssten wir uns innig.

~Lee~
Ich hatte zwar keine Ahnung was mit Kelly los war, aber ich machte mir extrem viel Sorgen. Was war nur passiert, dass sie von einem zum anderen Moment in Tränen ausbrach. Ich wollte ihr gleich hinterher um mit ihr zu reden. Doch Sheryl und Amy hielten mich zurück und meinten, wir sollten sie erstmal eine Weile alleine lassen, damit sie sich etwas beruhigen konnte. Dunk hatte dann gesagt dass er nach Kelly sehen wollte, da ich ja viel zu aufgebracht sei. „ Lee, jetzt beruhig dich doch endlich. Kelly und Dunk kommen sicher bald wieder.“, versuchte Sheryl mir gut zuzureden, doch das klappte einfach nicht. Wir sassen alle auf der Veranda, das heisst ich lief die ganze Zeit hin und her.

 

~Simon~
Lee machte mich mit diesem hin und her rennen noch irre! Ich weiss ja dass er hyperaktiv ist, aber konnte er es nicht einmal abstellen? Wir machten uns doch alle Sorgen um Kelly. Keiner von uns sagte etwas, deshalb zuckten auch alle zusammen als ich rief: „ Lee! Verdammt! Setzt dich endlich hin. Die Beiden kommen sicher bald zurück. Du weisst genau dass wir alle genau so wenig Ahnung davon haben was los war.“ Komischerweise gab er keine Widerworte und setzte sich neben Amy hin. Es ging aber keine zwei Minuten da sprang er schon wieder auf, als Kelly und Dunk die Treppe hochkamen. Sie und Lee umarmten sich erstmal. Es war einfach nur süss zusehen wie viel Lee an seiner Cousine lag, auch wenn er die Anderen, inklusive mir, damit in den Wahnsinn trieb!! „ Kelly!“, rief Sheryl und umarmte sie bevor Amy es ihr gleich tat. „ Sag schon, was ist los?“, meinte Amy dann. Mir fiel auf, dass Kelly, kaum hatte Amy sie losgelassen Duncan’s Hand genommen hatte, ich glaube die Zwei hatten uns auch noch etwas anderes zu sagen. „ Mum hat mich rausgeschmissen.“, sagte sie dann tonlos. Wir sahen sie alle fassungslos an. „ Soll das ein Witz sein?“, fragte Sheryl als erste und Kelly schüttelte den Kopf.

 

~Sheryl~
„ Nein. Sie hat mich rausgeschmissen, da ich mich nicht für den Streit entschuldigt habe, den sie vom Zaun gebrochen hat.“ Ich denke mal wir alle mussten diese Neuigkeit erst mal verdauen. Denn nachdem zwischen uns eine Weile Stille herrschte, räusperte sich Kelly und meinte: „ Ich geh ins Zimmer, wenn ihr auf den Rummel gehen wollte, geht. Aber ich bleib hier.“ „ Nein Kelly, das kannst du nicht machen, wir wollten doch alle zusammen gehen.“, protestierte ich. „ Tut mir leid Leute, ich wollte euch nicht eure gute Laune verderben. Geht ruhig auf den Rummel, ich bin dazu heute nicht mehr in der Lage.“ Ich musste echt zweimal hinschauen, als ich sah, dass sich Kelly zu Dunk umdrehte und ihn einfach auf den Mund küsste. Ich wusste was mit ihnen passiert wenn sie diese Spannung zwischen ihnen aufbaute, aber wenn sie zusammen wären, hätten sie uns sicher noch etwas zu sagen. Als nächstes sah ich zu Lee und dieser sah echt etwas geschockt aus der Wäsche. Hoffentlich wäre er jetzt nicht auch noch sauer. Ich fand nämlich dass Dunk und Kelly einfach super zusammen passten. Als ich zu Amy blickte, die ebenfalls grinste, wusste ich dass sie das selbe dachte. „ Ähm...Kel...“, meinte Lee in dem Moment und ich kniff die Augen zusammen. Mach jetzt keinen Ärger Lee. „ Ach Lee, fang du nicht auch noch an, ja? Ich hab schon genug Probleme!“ Nachdem sie dies gesagt hatte, ging Kelly ins Haus ohne nochmal etwas zusagen.

 

~Lee~
Hatten sich Kelly und Dunk wirklich gerade geküsst? Was lief denn zwischen den Beiden ab? „ Ach Lee, fang du nicht auch noch an, ja? Ich hab schon genug Probleme!“, meinte Kelly, als ich etwas sagen wollte und ging einfach ins Haus. Alle sahen zu mir, als ich aufstand und ebenfalls rein ging. Ich hörte noch wie Amy mir etwas nach rief, doch das verstand ich nicht mehr, da ich schon auf dem Weg zu Kelly’s Zimmer war. Ich klopfte und trat ein, nachdem ich ein „ herein“, gehört hatte. „ Hey Kel.“ „ Hey.“ „ Ich wollte dir etwas sagen.“, begann ich. „ Oh bitte! Fang du nicht auch noch an mit mir zu streiten! Das würde ich nicht überstehen.“, schluchzte sie, als ich mich zu ihr auf’s Bett setzte. „ Nein das will ich nicht.“, schüttelte ich den Kopf und nahm sie in die  Arme. Nach dem Kelly sich etwas beruhigt hatte erzählte sie mir wie es genau zu dem Streit mit ihrer Mum gekommen war. „ Ach Kelly! Es wird alles wieder gut.“ „ Das hat Dunk auch gesagt.“, schniefte sie. „ Wenn zu willst kannst du, wenn wir wieder zu Hause sind bei mir wohnen. Sheryl und Amy hätten sicher auch nichts dagegen.“ „ Das ist lieb von dir. Aber bis dahin muss ich das erstmal alles verarbeiten.“ „ Tut das. Wenn du Hilfe brauchst weisst du ja, wo du mich finden kannst.“, sagte ich ruhig und strich ihr übers Haar. „ Du hast mich noch lieb?“ Sie sagte es so voller Hoffnung, so als hätte sie wirklich gerade alles verloren. „ Ach Süsse! Was redest du da nur für einen Schwachsinn!! Natürlich hab ich dich lieb. Das wird sich auch nie ändern, hörst du? Du warst, bist und bleibst meine Lieblingscousine.“ „ Danke Lee! Ich hab dich auch lieb.“

 

~Amy~
Oh verdammt! Hoffentlich gab es jetzt zwischen Lee und Kelly kein Donnerwetter. Das könnte Kelly nun überhaupt nicht brauchen! Sy hatte Duncan gleich gefragt ob er und Kelly nun zusammen seien und als er nickte freuten Sheryl und ich uns um die Wette. Allerdings kamen wir nicht mehr dazu ihm zu sagen wie schön wir dies fanden, da Lee in diesem Moment wieder nach draussen kam. „ Hey.“, sagte er nur und blieb in der Tür stehen. „ Was ist mit Kelly?“, fragte Sheryl ungeduldig. „ Sie kommt gleich runter.“, antwortete er und sah dann zu Duncan. Hoffentlich gab es jetzt keinen Stress! „ Pass gut auf sie auf, okay?“ Dunk hatte Lee  ziemlich unsicher angesehen und begann nun zu grinsen und nickte. „ Klar, das werde ich.“ „ Hast du gerade gesagt Kelly käme gleich runter?“, erkundigte sich Sy und Lee nickte. „ Hey! Na wie sieht’s aus? Gehen wir jetzt auf den Rummel?“, unterbrach Kelly Lee, als dieser gerade etwas sagen wollte.

 

~Kelly~
Lee hatte es schliesslich geschafft mich ganz zu beruhigen. Ich durfte mich nicht schon wieder so runter ziehen lassen! Als ich ihn gefragt hatte was er davon hielt dass ich mit Dunk zusammen bin, da es ihn wohl ziemlich überrumpelt hatte als ich Duncan vorhin einfach geküsst hatte, brauchte er einen Moment bis er mir antwortete. Ich wollte nicht dass er sauer auf mich war, weil ich es ihm zuerst nicht sagen wollte. Doch dann meinte er, es wäre okay, solange ich glücklich wäre. Als ich das hörte stieg meine Stimmung schon wieder um einiges und ich beschloss nun doch mit auf den Rummel zugehen.
„ Hey! Na wie sieht’s aus? Gehen wir jetzt auf den Rummel?“, unterbrach ich Lee zehn Minuten später, als ich wieder auf die Veranda trat. „ Du willst doch auf den Rummel?“, fragte Amy total überrascht. „ Ja. Ich weiss ich wollte eigentlich nicht gehen, aber ich hab mich schon etwas beruhigt, auch wenn ich noch lange, lange, lange brauche um das alles zu verstehen. Aber ich darf mich jetzt nicht wieder verkriechen. Sonst bin ich bald wieder so depressiv, wie ich es war, als wir her gekommen sind.“ Ich schwieg einen Augenblick und meinte dann: „ Also wir müssen nicht unbedingt auf den Rummel, ich hab ja gesagt dass ihr gehen sollt wenn ihr noch wollt. Aber ich brauche jetzt echt Ablenkung....“ „ Worauf warten wir dann noch?“, fragte Sheryl lachend und schloss mich in die Arme. „ Los lasst uns gehen.“

 

~Sheryl~
Kaum waren wir auf dem Rummel sassen wir in einer der Achterbahnen. Nach zwei Stunden gab es sicher keine Bahn oder keinen Stand an dem wir nicht schon gewesen waren. „ Wisst ihr was?“, fragte Duncan, als wir zwischen den Buden durch liefen. „ Ich hab Hunger.“ Wir mussten alle lachen. „ Ich hab schon darauf gewartet, dass das jemand von euch sagt. Ich nämlich auch!“, gab ich lachend zu. „ Gehen wir vorher noch ins Geisterschloss?“, fragte Kelly dann und deutete auf die Überschrift des Schlosses.
„ Ach nee, das ist doch eh alles zu billig gemacht.“, sagte Lee darauf. „ Na dann macht es dir sicher nichts mit mir da rein zu gehen, es dauert doch nur zehn Minuten.“, erwiderte Kelly, wobei ihre Stimme einen quengeligen Ton angenommen hatte. „ Also ich komme mit.“, sagte Amy und ich nickte. „ Ich auch.“ Da sich auch Sy und Dunk anschlossen gab Lee schliesslich auf. „ Okay, okay. Ich geb mich geschlagen.“, seufzte er und wurde sofort von Kelly zur Kasse gezogen um die Chips zu kaufen.
Wenige Minuten später betraten wir das Geisterschloss und schon schwirrten vereinzelte Geister und Monster um uns rum. Die ganze Atmosphäre war echt gruselig, aber ich fürchtete mich gar nicht, denn es machte mir zu viel Spass mit Amy und Kelly irgendwelche Bemerkungen zu machen die uns voll zum lachen brachten. „ Lee, das tut weh.“, hörte ich Amy sagen und sah zu den Beiden. Ich konnte sie nicht richtig sehen, da es gerade so hell war, damit man sehen konnte wo man durch gehen musste, der Rest war stockdunkel. Lee schien nun nicht mehr so mutig zu sein und sah sich geradezu ängstlich um.

 

~Lee~
Ach fuck! Hätte ich vorhin doch nicht so sehr meine Klappe aufgerissen! Hier drin war es echt unheimlich. Ich liess mich ja sonst nicht so erschrecken, aber das war doch irgendwie zu echt, wenn man so will. Ich spürte auf einmal eine Hand auf meiner Schulter. Das musste wohl Dunk sein, denn er war nach mir reingegangen. „ Was ist denn Dunk?“, fragte ich, doch gleich darauf hörte ich seine Stimme, aus der anderen Richtung, sprich, vor mir! „ Hey Lee, ich bin hier.“ Amy und ich liefen zwar schon die ganze Zeit Händchenhaltend rum, nur im Moment hatte ich das Gefühl, ich würde nicht Amy’s Hand halten, sondern sie meine. Ich drehte mich um und in dem Moment ging ein Licht an und erleuchteten die Nebelschwaden etwas die sich um uns herum befanden und ich sah in das Gesicht eines dieser Monster. Amy schrie auf und ich musste einmal schwer schlucken, drehte mich aber wieder um und ging mit Amy zum Ausgang vor dem die Anderen schon auf uns warteten. „ Wegen was hast du denn gerade so geschrien Amy?“, fragte Sheryl als wieder aus dem Schloss traten. „ Da war so ein Monster, ich glaube ein Werwolf oder so, der stand direkt hinter uns, der hat mich so sehr erschreckt, da musste ich einfach schreien.“, grinste sie und hackte sich bei Kelly ein. „ Lee, also irgendwie finde ich, du bist in den paar Minuten in denen wir im Geisterschloss gewesen sind echt blass geworden.“, grinste Kelly mich nun an. „ Sag bloss klein Lee hat sich gefürchtet?“, grinste auch Simon und ich sah ihn augenrollend an. „ Wie war das noch? ‚Das ist doch eh alles zu billig gemacht‘?“, mischte Duncan sich jetzt auch noch an. „ Ist ja gut jetzt!“, unterbrach ich diese Anspielungen genervt.
„ Können wir jetzt was essen? Mein Bauch hat schon wieder geknurrt!“, erkundigte sich Sheryl und steuerte auf den nächsten Stand zu. „ Lee, ich werde dir auch ne Zuckerwatte kaufen, ich will doch nicht dass du den Abend hier überstehst.“, sagte Kelly ernst zu mir, worauf ich sie packte und so über meine Schulter legte dass sie sich noch an meinem Hals festhalten konnte. Wir mussten alles lachen. „ Okay, Lee alles klar! Das war nur ein Witz!!“, rief sie lachend.

 

~Simon~
Der Abend auf dem Rummel war echt zum schiessen! Und wie Lee aus der Wäsche gekuckt hatte nachdem wir aus dem Geisterschloss rausgekommen sind, werde ich nicht so schnell vergessen. Da hatte sich wohl jemand ziemlich erschreckt und wollte es auf keinen Fall zugeben, egal wie lange wir darüber noch Anspielungen gemacht hatten.
Die restlichen Tage verbrachten wir noch im Strandhaus und genossen jede Minute dort, bevor wir wieder zurück nach London mussten, was leider schon am nächsten Tag der Fall sein würde. Wir beschlossen, am letzten Abend wieder ein Lagerfeuer am Strand zu machen. „ Ich finde diese zwei Wochen sind viel zu schnell vergangen.“, sagte Amy, als wir gerade das Feuer gemacht hatten und sie dabei war einige Decken auszubreiten. „ Das kannst du laut sagen.“, nickte Sheryl. „ Aber ich bin froh dass wir hier waren.“, lächelte sie mich an und ich drückte ihr einen Kuss auf. „ Für euch ist auch echt alles gut verlaufen.“, meinte Lee, als er mit einem Teil des Essens kam. „ Hey, jetzt fang bloss nicht an zu motzen!“, lachte Sheryl. „ Ihr seid auch zusammen, obwohl es ja anfangs echt Schwierigkeiten gab.“ „ Ja das stimmt! Wir hatten einfach zu lange um zu checkten was Sache ist!“, grinste Amy. „ Und wer hat euch den nötigen Anstoss geben?“, fragte Kelly nun mit gespielt stolzer Mine, bevor sie Sheryl noch eine der Decken in die Hand drückte, die sie vom Haus mitgenommen hatte. „ Meine Lieblingscousine.“, grinste Lee und knuddelte Kelly im nächsten Moment fast zu Boden. „ In der Sache schulden wir dir echt was!“ „ Das werde ich mir merken!“, lachte sie und machte sich dann von Lee los.

 

~Amy~
Für diesen Abend hatten wir extra doppelt soviel zu essen gekauft wie beim ersten Mal als wir ein Lagerfeuer gemacht haben. Wir wussten ja jetzt wieviel wir in etwa verputzen würden.
Jetzt sass ich zwischen Lee’s Beinen und kuschelte mich an ihn. Er hatte seine Arme um mich gelegt und streichelte immer wieder über meinen Bauch. Ich weiss es klingt komisch, aber ich vermisste ihn. Auch wenn er bei mir war, ich vermisste es, dass er mich berührte. Ich wollte schon seit Tagen nichts anderes als endlich ganz mit ihm alleine und ungestört zu sein.
Ich habe keine Ahnung weshalb, aber immer wenn Marshmellows in unserer Nähe sind, veranstalten wir damit eine Schlacht! Diesmal ging sie von Simon aus, der mich gerade mit einem voll am Kopf traf! „ Oh na warte!“, rief ich aus und schmiss ihm gleich eine Hand voll an. „ Hey, aber lasst noch welche zum essen übrig, ja.“, lachte Kelly und griff sich ein paar aus der Tüte. „ Hey Sheryl kann ich den Stock da haben?“, fragte sie dann und griff danach als Sheryl ihn ihr hinstreckte. „ Süsse ich will mit dir alleine sein.“, flüsterte Lee mir plötzlich ins Ohr und ich drehte mich so zu ihm um, damit ich ihn ansehen konnte. „ Gehen wir spazieren?“, fragte er mich und ich nickte. „ Leute wir sind gleich wieder da.“, sagte Lee zu den Anderen, nahm meine Hand und wir gingen runter zum Wasser.

 

~Lee~
Nachdem wir ein Stück gegangen waren liessen wir uns in den Sand fallen. Sie sass wieder zwischen meinen Beinen und ich legte meine Arme um ihren Bauch. „ Ich kann mir gar nicht vorstellen morgen wieder in London zu sein und am Abend wieder in meinem Bett zu schlafen.“, sagte Amy nach einem Moment, wobei ich sie von der Seite ansah. „ Auch wenn ich euch alle am nächsten Tag wiedersehe, wird mir das hier fehlen.“ „ Das hier hat schon fast was von einem Lager.“, grinste ich und hauchte ihr ein paar Küsse auf den Hals und in den Nacken. „ Ausser dass das Haus schöner ist und ich euch alle viel lieber habe, als die Leute aus meiner Ex- Klasse.“, lachte Amy und drehte sich zu mir um. „ Na das hoffe ich doch!“, grinste ich sie an und küsste sie kurz. Wir sahen uns einen Moment in die Augen und küssten uns dann erneut. Dieser Kuss war so anders, irgendwie noch um einiges fordernder, als die in den letzten Tagen. Ja, zugegeben, ich wollte sehr gerne mit ihr schlafen, aber ich wollte Amy auf keinen Fall dazu drängen.

 

~Kelly~

Ich weiss ja das Süssigkeiten zum grössten Teil ungesund sind, was das ist im Moment egal, denn Sheryl und ich hatten die ganze Zeit Freude daran uns mit Gummibärchen, Schokolade und natürlich Marshmellows voll zu stopfen. „ Wie könnt ihr das alles jetzt nur jetzt noch essen?“, fragte Sy uns verwundert und wir Beide grinsten ihn an. „ Wir haben immer hunger.“, erklärte Sheryl. „ Auch wenn wir gerade viel gegessen haben, sowas verdrücken wir immer noch easy!“, setzte ich nickend hinzu. Und sprach dann das aus, was mir schon die ganze Zeit durch den Kopf ging. „ Wenn ihr daran denkt dass wir gerade mal zwei Wochen hier wart, findet ihr nicht auch, dass sich in dieser kurzen Zeit sehr viel verändert hat?“ „ Ja, ich hätte nie gedacht dass ich als nicht- Single aus diesen Ferien wiederkomme.“ Als ich hörte wie beiläufig Sheryl das sagte konnte ich nicht anders und schlug ihr mit der flachen Hand an die Stirn. „ Ich sag jetzt nichts dazu.“, meinte ich dann und winkte ab. „ Was wolltest du denn sagen?“, fragte Simon mich, der Sheryl nur angrinste. „ Nein, ich sag nichts mehr dazu. Sheryl weiss schon was ich damit meine.“, sagte ich und griff nach den Gummibärchen. Sheryl wusste es echt schon. Denn als Simon und sie sich getrennt hatten, war ich immer diejenige zu der sie gekommen war, wenn sie dann doch wieder vom Kummer in Besitz genommen wurde und weinen musste. Ich habe immer zu ihr gesagt, dass sie es doch trotz der räumlichen Trennung versuchen sollten, doch Sheryl hielt daran fest, dass es besser war, wenn sie getrennt Wege gehen würden. „ Das ist aber nicht das Einzigste das sich geändert hat. Denkt doch mal daran, dass ich depressiv mitgekommen bin und was dann alles los war.“ „ Du hast es echt nicht leicht.“, sagte Duncan nun und zog mich etwas näher zu sich. „ Ich weiss noch immer nicht wo ich morgen eigentlich hin soll. Denn Mum will mich ja nicht mehr bei sich haben.“ „ Komm zu mir.“, schlug Sheryl gleich vor. „ Wir sind doch sowieso immer zusammen, da wird das mit Mum schon klar gehen dass du eine Weile bei mir übernachtest."

~Amy~
Lee hatte sich über mich gedreht und verteilte nun viele kleine Küsse auf meinem Hals und seine Hände bahnten sich langsam einen Weg unter mein Shirt. Wir küssten uns lange und ich liess zu dass er mich von dem Shirt befreite. Seine Hände strichen meine Körperseite entlang und ich genoss jede seiner Berührung so sehr und wollte mehr, noch viel, viel mehr! Dennoch stoppte ich ihn, als ich seine Hände an meiner Hotpants spürte. „ Lee.“, sagte ich nur und sah ihm tief in die Augen. „ Wenn es dir zu schnell geht musst du es mit nur sagen.“, erwiderte er und ich küsste ihn kurz. „ Nein, das tut es nicht.“, schüttelte ich den Kopf und streifte ihm sein Shirt ab. „ Bist du dir sicher?“, flüsterte Lee, als ich mit meiner Hand über seinen Oberkörper streichelte und die Andere in seinen Nacken legte. Ich spürte wie sich Lee’s Lippen langsam einen Weg über mein Dekolleté zu meinem Bauch bahnten und jede freie Stelle mit unzähligen Küssen bedeckte. Mir wurde auf einmal ganz warm und mit entwich ein leises Stöhnen. „ Ja Lee, ich bin mir sicher.“, wisperte ich, bevor unsere Lippen wieder zusammenfanden.
Ich hatte zwar noch etwas Angst vor meinem ersten Mal, doch dass Lee so zärtlich war beseitigte meine letzten Hemmungen und ich liess mich vollkommen auf ihn ein.
Ich liess meine Hände langsam zu seinen Jeans gleiten und öffnete seinen Gürtel und seine Jeans.

 

~Lee~
Nachdem ich Amy von ihren Hotpants und ihrem Slip befreit hatte streifte sie mir meine Boxershorts ab, was mir ein Stöhnen entlockte und ich meine Lippen gleich wieder auf ihre presste. Ich wollte sie spüren und hoffte dass es niemals zu Ende ging.
„ Ich liebe dich.“, flüsterte ich ihr zu, bevor ich vorsichtig in sie eindrang und mich nach einem Moment zu bewegen begann. Nach und nach krallten sich ihre Fingernägel immer weiter in meinen Rücken und ich bewegte mich etwas schneller. Als Amy etwas lauter stöhnte küsste ich sie innig und wollte damit gar nicht mehr aufhören. Sie war so hübsch und dass sie mir so sehr vertraute und mit mir ihr erstes Mal erleben wollte war wundervoll.

 

~Amy~
Ich kann nicht beschreiben welche Gefühle sich in mir ausbreiteten als ich Lee so nah war. Es war einfach alles so schön, ich kann wirklich nicht glauben dass das hier wahr  ist, dafür war es zu perfekt! Aber es war kein Traum. Lee war wirklich da und als er mich etwas später fest in seinen Armen hielt und immer wieder über meine Oberarme streichelte durchlief mich ein wohliger Schauer.
„ Lee?“, unterbrach ich die Stille zwischen uns nach einer Weile und sah zu ihm auf.
„ Süsse?“ „ Müssen wir morgen wirklich wieder zurück? Ich würde noch sooooo gerne eine Weile hier bleiben.“ „ Ich auch.“, nickte er und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
„ Aber ich muss wieder zurück, du weisst doch dass wieder einige Termine anstehen. Also musst du auch mitkommen, denn ohne dich gehe ich nirgends hin.“ Ich musste lachen. „ Das musst du wenn wir in London sind doch sowieso wieder. Ich muss doch auch arbeiten.“ „ Das schon. Aber ich weiss dann dass du trotzdem in meiner Nähe bist.“ Wie süss war das denn? Darauf konnte ich echt nichts mehr sagen sondern küsste ihn einfach.
Wir hatten den Anderen zwar gesagt dass wir gleich wieder kommen würden, doch das war mir im Moment egal, ich wollte noch etwas hier bleiben und es einfach geniessen dass ich mit Lee zusammen bin. Doch nach einer Viertelstunde schnappten wir uns unsere Sachen und machten uns dann langsam auf den Rückweg.

 

~Sheryl~
Ich freute mich schon darauf dass Kelly zu mir kam. Wir sahen uns zwar sicher jeden Tag, aber ich verbrachte so gerne Zeit mit ihr und Amy dass wir uns nach wenigen Stunden in denen wir nicht zusammen waren, so begrüssten als hätten wir uns Woche nicht gesehen!
Wir hatten in der Zwischenzeit damit aufgehört uns mit den Süssigkeiten voll zu stopfen, denn nach und nach wurde, ob man es glauben kann oder nicht, auch uns schlecht!
„ Sheryl?“, fragte Kelly, die sich nun an Duncan kuschelte, so wie ich es bei Sy tat und ich sah zu ihr rüber. „ An was erinnert dich das hier?“ „ Was meinst du?“ „ Diese leeren Gummibärchenpackungen und die Schokolade und das alles.“ Sie sah auf die Uhr.
„ Ach ja und die Tatsache dass es bald schon wieder 3 Uhr ist.“ Als mir einfiel was sie meinte begann ich zu lachen und konnte fast nicht mehr aufhören. Wenn wir drei bei einer von uns übernachtet hatten kam es öfter mal vor dass wir die ganze Nacht durch quatschen und dabei den Kühlschrank plündern. Dann wird morgens um 4 gefrühstückt, was bedeutet, dass wir Süssigkeiten assen bis wir keine mehr hatten und dann von  halb 9 bis halb 12 schlafen.
Kelly und ich erklärten Sy und Dunk was es mit meinem Lachanfall auf sich hatte, denn die Beiden hatten ja überhaupt keine Ahnung. „ Also ist das hier für euch schon Gewohnheit?“, grinste Sy und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Nein.“, schüttelte Kelly den Kopf. „ Wir machen das ja auch nicht immer. Aber wir verlieren nunmal ab und zu das Zeitgefühl. Ich arbeite ja leider nicht, dann wäre die ganze Sache wieder anders.“ „ Genau. Ausserdem hab ich den Job in dem Buchladen auch nur aushilfsweise, bis sie jemanden für die Stelle gefunden haben.“ „ Ach Honey. Du wirst schon was finden. Das werdet ihr Beide. Das weiss ich.“ „ Woher?“, fragte Kelly Sy und zog die Decke um sich noch etwas fester.

 

~Duncan~
„ Wir wissen wie ihr seit. Ihr habt doch so viele Talente. Irgendwann werden es auch diese Leute checken die für die Lehrstellen verantwortlich sind.“, erklärte Sy dann und Kelly hob die Schultern. „ Die Frage ist nur wann dieses ‚irgendwann‘ ist. Ich bin 18. Da gibt es schon wieder jüngere die auch noch bessere Noten haben als wir.“ Die ganze Sache nahm Kelly echt mit und ich merkte richtig wie froh sie darüber war dass Amy und Lee in dem Moment wieder auftauchten und wir so das Thema wechselten. „ Ihr kommt gleich wieder, ja?“, fragte Sheryl grinsend. Ich musste ebenfalls grinsen denn die Beiden waren über eine Stunde weg gewesen. Und wenn ich mir Lee’s Grinsen so ansah konnte ich mir auch gleich denken was in der Zeit passiert war. „ Ähm..... Na ja, wir haben die Zeit vergessen.“, versuchte Amy sich rauszureden. Ich schnappte mir schnell was zutrinken um erstens nichts sagen zu müssen und zweitens um ein Lachen zu unterdrücken.

 

~Kelly~
Sie hatten die Zeit vergessen? Seit wann man das so nennt ist mir neu! Ich tauschte mit Sheryl einen kurzen Blick und schüttelte nur den Kopf, worauf sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht breit machte. „ Das glaube ich dir sofort Amy- Baby.“, sagte ich wie beiläufig und nahm Dunk die Wasserflasche ab. „ Was ist denn auf einmal mit euch los?“, fragte sie verwirrt und Sheryl entgegnete. „ Ach nichts. Aber weisst du, innerhalb von etwa ein einhalb Stunden kann viel passieren.“ „ Ausserdem passen wir uns mit diesem Grinsen nur deinem Gesichtsausdruck an.“, fügte ich hinzu und begann wie Sheryl zu lachen. Die Blicke die Amy und Lee in diesem Moment drauf hatten waren besser als dieses Dauergrinsen, das sich sicher noch eine Weile auf ihren Lippen halten würde. Aber okay, ich würde darüber jetzt keine Sprüche mehr machen. Amy musste aber trotzdem nochmal hinhalten. Und das wusste sie auch.
Wir machten uns nach eine Weile auch auf den Weg zum Haus, schliesslich hatten wir vor am Mittag loszufahren denn die Boys würden sich, wenn wir wieder zu Hause waren gleich darum kümmern müssen, wann sie die nächsten Termine hatten und das sollte nicht zu spät geschehen.

 

~Simon~
Am nächsten Tag sah man uns allen sofort an dass wir einfach viel zuwenig geschlafen hatten. „ Oh mein Gott ist mir übel!“, hörte ich Kelly von der Couch her schon rufen als ich die Treppe runterkam. „ Es waren wohl doch zu viele Gummibärchen, was?“, grinste ich. „ Nein, nur zu viele Marshmellows.“, verbesserte mich Sheryl, bevor sie mir einen Kuss auf die Wange gab und sich dann neben Kelly fallen liess. „ Genau! Dieses Zeug muss mir für die nächsten zwei Monate nicht mehr unter die Augen kommen!“, nickte sie. „ Nur für zwei Monate?“, sagte ich zu den Beiden und legte Sheryl meine Arme um die Schultern. „ Von mir aus auch für’s nächste halbe Jahr.“, erwiderte sie und Kelly begann zu lachen. „ Habt ihr denn überhaupt hunger? Das Frühstück wäre nämlich fertig.“, hörte ich Lee sagen und gleich darauf kam er aus der Küche. „ Wo ist denn Amy?“, wollte Kelly wissen und sah sich um. „ Sie hat schon mit packen angefangen.“
„ Oh ja! Das muss ich ja auch noch.“, seufzte Kelly und richtete sich langsam auf. „ Aber ich muss erstmal was essen.“ Sheryl nickte entschlossen und erhob sich ebenfalls. „ Hast du nicht gerade noch gesagt dir sei übel?“, fragte Dunk, der gerade von der Veranda reinkam und grinste Kelly an. „ Ja, das stimmt auch, aber ich hab trotzdem hunger, schliesslich bin ich erst gerade aufgestanden und mir wird sicher noch mehr schlecht wenn ich jetzt nichts esse.“ „ Diese Logik will ich gar nicht verstehen.“, schüttelte ich den Kopf, als ich Sheryl in meine Arme zog. „ Das ist auch besser Schatz, glaub mir, wenn du all meine Ticks schon kennen würdest, wären diese Erkenntnisse wie verrückt ich bin, vielleicht zu viel für dich und du würdest gleich wieder schluss machen!“ „ Nie.“, sagte ich Kopf schüttelnd. „ Nie?“ „ Nein, so schlimm könntest du niemals sein, dass ich mit dir Schluss machen würde.“ „ Das hast du schon mal getan.“ Ich nickte langsam.
Ja das hatte ich schon mal getan. Aber das war ein riesen grosser Fehler gewesen und wenn ich die Zeit zurück drehen könnte hätte diese Trennung niemals stattgefunden.
„ Ich weiss! Und ich will dass das nie wieder passiert, hörst du?“ „ Da geht es uns gleich.“, lächelte Sheryl mich an, bevor sich unsere Lippen trafen.
„ Amy beweg dich! Das Frühstück ist fertig!“, rief Kelly von draussen und Sheryl und ich grinsten uns an, bevor wir uns zu den Anderen setzten die schon am gedeckten Tisch sassen und zu essen angefangen hatten.

 

~Sheryl~
Alle ausser Amy waren nach dem Essen mit packen beschäftigt. Sie half in der Zeit Lee und wenn ich daran denke wie Lee Koffer zu packen pflegt, kann er ihre Hilfe auch sehr gut brauchen!
Ich war gerade dabei ein paar Shirts einzupacken, als mein Handy klingelte, nur wo hatte ich es hingetan? Ich lief die ganze Zeit hin und her und suchte das Handy, als letztes schüttelte ich einfach die Bettdecke auf, wo es dann auch gleich drauf lag. Warum fand man die Dinge die man suchte nur immer so schwer? Auf dem Display sah ich dass Mum anrief. „ Hi Mum.“ „ Hallo Schatz. Warum hat es so lange gedauert bis du abgenommen hast?“ Ich musste lachen. „ Ich hab das Handy nicht gefunden. Dabei lag es die ganze Zeit auf dem Bett!“ „ Das gibt’s doch immer wieder. Ich wollte mich mal erkundigen wann ihr heute hier seid.“ Ich sah auf meine Uhr. „ Es ist jetzt kurz nach 1, richtig? Ich schätze wir fahren in einer halben Stunde los. Also sind wir etwa so um drei, halb vier wieder in London.“ „ Alles klar.“ „ Ach Mum, könnte Kelly ein paar Tage bei uns wohnen?“ Ich durfte auf keinen Fall vergessen sie das zu fragen. „ Ja natürlich, ist irgendetwas passiert, dass sie nicht zu Maria kann?“, während sie dies sagte mischte sich Besorgnis in ihre Stimme, das merkte ich sofort. „ Ähm.....Weisst du, ich sollte dir das nicht erzählen, das muss wenn schon Kelly machen. Aber sie drauf kommen, ja?“ „ Das auf jeden Fall.“ „ Danke Mum, bis später. Ich hab dich lieb.“ Ich legte auf und dachte einen Moment darüber nach, ich hatte Mum schon länger nicht mehr gesagt dass ich sie lieb habe. Man nimmt es einfach als selbstverständlich und dann passiert sowas wie bei Kelly und es wird einem bewusst dass eigentlich nichts selbstverständlich ist!

 

~Amy~
„ Lee, jetzt lass mich das machen! Du kannst einfach keine Koffer oder Taschen packen!“, grinste ich und nahm ihm ein Shirt aus der Hand. „ Bevor wir hergefahren sind hab ich’s auch geschafft.“, erwiderte er. „ Ich will nicht wissen wie du’s gemacht hast!“, lachte ich. Bevor er noch etwas sagen konnte klopfte es an der Tür. „ Herein.“, rief Lee und warf eine Jeans auf’s Bett. „ Na wie sieht’s aus?“, fragte Sheryl und blieb im Türrahmen stehen. „ Wenn Lee mich machen lassen würde, wäre die Tasche schon gepackt.“, erklärte ich, als gäbe es nichts logischeres. „ Dachte ich mir schon.“, grinste Sheryl. „ Hey!“, rief Lee empört und holte noch ein paar seiner Sachen aus dem Schrank. „ Sagt mal für was haltet ihr mich eigentlich?“ „ Du bist Lee.“, lachte Sheryl und wich einem Kissen aus, das er in dem Moment nach ihr warf. „ Ich werd mich dann besser mal wieder verziehen, vergesst nicht in etwa 20 Minuten fahren wir los.“, sagte Sheryl und ich nickte. „ Alles klar.“ Sie wollte das Zimmer schon wieder verlassen, als sie sich nochmal umdrehte. „ Wisst ihr vielleicht wo Kelly ist? Ich hab Mum gefragt, sie kann bei uns wohnen.“ „ Oh das ist echt klasse!“, freute ich mich. „ Ich glaube sie ist in ihrem Zimmer, oder unten in der Küche.“ „ Danke.“ „ Jetzt lass mich das endlich machen!“, sagte ich mahnend zu Lee und stiess ihn etwas zur Seite. „ In 20 Minuten kriegst du die Tasche so nie voll.“ „ Hat bisher immer geklappt.“, grinste er mich an.
„ Wie lange musst du dich sonst immer auf deinen Koffer setzen bevor du ihn zu machen kannst?“, fragte ich deshalb, da ich mir das Lachen bei der Vorstellung echt verkneifen musste. „ Das ist nicht fair!“ Als er das sagte sah er mich an als wäre er ein kleines Kind und ich musste jetzt einfach lachen. Ich legte meine Arme um seinen Hals und küsste ihn kurz. „ Na gut, wenn du meinst, du brauchst meine Hilfe nicht, dann gehe ich dich jetzt alleine.“ Ich hatte mich gerade umgedreht und wollte zur Tür, als Lee mich am Arm festhielt und mich wieder zu sich umdrehte. „ Das würde dir so passen, was?“, grinste er  mich an. „ Du bleibst schön hier.“

 

~Kelly~
Ich lag auf meinem Bett und schrieb wie schon so oft in diesem Urlaub eine Songidee auf. Aber irgendwie fehlte mir immer schon die ganze Zeit der richtige Anstoss um weiter zu kommen, als die ersten zwei Sätze. Ich hatte die Melodie im Kopf, aber ohne meine Gitarre würde ich da nicht weiterkommen. Denn diesen Song wollte ich unbedingt schreiben, auch wenn ich schon öfter viele Ideen hatte und diese dann verwarf weil sie mir zu kindisch vorgekommen waren.
Ich hatte noch alle in meinem Notizheft. Ich brachte es bisher einfach nicht übers Herz diese Seiten raus zu reissen oder sonst etwas damit zu tun!
Es waren nicht nur Songideen, sondern auch kurze Gedichte die ich zum Beispiel geschrieben habe als ich mit 12 depressiv war.
Noch niemand ausser mir hatte diese Verse gelesen. Ich habe sie nicht mal Sheryl oder Amy gezeigt, aus Angst, dass sie das nicht verstehen würden, denn dieses Loch in dem ich gesteckt hatte, war wirklich sehr tief gewesen! Als es mir in den letzten Tagen wieder so ging, las ich sie erneut. Im ersten Moment erschrak ich mich selbst über meinen damaligen Gefühlszustand. Doch genau das hat mich auch dieses Mal aufgebaut, denn ich wollte da wieder rauskommen und ich habe es zum Glück auch vergleichsweise schnell geschafft.
Als es klopfte verstaute ich das Heft schnell in meinem Rucksack und drehte mich zur Tür. „ Hey!“, lächelte Sheryl und schloss die Tür. „ Na?“ „ Mum hat gerade angerufen, du kannst mit zu mir kommen, das wäre kein Problem, hat sie gesagt.“ Ich stand auf und nahm sie in die Arme. „ Danke Sheryl, ich hab dich so lieb.“ „ Ich dich auch.“, sagte sie und ich drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „ Ist doch klar, sonst wäre ich doch gar nicht mit dir verlobt.“, sagte Sheryl, währenddem wir uns noch immer im Arm hielten. Ich musste lachen und machte mich von ihr los. „ Hast du alles gepackt.“ „ Ja, ich hab alles. Sind die anderen denn schon fertig?“, fragte ich und sah mich nochmal im Raum um. „ Nein. Amy hilft Lee gerade noch beim packen.“ Sowas war ja klar! „ Dann haben wir noch ein paar Minuten.“, nickte ich und holte meinen Rucksack. Lee und packen!! Sowas muss man einfach gesehen haben!!!

 

~Lee~
Das könnte ihr so passen! Erst will sie mir unterstellen, ich könnte keine Koffer packen und dann will sie sich auch noch verziehen. Das kommt ja gar nicht in Frage!
Ich stellte mich ihr jetzt aber auch nicht mehr in den Weg und legte meine Sachen einfach auf’s Bett und begann dafür meinen Rucksack zu packen.
„ Fertig!“, rief sie grinsend und stellte meine Tasche auf den Boden. „ Du hast innerhalb von 10 Minuten zu Ende gepackt?“, fragte ich sie, nachdem ich einen kurzen Blick auf meine Uhr geworfen hatte. „ Klar, Sheryl hat doch gesagt, wir haben nur noch 20 Minuten!“, grinste sie mich an und öffnete die Zimmertür. „ Ausserdem ging das alles viel schneller nach dem du mir nicht mehr im Weg gestanden bist. Und jetzt geht die Tasche sogar zu!“, lachte sie. Ich seufzte, griff nach der Tasche und dem Rucksack und trug Beiden nach unten.
Wie ich mir denken konnte fanden wir die anderen Vier auf der Veranda.
„ Habt ihr’s auch geschafft?“, grinste Duncan und ich schnitt eine Grimasse. „ Ja, aber erst mit einigem Protest meinerseits, denn sonst wäre Mr. Ryan morgen früh noch am packen.“, antwortete Amy und grinste mich an. „ Ist schon gut, ihr wisst alle dass mir das Packen einfach nicht liegt.“, verteidigte ich mich. „ Oh ja und wie wir das wissen!“, nickte Sy. „ Die Hotelzimmer in die du bekommst sehen nachdem du ausgepackt hast immer aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.“ „ Es reicht jetzt.“, meinte ich genervt und lehnte mich an das Geländer der Veranda. „ Wir fahren also bald, hm?“, sagte Kelly, die neben mir stand und bisher schweigend zum Meer gesehen hatte. „ Ja, in ein paar Stunden sind wir wieder in London.“, nickte ich und sah sie an. „ Wollen wir los?“, fragte Sy uns und als Amy und Sheryl zustimmten verliessen die Vier die Veranda und begannen noch einzelne Dinge im Haus zusammen zu suchen oder sich umzusehen, damit sie nichts vergessen. „ Alles okay mit dir?“, fragte ich Kelly und drehte mich so, damit ich meine Arme auf dem Geländer abstützen kann. „ Ja, mir geht’s gut.“ Sie atmete tief durch. „ Ich werde den Strand vermissen und das Meer. Das war das erste dass ich mir angesehen habe, als wir angekommen sind.“ Das stimmt! Wir sind alle im Haus rumgelaufen und Kelly war als erste überhaupt hier gewesen. „ Wenn wir irgendwann mal wieder frei haben.“, grinste ich. „ Dann machen wir wieder zusammen Urlaub, was hältst du davon?“ „ Das wäre echt toll. Aber das muss ja nicht so bald sein, versprich mir nur etwas?“, erwiderte sie und wandte ihren Blick jetzt vom Meer ab und sah zu mir. „ Was denn?“ „ Lass mich nie wieder ein Jahr alleine.“ Ich musste lachen und umarmte sie. „ Das passiert nie wieder. Das schwöre ich dir.“ Im nächsten Moment rief Amy so laut, dass wir es auch draussen hören konnten: „ Ryan!!“ „ Ist es eigentlich so schwer Lee und Kelly zu sagen?“, fragte Kelly mich jetzt, bevor wir uns aus der Umarmung lösten und ich sie angrinste. „ Wie aussieht.“ „ Was ist denn?“, rief ich zurück. „ Kommt schon. Wir wollen doch los.“, antwortete Sheryl und wir sahen uns augenrollend an. Dann gingen wir ins Haus und holten unsere Taschen und kurze Zeit später sassen wir im Auto. - Auf den Weg zurück nach London.

 

~Duncan~
Ich denke mal wir alle fanden es schade dass die zwei Wochen Urlaub so schnell vorbei gegangen sind. Die erste Zeit der Fahrt waren wir alle ziemlich still und hingen unseren eigenen Gedanken nach.
Ich hielt Kelly dabei die ganze Zeit im Arm, oder besser sie lag fast auf mir. Ich hatte meinen Kopf an die Scheibe gelehnt und sie hatte sich auf den Sitzen zusammen gekauert und hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt. Ich bin irgendwie eingedöst, denn erst als Kelly sich aufrichtete schlug ich wieder die Augen auf.
„ Was ist los?“, fragte ich fast gähnend und strich mir mit dem Handrücken über die Augen. „ Ich hätte fast etwas vergessen.“, antwortete sie mir und zog, währenddem sie sich aufrichtete ihr Handy aus der Hosentasche.
Amy war auch wieder eingeschlafen, was ich nur zu gut verstand, da so eine Autofahrt echt müde machen kann. Lee war zwar wach, hing aber vollkommen seinen Gedanken nach. Und Sheryl sass vorne neben Sy. „ Ach Mist! Der Akku ist leer!“, seufzte Kelly nun und steckte ihr Handy wieder weg. „ Warte mal, du kannst meins haben.“, sagte Sheryl und reichte Kelly ihr Handy. „ Wo rufst du denn an?“, fragte Sy. „ Im Krankenhaus. Ich brauche doch noch ein paar Sachen von zu Hause und die will ich erst holen wenn Mum nicht da ist.“ Sie wählte die Nummer und sagte nach einem Moment: „ Hi Jenny! Ich bin’s Kelly.....Nein, ist schon gut. Könntest du mir nur sagen wann Mum arbeitet?“ Sie schwieg wieder einen Augenblick. „ Okay, alles klar. Danke...Bye.“ Sie legte auf und gab das Handy wieder Sheryl. „ Und?“, fragte sie und Kelly erklärte, als sie sich wieder an mich gelehnt hatte: „ Mum hat Nachtschicht, noch Sonntag, also morgen. Meine Sachen werde ich also erst Montag oder so holen können.“ „ Soll ich mitkommen?“, fragte ich sie worauf sie nickte. „ Ja das wäre echt lieb von dir. Ich könnte das auch alleine, aber dann wäre mir nicht so ganz wohl.“ „ Keine Sorge, ich komme mit. Ich will dich nicht alleine lassen.“, entgegnete ich und küsste sie kurz.

 

~Simon~
Nach nicht ganz der Hälfte der Streckte wechselte ich mit Lee, damit er weiterfuhr. Ich hielt an einer Tankstelle, wo Sheryl und Amy gleich reinstürmten um was zu kaufen.
„ Kommst du nicht auch?“, fragte Sheryl und Kelly schüttelte den Kopf. „ Nee, ich brauch nichts.“ „ Keine Gummibärchen?“, fragte Amy grinsend. „ Oder Lakritze oder so.“, setzte Sheryl wie beiläufig hinzu, so dass Kelly dann doch ausstiegt und sich über den kleinen Süssigkeiten- Stand her machte der in einer Ecke stand. Ich musste lachen, als ich das sah. „ Und ich dachte ihr hättet erstmal genug von dem Zeug, nachdem euch so schlecht war.“ „ Ja klar, aber das ist ja auch nicht für jetzt.“, grinste Sheryl und kam dann rüber zur Kasse. Ich sagte nichts weiter dazu, denn wie schon gesagt, ich will diese Logik erst gar nicht verstehen.
Die Heimfahrt kam mir eigentlich ziemlich kurz vor. Okay, ich war auch weitgehend mit Sheryl beschäftigt, was bei der Fahrt nach Southend ja nicht der Fall gewesen war.
„ Was war für dich das Beste am ganzen Urlaub, Kel?“, fragte Amy auf einmal da wir alle irgendwie ruhig waren, was man bei uns ja nicht sehr oft erlebt!

„ Das Beste?“, echote sie. „ Ja, so generell.“, nickte Amy, die nun vorne bei Lee sass. Kelly begann zu grinsen. „ Der Rummel.“ Sheryl begann zu lachen. „ Oh ja! Das finde ich auch. Lee, sei mir nicht böse aber dein Gesicht nach dem Geisterschloss war einfach super.“ Jetzt lachten wir alle, ausser Lee.

 ~2 Tage später~

 

~Sheryl~
Wie sehr ich mein Zimmer vermisst hatte, wurde mir erst richtig bewusst, als ich wieder in meinem Bett schlief. Na ja, aber das ist doch auch normal oder? So schön der Urlaub auch war, man vermisst sein zu Hause einfach.
Kelly wollte in der nächsten Zeit erstmal bei mir und Mum bleiben. Jetzt war sie mit Dunk unterwegs um ihre Sachen zu holen, hoffentlich war ihre Mum echt nicht zu Hause, sonst würde es ganz sicher einen ziemlich heftigen Streit geben.
Ich hing in der Zeit in meinem Zimmer ab hörte Musik. Ich müsste in der nächsten Zeit nicht bei Mum im Buchladen arbeiten, was bedeutete, dass die Zeit zum Stellen suchen und sämtliche Läden durch zu telefonieren für mich auch wieder begonnen hat.
„ Sheryl?“, hörte ich Kelly von unten rufen und trat aus meinem Zimmer. „ Hey, da seid ihr ja wieder! Das ging schneller als ich dachte.....Hi Dunk.“ „ Hey Sheryl.“ „ Ja, das hat mich auch gewundert, aber ich brauche nicht so viel. Die nötigsten Sachen hatte ich ja schon in Southend dabei.“, meinte Kelly und stellte ihren Rucksack ab. „ Okay, das stimmt! Und Maria war nicht zu Hause?“ Sie schüttelte den Kopf. „ Aber ich hab meine Post geholt. Woran erinnert dich das Format dieser Briefe?“ Sie hielt ein paar grössere Umschläge hoch die wir eigentlich nur benutzten wenn wir Bewerbungen verschicken.
„ Oh nein!“, seufzte ich. „ Kannst du noch bleiben?“, fragte Kelly Duncan nun und er nickte. „ Ja klar. Ich hab doch gesagt dass ich dich nicht alleine lasse.“ Sie drückte ihm einen Kuss auf. Die Beiden waren aber echt zu süss. Ich freue mich so für Kelly dass sie mit Dunk glücklich ist.
Kurze Zeit später sassen wir auf der Couch im Wohnzimmer und lachen uns über die Absagen kaputt. Es war schon traurig dass Kelly da nicht hin konnte, aber zum lachen waren die Begründungen weshalb sie Kelly nicht nehmen, trotzdem.
„ Ich kann nicht mehr.“ Kelly holte tief Luft. „ Das ist so dämlich, dass es noch nicht mal weh tun kann!“ „ Süsse, dass diese Leute so doof sind, tut mir echt leid!“, sagte Duncan. „ Mir auch.“, stimmte ich zu. „ Du kannst doch arbeiten, das weiss ich und du hast gute Zeugnisse, was haben die nur?“ „ Es gibt noch sehr viele die besser sind als ich.“, erwiderte Kelly und hob die Schultern.
Ich wollte gerade noch etwas sagen, als eines von Dunk’s Handy’s klingelte. „ Welches ist es?“, fragte Kelly gleich und als er es aus der Tasche zog runzelte Dunk die Stirn.
„ Das Geschäftshandy.“ Kelly und ich tauschten einen verwirrten Blick als er das Gespräch auch schon wieder beendete. „ Du musst arbeiten, oder?“, fragte Kelly etwas geknickt. „ Na ja, nicht wirklich. Aber Johnny meinte gerade dass es in einer halben Stunde eine Besprechung gebe und davor soll ich noch Lee abholen, nicht dass er zu spät kommt.“ Wir mussten alle lachen. „ Okay, aber du rufst an, wenn du wieder Zeit hast, ja?“, meinte Kelly. „ Ja sicher.“ Und schon waren wir wieder alleine.

 

~Kelly~
„ Eine Besprechung? Und die ist so kurz angesetzt?“, fragte ich Sheryl und sah sie verwirrt an. „ Ich glaube das war gerade irgendwas dass sie nicht geplant hatten, sonst hätte Dunk nicht so überstürzt gehen müssen.“ „ Ja, das dachte ich auch gerade.“, stimmte Sheryl mir zu. „ Und ich will unbedingt wissen was los ist.“ „ Ich auch.“, erwiderte ich. „ Aber im Moment werden wir die Boys wohl nicht bestürmen können.“ „ Die Besprechung wird sicher nicht so lange dauern. Danach werden wir uns mal den Boys widmen und sie so lange zu texten bis sie es uns sagen.“, entschloss sich Sheryl. „ Das ist eine gute Idee.“, grinste ich. „ Könnte ich so lange an deinen Computer? Ich müsste da noch was für meine Bewerbungen machen.“ „ Ja klar. Mach nur.“ Ich sah Sheryl an dass sie irgendwie nicht sehr happy aussah und sprach sie darauf an. „ Was ist los?“ „ Ich weiss nicht. Es tut mir nur irgendwie weh zu sehen wie sehr du dich immer wegen den Bewerbungen bemühst und dann so blöde Absagen kommen wie die, die wir vorhin gelesen haben.“ „ Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Aber ich muss das jetzt machen, mehr als zuvor. Ich brauche einen Job, denn Mum wird mir wohl nicht mehr helfen und dir und deiner Mum kann ich das auch nicht zu lange zumuten.“

 

~Lee~
Na toll! Jetzt hätten wir noch etwas frei und dann kommt so eine Besprechung dazwischen!! Hoffentlich geht die nicht zu lange, denn ich wollte heute ja noch zu Amy. Mal sehen was da wieder von Johnny gesagt wird.
Aber bevor es zur Besprechung ging wurde Ant erstmal begrüsst, schliesslich hatten wir ihn 2 Wochen nicht mehr gesehen. „ Na euch scheint der Urlaub ja gut getan zu haben.“, grinste er. „ Dir aber auch.“, erwiderte ich. Und schon waren wir wieder dabei blöde Witze zu machen! Das war einfach immer so wenn wir zu viert waren. Schon zu dritt waren wir schlimm, aber alle vier........Da muss man echt Nerven wie Drahtseile haben und wenn ich das sage heisst das echt was!
„ Also Jungs, es ist folgendes“, begann Johnny, nachdem er uns immerhin noch 5 Minuten gegeben hatte, damit wir wieder einigermassen ruhig wurde. „ Fiona und Nicky wollen aufhören.“ „ Warum den gleich Beide?“, fragte Ant nun. „ Sie haben ein besseres Angebot bekommen. Ein länger fristiges. Das heisst, für die Fortsetzung der Guilty- Tour, die bald ansteht fehlen zwei Tänzerinnen.“, brachte Johnny es auf den Punkt.

 

~Duncan~
„ Und was machen wir jetzt?“, wollte ich nun wissen. „ Klar wir haben einige Tänzer. Aber zwei fehlen uns ja trotzdem.“ „ Wo sollen wir so schnell zwei herkriegen die all die Choreographien in den nächsten 4 Wochen lernen?“, setzt Simon hinzu.  „ Besonders da die Proben für die Tour doch schon nächste Woche beginnen.“, meinte Ant jetzt. Das hatte ich ganz vergessen! Die Proben würden ja schon nächsten Montag anfangen! Wenn wir jetzt aber zwei neue Tänzerinnen suchen müssten würde der ganze Zeitplan in Verruf geraten.
„ Wir sind schon auf der Suche nach neuen Tänzerinnen.“, warf Paul ein. „ Wie das?“ „ Wir veranstalten in den nächsten Tagen ein Casting. Ihr müsst euch damit erstmal nicht beschäftigen. Erst wenn wir etwa 15 der Besten gefunden haben.“
Ein Casting? Das wird sicher interessant! Wir stimmten also alle zu und würden uns wohl von dem Ergebnis überraschen lassen, denn, was blieb uns anderes übrig? Bis zu dem Beginn der Proben bliebe uns nicht mehr viel Zeit und das ist sicher einer der schnellsten Wege zwei Tänzerinnen zu finden.
Natürlich würde dann auch wieder einiges an Arbeit auf uns zukommen, da Fiona und Nikky ja ziemlich häufig Lee’s und meine Tanzpartnerinnen waren.
„ Also müssen wir erst bei der Endausscheidung dabei sein?“, meinte Si jetzt. „ Ja, das wird dann wahrscheinlich in etwa 4 Tagen sein.“, erwiderte Paul.

 

~Simon~
Dass Nicky und Fiona bei uns aufhören würden, brachten die Tourvorbereitungen zwar etwas durch einander, aber da wir dann noch immer 4 Wochen Zeit hätten, hoffe ich mal, dass alles gut gehen wird und dann auch die neuen Tänzerinnen alle Choreographien drauf hätten.
Ich sass gerade im Auto und wollte gerade losfahren, als Sheryl mich anrief. „ Hi!“ „ Hi Honey.“ „ Kommst du noch vorbei?“, wollte sie gleich wissen. „ Sicher, kann ich machen.“, erwiderte ich und liess den Motor an. „ Wie war die Besprechung?“ „ Woher weisst du davon?“, fragte ich perplex. „ Ach, als Johnny Dunk angerufen hat war er bei Kelly und mir.“ „ Ach so. Ich hab mich schon gewundert. Bis vor einer Stunde wussten wir ja auch nichts davon.“, meinte ich grinsend. „ Es ging darum dass Nicky und Fiona bei uns aufgehört haben. Jetzt suchen wir zwei neue Tänzerinnen.“ „ Das klingt ja echt nach Stress.“ Ich musste lachen. „ Wird es wahrscheinlich auch.“ „ Würdest du mir nachher noch mehr darüber erzählen? Mum ist gerade nach Hause gekommen und drängelt wegen dem Telefon, weil sie gleich nochmal weg muss.“ „ Okay, mach ich, bis gleich.“ Nachdem das Gespräch beendet war fuhr ich endlich los und war auch schon 20 Minuten später zu Hause.

 

~Amy~
Sheryl hatte mir gerade eine SMS geschrieben in der stand, dass die Boys neue Tänzerinnen suchen würden. Sie von Simon aber noch nichts genaueres erfahren hatte und ihn gleich nochmal fragen würde, wenn er bei ihr wäre.
So lange wollte ich nicht warten, also rief ich Lee an und fragte so lange bis er mir alles genau erzählt hatte.
„ Lee ich geh noch schnell zu Sheryl und Kelly.“ „ Soll ich dich bei ihr abholen?“, fragte er und ich begann zu lächeln. Er ist ja so süss! „ Ja das wäre toll. Bis nachher.“, verabschiedete ich mich und legte auf.
Wie gut dass ich nur ein paar Minuten von Sheryl weg wohne, so stand ich 10 Minuten später vor ihrer Tür. „ Hi Amy- Baby!“, begrüsste Sheryl mich, wobei sie mich jedoch überrascht ansah. „ Hey Sheryl- Liebling. Stör ich gerade bei irgendwas, oder warum kuckst du mich so geschockt an?“ „ Geschockt?“, fragte sie mich jetzt lachend. „ Ich hab nicht damit gerechnet, dass du heute herkommst, ich dachte Lee kommt gleich zu dir.“ Wir gingen hoch in ihr Zimmer, wo Kelly quer auf Sheryl’s Bett lag und auf deren Laptop irgendwas tippte. „ Hi Kelly- Schatz.“ „ Hi Süsse.“, sagte sie. „ Ach ja, Lee kommt mich nachher hier abholen, ich hab ihm gesagt dass ich bei dir bin.“ „ Okay.“, nickte Sheryl.
„ Und was verschafft uns die Ehre deines Besuches?“, fragte Kelly grinsend und wir begannen alle zu lachen.
„ Ich weiss jetzt ganz genau um was es in der Besprechung ging.“, sagte ich grinsend und  setzte mich zu Kelly auf’s Bett. „ Und zwar?“, wollte Kelly wissen und setzte sich auf. „ Nicky und Fiona haben doch bei ihnen aufgehört, richtig?“ Wir sassen oder lagen jetzt alle drei auf dem Bett. „ Das wissen wir.“, nickte Sheryl. „ Ich hab Lee am Telefon gerade so zu getextet, bis er mir alles erzählt hat und ich weiss jetzt, dass es in drei Tagen, also Donnerstag und Freitag ein Casting gibt.“

 

~Sheryl~
„Ein Casting?“, fragte ich und sah Amy prüfend an. „ Ja genau. Lee meinte dass man dort vortanzen kann, also freestyle und wenn das okay ist kommt man weiter. Dann bekommt man von Paul und sicher noch ein paar der Tänzerinnen, Nikky, Shelina oder so, eine Choreographie beigebracht. Je nach dem wie lange es dauert bis man die Schritte kann, oder besser wie schnell man sie beherrscht kommt man wieder weiter.“, erklärte Amy. „ Und die Vier sind die ganze Zeit dabei?“, wollte Kelly nun wissen, stand auf, griff nach meinem Laptop und schloss in an den Drucker, der auf meinem Schreibtisch stand an. „ Nein, sie müssen sich erst mit der Entscheidung rumplagen wer von den Besten wirklich das Zeug dazu hat bei ihnen zu tanzen. Davor kommt aber noch irgendeine Ausscheidung, aber frag mich nicht wie die aussieht, das wusste Lee glaub ich auch noch nicht.“ Wir mussten lachen, sowas passte einfach zu Lee, aber bis diese ganzen Ausscheidungen vorbei waren ging es sicher noch eine Weile.
Kelly hantierte immer noch am Computer und druckte jetzt schon den vierten Bewerbungsbrief aus. „ Okay, jetzt wissen wir also um was es in der Besprechung ging und wie das ganze Casting abläuft.“, sagte sie nun und drehte sich so zu uns, dass sie uns ansehen konnte, da wir immer noch auf dem Bett sassen. „ Aber was bringt uns das?“ Amy stupste mich leicht an, als Kelly dabei war die Briefe zu unterschreiben und deutete mit einem Nicken zu ihr. Ich hob eine Augenbraue, da ich nicht ganz verstand was sie meinte, doch dann fiel der Groschen und auf meinen Lippen bildete sich ein riesiges Smile. Das war die Idee!!!! Okay, nicht für mich oder Amy, da wir das mit den Choreographien nicht so ganz drauf hatten, aber für.......Kelly!!!
Tanzen war schon immer ihre grösste Leidenschaft. Sie lernt Tanzschritt in ein paar Stunden in denen Andere Wochen brauchen. „ Was uns das bringt?“, meinte ich deshalb und hob die Schultern. „ Uns nichts, aber dir.“

 

~Kelly~
Hatte ich da gerade richtig gehört? Ich drehte mich langsam zu den Beiden um, aber nicht, weil ich Sheryl’s Aussage einfach abtat, sondern weil ich kurz davor war in die Luft zu gehen. „ Ich soll was?“, fragte ich, wobei man mir anhören musste wie perplex ich war. „ Geh zu dem Vortanzen.“, erwiderte Amy. „ Was habt ihr genommen?“, wollte ich wissen und sah von Sheryl zu Amy und wieder zurück. „ Nichts Süsse. Aber wir kennen dich doch besser als alle anderen. Und wir wissen dass es dein Traum ist zu tanzen.“, sprach Sheryl auf mich ein. „ Ich wollte diese ganzen Sachen von Lee wegen dir wissen! Als er mir erzählt hat wie das Casting abläuft hat er sich dabei nicht gedacht.“ „ Dass gleich zwei ihrer Tänzerinnen aufgehört haben ist deine Chance.“, setzte Sheryl hinzu. „ Es gibt tauschende Andere die soviel besser sind als ich. Ich würde es nicht einmal in die zweite Runde schaffen.“, gab ich nun meine Bedenken preis. Amy griff nach meiner Hand und zog mich zu ihnen auf’s Bett.
„ Einen Versuch ist es wert, oder?“, fragte Amy und wenn sie so sanft mit mir sprach wie jetzt wusste ich dass sie nur das Beste für mich wollte, genau so wie Sheryl, die schon seit ich neben ihr sass meine Hand hielt.
Ich seufzte. „ Und das erste Vortanzen ist Donnerstag?“ „ Genau.“, nickte Amy.
Ich könnte es ja mal versuchen. „ Na gut, ich gehe hin, aber ihr sagt kein Wort zu den Jungs, verstanden?!“, stellte ich klar. Und Beide nickten. „ Versprochen.“, sagte Sheryl und umarmte mich. „ Wir sagen kein Wort.“, nickte Amy und fügte hinzu: „ Da fällt mir noch was ein. Du musst dich auf eine der Listen einschreiben. Sonst darfst du nicht mitmachen.“ Ich griff zum Telefon. „ Ich rufe Patty schnell an. Sie soll mich morgen, gleich wenn sie in’s Studio geht eintragen. Dann kann ich am Nachmittag auch gleich noch vorbeigehen. Denn so wie’s im Moment aussieht, werde ich nicht mehr in die Tanzstunden gehen, das Geld fehlt einfach hinten und vorne!“ „ Vielleicht musst du auch bald gar nicht mehr in die Tanzstunden, wenn du das professionell machst!“, grinste Sheryl, als ich schon Patty’s Nummer gewählt hatte. Das war so lieb von ihr. Sie und Amy wünschten sich wirklich dass es für mich klappt. Aber ich weiss nicht ob ich gut genug bin. Obwohl es natürlich toll wäre mein Hobby zum Beruf zu machen, besonders wenn er dann auch noch soviel Spass macht.
Unten klingelte es und ich legte nur einen Finger auf die Lippen und die Beiden nickten, bevor Sheryl runter ging.

 

~Lee~
„ Hi Lee, komm rein.“, sagte Sheryl, als sie die Tür öffnete. „ Amy ist oben.“ Sie wollte gerade die Tür schliessen, als Sy dagegen drückte und eintrat. „ Was für eine nette Begrüssung.“, sagte er zu Sheryl, die darauf entschuldigend die eine Hand hob und die Tür schloss. „ Sorry, ich hab dich gar nicht gesehen.“ Sie gab ihm schnell einen Kuss.
„ Ach ja?“, fragte er dann gespielt eingeschnappt. „ Ich hab nicht damit gerechnet dass ihr so zeitgleich auftaucht.“, verteidigte Sheryl sie in einem festen Ton.
Wir gingen nach oben und als wir das Zimmer betraten war Kelly gerade am Telefon und Amy sass an Sheryl’s Laptop. „ Oh ja! Das ist super.“, sagte Kelly gerade. „ Okay, dann bis morgen. Bye Patty.“ Kelly legte auf und grinste uns an. „ Hi.“ „ Hey ihr zwei.“, lächelte auch Amy, der ich gleich einen Kuss auf drückte. „ Und was ist mit mir?“, fragte Kelly gespielt empört und musste dann lachen, worauf wir alle einstimmten. Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange. „ Geht doch.“, sagte sie und zwinkerte mir zu. „ Geht alles klar?“, fragte Sheryl sie dann und diese nickte. „ Was geht klar?“, wollte Simon wissen. Gut dass ich diese Frage nicht zuerst gestellt hatte, denn sonst wäre mir wieder unterstellt worden ich wäre neugierig.

 

~3 Tage später~

 

~Sheryl~
Irgendwie schafften wir es, den Boys zu verheimlichen dass Kelly am Vortanzen teilnehmen würde. Das Casting fand in einem grossen Tanzstudio mitten in London statt und Amy und ich liessen es sich natürlich nicht nehmen mit Kelly dort hinzugehen. Die Arme war so nervös, da konnte sie wirklich jegliche Unterstützung brauchen.
Der Aufruf, dass für die Crew von Blue neue Tänzerinnen gesucht wurden hatte echt eine heftige Reaktion ausgelöst, denn schon im Eingang der Studios standen Duzende von Mädchen.
Nach etwas mehr als einer Stunde war der Teil mit dem Freestyle- Dance vorbei. Ausser Amy und mir gab es noch einige andere Freunde, von den anderen Mädchen, die zur Unterstützung mitgekommen waren. Ich hasste es nicht einmal gesehen zu haben wie Kelly getanzt hatte.
„ Wie war es?“, fragten Amy und ich im Chor, als Kelly zu uns kam. „ Es war cool! Wir wurden gefilmt, wahrscheinlich damit sich Paul die Aufzeichnungen genauer ansehen kann. Es geht in etwa 2 Stunden weiter.“, erklärte sie uns. „ Ach ja, das Casting wurde um einen Tag verlängert, wie’s scheint haben die Lieben nicht damit gerechnet dass der Aufruf sooooo viele Mädchen dazu bewegt hier mitzumachen.“ „ Das hätte ich Paul auch gleich sagen können.“

 

~Kelly~
Ich konnte die ganze letzte Nacht kein Auge zumachen! Ich war viel zu nervös um zu schlafen. Es ging nur um Freestyle- Dance um weiter zu kommen, ja, trotzdem gab es auch darin Tänzerinnen die darin besser waren als ich.
Dazu kam dass wir dabei auch noch auf Video aufgenommen wurden, das übernahm Pauls Assistentin Clarissa Colins. Paul würde erst nach diesem Teil des Castings herkommen, da er zuvor noch mit Sy, Ant, Lee und Dunk irgendetwas wegen des letzten Casting Tages absprechen wollte. Ab und zu war es doch sehr gut mit einer der Quellen verwandt und mit einer der anderen zusammen zu sein.
Die Vier wussten von meiner Teilnahme noch immer nichts. Und ich würde es ihnen auch nicht verraten, würde ich in einer der ersten Runden rausfliegen.
Bevor es losgegangen war hatte ich mich mit ein paar Girls unterhalten und mal so nachgefragt wieso sie unbedingt mitmachen wollten und sowas. Na ja, es gab sicher noch andere, aber bei denen die ich nun erwischt hatte, ging es einzig und allein darum dass es Blue waren.
Kaum waren wir aus dem Tanzsaal draussen kamen Amy und Sheryl auf mich zu und wollten wissen wie es gelaufen war. Wir unterhielten uns eine Weile und beschlossen dann etwas trinken zu gehen, schliesslich müsste ich jetzt 2 Stunden totschlagen.
Dann war es so weit: Ich trug mich wieder in die Liste ein und musste wieder in den Tanzsaal. Zu meiner Überraschung wurde uns schon jetzt eine kurze Choreographie beigebracht. Wie Paul meinte, waren diese Tanzschritte nur dazu da, um zu sehen, wie schnell unsere Auffassungsgabe ist wenn es darum geht neue Schritte zu lernen.
Danach mussten wir diese Schrittkombination vor den Anderen und natürlich auch Paul und Clarissa zeigen. Als ich an der Reihe war fing ich einfach an zu tanzen, ich wusste dass ich die Schritte konnte, doch ob es so aussah kann ich ehrlich nicht sagen, dafür war meine Nervosität noch viel zu gross.
„ Wir werden etwa eine halbe Stunde brauchen um uns zu beraten, bleibt bitte hier drin, nicht dass ihr nachher nicht auffindbar seid.“, sagte Clarissa und ging mit Paul aus dem Raum.
Ich setzte mich auf den Boden und atmete tief durch. Ich liess meinen Blick durch den Raum schweifen und sah dass einige der Mädchen gerade dabei waren ihr Make- Up aufzufrischen. Ist dass denn möglich?! Ich schüttelte nur den Kopf. Hier ging es nur ums Tanzen und diese Tussen meinen, sie könnten mit einer Tonne Schminke ihre Chance verbessern!
Es vergingen nur 20 Minuten da kamen Paul und Clarissa wieder.
Ich stellte mich etwas weiter nach hinten, so konnte ich die anderen Girls etwas beobachten, wenn sie vor mir aufgerufen wurden.
Nach und nach teilte sich die Menge in zwei Gruppen. Als diese meiner Ansicht nach etwa gleich gross waren sagte Paul: „ Ich habe mir alle Aufnahmen vom Freestyle genau angesehen und als es darum ging diese Choreographie zu lernen haben wir Jede von euch genau beobachtet.“ Er machte eine kurze Pause. Oh mein Gott wie gerne hätte ich jetzt jemand zum festhalten hier gehabt. „ Ich habe das Gefühl dass ihr das Ganze nicht so ernst nehmt wie ich solltet. Das ihr euch nicht die Mühe gebt, die ihr euch geben könntet, deshalb habe ich mich dafür entschieden, dass ihr nicht weiterkommt.“, endete er. Paul drehte sich einer der Gruppen zu. Mir stockte der Atem. Was würde er jetzt noch sagen?
Er drehte sich zu der anderen Gruppe: „ Tut mir leid, aber ihr seit nicht weiter.“
Ich seufzte erleichtert. Ich bin wirklich eine Runde weiter. Ich kann es gar nicht glauben!
Die Mädchen von der anderen Gruppe verliessen den Raum und Paul sagte zu uns: „ Ihr müsst morgen um 10 Uhr hier sein, dann geht es weiter.“

 

~Amy~
Ich sah Kelly an dass sie an ihrer Leistung zweifelte. Sheryl und ich sprachen die gesamten 2 Stunden immer wieder davon, dass sie viel zu gut tanzen würde um schon nach der ersten Runde rauszufliegen. Und wenn sie später die Choreographie lernen würde, hätte sie damit auch ganz sicher kein Problem.
Ich denke als wir wieder zum Studio kamen waren Kelly’s Sorgen so gut wie beseitigt. Sie ging wieder in den Saal und Sheryl und ich sassen wieder davor.
Es ging ca eine Stunde bis die Tür wieder aufging und eine Gruppe Mädchen herauskam. Kelly war nicht unter ihnen. „ Denkst du das heisst etwas gutes?“, fragte ich Sheryl unsicher, die allerdings nur die Schultern hob. „ Ich weiss nicht. Aber ich hoffe es schwer.“ Die Studiotür ging ein weiteres Mal auf und Kelly kam gleich zu uns. „ Und?“, fragte ich gespannt und stand auf. Sheryl tat es mir gleich. „ Sag schon wie sieht es aus?“, drängelte jetzt auch sie. Kelly sah uns ernst an. Oh nein!! Du darfst nicht schon rausgeflogen sein! „ Jetzt spuck’s schon aus!“, rief Sheryl und wir mussten lachen. Kelly’s Lächeln wurde voll breit als sie sagte: „ Ich muss morgen um 10 Uhr wieder hier sein.“ Ich sah sie fast geschockt an! „ Du hast es geschafft!“, lachte Sheryl und wir beide umarmte sie. „ Hey! Noch bin ich nicht durch. Es werden ganz sicher 2 sehr anstrengende Tage. Also besonders mal morgen und dann seh ich weiter.“

 

~Simon~
„ Was machst ihr heute?“, fragte Dunk, als wir zu Vier beim Frühstück sassen.
Okay, es war echt noch verdammt früh für einen Samstag, aber das gehörte nun mal zu unserem Job.
Heute findet der entscheidende Castingteil statt, Sheryl wollte unbedingt mitkommen.
„ Also ich komme ja mit euch.“, meinte sie gerade. „ Ja, ich muss gleich los. Ich hab noch was zu erledigen. Aber wir sehen uns spätestens am Nachmittag.“, setzte Kelly hinzu. „ Wie lange dauert es denn bis ihr bei dem Casting seid? Ihr habt doch jetzt noch ein Fotoshooting.“, fragte Sheryl. „ Ich schätze wir sind so gegen 11 Uhr dort.“, erwiderte Duncan. „ Dann komm doch erstmal mit mir. Danach kannst du mit den Boys und Amy zum Casting gehen.“, schlug Kelly vor. „ Wieso kommst du eigentlich nicht mit?“, hackte Dunk jetzt nach. „ Weil diese Sache die ich erledigen muss länger dauert.“, meinte sie zerknirscht und drückte ihm einen Kuss auf. Ich sah ihm an dass er es schade fand dass sie nicht mitkommen konnte. Aber wenn sie etwas erledigen muss....
Es klingelte und Sheryl sprang auf. „ Ich geh schon. Das sind sicher Lee und Amy- Baby. Und beeilt euch bitte, wir müssen doch gleich los.“

~Sheryl~
Es war echt verdammt schwer vor den Boys zu verheimlichen dass Kelly es schon in  die zweitletzte Runde geschafft hatte. Oder die Drittletzte. Wir hatten noch immer nicht herausgefunden was die letzte Stufe sein wird.
Jedenfalls hatte Kelly die ganze Nacht nur wenige Minuten geschlafen, was sie echt total fertig gemacht hatte. „ Morgen.“, grinste Amy mich an und zog Lee hinter sich ins Haus. „ Hi Süsse.“, lächelte ich und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „ Na du. Siehst nicht sehr wach aus.“, wandte ich mich an Lee, der nickte. „ Ich schlafe noch.“
„ Deiner Lieblingscousine geht’s auch so.“, lachte ich als Kelly auch schon zu uns kam.
„ Sheryl bist du fertig? Ich muss doch los.“ Ich nickte. „ Hi.“, lächelte sie dann Amy und Lee an und drückte beiden je einen Kuss auf die Wange. „ Jungs, jetzt macht schon.“, rief ich in die Küche, damit Duncan und Simon langsam mal in die Gänge kamen. Nicht nur sie hatten heute morgen noch was vor.
Wir verabschiedeten uns schnell von ihnen, als Lee uns jedoch aufhielt. „ Wo müsst ihr denn eigentlich hin? Wir können euch auch hinfahren.“ Ich musste schlucken. „ Nein ist schon gut, wir gehen mit der U- Bahn. Das ist so ein Mädchen- Ding, da stören Jungs nur.“, erwiderte Kelly. „ Ausserdem solltet ihr jetzt auch machen, ihr müsst Ant doch noch abholen.“, setzte Amy hinzu. „ Dann sehen wir uns später?“ „ Klar, Amy und ich warten dann im Tanzstudio auf euch. Wir sind  vermutlich eher da als ihr.“, stimmte ich Sy zu und gab ihm noch einen Kuss.
Schon alleine bei der Vorstellung, wenn Sie erfahren weshalb Amy und ich früher dort sind könnte ich lachen, doch das verkniff ich mir, bis wir uns von ihnen entfernt hatten.

 

~Kelly~
„ Ihr müsst aber nicht hier warten, wenn es euch zu lange dauert. Ich will nicht dass ihr euch hier langweilt.“, sagte ich zu Sheryl und Amy, als wir für dem Studio standen.
„ Aber wir wollen mitkommen.“, entgegnete Amy. „ Gegen 11 Uhr wären wir doch sowieso mit den Boys hier.“ Ich seufzte. Sie liessen sich echt nicht davon abbringen. In dem Moment liefen Nikky und Shelina an uns vorbei die sich mit Clarissa unterhielten.
„ Hey! Wie geht’s euch?“, fragte Nikky gleich und schloss uns nach und nach in die Arme. „ Ähm, ganz gut.“, erwiderte Amy. „ Ja mir auch.“, nickte Sheryl. Ich war einfach still geblieben. Ja wir kannten die Tänzerinnen und Tänzer der Boys, wir verstanden uns auch super mit allen, wie man wohl schon an dieser Begrüssung feststellt. Aber im Moment machte mir genau das Sorgen. „ Ihr kennt euch?“, fragte Clarissa und ich nickte langsam. „ Ähm, jaaaaa.......Ich bin Lee’s Cousine.“„ Was macht ihr überhaupt hier?“, erkundigte sich dann Shelina und liess es zum Glück nicht zu, dass Clarissa weitere Fragen stelle. „ Kelly macht bei dem Vortanzen mit.“, sagte Amy leichthin und ich kniff die Augen zusammen. „ Oh das ist ja echt cool!“, lächelte Nikky. „ Ja, aber Lee weiss nichts davon.“, sagte ich gleich. „ Und auch Dunk, Ant und Simon haben keine Ahnung. Also sagt ihnen nichts bis es sein muss, okay?“ Die Beiden nickten und ich wandte mich an Clarissa. „ Sag du ihnen bitte auch nichts.“ „ Sollte ich denn?“, fragte sie lächelnd und ich begann ebenfalls zu lächeln.
Ich glaube sie hatte verstanden weshalb mir das so wichtig ist. Ich will das alles alleine schaffen und wenn ich es nicht schaffen sollte, dann weil meine Leistungen nicht genügt haben. Dann bin ich mir sicher dass ich alles gegeben habe und nicht als Tänzerin genommen wurde weil ich nunmal mit Lee verwandt bin.
Die Drei gingen dann schliesslich in einen Raum neben dem Tanzsaal und ich sah zu Amy und Sheryl. „ Hoffentlich hab ich mir durch diese Verwandtensache nicht irgendwas kaputt gemacht. “ „ Ach Quatsch!“, winkte Sheryl ab.
Wirklich weiter reden konnten wir über dieses Thema jetzt auch nicht mehr, denn einige der anderen Teilnehmerinnen kamen gerade herein.
10 Minuten später ging es ins Tanzstudio. Danny und Craig, sowie Nikky und Shelina waren neben Paul und Clarissa schon dort. Sie unterhielten sich noch, also konnten wir das auch tun. Ich war schon wieder so nervös! Es wurde einfach jedesmal schlimmer. Ich bettete meinen Kopf auf meinen Knien und schloss die Augen. „ Schon schrecklich wenn man nicht weiss was immer auf uns zukommt, oder?“, sagte plötzlich eine Mädchenstimme zu mir und ich hob meinen Kopf. „ Oh ja!“, nickte ich. „ Besonders schlimm fand ich es, als es hiess das Casting würde nicht 2 sondern 3 Tage gehen.“
„ Mir ging‘s genau so.“, nickte das schwarzhaarige Mädchen, dass etwa in meinem Alter ist. „ Ich bin Kelly.“, stellte ich mich vor und gab ihr die Hand. „ Ashley, hi.“ Sie war echt nett, ganz anders als diese Tussen, die schon nach den ersten paar Übungen rausgeflogen sind und davor so grosse Töne gespuckt hatten.
Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten, bis Paul dann um Ruhe bat und uns erklärte was heute noch alles passieren würde.
Uns würde eine Choreographie aus der Show der Boys beigebracht werden die wir dann auch vor ihnen zeigen müssten, damit sie sich einen Eindruck von unseren Qualitäten als Tänzerinnen machen konnten, um danach entscheiden zu können wer weiterkommen würde.

 

~Lee~
Dunk wirkte ziemlich geknickt, weil Kelly nicht mitkommen konnte. Das war echt verständlich, schliesslich hatte Si Sheryl und ich hatte Amy. Ich fand es ja auch schade dass wir Kelly erst später wiedersehen, aber ändern konnten wir daran leider nichts.
Ich frage mich sowieso was mit Kelly los ist, seit wir wieder in London sind. Von einem Tag auf den nächsten hat sie soviel zu tun, obwohl sie noch nichts von einem Job oder sowas gesagt hatte. Natürlich würde mich das voll für sie freuen, dennoch hätte sie es uns sicher gesagt. Das hatte sie uns versprochen, wen sie einen Job bekommen würde, käme sie gleich vorbei oder ruft uns an um es uns gleich zu erzählen.
Irgendwas musste es sein, darauf würde ich sie heute sicher noch ansprechen.
Kurz nach 11 waren wir dann beim Tanzstudio.
Kaum hatten wir es betreten sah ich Sheryl und Amy auf zwei der Stühle sitzen und sich unterhalten. „ Hey ihr Zwei!“, meinte ich grinsend und trat auf die Beiden zu. „ Hi.“, lächelte Sheryl und ging gleich zu Sy.
„ Wie lange seid ihr schon hier?“, wollte ich von Amy wissen und küsste sie kurz. „ Eine Weile.“ Sie hatte irgendwie ein komisches Grinsen auf den Lippen das ich nicht deuten konnte. Was war nur mit ihr los? Sheryl war genau so. Das sah ich, als sie sich mit Sy wieder zu uns setzte.
„ Dunk, du siehst irgendwie nicht sehr happy aus.“, meinte Sheryl nun. „ Ist es weil Kelly nicht mitkommen konnte?" „ Ja, es ist irgendwie so komisch."  „ Ach Dunk, sieh's doch mal so. Vielleicht siehst du sie ja schneller wieder als du denkst.", grinste Amy. Da war wieder dieser Gesichterausdruck, den ich nicht deuten konnte. Was sollte das?
„ Hey Boys! Da seit ihr ja!", meinte Paul, als er aus dem Studio kam. „ Hi Paul.", meinte Ant. „ Das ist echtes Timeing! Die letzten Girls über die ihr nicht entscheiden müsst, sind gerade seit 10 Minuten weg." „ Und die anderen Girls sind noch im Studio?", fragte Sy und er nickte. „ Ja genau. Sie wissen dass ihr jetzt hier seit. Wir könnten jetzt eigentlich mit den befragen anfangen. Also wieso sie diesen Job wollen und diese Dinge." „ Ja gut.", nickte Duncan. „ Dann geht bitte über den Nebenraum ins Studio, ich schicke die Girls in der Zeit hier her. So dass eine nach der Anderen in Studio kommt."
„ Viel Spass dabei.", grinste Sheryl. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe darüber nachzudenken was diese Bemerkung sollte und ging mit den Boys über den Nebenraum ins Studio.

 

~Duncan~
Bevor ich die Tür öffnete um ins Studio zu gehen dachte ich, ich hätte Kelly rausgehen sehen. Jetzt drehe ich echt durch. Wir haben uns erst heute Morgen gesehen und ich mach mir ständig Gedanken weshalb sie nicht mitkommen konnte. Sie hat ein eigenes Leben und muss mir nicht immer sagen wo sie wann hingeht. Ich tue das schliesslich auch nicht.
Ich war schon echt gespannt was die Girls so drauf haben. Das würde unser allererster Eindruck von ihnen werden. Bevor sie die Too Close Choreographie tanzen müssen sie uns erstens einige Fragen beantworten und zweitens zeigen was sie ausserdem noch können. Wie zum Beispiel Saltos schlagen oder sowas. Danach würden wir dann entscheiden ob sie überhaupt weiterkommen.
Um ehrlich zu sein, die ersten paar Kandidatinnen waren nicht sehr berauschend. Die Erste brachte kein Wort raus, die Zweite wollte ein Rad schlagen und landete am Boden.
Es war echt schwer ernst zu bleiben bei dem was wir sahen, auch wenn es welche der besten Teilnehmerinnen waren die es bis hier hin geschafft haben, gab es nur wenige die echt beeindruckten. Dennoch bringt es nichts wenn sie vor uns kein Wort rausbekommen, oder sich zum Affen machen.

 

~Kelly~
„ Kelly, ich pack das nicht!", sagte Ashley plötzlich zu mir. Wir verstanden uns echt gut. Sie sah das alles auch wirklich als Aufgabe an und nicht als Spass, so wie einige, die es wirklich bis hier her geschafft haben. Ich war auch sehr nervös, jetzt, da es darum ging den Boys gegenüberzutreten noch mehr.
„ Doch du schaffst das. Du musst, oder glaubst du, ich lass meinen Lieblingscousin mit einer dieser Tussen auf Tour gehen?", fragte ich sie eigentlich nur zum Spass, aber kaum hatte ich es ausgesprochen wurde mir klar was ich gesagt hatte. „ Deinen Cousin?", hackte Ashley auch gleich nach. Ich sah kurz zu Amy und Sheryl die nickten. „ Ja, ich bin Lee's Cousine. Ich hoffe du redest jetzt noch mit mir.", erklärte ich ihr und sah sie mit zusammengekniffenen Augen an. „ Ja sicher!", lachte sie und ich sah auch dass Amy und Sheryl so wie ich erleichtert ausatmeten.
Gerade kam, Julia, wenn ich den Namen richtig im Kopf habe, aus dem Studio und meinte. „ Die Nächste kann reingehen." Ashley sah zu mir. „ Soll ich?", dabei biss sie sich auf die Unterlippe. „ Ja, ich geh nach dir." „ Bleib ganz locker.", sagte Amy jetzt. „ Die Boys sind alle ganz nett, vor ihnen musst du keine Angst haben.", fügte Sheryl hinzu, worauf ich nickte. „ Bleib ganz natürlich, dann kannst du nichts falsch machen." „ Okay gut. Dann bis gleich.", meinte Ashley darauf und ging ins Studio.
Ich hoffe so sehr dass sie es schafft. Ashley hätte es wirklich verdient. Ich habe nur mitgemacht, weil Sheryl und Amy mich gedrängt haben. Ausserdem wollte ich nur wissen wie weit ich es schaffe und jetzt bin ich schon so weit!!! Das ist so verrückt.
Ich sass nun zwischen Amy und Sheryl und hielt je eine Hand der Beiden. Ich hatte sonst Angst vom Stuhl zu kippen, weil ich innerhalb von 2 Minuten ein totales Nervenbündel geworden bin!
Nach 10 Minuten kam Ashley wieder raus und ich stand sofort auf. „ Und?", fragte ich gleich. „ Ich würde sagen es lief gut. Mir ist jedenfalls kein Fehler passiert, oder sowas." Wir umarmten uns kurz. „ Siehst du, hab ich doch gesagt." „ Dann geh du jetzt Kel.", meinte Amy. „ Okay, aber wenn ihr gleich ein paar Leute umkippen hört hab ich nichts damit zu tun.", lachte ich und öffnete die Tür. Sheryl und Amy stimmten mit ein. Sie waren auf die Reaktion der Boys ebenfalls mehr als gespannt. Paul und Clarissa hatten nichts zu ihnen gesagt, genau so wenig wie Shelina, Nikky, Danny und Craig.
Als ich das Studio dann betrat, waren alle irgendwie damit beschäftigt etwas aufzuschreiben, oder unterhielten sich gerade, wahrscheinlich über Ashley's Leistungen.
„ Komm zur weissen Linie vor und sag bitte deinen Namen.", meinte Paul, der ebenfalls noch beschäftigt war. Ant hatte mich schon gesehen. Ich grinste ihn kurz an, stellte mich aber ohne irgendwelchen Kommentar auf die Linie und sagte: „ Kelly Ryan."

 

~Lee~

Ashley hatte sich echt nicht schlecht gemacht. Ich schätze wenn es mit den anderen Girls so weiter geht wie mit der vor ihr, dann ist sie sicher noch weiter. Wir mussten alle unsere Meinung über jede Tänzerin aufschreiben damit wir uns am Ende zusammensetzten und darüber diskutieren konnten wer weiter kam und wer nicht.
Wir waren alle noch etwas mit den Notizen beschäftigt, als die Tür wieder aufging und die Nächste reinkam. „ Komm zur weissen Linie vor und sag bitte deinen Namen.", meinte Paul. „ Kelly Ryan."

Mein Kopf ging ruchartig hoch. Da stand tatsächlich meine Cousine und grinste uns an. „ Was machst du denn hier?", fragte ich total perplex. Ein Wunder dass ich bei der Überraschung überhaupt was rausbrachte. „ Sag du mir doch mal wonach es für dich aussieht.", entgegnete sie.

„ Kelly hat in den letzten Tagen am Casting teilgenommen.", erklärte Clarissa jetzt. Ich sah ziemlich verwirrt von ihr zu Kelly und wieder zurück. Mein Blick schweifte dann zu Dunk, der nicht gerade happy aussah. Was war denn mit ihm los?
Ich finde es toll dass sie es soweit geschafft hat! Ausserdem müsste sie doch jetzt auch tanzen. Und das habe ich sie noch nie gesehen. Also ich meine jetzt abgesehen wenn wir in der Disco sind. Ich hatte sie noch nie Choreographien tanzen sehen, doch das würde sich jetzt wohl ändern. Jedenfalls wenn sie das hier jetzt so gut machen würde wie ich es insgeheim hoffe. Ich bin jetzt schon echt stolz auf sie.
„ Seid mir bitte nicht böse. Ich wollte nicht dass ihr es mitbekommt, bis ich es euch sicher sagen muss. Deswegen war ich heute auch schon so früh weg.", sagte sie zerknirscht, sah kurz auf den Boden und dann wieder zu uns. „ Das ist schon okay.", winkte Sy ab. „ Lasst uns jetzt mal weiter machen, sonst werden wir heute nicht mehr fertig."

 

~Duncan~
Ich war echt mehr als ähm perplex, überrascht verwirrt und noch ganz viele andere Dinge als Kelly plötzlich vor uns stand.
Also hatte ich mich vorhin nicht getäuscht und habe sie wirklich gesehen.
Ich weiss nicht ob ich enttäuscht bin, vielleicht war es auch dämlich so zu denken, aber es war einfach nur komisch zu wissen dass ich bis gerade eben nichts von ihrer Teilnahme bei dem Casting wusste.
Natürlich freute ich mich auch, irgendwie. Ach, was ich genau denken soll weiss ich selbst noch nicht.
„ Okay Kelly,", begann Paul. „ Du hast, es bis hier her geschafft, das ist wirklich schon eine sehr gute Leistung. Jetzt möchte ich von dir wissen wieso du die Richtige bist um als Tänzerin bei Blue anzufangen." Auf diese Antwort war ich jetzt wirklich sehr gespannt. Nicht nur ich, die Boys und Clarissa sahen ebenfalls gespannt zu Kelly. Sie schien aber nicht wirklich lange zu überlegen. Sie schwieg nur einen Moment und sagte dann: „ Tanzen ist mein Leben." Alle schienen sie wohl erstaunt anzusehen, aber ich wusste ja wie sehr Kelly das Tanzen liebte.
„ Ich habe leider nicht soviel Unterricht gehabt wie ich es gerne wollte. Und ich bin auch sicher nicht die beste Tänzerin. Trotzdem ist es mein Leben. Ich habe diese Chance ergriffen weil es eine Möglichkeit ist meinen Traum zu verwirklichen." Wir sahen sie weiter an und niemand von uns sagte etwas.

„ Dann zeig uns jetzt mal was du so kannst.", sagte Clarissa. Ich war wirklich sehr gespannt was sie uns nun zeigen würde.

 ~Kelly~
Ich habe Duncan's Gesichtsausdruck gesehen, als er mich sah und ich glaube nicht dass er sehr glücklich darüber ist. Ich müsste später unbedingt mit ihm
reden.
Ob ich mit meiner Antwort weshalb ich bei Blue tanzen möchte gepunktet habe kann ich nicht sagen. Dennoch war es ehrlich gemeint. Es war schon immer mein grösster Traum zu tanzen.
„ Dann zeig uns jetzt mal was du so kannst.", meinte Clarissa und ich atmete tief durch. Hoffentlich würde das alles jetzt funktionieren.
Ich hatte die paar Tage vor dem Casting Stunden lang mit Patty geübt. Wenn es jetzt schief ging, war echt alles vorbei. Ich stellte mich seitlich zu dem Tisch, an dem die 6 sassen hin und schlug eigentlich aus dem Stand mehrere Saltos hinter einander. Danach konnte ich auch gleich in den Spagat. Dass ich en schaffen würde dachte ich echt nicht. Aber ich war happy darüber, schliesslich übte ich diesen schon längere Zeit. Dann setzte ich mich normal auf den Boden, holte etwas Schwung und stand auf diese Weise auf, die Lee mir gezeigt hatte.
Ich ging wieder zur weissen Linie und wartete auf die Reaktion, auf irgendeine Reaktion. Ant, Sy, Dunk, Lee und sogar Clarissa und Paul starrten mich irgendwie an. „ Was ist?", fragte ich dann. Ich hasste solches Schweigen. „ Das war echt gut.", sagte Paul dann und ich begann stolz zu lächeln. „ Danke." „ Du kannst jetzt wieder rausgehen. Es sind noch 3 andere Kandidatinnen dran, danach brauchen noch etwas Zeit um zu beraten, dann geht es weiter.", sagte Clarissa. „ Okay.", nickte ich und wollte schon zur Tür gehen als mir noch etwas einfiel. „ Darf ich noch etwas sagen?" Wieder richteten sich alle Augen auf mich. „ Klar.", nickte Ant. „ Ich kann mir vorstellen dass ihr es nicht gerade super findet dass ich mitmache, weil ich Lee's Cousine bin. Aber ich habe bei dem Casting genauso teilgenommen wie alle anderen, von mir aus. Entscheidet fair und denkt bitten icht ihr müsstet Lee einen Gefallen tun weil seine kleine Cousine gerade versucht sich einen Traum zu verwirklichen." Ich sah nicht mehr zu den Boys oder Clarissa sondern ging aus dem Studio.

 

~Simon~
Ich war echt beeindruckt von Kelly's Einlage. Sowas habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
Dunk war von Kelly's Auftauchen wohl nicht sehr berauscht worden. Na ja, wir machten mit dem Casting weiter und nach einer halben Stunde Beratung stand fest welche Girls zum Tanzen der Choreographie kamen.
Danach mussten wir wieder einige Bemerkungen und unsere Meinung notieren.
Dann ging es an die Entscheidung, welche der noch 4 Tänzerinnen würden bald zur Bluecrew gehören.
„ Ja nehmen wir sie.", nickte Paul und bestätigte damit Ant's Aussage. „ Sie hat es wirklich drauf." Wir brauchten für diese Entscheidung wirklich mehr als eine Stunde! Dann gingen wir wieder ins Studio, wo Ashley, Erin Brenda und Kelly sassen und aufstanden als sie uns sahen.
„ Okay, es ist uns echt nicht leicht gefallen.", sagte Clarissa. „ Aber wir mussten uns für 2 von euch entscheiden." „ Wir werden euch jetzt sagen ob ihr dabei seit oder nicht. Wenn ihr wissen wollt wieso ihr es seit, oder eben nicht können wir es euch vor den Anderen sagen, oder auch wenn sie nicht dabei sind.", setzte Paul hinzu. „ Sy willst du als erstes was sagen?", meinte Clarissa dann noch, doch ich schüttelte heftig den Kopf. „ Nein ich will nicht!" Wir mussten alle lachen. „ Nein, ich kann echt nichts mehr sagen. Es war schon hart genug sich zu entscheiden, besonders weil ihr alle sehr talentiert seit." Alle 4 Girls standen da vor uns und hielten sich an den Händen. Ich fand es echt eine verdammt schwere Aufgabe ihnen jetzt zu sagen, welche von ihnen in der Crew ist und welche nicht.
„ Ashley.", meinte Ant und sah zu ihr. „ Du bist dabei." Ich war ziemlich geschockt zu sehen wie sie auf einmal in Tränen ausbrach und Kelly umarmte.
Sie strich ihr immer wieder über's Haare und liess sie erst wieder los, als sie sich beruhigt hatte. „ Entschuldigt.", lächelte Ashley dann und wischte sich über die Augen. „ Alles klar?", fragte Clarissa vorsichtshalber und sie nickte.

 

~Duncan~
Ashley fing voll an zu weinen, als sie hörte dass sie eine unserer Tänzerinnen wäre. Doch eigentlich fing sie sich schnell wieder. Eher Angst hatte ich vor den Reaktionen der Girls, die es nicht geschafft hatten. „ Erin.", sagte Lee. „ Es tut mir wirklich sehr leid, aber du bist nicht dabei." Sie verzog keine Mine und nickte nur: „ Alles klar.", sagte sie. „ Trotzdem danke für diese Chance."
Jetzt war es an mir die endgültige Entscheidung zu verkünden, denn entweder Brenda oder Kelly würde es sein.
Ich konnte nicht anders und musste Kelly für einen Moment tief in die Augen sehen. Es war nur ein Blick und ich sah so viel. Hoffnung und Unsicherheit und noch soviel mehr dass ich nicht deuten konnte. „ Kelly, du bist dabei."
Sie sah mich so ungläubig an, ich denke, sie wusste in diesem Moment nicht was sie jetzt wirklich denken sollte und im nächsten Augenblick fiel sie Ashley um den Hals.

 

~Amy~
Als Kelly, Ashley und die anderen zwei Girls aus dem Studio kamen versuchte ich gleich zu erkennen wie es denn nun ausgegangen war. Alle 4 hatten irgendwie Tränen in den Augen, was es nicht sehr erleichterte.
Doch dann kamen Kel und Ashley zu uns nachdem sie sich von den anderen Beiden verabschiedet hatten und strahlten regelrecht um die Wette.
Sie hatten es geschafft!!! Ich kann es nicht glauben!!! Wie sehr habe ich es mir für Kelly gewünscht. Und jetzt ist sie wirklich eine der neuen Tänzerinnen bei Blue!!!
Ashley rief gleich mal ihre Mum an und Kelly  meldete sich bei Sheila. Ihr und Gemma hatten wir erzählt dass Kelly bei dem Casting mitmacht.
Wir verabschiedeten uns von Ashley und machten uns dann auf den Weg zu Sheila sie wollte sofort dass wir vorbei kommen, damit Kelly vom Casting erzählen konnte. Die Boys mussten noch etwas länger bleiben, aber ihnen könnten wir ja dann eine SMS schreiben wo wir sind.
„ Ich bin schon voll gespannt auf Montag, da gehen die Proben ja schon los.", meinte Kelly und trank ihren Tee aus.
Wir sassen jetzt bei Sheila im Wohnzimmer und futterten in Ruhe Kuchen und tranken Tee.
„ Wow! Meine Cousine als Tänzerin bei Blue.", meinte Gemma nun und setzte einen nachdenklichen Gesichtsausdruck auf. „ Kaum zu glauben dass du mit Lee verwandt bist." Wir mussten alle lachen. Denn Lee hatte es mit dem Tanzen echt am wenigsten drauf, auch wenn die Boys allesamt auf dem gleichen Level sind.
„ Du lässt uns dann echt über einen Monat alleine, weisst du das eigentlich?", fragte Sheryl Kelly die langsam nickte. „ Ja klar. Aber ich denke mal so lange wird das doch nicht sein." „ Wieso?", fragte ich nun und sie entgegnete ganz locker. „ Na ist doch ganz einfach weder Sy noch Lee halten es ohne euch lange aus."
Ich musste lächeln, wie süss sie das gesagt hatte. Na ja, wir hielten es ohne die Beiden auch nicht sehr lange aus.

 

~Sheryl~
„ Na ja, aber ich versuch mich zu bessern, ehrlich!!", versprach ich. „ Jedenfalls seit wir wieder zusammen sind. Sonst gibt das nur wieder Stress und darauf kann ich echt verzichten." „ Na das war mal ne Einsicht.", sagte Amy und ich boxte sie in den Arm: „ Hey!", rief ich entrüstet. „ Entschuldige, ich konnte es mir nicht verkneifen!" Wir mussten alle lachen. „ Sag mal was hat Dunk eigentlich gemacht als er dich gesehen hat?", wollte Sheila nun wissen. Sie hob die Schultern. „ Ich weiss nicht. Ich hab ihm nur angesehen, dass es ihm nicht wirklich recht war dass ich da aufgetaucht bin ohne ihm etwas davon zu sagen." „ Das hast du ihm richtig angesehen?", fragte ich verblüfft. „ Nee, ich hab's gemerkt. Dieses Gefühl ist einfach da und darüber muss ich auch heute noch mit ihm reden.", nickte Kelly entschlossen.
Hoffentlich stritten sich die Beiden jetzt nicht deshalb, das wäre so schade. Sheila, Gemma, Amy, Lee und ich sind mehr als stolz auf sie und ich bin mir sicher dass es auch Ant und Simon sind. Wieso also soll Duncan jetzt deshalb sauer sein? Sie hat ihm doch nur nichts davon gesagt weil sie es alleine schaffen wollte und das hatte sie ihnen schliesslich auch gesagt.
Also müsste er es doch verstehen.
Kelly hat in der letzten Zeit soviel durchgemacht, da verdient sie es einfach nicht jetzt auch noch Zoff mit ihrem Freund zu haben!!
„ Ach Kelly- Schatz, Dunk wird nicht sauer sein.", sprach ich meine Gedanken dann auch aus. „ Na hoffentlich!", grinste Kelly und ich sah ihr an dass sie auch ganz guter Dinge war.
Bevor wir uns langsam wieder auf den Weg nach Hause machten sagte Sheila noch dass Kelly auch zu ihr kommen könnte, wenn sie es nicht mehr aushalten würde bei mir zu wohnen. Aber wir hatten uns schon so sehr aneinander gewöhnt, dass wir es uns anders schon gar nicht mehr vorstellen können.

~Kelly~
Kaum hatte sie Amy von uns verabschiedet, da sie zur Arbeit musste, stellte ich mich erstmal unter die Dusche.
Das warme Wasser tat so gut. Doch lange wollte ich mich nicht damit beschäftigen und war nach 10 Minuten auch schon wieder dabei mich anzuziehen, da ich unbedingt zu Dunk wollte.
„ Sheryl- Liebling, ich geh zu Dunk, okay? Wenn ich heute Nacht nicht nach Hause komme weisst du ja wo ich bin." Nach Hause? Hatte ich das wirklich gerade gesagt? Na ja, ich war einfach gerne bei Sheryl und ich fühlte mich hier sehr wohl. Darüber nachdenken was Mum tat, will ich schon gar nicht mehr. Sie möchte schliesslich nichts mehr mit mir zu tun haben, also muss sie auch nicht erwarten dass ich angekrochen komme.
Dann war ich endlich bei Duncan und klingelte  zwei Mal, hoffentlich würde er gleich aufmachen.
„ Kelly, hi.", sagte er überrascht als er die Tür dann geöffnet hatte. „ Hey, bist du so überrascht mich zu sehen?", fragte ich etwas unsicher und trat dann ins Haus. „ Na ja etwas." Ich musste schlucken. „ Dunk ich muss mit dir reden. Es ist wirklich wichtig für mich."
Ich wusste echt nicht wie ich mich Dunk gegenüber verhalten soll. Als wir uns auf die Couch gesetzt hatten sah ich ihn für einen Moment nur an und atmete dann tief durch. „ Bist du sauer?" „ Was?", wie es scheint hab ich ihn mit dieses Frage ziemlich überrascht. „ Nein wieso denn?" „ Ich habe den Eindruck. Ich will nicht dass dieses Casting zwischen uns steht." „ Das tut es doch nicht." „ Wirklich?", hackte ich nach. Wieso nahm ich ihm das einfach nicht ab? „ Als ich aber vorhin vor euch stand und du mich gesehen hast kam es mir nicht so vor als würdest du dich darüber freuen dass ich da bin." „ Ich war überrascht, sehr sogar." „ Soll ich das jetzt positiv oder negativ auffassen?" „ Positiv, Honey. Ich weiss ich hab mich in diesem Moment nicht so gefreut wie Lee, aber nur, weil ich dachte du würdest mir solche Dinge sagen. Ich war irgendwie enttäuscht." „ Ich hätte es dir gesagt, wirklich, aber ich wollte es alleine schaffen, ohne dass berücksichtigt wird dass ich mit Lee verwandt oder mit dir zusammen bin." Versuchte ich ihm meine Situation klar zu machen. „ Ich verstehe dich." „ Ehrlich?" „ Ja, irgendwie hast du es ja schwerer als andere. Okay, es ist noch nicht sehr öffentlich dass du Lee's Cousine bist und irgendwie haben wir es geschafft zusammen zu sein ohne dass die Presse davon Wind bekommen hat." Ich musste grinsen. Es stimmt wirklich noch habe ich keinen Artikel in einer dieser Klatschzeitungen gelesen in der etwas darauf hindeuten könnte dass ich Duncan's Freundin bin. „ Also bist du nicht sauer dass ich ohne euch was darüber zu sagen beim Casting mitgemacht habe?" Ich wollte doch nur noch einmal sicher gehen.
„ Nein, schliesslich hast du uns alle überzeugt. Ich glaube Paul wird noch in ein paar Wochen nicht glauben können dass ausgerechnet Lee's Cousine als Tänzerin bei uns anfängt." Ich musste lachen. „ Sowas ähnliches hat Gemma auch gesagt. Sie meinte, sie könnte nicht glauben dass ich mit ihm verwandt bin." „ Lee ist vor Stolz fast geplatzt. Das konnte man ihm richtig ansehen."
„ Ich hab davon nichts mitbekommen, ich war zu nervös dazu.........Hey was heisst denn hier Lee ist fast vor stolz geplatzt, was ist mit dir?" Er zog mich in seine Arme. „ Oh ich natürlich auch."

 

~3 Wochen Später~

 

~Lee~
Heute waren die letzten Proben vor der Generalprobe, also die vorletzte Probe vor dem Tourstart und ich wurde schon wieder mal voll nervös!!
Was sich besonders dadurch äusserte dass ich noch hyperaktiver war als sowieso schon! Obwohl wir ja schon viele Shows und kleinere Gigs hatten, es ist immer wieder von neuem nervenaufreibend.
Kelly und Ashley machten sich echt super. Sie hatten mit Clarissa zuerst eine Woche Einzeltraining. Aber ich glaube es war für die Beiden sooooo viel einfacher die Choreographien in dieser Woche zu lernen, als  für uns 4 in der Zeit die wir haben und dabei entwickeln wir immerhin das Showkonzept mit und Paul müht sich echt immer wieder voll mit uns ab.
Eigentlich sollten wir uns ja echt konzentrieren, aber wir machen einfach nur Unsinn. Wir, bedeutete die Boys und ich. Die anderen lachten sich einfach kaputt. Aber hey, ich kann da nichts für, wir sind nun mal alle wenig ernsthaft!!!
Wir hatten gerade nochmal die Choreographie von Rock The Night geprobt als Paul meinte wir könnten eine Pause machen.
Ashley und ich verstanden uns echt gut, ich war echt froh dass sie es geschafft hatte mit Kelly bei uns Tänzerin zu werden. Sheryl und Amy kamen so oft es ging zu den Proben um mal so zum Spass eins auf voll strenge Kritikerinnen zu machen. Und das Beste die Boys und mich machten sie immer runter wir sollen mal Tanzstunden nehmen und die Girls lobten sie ohne Ende. Aber ganz ehrlich, das konnte man auch, bei all unseren Tänzern konnte man dies tun.
„ Also war das alles richtig, ja?", fragte Kelly Sherene gerade als ich mich zu ihnen setzte. „ Ja das hat alles gestimmt! Auf's Haar.", grinste sie. „ Was hat gestimmt?", wollte ich gleich wissen und sah von Sherene zu Kelly und zurück. „ Ach ich war mir da bei der Choreographie von Alive nicht mehr sicher.", erklärte Kelly und ich drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „ Hast du aber super gemacht." „ Danke, danke!", lächelte sie.
„ Kelly möchtest du zur Show in Minehead jemanden einladen?", fragte Craig und deutete auf Ashley die sich gerade mit Shelina unterhielt.
„ Ashley hat ihre Schwester, ihren Bruder und ihre Eltern aufgeschrieben."
„ Ich befürchte dass mein werter Bruder eure Musik so lange aushält.", grinste sie. Kelly musste lachen. „ Hm.....Ich weiss nicht genau, Sheryl und Amy ist ja klar. Vielleicht Gemma und Sheila. Könnte ich auch jemanden woanders hin einladen?" „ Ja klar.", meinte Dunk darauf. „ Okay, dann brauche ich sicher ein Ticket für die Show in der Wembley Arena.", nickte sie entschlossen. „ In Ordnung.", nickte Craig darauf. „ Und Mum und Sheila sollen Übermorgen schon kommen?", wollte ich dann wissen. „ Oh ja unbedingt!" Jetzt interessierte es mich echt brennend wen Kelly beim Konzert in der Wembley Arena einladen wollte. Aber ich schätze mal, das werde ich noch rausbekommen.

 

~2 Tage später~                 

 

~Sheryl~
Ich war schrecklich nervös da es ja nur noch 3 Stunden ging und Kelly das erste Mal auf der Bühne stehen würde. Oder besser auf einer so grossen Bühne. Natürlich freute ich mich auf das Konzert der Boys aber schliesslich können nicht viele sagen dass ihre beste Freundin eine Tänzerin bei der absoluten Lieblingsband tausender Girls ist.
Die Boys waren gerade beim Soundcheck und Amy und ich hatten es uns auf den Treppenstufen der Kulisse bequem gemacht.
Kelly, Ashley und die anderen Tänzer waren in der Zeit ebenfalls an den letzten Proben.
Amy und ich versuchten schon seit 2 Tagen rauszubekommen für wen das Ticket sein soll das Kelly haben wollte.
Lee hatte es uns erzählt. Aber sie hielt dicht, vor uns allen. Na ja, spätestens in 2 Tagen wüssten wir es, denn Montag wären die Boys in Wembley.
Da wären wir natürlich wieder dabei. Leider konnten wir nicht die ganze Tour mitkommen. Aber Amy musste arbeiten und ich war für die nächste Woche wieder mal als Aushilfe bei Mum im Buchladen.
„ Na Kelly- Schatz, wie geht’s dir?", fragte Amy alle eine kurze Pause einlegten. Mit der Livemusik sah alles noch besser aus. Das war einfach super!!
„ Ich bin nervös.", sagte sie und lachte künstlich. „ Ich bin verdammt nervös und ich wünsche mir das erste Mal seit ich es als Tänzerin zu Blue geschafft hab, ich hätte es nicht getan." Ich konnte ihr richtig anhören wie nervös sie war und dass sie es nicht einfach sagte, da man vor sowas ja immer aufgeragt ist.

 

~Amy~
„ Ach Süsse!! Du schaffst das. Nur keine Panik.", redete ich auf sie ein.
„ Wenn ich auf die Bühne komme und plötzlich in Ohnmacht falle wisst ihr dass ich es nicht geschafft habe.", entgegnete sie und nahm einen grossen Schluck aus ihrer Wasserflasche. „ Dann können wir sogar das synchron machen.", sagte Ashley jetzt und setzte sich zu uns. „ Aber deine Eltern sind doch da um dich zu unterstützen.", warf Sheryl ein. „ Und deine Schwester und dein Bruder.", fügte ich hinzu. „ Meinen Bruder hab ich gezwungen.", grinste sie. „ Er kann die Boys einfach nicht ab. Dabei versteh ich das gar nicht. Ich hab ihre Musik immer geliebt und dass ich jetzt echt eine ihrer Tänzerinnen bin ist noch so unbegreiflich." „ Und dein Bruder ist dagegen? Also ich meine jetzt generell gegen Blue.", meinte Kelly. Ashley nickte. „ Ja, na ja aber hey, immerhin kann ich jetzt sagen dass ich meinen Traum erfüllt hab, ich bin wirklich Tänzerin und das noch bei meiner Lieblingsband und er hält mich immer noch für verrückt." Sie lachte. „ Tja, tz." Wir mussten alle lachen. „ Brüder sind so. Aber weisst du, ich denke er ist sicher sehr stolz auf dich und wenn es erst dann zum Vorschein kommt, wenn du dann hier stehst und tanzt.", sagte Kelly. „ Das werden wir sehen.", lächelte Ashley.
„ Ausserdem sind wir auch noch da. Und Sheila und Gemma auch. Wir werden voll eins auf Fans machen.", grinste Sheryl. „ Oh nee, bloss nicht, dann stehen wir noch im Mittelpunkt und nicht die Boys. Das wäre echt zuviel des guten.", erwiderte Kelly und lachte.
Ich glaube es schien ihr schon etwas besser zu gehen. Es half uns in allen Situationen, wenn wir ein paar Sprüche machten und ich denke mal gerade haben Ashley und Kelly genug von ihrer Nervosität verloren, damit sie gleich auf die Bühne gehen können und so tanzen, als hätten sie es schon gekonnt als sie zur Welt kamen.

 

~Duncan~
Amy und Sheryl verabschiedeten sich nach dem Soundcheck und meinten, sie würden am Hintereingang mal auf Gemma und Sheila warten die ja auch noch kommen wollten. Da sie später im Bühnengraben stehen würden war das ja auch kein Problem.
Während die Vorgruppe auf der Bühne stand wärmten wir langsam unsere Stimmen auf und zogen uns um. Nur noch 15 Minuten und es ist soweit.
Ich habe das touren richtig vermisst. Es macht einfach zu viel Spass auf der Bühne zu stehen und zu singen. Das Beste war immer wenn die Fans anfingen mitzusingen und dass sie einfach weitermachten, würdest du auf einmal aufhören. Wie sie sich nur die Texte alle merken konnten, ich meine sogar uns ist es schon passiert dass wir nicht mehr wussten wie es weitergeht!!
„ Duncan kneif mich mal.", sagte Kelly und ich umarmte sie kurz. „ Wieso denn?", wollte ich wissen. „ Mir ist so schlecht und ich bin so nervös, ich dachte das wäre vorbei, aber es ist noch schlimmer als vorher!!! Und ich dachte wenn du mich kneifst hört es vielleicht auf." Ich löste mich aus der Umarmung und küsste sie kurz.
„ Du schaffst das." „ Das hat Amy auch gesagt und sie hatte genauso wenig Recht wie du jetzt!!!", erwiderte Kelly und begann auf und abzuspringen.
„ Kannst du mir mal erklären was du da machst?", erkundigte Sy sich als er das sah. „ Ich spüre meinen Beine nicht mehr. Irgendwie pocht oder zittert alles, aber meine Beine sind nicht mehr da!!" Sie blieb stehen und ich griff nach ihren Händen. „ Du musst jetzt nur ein paar mal durchatmen. Dann wird sich das alles wieder regulieren. Vertrau mir." Sie tat was ich sagte und gleich darauf hiess es auch schon dass der erste Einspieler gleich gezeigt wurde und wir uns jetzt an den Zaun hängen mussten. Oh mein Gott, wie das klingt, na ja, aber es stimmte.
Ich küsste Kelly noch einmal und alle umarmten einander nochmal und dann ging es auch schon los.
Die Fans waren spitze, alles lief echt super. Kelly's Angst war wie weggeblasen, das merkte ich, als wir zu Bubblin', Rock The Night und Alive miteinander tanzten.

 

~Kelly~
Ich war echt mehr als nervös und ich hatte, 5 Minuten vor Beginn der Show solche Angst da rauszugehen dass ich mich echt lieber vor nen Bus geschmissen hätte.
Aber na ja, ich musste ja dann trotzdem auf die Bühne!!!
Also ging ich und zu meiner Überraschung klappte echt alles super. Ich sah immer wieder kurz zu Ashley die mich happy angrinste und ich wusste gleich dass es ihr wie mir ging!!
Im Bühnengraben sah ich Amy, Sherly, Sheila und Gemma die, wie es schien, echt voll Party hatten. Sie winkten mir immer wieder zu und Sheryl war so fies einige Moves zu machen mit denen wir manchmal die Boys, ich würde mal sagen, verarscht haben. Aber wir meinten das natürlich nie gemein. Amy machte dann auch noch mit, so dass ich einfach lachen musste. Aber es war auch zu süss von ihnen. Sie wussten dass ich so auch den Rest meiner Angst verlieren würde.
Nach dem Jackson- Medley kam ein erneuter Kostümwechsel, worüber ich wirklich verdammt glücklich war, denn auch wenn ich dieses Kostüm weniger mochte, war ich noch glücklicher aus diesen Schuhen rauszukommen, egal ob die nächsten besser sind oder nicht. Vor ein paar Wochen konnte ich noch nicht mal richtig in hohen Schuhen laufen und jetzt tanzte ich ihn solchen.
Der Song der als nächstes kam war Taste It. Ich sah Sheryl's und Amy's Gesichter schon vor mir, sie fanden die Choreographie so witzig und hatten die ganze Zeit davon geredet dass ich sie jetzt ja auch tanzen müsste, besonders, weil, na ja alles in allem kam der Song halt ziemlich notgeil rüber.

 

Taste It

Where you gone, honey
You got the flow
So why would you wanna to be leaving
Think again, honey
It's not the end
The loving that you've been receiving

Don't you know
you've got it
Don't you know
I want it
Don't you know
I'm begging for more
Can't believe
What I'm seeing
Can't you see what I'm feeling
Tonight is our night girl for sure, for sure

[Chorus]
Everybody there's a party going on right here
Anyone who's anybody is getting down (oh yeah)
We got the music grooving and the girls are moving everywhere
Shaking their hips, licking their lips
Baby I can almost taste it (taste it)

The night is young
But we don't have long
So tell me is it your place or mine

 

Die Choreographie lief bisher echt gut, gerade waren wir Tänzerinnen mit der
ersten äh, wie soll ich sagen......'Soloeinlage' mit den Boys dran. Ich ging gerade um Dunk herum um dann vor ihm so in die Knie zu gehen, wobei ich immer noch hoffte dass ich nicht mit den Schuhen umknicke, als es passierte.
Duncan und ich sahen uns kurz in die Augen bevor eben dieser Tanzschritt kam und die Spannung war wieder da.
Sie war schon in den letzten Tagen immer wieder entstanden, doch noch bevor wir wirklich irgendetwas passierte wurden wir, wie sollte es anders sein, gestört.
Hoffentlich machte diese Spannung jetzt nicht irgendwas kaputt, denn hey, die Boys waren gerade mitten im Konzert!!!

Girl turn off the phone, now I've got you here alone
I want to have you to myself, don't want to hear from no-one else

Don't you know
I got it
Don't you know
You want it
Tonight is our night girl for sure, for sure

[Chorus]
Everybody there's a party going on right here (oh yeah)
Anyone who's anybody is getting down (down oh yeah)
We got the music grooving and the girls are moving everywhere
Shaking their hips, licking their lips
Baby I can almost taste it

Baby baby won't you just face it
Don't you think it's time that we got naked
Look into my eyes
I ain't faking, I ain't faking


Es war so schwer! Wieso ausgerechnet jetzt?? Okay, erstmal schön die Jacke ausziehen. Duncan und ich sahen uns, so gut es ging, ständig an, er musste die Spannung auch fühlen, sonst wäre es sicher nicht so..........Na ja, intensiv.

Right before your eyes
You got me hypnotized
You better move your....
Shake your....
Taste It


Wieder kam diese Pärchenchoreographie, das letzte Mal bei dem Song, dann würden die Tanzschritte wieder unabhängig von den Boys sein.
Erneut stand ich ganz nah bei Duncan, der seine rechte Hand auf meine Hüfte gelegt hatte. Ich glaube in diesem Moment war es nicht sehr schlau dass wir uns so nahe waren, wenn bald könnte ich diese Spannung nicht mehr unterdrücken, das wusste ich genau. Und Duncan........Er konnte die Spannung schon nicht mehr unterdrücken, oder soll ich sagen verbergen?
Als ich mich eigentlich von ihm lösen sollte hielt er mich weiter fest und drückte mich an sich.
Ich ging mit einen Lippen ganz nah an sein Ohr und stöhnte leise. Erstens wollte ich ihn etwas damit ärgern und zweitens konnte ich es mir durch die Spannung nicht verkneifen.
Ich glaube darüber war er so baff dass ich mich ohne Probleme von ihm lösen konnte, so das sich wieder in die Choreographie einsteigen konnte, denn schliesslich war der Song noch nicht zu ende.

[Chrous]
Everybody there's a party going on right here (on right here)
Anyone who's anybody is getting down (down oh yeah)
We got the music grooving and the girls are moving everywhere (everywhere)
Shaking their hips, licking their lips
Baby I can almost taste it

Everybody there's a party going on right here
(I can almost taste it baby, taste it, oh yeah)
Anyone who's anybody is getting down (oh yeah)
We got the music grooving and the girls are moving everywhere (everywhere)
Shaking their hips, licking their lips
I can almost taste it,
Everybody there's a party going on right here
Anyone who's anybody is getting down (oh yeah)
We got the music grooving and the girls are moving everywhere
Shaking their hips, licking their lips
Baby I can almost taste it



Nachdem die Boys auch All Rise gesungen hatten kam noch der letzte Kostümwechsel. Mal wieder musste alles echt schnell gehen.
„ Du sag mal was war gerade mit Dunk los?", erkundigte sich Nikky, kurz bevor wir wieder auf die Bühne gingen. Ich grinste sie an. Dass wir die Spannung zwischen uns die ganze Zeit nicht losgeworden sind und ich sie einfach nur noch zu ignorieren versuchte, konnte ich wohl schlecht sagen.
„ Keine Ahnung. Am besten fragst du ihn das selber."

 

~Lee~
Hatten wir die Bühne nicht eben erst betreten? Die Zeit geht einfach immer so schnell vorbei wenn man dann mal mit der Show begonnen hat.
Es war irgendwie komisch, denn eigentlich befand sich gerade meine ganze Familie bei diesem Konzert. Vor oder auf der Bühne.
Ich bin echt stolz auf Kelly und ich sah ihr an dass sie glücklich war. Sie hatte es so verdient.
Wenn Maria wüsste was ihre Tochter schon alles geschafft hat, ich wette sie würde anders denken und sich tausendfach dafür entschuldigen dass sie sich unnötig mit ihr gestritten und Kelly dann auch noch rausgeschmissen hatte.
All Rise zu preformen ist immer wieder etwas besonderes! Die Fans gehen da immer so ab das ist echt unglaublich. Und wie dankbar ich ihnen dafür bin dass wir überhaupt hier stehen können kann ich gar nicht in Worte fassen.
Und jetzt war die erste Show auch gleich wieder vorbei. Doch noch wollte ich nicht daran denken, schliesslich hatten wir noch einen Kostümwechsel vor uns und noch zwei Songs.
Doch der Kostümwechsel klappte problemlos und dann ging es nochmal für Too Close und One Love auf die Bühne.
Es war einfach zu geil die Fans alle so happy zu sehen, so einen Tourauftakt wünscht sich echt jede Band.
Dann sangen wir den letzten Verse von One Love „ One love is all we need!"
Der Jubel der Fans stieg noch einmal an, so von der Bühne zu gehen ist einfach geil.
Ich brauche nach so ner Show immer mindestens 2 Stunden bis ich mich etwas beruhigt habe, aber das war halt normal und alle anderen hatten sich auch schon dran gewöhnt dass ich so bin.
„ Hey Süsse!!!" Ich musste Kelly, wie immer eigentlich, erstmal zu Boden knuddeln und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „ Du warst super." Sie lachte. „ Danke, ich hätte nicht gedacht dass ich das packe, so nervös wie ich am Anfang war." „ Du hast es toll  gemacht. Und du auch." Und schon umarmte ich Ashley. „ Mum, Dad!", rief sie gleich darauf und wir drehten uns um. „ Hey!!!", kam von ihrem Bruder. „ Na noch icht taub geworden.", witzelte sie und er verdrehte die Augen. „ Da ist sie ja!!", hörte ich Sheryl plötzlich rufen. „ Na ihr!! Die Show war super!!", freute sich Amy und drückte mir einen Kuss auf. „ Ich bin sehr froh dass sie euch gefallen hat."

 

~Sheryl~
Das erste dass wir taten nach dem die Show zu ende war, war hinter die Bühne zu gehen um Kelly erstmal um den Hals zu fallen. „ Hey Süsse!! Das hast du super gemacht!!", lachte ich und umarte Kelly. „ Danke, danke. Jetzt reichts aber, ich werd sonst noch rot."
Ich konnte richtig sehen wie erleichtert Kelly war, die Show vorbei war. Klar wusste ich dass sie es schafft. Wenn nicht sie und Ashley, wer sonst?
Aber es ist eben doch eine Last die von einem abfällt, wenn man nur Zuschauer ist und sonst nichts tun kann. Besonders wenn irgendetwas schief gegangen wäre.
„ Und was machen wir jetzt? Ich kann auf keinen Fall jetzt schon ruhig sitzen.", meinte Lee als wir vor dem Hotel ankamen.
„ Lee, du kannst nie ruhig sitzen.", meinte Sy und ich musste lachen. „ Na und? Ihr wisst dass ich da nicht für kann!! Kelly ist doch auch so!" Sie unterhielt sich gerade mit Sheila und schaltete sich erst jetzt in das Gespräch ein. „ Lee, quatsch kein Blech! Ich bin hundemüde. Klar brauch ich noch eine lange Zeit bis ich ein schlafe, aber ich kann jetzt nichts mehr machen. Die Nervosität vor dem Konzert hat mich glaub ich im nach hinein so geschafft, da kann ich jetzt nichts mehr unternehmen."
„ Ach Lee, jetzt sei nicht so eingeschnappt.", grinste Amy. „ Morgen habt ihr doch keine Show, oder?" „ Ja richtig, erst Mittwoch wieder in Wembley.", nickte Dunk. „ Dann können wir doch morgen mal was machen, muss ja nicht bis abends sein." „ Da wär ich auch dabei.", grinste Kelly. „ Na gut.", seufzte Lee. „ Ich geb mich geschlagen."
Wir mussten wegen Lee's Schnute alles lachen.
Aber ich war auch echt froh dann im Bett zu liegen. Ich habe wohl vergessen wie fertig ich nach den Konzerten bin, die ich schon gesehen hatte. Na ja, aber ich durfte gar nichts sagen. Ich stand nur im Publikum und habe nicht knapp 2 Stunden voll Power auf der Bühne gegeben.
Den nächsten Tag verbrachten wir, nachdem wir uns von Gemma und Sheila verabschiedet hatten und die Boys ein paar Interview's bei einigen Radiostationen gegeben hatten, in der Stadt.
„ Du Kelly- Schatz.", meinte ich, als wir uns in eins der Cafè's setzten. „ Hm?" „ Was hast du gestern noch mit Sheila gequatscht?" Sie winkte ab.
„ Ach, das war nichts wichtiges, ich hab sie um etwas gebeten und sie meinte, sie würde mich deswegen heute Abend noch anrufen."
Wieso sagte sie es denn nicht einfach, wenn es doch nicht so wichtig ist? Na ja, wir werden es sicher noch erfahren, irgendwann erzählen wir uns alles, egal wie lange es dauert.

 

~Simon~
An diesem Nachmittag ging es nach Wembley. In dem Hotel hatten wir schnell eingecheckt und ich war auch egal froh, dass nach den Terminen heute Vormittag nichts mehr anstand. Morgen früh würde es schon wieder zum Soundcheck gehen, dann hätten wir wieder ein paar Interview's und ein Fotoshooting.
„ Sy?", meinte Sheryl, als wir später im Zimmer waren und eigentlich schon fast eingeschlafen wäre. „ Hm?", mehr brachte ich im Moment einfach nicht raus.
„ Wie lang ist die Tour so insgesamt?" „ Nach 2 1/2 Wochen.", murmelte ich und zog sie in meine Arme. „ Aber diese Zeit kann ich nicht immer bei dir sein." Ich musste lächeln. „ Ja ich weiss. Aber noch hab ich dich ja bis morgen bei mir und dazwischen haben wir auch ab und zu frei und in der Zeit sehen wir uns sicher.", erwiderte ich. „ Das will ich schwer hoffen. Jetzt sind ja nur noch Amy und ich da, die euch sooooooo vermissen können."
„ Vielleicht hättest du auch bei dem Casting mitmachen sollen." Sie fing an zu lachen. „ Oh nein, glaub mir, so gut wie Kelly tanz ich nicht. Das konnte ich nie und werd's auch nicht können." „ Die Wochen überstehen wir sicher ohne Schaden. Ich glaube ende nächste Woche haben wir eine Show zu der ihr problemlos kommen könntet. Die ist, wenn ich mich nicht täusche Freitagabend. Und bei der letzten Show der Tour müsst ihr sowieso kommen, das ist Pflicht.", lachte ich. „ Ach wirklich? Das wusste ich ja noch gar nicht." „ Jetzt weisst du's.", nickte ich entschlossen und küsste sie sanft.
Noch viel länger blieben wir nicht wach, ich jedenfalls, nicht, der Anfang der Tour, sich wieder an den ganzen Ablauft zu gewöhnen ist verdammt schwer, weshalb mir auch wenige Minuten später die Augen zu fielen.

 

~Duncan~
„ Süsse, was ist denn los?", fragte ich Kelly, als ich gerade aus dem Bad kam und sie, sowie schon vor 10 Minuten als ich ins Bad gegangen war, hin und her lief und nicht einmal ruhig stehen blieb. „ Ich bin nur wieder nervös, das ist alles.", erklärte sie. Ich setzte mich auf's Bett und zog sie zu mir. „ Das glaub ich dir nicht, wenn du morgen früh nervös bist, okay. Aber jetzt hast du doch eigentlich keinen Grund mehr." Sie setzte sich zu mir und umarmte mich kurz. „ Ich warte nur auf den Anruf von Sheila, sie hat gestern gesagt sie würde sich melden, also noch heute und jetzt ist es schon gleich 22 Uhr und ich hab immer noch nichts von ihr gehört." „ Was ist denn so wichtig an dem Anruf?" „ Es geht um morgen. Aber egal, ich sollte echt aufhören mich ständig deshalb verrückt zu machen." Sie seufzte. „ Dass du es mit mir aushältst ist echt ein Wunder." Jetzt musste ich echt lachen. „ Ich würde es auch noch mit dir aushalten, wenn du schlimmere Ticks hättest als sowas." „ Wer hat gesagt dass ich die nicht habe?", grinste Kelly nun.
„ Na dann erzähl mal."
Sie begann wirklich sämtliche Ticks von sich aufzuzählen und je länger sie darüber redete desto süsser fand ich es.
„ War das jetzt alles?", fragte ich grinsend nach, da sie einen Moment überlegte. „ Ich glaub schon.......Ach ja ich bin vorbelastet was dieses hyperaktive angeht, das hab ich 100% von Lee." „ Das kann sehr gut möglich sein." „ Ist es.", nickte sie. „ Okay ist es. Aber sag mal, wie stehst du so zu deinem Freund?" Sie grinste mich kurz an und erwiderte dann ernst. „ Hm, ach zu dem hab ich glaub ich ein ganz normales Verhältnis." Sie küsste mich kurz. „ Ich bin zwar total süchtig nach seinen Küssen und ich würde sterben wenn ich ihn verlieren würde, aber ansonsten ist zwischen uns alles ganz normal." Ich sah sie erstaunt an als ich dies hörte. „ Meinst du das ernst?"
„ Was?" „ Na was du gerade gesagt hast." Sie nickte. „ Ja, ich würde es nicht überstehen dich zu verlieren." „ Davor brauchst du keine Angst zu haben.", sagte ich sanft und strich ihr mit den Fingern über die Wange, bevor wir uns küssten. Aus diesem Kuss kamen wir auch nicht mehr raus, bis das Telefon klingelte. „ Hallo?", meinte Kelly nach einem Moment, als sie es geschafft hatte sich von mir zu lösen, denn eigentlich hätte ich das Telefon jetzt am liebsten aus dem Fenster geworfen.
„ Hi Sheila....Macht doch nichts........Und?" Sie schwieg einen Moment und meinte dann wieder:
„ Na wenn das so ist." Sie atmete einmal tief durch. „ Und wir sehen uns morgen? Gut bis dann. Und Sheila....Ich hab dich lieb. Bye." Irgendetwas war nicht okay, dass sah ich Kelly schon an, bevor sie mich überhaupt ansah.
„ Ist was passiert?" Sie schüttelte den Kopf. „ Nein, es ist alles okay." Das glaubte ich ihr zwar kein Stück, aber ich hielt es besser sie nicht darauf anzusprechen. „ Ich muss mich hinlegen, sonst penn ich morgen noch während der Show ein."
Das bezweifelte ich zwar stark, aber dennoch musste ich eh auch ins Bett, es war schon viel zu spät, dafür, dass wir morgen schon um 8 Uhr wieder los müssten.

 

~Amy~
Es war einfach zu schade dass Sheryl und ich nur noch heute mit den Boys zusammen sein könnten. Morgen müsste ich wieder zur Arbeit. Dabei war ich überzeugt davon dass sich die Getränke auch mal von alleine servieren würden.
Aber daran konnte ich leider nichts ändern.
Beim Soundcheck zu zusehen machte immer Spass, keiner konnte da ernst bleiben, egal ob sie es mussten oder nicht.
Lee war mit Ant gerade dabei eine, ich würde sagen, totale Verarsche der All Rise Choreographie zu tanzen. Also wenn man mich jetzt fragen würde, ich konnte mir jetzt die Gründe, weshalb Paul sagt Lee sei der schlechteste Tänzer der 4, ziemlich gut vorstellen. Ja ja, ich weiss es klingt gemein, aber wenn man das sieht.....
Doch dann rief Paul die Beiden zu sich, damit sie mit Simon und Duncan und den ganzen Tänzern die ja schon alle da waren anfangen konnten die Choreographien durch zu gehen.
Wenn ich daran dachte dass ich jetzt auch Kelly erstmal nicht mehr sehen würde wurde mir ganz komisch. Wir waren immer zusammen und jetzt wären wir auf einmal einige Wochen getrennt. Klar klingt dass alles irgendwie bescheuert, aber sogar in den Ferien vermissen wir uns immer furchtbar.
Irgendwie schien es ihr heute aber nicht so gut zu gehen, sie verpatzte immer wieder die Choreographie zu Rock The Night, dabei konnte sie diese im Schlaf. Also stimmt etwas nicht.
Auch Paul schien das bemerkt zu haben, denn er sprach gerade mit ihr.
„ Ob alles okay ist?", fragte Kelly und wurde dabei lauter. „ Nichts ist okay, überhaupt nichts!"

Oh oh, das klang ganz und gar nicht gut. Ich tauschte mit Sheryl einen kurzen Blick und ging dann mit ihr zu Kelly.

„ Was ist denn los?", fragte ich und berührte sie leicht am Arm.

~Kelly~
Es tut mir ja echt leid dass es heute einfach nicht klappen will mir dem Tanzen. Ich will ja, aber ich kann einfach nicht!!
Als Paul mich dann darauf ansprach war es mit meiner Selbstbeherrschung vorbei.
„ Ob alles okay ist?", fragte ich fast lachend und wurde dann wieder ernst.
„ Nichts ist okay, überhaupt nichts!" „ Was ist denn los?", kam nun von Amy.
„ Ich sag euch was los ist. Ich habe Maria Ryan, meiner Mutter, Vorgestern ein Ticket geschickt für die Show heute Abend. In einem Brief habe ich sie darum gebeten dass sie kommen soll, da es mir soviel bedeuten würde.
Ich habe Sheila gebeten bei ihr vorbei zu gehen um zu sehen was sie macht wenn sie das Ticket in der Hand hält." Ich glaube alle um mich herum waren irgendwie verblüfft, oder besorgt, doch das war mir im Moment sowas von egal. Ich musste meinem Ärger jetzt einfach Luft machen.
„ Was glaubt ihr was sie getan hat?" Ich musste auflachen, wobei ich merkte dass mir eine Träne über die Wange lief. „ Sie hat den Brief gelesen, das Ticket aus dem Umschlag genommen beides betrachtet und ohne ein Wort zerrissen und weggeworfen!!!! Und jetzt frag mich noch einmal ob alles okay ist!!!" Ohne noch einmal auf die Anderen zu achten ging ich von der Bühne und verkroch mich in der Garderobe der Boys.
Jetzt konnte ich einfach nicht mehr und liess meinen Tränen freien Lauf.
Wieso tat sie mir nur so weh? Sheila hatte mir erzählt wie Mum sich verhalten hatte als sie den Brief las und was sie getan hatte nachdem sie ihn weggeworfen hatte. Sie hatte so gehandelt als wäre es ein Werbeflyer oder sowas.
Sie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben. Das hatte ich jetzt begriffen.
Oh mein Gott, ich kam mir hier vor wie ein verstossenes Tier, aber das war ich doch auch, verstossen. Mein Vater hatte ich nur für kurze Zeit, ihm war es so schnell zu viel geworden und jetzt hatte Kelly Ryan auch keine Mutter mehr.
Ich war vollkommen alleine.

~Duncan~
Das hatte ich echt nicht erwartet. Deswegen war Kelly gestern Abend also so drauf gewesen. Lee war schon drauf und dran ihr hinterher zu gehen, aber ich hielt ihn zurück.
„ Nein warte Lee, lass mich gehen." Ja ich wollte zu ihr, nur wo war Kelly hingegangen? Ich sah in der Garderobe der Tänzer nach und dann bei uns. Und dort fand ich sie dann auch. Sie sass zusammengekauert auf der Couch und weinte.

„ Hey Honey.", sagte ich sanft und setzte mich neben sie.

„ Was willst du noch?" „ Was?" Was sollte diese Frage?

„ Wieso gibst du dich überhaupt mit mir ab? Ich bin doch eh zu nicht zu gebrauchen." „ Red doch nicht so.", sagte ich und zog sie in meine Arme. „ Wieso tut sie sowas? Ich konnte nichts für unseren Streit, ich kann nichts für die Diskussion nach der sie mich rausgeschmissen hat und ich wollte nur dass sie zu der Show heute kommt damit sie sieht wie einer meiner Träume in Erfüllung geht. Ich wollte sie wieder einmal sehen und ich wollte wissen ob sie stolz auf mich ist weil ich es echt als Tänzerin auf die Bühne der Wembley Arena geschafft habe."
Sie schluchzte immer wieder und ich wiegte sie langsam hin und her.
„ Kelly, mach dir keine Vorwürfe, sie weiss gar nicht was sie an dir hat."
„Was hab ich denn nur falsch gemacht dass sie so zu mir ist?" „ Du hast nichts getan." Was sollte ich ihr nur sagen? Sowas hatte ich echt noch nie erlebt!
„ Ich weiss wie es ist ohne Vater aufzuwachsen und ich weiss dass das an sich schon schwer genug ist. Ich kann dir aber nicht sagen wie es ist seine Mutter plötzlich einfach nicht mehr zu haben, besonders wegen sowas."
„ Sie ist nicht mehr meine Mutter.", sagte Kelly entschlossen und wischte sich ein paar Tränen weg. Ich sah sie etwas geschockt an, was sie gleich mit einem Spruch quittieren musste. „ Du brauchst mich nicht so anzusehen. Sie will mich nicht mehr, also hab ich keine Mutter mehr."

Es tat ihr so weh dies zu sagen, ich konnte es in ihren Augen sehen. Ich würde alles tun um ihr diese Schmerzen zu nehmen, Kelly hat es einfach nicht verdient so behandelt zu werden.

„ Kann ich dir irgendwie helfen?" „ Du könntest mir helfen diese Proben zu überstehen ohne dass ich noch einen Heulkrampf bekomme. Nach tanzen ist mir im Moment nämlich gar nicht zu mute."
Ich stand auf und zog sie fest in meine Arme. „Ich liebe dich Kelly und ich würde dich niemals alleine lassen, hörst du?" „ Ich liebe dich auch." Wir lösten uns aus der Umarmung und ich hob ihr Kinn mit zwei Fingern an, so dass sie mir in die Augen sehen musste. Dann küsste ich sie sanft und strich ihr die letzten Tränen aus dem Gesicht.
Ich griff nach ihrer Hand und ging wieder mit ihr zur Bühne, wo die Anderen sich hingesetzt hatten und wohl auf uns warteten.

 


~Lee~
Nachdem Dunk mit Kelly wieder gekommen war zogen wir den Soundcheck ohne weiteres durch. Man hätte nicht denken können dass Kelly vorhin so einen Ausraster gehabt hatte.
Es tat mir so weh zu wissen was passiert ist. Als die Proben zu ende waren ging ich gleich zu ihr.
„ Hey Kelly.“ Sie drehte sich zu mir um und sah mich ernst an. „ Es tut mir so leid.“ Mein Gott, dieser Blick den sie mir zu warf war so voller Trauer, das tat schon in der Seele weh. Sie kam zu mir und ich schloss sie für einen Moment in die Arme. „ Süsse du weisst dass ich dich niemals im Stich lasse, ja?“ Sie nickte. „ Ja. Danke.“
Ich hatte nicht wirklich das Gefühl als würde ich mit dem was ich sagte zu ihr durchkommen. Ich wollte sie so gerne trösten und für sie da sein. So wie auch Sheryl und Amy. Das sah ich an ihren Gesichtern an. „ Lee ich mache mir echt Sorgen um sie. Soviel wie Kelly hat bisher noch niemand durchgemacht, denn ich kennen.“ „ Mir geht es doch auch so.“, sagte ich und versuchte sie so etwas zu beruhigen.
Ich küsste sie sanft, wobei ich alles um mich herum vergass. „ Hey Lee, wir haben gleich ein Interview, vergiss das nicht.“, rief Ant, nun und brachte mich so dazu mich wieder von Amy zu lösen. „ Sorry, aber er hat recht.“ Sie winkte ab. „ Das macht nichts, so lange du ganz schnell wieder kommst.“ Ich grinste sie an. „ Aber klar doch.“
Dann ging ich schnell duschen und ab ging’s zum Interview. Doch so wirklich interessierte uns das nicht.
Die Reporterin war ne Tussi, die ständig irgendwie Dunk angebaggert hat, die Fragen waren blöd und es zog sich unnötig lang.
„ Und wie sieht’s in eurem Liebesleben aus?“, wollte sie schlussendlich wissen und grinste dabei überblöd. „ Wir sind alle vergeben.“, antwortete Ant knapp.
Ach ja!! Ich hätte schon fast vergessen dass er ja auch eine neue  Freundin hat!! Er und Janie waren noch nicht sehr lange zusammen, ausserdem konnte sie heute leider nicht beim Konzert dabei sein, weil sie arbeiten musste. Sie ist Krankenschwester, wenn ich mich nicht täusche.
Dieser Wasserstoffblondine schien bei diesem Satz echt alles irgendwie zu entgleisen. Ich musste mir echt ein Lachen verkneifen. „ Und wie habt ihr die Girls kennen gelernt?“ Ich verdrehte die Augen. Natürlich musste nachgehakt werden, wenn wir öffentlich sagten dass wir Freundinnen haben. Aber na gut, wenn sie es wissen will.
„ Ich war schon mal mit meiner Freundin zusammen. Wir haben uns aber getrennt, bevor es mit Blue losging. Wir haben begriffen dass es ein Fehler war und beschlossen es nochmal zu versuchen.“, sagte Simon darauf.

 

~Simon~
Mir war klar dass sicher nur dieser Auszug des Interviews Morgen auch in sämtlichen anderen Zeitungen zitiert wird. Aber das war mir egal. Wir sind immer ehrlich zu unseren Fans, also auch in dieser Sache.
„ Ich bin mit Lee’s Cousine zusammen.“, sagte Duncan dann. Oh diese Schlagzeile sehe ich schon vor mir!! Und wenn dann noch bekannt wird dass sie Tänzerin bei uns ist, geht’s so weiter. Aber wahrscheinlich wissen es die Fans eh schon, die sind in sowas immer so schnell, da kommt die Presse meistens gar nicht hinter her.
Besonders wir immer wieder alles wiederholt, dabei hat sich alles schon wieder geändert.
Lee erzählte dann auch noch woher er Amy kannte und Ant sagte dass er Janie mal in einer Disco kennen gelernt hatte und dass es eben gefunkt hatte, als sie sich vor kurzem wieder gesehen hatten.
Das war dann wohl auch genug und das Interview war vorbei. Ich war eigentlich noch ziemlich happy darüber, es jetzt öffentlich gemacht zu haben dass ich mit Sheryl zusammen bin. Allerdings hatte sie davon ja keine Ahnung, weshalb ich auch ihren Namen nicht genannt hatte. Ich wollte es ihr heute Abend noch sagen, bevor sie’s Morgen liesst und mir an die Gurgel geht.

 

~Sheryl~
„ Hey Kelly.“, sagte ich vorsichtig, als ich die Hotelzimmertür geöffnet hatte und Kelly auf dem Bett lag und irgendwas schrieb.
„ Na ihr.“, sie legte das Heft in das sie gerade geschrieben hatte zur Seite und setzte sich auf. „ Was machst du gerade?“, wollte Amy wissen, als wir uns zu ihr setzten. „ Ach nichts weiter, ich schreib nur.“ „ Und was?“, ich war mal wieder viel zu neugierig, das war mir schon klar, aber immer wenn sie in dieses Heft schrieb und wir sie fragten was sie gerade machte, sagte sie es sei nichts wichtiges.
Aber es war klar dass wir ohne die Erlaubnis der Anderen niemals irgendwas lesen oder weiter erzählen würden, auch wenn wir noch so neugierig waren.
„ Wir wollten gleich ein Bisschen shoppen gehen. Möchtest du mitkommen?“, erkundigte ich mich bei ihr, doch Kelly schüttelte den Kopf. „ Kel, es ist wichtig dass du dich etwas ablenkst.“, sagte Amy jetzt. „ Wir machen uns echt Sorgen um dich.“ Ich sah sie ernst an, als sie sich räusperte und von uns Beiden jeweils eine Hand ergriff. „ Das braucht ihr nicht. Ich komme damit schon klar.“ Ich glaube das zwar nicht, aber ich liess sie erstmal zu ende sprechen. „ Ihr seit die besten Freundinnen die man haben kann, wisst ihr das eigentlich?“ „ Ach das ist doch Müll!“, winkte Amy ab. Jetzt mussten wir alle lachen.
„ Nein, es ist so. Ohne euch hätte ich nicht bei dem Casting mitgemacht und ich wäre jetzt nicht hier und würde in ein paar Stunden echt auf der Bühne der Wembley Arena stehen.“ „ Du kannst dir nicht vorstellen wie stolz ich auf dich bin.“, sagte ich darauf. „ Ich wusste dass du es schaffst, wenn nicht du, dann niemand.“ Kelly umarmte zu erst mich und dann Amy. „ Ich wüsste nicht wie ich das alles ohne euch überstehen würde.“
„ Willst du reden?“, fragte Amy vorsichtig. „ Nein, darüber zu reden ist schrecklich. Ich muss das alles erstmal verarbeiten. Ich weiss nur, dass Mum mich nicht mehr will und wenn sie heute Abend wirklich nicht auftaucht werde ich auch nichts mehr von ihr sehen oder hören.“ Oh das tat mir jetzt echt noch mehr weh als auch schon. „ Aber wir sind da, müsste ich nicht arbeiten wäre ich die ganze Tour mit dabei.“, erwiderte Amy. „ Ich könnte ja noch bleiben, aber dass ich ausgerechnet ab nächste Woche wieder als Aushilfe arbeiten muss, ist jetzt echt zu dumm.“, setzte ich hinzu. „ Ach das macht doch nichts. Solange ihr bei der letzten Show dabei seit.“ „ Na das sowieso.“, grinste Amy.
„ Sy und Lee haben uns das auch schon eingebläut.“ Wir mussten alle wieder lachen.
„ Möchtest du jetzt mitkommen oder nicht?“, fragte ich dann nochmal. „ Nein, geht ihr nur, ich möchte noch etwas alleine sein.“ Ich seufzte. „ Na gut, dann sehen wir und nachher.“ Ich drückte ihr einen Kuss auf die Wange auf und ging dann wieder zur Tür.

 

~Kelly~
Ich hatte gesehen wie Sheryl immer wieder auf das Heft geschielt hatte. Ich musste grinsen bei dem Gedanken daran. Sie wollten es beide wissen das war mir klar.
Irgendwann würde ich es ihnen sicher sagen, aber noch nicht jetzt.
Ich schreibe schon seit wir in Southend waren an diesem Song und da er schon fast fertig war könnten die Beiden jetzt auch noch etwas warten. Irgendwie war ich in der letzten Zeit nicht mehr dazu gekommen, besonders in den letzten Wochen als Ashley und ich non stopp geprobt hatten.
Doch jetzt müsste ich nur noch eine passende Melodie dazu haben und mein erster richtiger Song wäre fertig. Na ja, ob man das dann Song nennen kann werde ich jetzt mal in Frage stellen. So wirklich war ich nicht davon überzeugt.
Aber na ja, ich hatte ihn geschrieben und deshalb war ich schon allein deswegen stolz darauf.
Mit Amy und Sheryl shoppen gehen wollte ich einfach nicht. Ich hätte ihnen nur den Nachmittag verdorben. Obwohl, hatte ich das mit diesem Ausraster von vorhin nicht schon getan? Anders zu reagieren war mir echt unmöglich, ich konnte einfach nicht mehr und ich wollte auch nicht mehr länger darüber nachdenken.
Ich griff wieder zu dem Heft und betrachtete den Text. Ich war so blöd gewesen und hatte meine Gitarre bei Sheryl gelassen.
Vielleicht sollte ich mal Andrew fragen. Morgen wäre schliesslich schon wieder eine Show und beim Soundcheck zog sich alles eh immer wieder, wenn es dann ginge könnte ich da vielleicht etwas rumprobieren.  

„ Hey.“ Ich schreckte auf. Ich hatte gar nicht bemerkt dass Duncan ins Zimmer getreten war und jetzt die Tür hinter sich schloss. „ Oh hi! Wie war das Interview?“ „ Na ja wie immer halt. Ich glaube diese Reporter schaffen es nicht mehr uns Fragen zu stellen die uns nicht bald zu den Ohren rauskommen.“ Ich grinste ihn an und küsste ihn dann kurz.

„ Also nichts neues?“ „ Ähm, na ja, wir wurden mal wieder gefragt wie’s mit unserem Liebesleben aussieht.“ „ Aha.“ Na was er dazu gesagt hatte interessierte mich jetzt echt brennend. „ Wir haben alle öffentlich gemacht dass wir vergeben sind, aber wir haben eure Namen nicht gesagt. Erstens wussten wir ja nicht ob ihr damit einverstanden seit und zweitens denke ich mal dass es besser ist wenn die das nicht gleich erfahren.“
„ Das ist so süss dass du das getan hast.“, grinste ich und umarmte ihn dann. „ Wo sind Amy und Sheryl? Nach den Proben wollten sie doch hier sein.“ „ Die sind shoppen gegangen.“, erwiderte ich. „ Du hattest keine Lust?“ „ Nein, ich kann im Moment noch weniger mit shoppen anfangen als sonst schon.“ Ich griff nach dem Heft und steckte es in meinen Rucksack. „ Hast du wieder geschrieben?“ Ich nickte. „ Ja, ich war da gerade so gut bei.“ „ Wann seh ich denn endlich mal was von den Songs die du geschrieben hast?“ „ Noch nicht jetzt.“ „ Das hast du schon gesagt als wir in Southend waren.“ Er sah mich schon fast schmollend an, worauf ich anfing zu lachen. „ Fang jetzt nur noch an zu heulen. Ich werde es dir schon noch zeigen, aber ich bin mit dem Text erst gerade fertig geworden.“

 

~Duncan~
Ich und schmollen? Das ich nicht lache, ich schmolle doch nicht!!! Aber na ja, vielleicht etwas. Aber wenn Kelly meinte ich würde den Text nochmal zu sehen bekommen, dann verliess ich mich darauf. „ Und wie geht dir jetzt?“ „ Ich weiss es nicht. Ich bin so froh dass du hier bist und dass ich auch noch Lee und Sheryl und Amy habe. Aber trotzdem fühlt sich das alles hier drin irgendwie leer an.“ Sie deutete auf ihr Herz und lehnte sich dann an mich. „ Das kann ich mir vorstellen und du weisst dass ich alles dafür tun würde, dass es nicht mehr so ist.“ „ Danke, aber das Einzigste dass du für mich tun kannst wäre mir zu sagen wie ich die Show heute Abend überstehen soll.“ Sie liess sich zurück auf’s Bett fallen, schloss die Augen und atmete tief durch.
„ Das wirst du schaffen ganz sicher, wir sind alle bei dir und Amy und Sheryl stehen wieder im Bühnengraben. Sheila kommt doch auch noch.“ „ Ja ich weiss schon, aber darum geht es mir nicht.“ Ja das wusste ich. „ Ach Kel, was kann ich nur machen damit es dir besser geht.“ „ Lass mich nicht allein. Lass mich nur niemals allein, dann geht es mir besser.“ Sie hatte das so ernst gesagt und auch so......Na ja schon fast am Ende ihrer Hoffnung, dass ich nur nicken konnte. „ Ich könnte dich gar nicht alleine lassen, wie sehr glaubst du würdest du mir fehlen.“
Die Stunden bis zur Show gingen viel zu schnell um und schon hiess es wieder umziehen, warm singen und ab auf die Bühne.
Kelly lief schon die ganze Zeit nervös hin und her und es schien einfach nicht besser zu werden, obwohl ich ja wusste dass sie gleich wieder super tanzen würde.

„ Sie ist nicht da, sie wird auch nicht mehr kommen. Ich kann das einfach nicht.“, sagte sie gerade zu mir und atmete tief durch. „ Kelly komm her.“, meinte Ashley und umarmte sie. „ Du schaffst die Show und die Anderen auch. Keine Angst, dein Talent wird dich nicht verlassen weil deine Mum nicht da ist.“ „ Wir sind alle da und du weisst dass du auch noch ein paar Groupies hast die im Bühnengraben stehen.“ Sie lachte auf. „ Ich hab wohl keine andere Wahl als gleich auf die Bühne zu gehen, hm?“

„ Nein!“, sagten Ashley, Lee und ich im Chor. „ Ich geb mich ja geschlagen!“ Sie hob abwehrende die Hände und ich umarmte sie und drückte ihr einen kurzen Kuss auf bevor es auf die Bühne ging.

 

~Amy~
Maria tauchte nicht auf. Sheila war pünktlich da und sagte uns dass sie auch noch versucht hatte Maria zu überreden mit ihr herzukommen. Doch das hatte auch nichts gebracht.
Kelly wusste das bestimmt auch schon, wir waren nicht mehr dazugekommen es ihr zu sagen. Jetzt hoffte ich nur dass sie die Show durchsteht.
Das hier ist Wembley! Als wir 13 waren hatten wir uns immer wieder in so eine Art Spiel gefragt was wir später einmal werden wollen. Sheryl wollte schon immer Schauspielerin werden, auch wenn es bisher leider nicht danach aussah, irgendwann würde sie es schaffen. Und Kelly sagte immer und das ohne zu zögern sie wolle als Tänzerin in der Wembley Arena auf der Bühne stehen.
Sie hatte es geschafft und ihre Mutter war nicht da um sich mit ihr zu freuen.
Das war echt etwas vom miesesten dass es gibt!!
Ich sah zu Sheryl die schon wie gebannt zur Bühne sah, ihren Blick dann zu mir wandte und tief durchatmete. „ Gleich geht’s los.“ Ich grinste sie an. „ Du bist nicht etwa nervös?“ „ Doch und wie!!“ Wir mussten lachen. „ Mir geht’s auch so.“, gestand ich.
In dem Moment ging das Licht in der Halle aus und der Anfang des Einspielers wurde gezeigt. Ich griff nach Sheryl’s Hand und drückte sie kurz.
Als Kelly während Back To You mit Sherene, Shelina, Nikky, Ashley, Mark, Danny Craig und Scott auf die Bühne kam wusste ich dass sie die Show packen würde. Vielleicht musste auch Dunk noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, aber jetzt, da sie erstmal da war, würde sie es auch durchziehen können.

 

~Sherly~
Die ganze Show lief bisher super. Ich konnte jedenfalls nicht erkennen dass Kelly irgendwelche Fehler unterlaufen waren.
Auch wenn Maria nicht da war, wir waren umso stolzer auf sie. Sie erfüllte sich damit einen Traum und dann stand sie auch noch gleichzeitig mit Lee auf der Bühne.
Ich glaube besser ging es in der Hinsicht nicht. 
If You Come Back und Breathe Easy waren mal wieder wunderschön. Manchmal denke ich, ich könnte echt nicht mehr und würde gleich anfangen zu weinen. Aber na ja, was soll man bei diesen Songs sonst schon machen?
Meine Lieblingsperformance ist aber immer noch die zu Alive und schliesslich kommt dieser Song als nächstes. Alles war einfach so geil.
Manchmal ist es einfach zu schade das solche Shows so schnell wieder vorbei sind.

 

~Kelly~
Während die Boys If You Come Back und Breathe Easy sangen standen wir hinter der Bühne um dann zu Alive wieder raus zu gehen.
Mir ging es noch nicht sehr viel besser, aber ich hatte ja schon einen Teil der Show überstanden. Nach Alive käme ja schon wieder ein Kostümwechsel, diese machten mir sowieso Sorgen, noch war ich nicht so schnell dass ich mich in der kurzen Zeit problemlos umziehen konnte. Doch mit Hilfe von Caroline hatte es ja auch schon bei der ersten Show in Minehead geklappt. Ich bin ja auch nicht die Einzigste, Shelina und Craig hetzen auch so, dass man meinen könnte sie hätten wirklich keine Minute.
Beim Ende von If You Come Back überkamen mich meine Gefühle zu sehr und die erste Träne bahnte sich den Weg über meine Wange, was Breathe Easy dann doch nicht minderte. „ Hey Kelly.“ Shelina kam zu mir und ich sah sie an. Mein Make Up löste sie langsam auf, denn meine Tränen konnte ich nicht stoppen. „ Ach Süsse, komm her.“ Sie nahm mich in den Arm und ich schluchze einmal laut. „ Ganz ruhig.“ Sie strich mir immer wieder über den Rücken. „ Ich versuch’s, aber es ist so schwer.“ „ Das glaube ich dir. Aber jetzt kannst du dich nicht gleich verkriechen.“, sagte Shelina und wischte mir die Tränen weg. „ Ich weiss, das will ich auch nicht. Aber so kann ich nicht wieder da raus.“ Ich deutete auf mein Gesicht. Die Schminke musste schon total verschmiert sein.
„ Warte kurz ich ruf Maarit, sie muss dir ein eil Make Up verpassen.“ Das brachte mich zum grinsen. Ashley gab mir ein Taschentuch. „ Hier nimm das.“ „ Danke.“ „ Hey das ist doch kein Problem. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie du dich jetzt gerade fühlst.“
„ Das kann ich dir ehrlich gesagt auch nicht beschreiben.“ Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Bin ich froh dass wir unsere Taschen immer wieder hier rumstehen haben.“ „ Brauchst du noch ein Taschentuch?“ Ich schüttelte den Kopf. „ Nein geht schon.“ Ich schminkte mich in Windelseile ab und Maarit verpasste mir nochmals den dunklen Lidschatten.
Das war wirklich mal ein neuer Grund weshalb ich froh darüber war das Breathe Easy ein etwas längerer Song ist. Denn gerade als Duncan die letzten Töne sang war ich wieder geschminkt.
„ Den Rest der Show wirst du auch noch schaffen.“, zwinkerte mit Shelina zu und dann ging es wieder auf die Bühne.

 

~Lee~
„ Also, wer kommt jetzt mit?“, fragte ich die Anderen, nach der Show. Da ich heute mal etwas um die Häuser ziehen wollte. Mum hatte sich schon von uns verabschiedet und war in ihr Zimmer gegangen. „ Ich leg mich gleich hin. Sorry.“, meinte Kelly und ich nickte. Das verstand ich natürlich. „ Okay, aber ihr kommt mit, ja?“ Ich sah wie Sheryl kurz zu Kelly schielte. „ Auf mich müsst ihr nicht achten, ich geh eh gleich schlafen, also geht.“ „ Na gut, ich komm mit.“, meinte Amy dann. Ant und Sy sowie Sheryl schlossen sich an. „ Dunk?“ „ Nee, hab keine Lust.“ Na dann lassen wir die Beiden eben hier.
„ Dann sehen wir uns in einer halben Stunde, okay?“, sagte ich zu Sy und der nickte.
„ Sollte zu machen sein.“ Dabei sah er grinsend zu Sheryl die diesen Blick gesehen hatte. „ Soll das eine Anspielung sein?“, fragte diese gespielt eingeschnappt. „ Nein wie kommst du denn darauf?“, entgegnete er vollkommen überrascht, so dass wir lachen mussten. „ Ich kenn dich. Wehe du kommst damit dass ich lange im Bad hab, das stimmt nämlich überhaupt nicht.“
Ja Simon brauchte echt verdammt lange im Bad, noch schlimmer wird es wenn er sich besonders stylen will. Aber ich hielt mich mal besser aus dieser Diskussion raus.
Dafür ging ich zu Kelly und knuddelte sie mal wieder.
Ja ja, ich weiss schon, aber ich hatte Kelly so lange nicht bei mir und da jetzt für einige Wochen das Gegenteil der Fall ist, musste das einfach sein.
„ Sag mal hast du geweint?“, fragte ich sie flüsternd, so dass es auch niemand anderes mitbekam, aber das bezweifle ich denn jetzt waren alle ausser uns mit dieser Diskussion beschäftigt, wer denn jetzt am längsten im Bad hat und so.
„ Was? Wann?“, fragte sie etwas überrascht. „ Ich weiss nicht, hast du denn?“ Kelly nickte. „ Ja, ich konnte nicht anders. If You Come Back und Breathe Easy nacheinander hab ich heute nicht sehr gut verkraftet.“ „ Das tut mir leid. Aber jetzt geht es wieder?“ Sie nickte. „ Etwas.“ „ Hey Lee!! Wie war das mit der halben Stunde?“, fragte Antony grinsend. „ Bis morgen.“ „ Viel Spass.“, grinste Kelly und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „ Und wehe wir lesen morgen was in der Zeitung von wegen einer von euch sei heute Abend voll gewesen!!“, sagte Dunk noch und ich verdrehte die Augen. „ Ich hab’s ja gecheckt!“ Ich sagte da nichts weiter zu, sonst würden wir noch weitere 10 Minuten diskutieren.

 

~Duncan~
„ Wie können die jetzt nur noch um die Häuser ziehen? Ich bin total fertig.“, sagte Kelly und liess sich auf’s Bett fallen.
„ Ach daran gewöhnst du dich noch, glaub mir.“ „ Okay tu ich. Aber heute sicher nicht mehr.“, grinste sie und richtete sich wieder auf um ihr Oberteil auszuziehen. „ Was machst du jetzt wegen deiner Mum?“ „ Nichts. Was soll ich dagegen auch tun? Sie hat mir damit, dass sie heute nicht hergekommen ist, deutlich gezeigt dass sie nichts mehr mit mir zutun haben will.“ Ich setzte mich zu ihr auf’s Bett und schloss sie in die Arme.
„ Weisst du was? Ich finde deine Mum hat überhaupt keine Ahnung.“ „ Findest du?“ „ Ja, denn wüsste sie es, hätte sie diesen Krach gar nicht erst angefangen.“ „ Ach Duncan, ich wüsste nicht was ich ohne dich tun würde.“ Kaum hatten unsere Lippen wieder zusammengefunden spürte ich wie die Spannung zwischen uns präsent wurde.
Vor der hatte man echt nie Ruhe!! Aber eigentlich wollte ich mich jetzt auch nicht gegen sie wehren.
Meine Küsse wurden fordernder und als Kelly darauf einging dachte ich, ich würde den Verstand verlieren! Ich wollte so viel mehr von ihr.
Ich drückte sie langsam auf’s Bett zurück und liess meine Lippen über ihren Hals wandern. „ Warte.“, flüsterte sie plötzlich und ich hoffe so sehr, dass sie mich jetzt nicht unterbrach, noch einmal würde ich es nicht überstehen, besonders jetzt, da wir ungestört waren. Ich sah sie etwas unsicher an. „ Ich glaube so geht es besser.“, währenddem sie dies sagte glitten ihre Finger zu meinem Shirt welches sie mir gleich darauf über den Kopf zog.
Langsam bahnten sich meine Lippen den Weg über ihren Hals, das Dekolleté zu ihrem Bauch. Meine Finger fanden sich wenig später an ihrer Jeans die ich langsam öffnete.
Als ich ihre Hände an meinem Gürtel bemerkte musste ich leise aufstöhnen, gleich darauf befreite ich sie zuerst von ihrer Jeans und dann fand meine den Weg auf den Boden.

 

~Kelly~
Würde uns jetzt jemand, auf irgendeine Weise stören, würde ich diese Person umbringen und wenn es Sheryl oder Amy wäre.
Zu spüren wie Duncan meinen Körper mit Küssen übersähte war ein so wunderschönes Gefühl! Wir waren uns so nah, das ich fast Angst hatte zu atmen. Das alles sollte bloss nicht aufhören.
Mein BH und wenig später auch mein Slip befand sich auch gleich am Boden, so dass uns wirklich nur noch ein Kleidungsstück trennte.
Ich wollte es mir eigentlich nicht eingestehen, aber in mir machte sich Angst breit, sicher wollte ich das hier alles, aber na ja, die Angst konnte ich doch nicht wirklich unterdrücken.
„ Kelly, ist alles okay?“ Ich sah Duncan unsicher an. „ Ich hab nur etwas Angst.“
Er küsste mich sanft und strich mit seiner rechten Hand über meine Wange.
„ Ich werde versuchen dir nicht weh zu tun. Versprechen dass du keine Schmerzen hast kann ich leider nicht.“ Er war so lieb und zärtlich. Ich liebe ihn so sehr.
Meine Hände glitten über seinen Rücken zu den Shorts, von denen ich ihn gleich befreite. „ Ich liebe dich.“, hauchte ich und sah ihm tief in die Augen. „ Ich liebe dich auch.“ Als er gleich darauf in mich eindrang musste ich aufstöhnen und krallte meine Fingernägel in seinen Rücken. Es hatte nur kurz wehgetan, worüber ich wirklich froh war, denn davor hatte ich mich ja gefürchtet.
Doch jetzt konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen weshalb ich solche Angst gehabt hatte! Ich war noch immer angespannt, doch nach und nach liess diese Spannung nach, so dass ich mich vollkommen auf Duncan einliess.

 

1 ½ Monate später

 

~Simon~
Oh man!! Kaum zu glauben dass die Guilty- Tour heute Abend zu ende ist. Diese 2 Monate waren echt super gewesen. Das letzte Konzert findet in Manchester statt.
Den Soundcheck hatten wir schon hinter uns, so blieb uns noch genug Zeit etwas rumzuhängen, das nächste Interview wäre erst in einer Stunde dran.
Amy und Sheryl unterhielten sich gerade mit Andrew. „ Was hat sie denn vorhin gemacht?“, hörte ich Amy fragen.
Sie und Sheryl waren heute kurz vor 12 hier angekommen und schon wieder dabei alles mögliche auf den Kopf zu stellen. Auch wenn Kelly gerade nicht da war.
„ Kann ich dir auch nicht sagen, sie hat einfach gespielt und vor 10 Minuten ist sie gegangen, das wisst ihr ja.“, antwortete er. Ach ja! Kelly hatte heute ja eine dieser vielen Wohnungsbesichtigung. Sheryl hatte ihr versichert dass sie noch weiter bei ihr und Alyssa wohnen könnte doch Kelly hatte darauf bestanden bald auszuziehen. Sie könnte ihnen nicht ewig auf der Tasche liegen und da sie jetzt endlich Geld verdienen würde wollte sie sich eine eigene Wohnung suchen. „ Hey Amy schau mal.“, sagte Sheryl jetzt und griff nach einem Heft dass auf einer der Boxen lag. „ Was denn?“ Sie begann das Heft durchzublättern und sah mich dann verblüfft an. „ Das ist das Heft in das Kelly immer geschrieben hat. Also diese Songideen.“
Das interessierte mich jetzt doch mehr als es vielleicht sollte. Lee kam auch gerade dazu und Amy erzählte ihm von dem Fund den Sheryl gemacht hatte. „ Findet ihr es richtig das zu lesen?“, erkundigte sich Lee. „ Ich meine, es ist doch sicher ziemlich persönlich sowas.“ Die beiden Girls sahen sich schuldbewusst an. „ Oh mein Gott! Ist dieser Text schön.“, seufzte Sheryl jetzt. „ ‚I don't know you, not at all, I took one look at you and I want to know it all.’ Ist das nicht süss.” „ Zeig mal her.“, meinte Lee und griff nach dem Heft. Von wegen, das ist ziemlich persönlich! Jetzt war er natürlich wieder einer derjenigen der seine Nase in solche persönlichen Dinge steckte. „ Also ich finde, sie hat einiges von deinem Talent Songs zuschreiben abbekommen.“, bemerkte Sheryl. „ Aber sie sieht es nicht so. Sie denkt auch sie kann nicht singen.“, erinnerte Amy sie. „ Ich weiss, aber das vielleicht sollte man ihr mal klar machen, dass sie doch Talent dazu hat.“

 

~Lee~
Der Text war echt super schön. Und darüber nachzudenken dass es Kelly war die ihn geschrieben hat, machte mich echt stolz. „ An was denkt ihr da? Ich meine, ihr das klar zu machen?“, erkundigte sich Sy. „ Ich weiss nicht. Aber schau dir doch mal diese Noten da an.“, wies Amy auf die nächste Seite. „ Für mich sieht es so aus, als wäre der Text und auch die Melodie fertig geschrieben.“ Ich ahnte worauf sie hinaus wollte und ich war eigentlich der selben Meinung. Nur müssten wir mit der Umsetzung dieses Einfalls gleich anfangen und mussten allen Bescheid sagen, wenn Kelly wieder da wäre, oder wir davor zum Interview müssten, würde es nicht klappen. Sie gehörte einfach auf die Bühne, das war uns wohl allen klar. Wenn sie tanzte ging sie richtig auf, dennoch bin ich mir sicher dass noch mehr in meiner Cousine steckt.

 

~Kelly~
Ich hab die Wohnung echt bekommen!! Man ist das geil!! Ich find das sowas von cool, das kann man sich nicht vorstellen. Sie war eigentlich noch ziemlich gross.
Aber wirklich viel brauchte ich ja nicht. Sie lag auch noch in der Nähe von Sheryl und Amy und so natürlich auch von Duncan und Lee. Worüber ich echt glücklich bin.
Heute Abend findet die letzte Show der Tour statt und danach werde ich wohl erstmal genug Zeit haben einzuziehen Ich wollte endlich etwas eigenes haben und das hatte ich jetzt gefunden.
Ich hatte mir Lee’s Auto geliehen. Ja ehrlich, ER hatte es MIR geliehen, zuvor hatte er mir sicher 10 Versprechen abgenommen dass ich vorsichtig fahren würde.
Die Fahrt nach Manchester verkürzte ich mir kurzerhand dadurch dass ich Radio hörte und bei sämtlichen Songs mitsang. Wenn mich niemand hörte ging das ohne Probleme.
Bevor ich losgefahren war hatte ich endlich die Melodie zu dem Song fertig geschrieben und war echt zufrieden damit.
Mir fiel ein dass ich das Heft liegen gelassen hatte, als ich auf der Bühne sass und etwas an der Melodie gefeilt hatte.
Dort fand ich das Heft auch wieder und verstaute es in meinem Rucksack.
Die Boys waren jetzt wohl bei dem Interview, Amy und Sheryl fand ich in Sheryl’s Hotelzimmer. „ Hey!! Na wie ist es gelaufen?“, fragte Amy gleich. „ Ich hab die Wohnung!“, freute ich mich. „ Oh wie geil!!“, rief Sheryl aus. „ Ist das diese grosse?“ Ich nickte. „ Genau die. Dass ich noch weiss welche ich mir angeschaut hab ist echt ein Wunder, so viele wie ich mir in den letzten Wochen angeschaut hab.“

 

~Sheryl~
Oh ja!! Und wie viele Wohnungen das waren!! Wir waren zwar nicht immer wieder zusammen unterwegs. Aber wenn Amy oder ich mit ihr bei einer Besichtigung war, waren es echt die schlimmsten Löcher. Das war nicht mehr normal.
Irgendwie fand ich es schade dass Kelly nicht bei Mum und mir auszog, aber ich konnte auch verstehen dass sie etwas eigenes haben wollte.
Ich hatte sie schrecklich vermisst in den letzten Wochen und wollte es am liebsten gar nicht zu lassen dass sie weg ging, aber viel würde sich wohl nicht verändern.
Mum’s Chef hatte mich fest eingestellt. Er meinte, es würde langsam nichts mehr bringen mich nur als Aushilfe einzusetzen wenn ich doch auch Vollzeit arbeiten könnte.
In dem Moment klopfte es an der Tür und Simon und Lee betraten das Zimmer. „ Hey ihr Zwei.“, grinste Kelly und warf Lee seine Autoschlüssel zu. „ Na wie sieht’s aus?“ „ Ich hab die Wohnung und dein Auto ist Schrott.“, erwiderte Kelly Lee sah sie geschockt an.
„ Was?“ Sie fing an zu lachen. „ Das Auto ist in einem super Zustand und wenn ihr in den nächsten Tagen mal Zeit hättet würde ich euch gerne für meinen Umzug einspannen.“ „ Also hast du die Wohnung echt bekommen?“, fragte Sy. Sie nickte. „ Ja und gleich noch die Beste von allen. Aber denkt bloss nicht dass ihr mich jetzt los werdet, ich bin immer noch in eurer Nähe.“ Amy umarmte sie. „ Das wollen wir auch gar nicht. Du musst in unserer Nähe bleiben, sonst würden wir dir nämlich nachreisen.“
„ Wieso zieht ihr nicht gleich zusammen? Wir verbringen doch eh immer Zeit miteinander und du hast doch jetzt auch nen Job, also sollte das doch eigentlich kein Problem sein.“ Ich war ziemlich überrascht, als Kelly das vorschlug, aber darüber geredet hatten wir früher immer. „ Also ich hätte nichts dagegen.“, grinste Amy.
Simon und Lee sahen uns erstaunt an. „ Was?“, fragte ich. „ Nichts, ich hätte nur nicht gedacht dass ihr das so locker entscheidet.“

 

~Amy~
Damit war es also beschlossen. Sheryl und ich würden zu Kelly ziehen. Sie wäre sogar gross genug, das wusste ich weil ich damit gewesen bin, als wir uns die Wohnung das erste Mal angeschaut hatten. Da war es allerdings alles andere als sicher gewesen dass Kelly sie bekommen würde.
„ Sagt mal wo ist Dunk?“, erkundigte sich Kelly jetzt. „ Er übt nochmal mit Paul ein paar Tanzschritte.“, entgegnete Simon. „ Also das muss ich mir jetzt echt anschauen.“, grinste Kelly und stand vom Bett auf. „ Sie sind, wenn ich mich nicht täusche bei Paul im Zimmer.“, sagte Lee. „ Alles klar. Bis nachher.“ Und schon war sie weg.
„ Und wie sieht’s aus?“, fragte ich gleich, kaum war die Tür ins Schloss gefallen. „ Es geht alles klar. Wir haben es Ant und Duncan auch erzählt und beide  finden die Idee super.“, meinte Simon. „ Dann will ich mal hoffen dass Kelly nicht kneift.“, sagte Sheryl.
„ Ach, das kriegen wir schon hin.“, antwortete Lee zuversichtlich. „ Das werden wir sehen. Ihr kennt doch Kelly, wenn sie ins kalte Wasser geschmissen wird macht sie das was sie sollte meistens nicht und zwar genau weil sie es sollte.“, sagte ich dazu. Denn so war es nicht nur mit ihr. Auch Sheryl und ich taten aus Trotz genau das was wir sollten nicht.
Ich musste auf einmal an die Zeitungsartikel denken die es gegeben hatte, kurz nachdem die Boys öffentlich gemacht haben dass sie Freundinnen haben.
Immer wieder wurden wir in den letzten Wochen von irgendwelchen Papparazzis  abgelichtet. Aber das war uns allen eigentlich egal. Die Fans der Boys wussten schon länger Bescheid und liessen sich durch diese aus den Fingern Janie, Sheryl und mich und auch auf Kelly, besonders als rauskam dass sie eine der Tänzerinnen der Boys ist, positiv ausgefallen.

 

~Duncan~
Die Zeit bis zur Show ging diesmal echt sehr schnell vorbei, liegt wohl daran dass es das letzte Konzert ist und dann ist es auch noch gleich zu ende.
Schade sowas. Na ja, aber eine Überraschung hätten wir ja noch auf Lager und das nicht nur für die Fans.
Der Moment nach dem Umziehen, in dem man im Dunkeln auf der Bühne steht und die Fans in dem Moment anfangen zu jubeln wenn die Musik losgeht und wir Too Close preformen ist einfach nur geil, dass die Fans dann noch immer soviel Energie haben.
Klar, die Tour war bald vorbei, was ich schade finde, aber andererseits freue ich mich auch erstmal darauf ein paar Tage auszuspannen.
Okay, da Kelly ja jetzt die Wohnung bekommen hatte müsste für den Umzug natürlich auf noch Zeit eingeplant werden. Aber ich freute mich echt darauf Zeit mit ihr zu verbringen und diesmal ohne irgendwelche Unterbrechungen wegen Interviews oder sowas.
„ Bevor wir zum letzen Song kommen, haben noch eine kleine Überraschung für euch.“, sagte Lee jetzt und ich ging zu Kelly, die mit Nikky bei den Treppen stand und nahm sie an die Hand. „ Dunk was soll das?“, flüsterte sie doch ich grinste sie nur an. „ Und auch für Kelly.“, setzte er dann hinzu. Die Fans begannen zu jubeln. „ Wir wissen dass du einen sehr schönen Song geschrieben haben und hätten jetzt nichts dagegen wenn du den singen würdest.“, sagte Ant und Kelly sah ihn und dann Simon, Lee und mich fassungslos an. „ Was nein!! Das kann ich nicht, vergesst es!!!“ Sie schüttelte heftig den Kopf. Ich sah kurz zu Sheryl und Amy die Beide gerade so eine Geste machten, die wohl sowas hiess wie: ‚ Ich wusste es doch.’ Sie sahen wohl schon an unseren Bewegungen dass Kelly sich gerade sträubte.
„ Komm schon, wir wissen jetzt alle von dem Song und ihr wollt ihn doch auch hören, oder?“, fragte ich und alle jubelten. Lee ging schon zu Ian, da neben ihm ein Mikroständer stand und kam mit dem wieder zurück. Sie seufzte und nahm mir das sagte in mein Mikro. „ Jetzt mal ohne auf die Boys zu achten, egal was die für Faxen machen.“, als sie dies sagte stiess sie Lee an, da er schon wieder Anstallten machte die Fans dazu anzufeuern sie sollten klatschen und dann auch damit aufhörte. „ Soll ich den Song singen?“ Obwohl wir nichts machten klatschten und jubelten alle. Amy und Sheryl klatschten wie wild. Sie hatten den Song so wie wir schliesslich auch noch nie gehört.
„ Tja wie es scheint komm ich aus der Nummer nicht mehr raus.“, sagte sie zu mir und hob die Schultern. „ Also machst du’s?“, fragte ich noch etwas überrascht, da ich doch irgendwie nicht damit gerechnet hatte dass sie den Song jetzt doch sang. „ Ihr lasst mich nicht mehr von hier weg wenn ich es nicht tue, oder?“ „ Da hast du recht.“, nickte Lee.
„ Ich weiss nicht ob ich das kann. Ausserdem wusste ich dass es ein Fehler war das Heft hier liegen zu lassen!“, sagte sie zerknirscht. „ Kelly ich weiss dass du es kannst. Auch wenn du von deinem Talent zu singen nicht überzeugt bist, ich bin es.“, meinte Lee dazu. „ Du hast mich noch nie gehört.“ „ Das würde sich jetzt ändern lassen.“, erwiderte er und Kelly seufzte. „ Also gut, dann tu ich es.“, nickte sie und sah mich an.
„ Damit das klar ist, ich tu das nur für dich.“

~Kelly~
Sie wollten ehrlich dass ich singe!! Mein Gott, noch brutaler hätten sie mich nicht ins kalte Wasser schmeissen können, oder?
Ich wusste dass ich darauf hätte achten sollen, dass ich das Heft wieder einpacke. Aber na ja, jetzt war ich hier und jetzt müsste ich das auch durchziehen.
Klar Lee wusste dass ich singen kann!! Woher denn bitte? Ich hatte in seiner Gegenwart noch nie gesungen!!
Als ich zu Amy und Sheryl schaute, die mich etwas unsicher ansahen wusste ich dass sie gerade hofften dass ich es wirklich tat.
Okay, das hoffte ich ehrlich gesagt auch. Jetzt stand ich da vor dem Mirko und sah in die Menge. Oh man, zum ersten Mal wurde mir da wirklich bewusst wie sich die Boys fühlen mussten, da diese Fans wirklich nur wegen ihnen gekommen war.
„ Bevor ich mich hier jetzt total blamiere, lasst mich noch was sagen.“, sagte ich ins Mirko. „ Als ich diesen Song begonnen habe ging es mir wirklich mies und ich hab all mein Herzblut da reingesteckt. Ich hab den Song für den Menschen geschrieben der mir mehr als alles auf der Welt bedeutet und es geschafft hat, dass es mir wieder gut geht. Dunk, I wanna be your everything.“ Ich sah dabei zu ihm und drehte mich dann wieder der Menge zu. „ Also seid bitte nicht zu hart zu mir, ja?“
Mir wurde schrecklich schlecht als die Musik begann. Gut dass ich auch die Melodie erarbeitet habe, sonst wäre ich jetzt wohl komplett aufgeschmissen.
Ich atmete tief durch, schloss die Augen und begann dann zu singen.

 

I Wanna Be Your Everything

 

Oh yeah ... Oh yeah...
I don't know you
Not at all
I took one look at you
And I want to know it all
What you do
Where you go
Am I on your mind
Or is there someone else
Are you calm
Do you care if it's there
Or is there something wrong with your health?


Ich war mir bei den ersten Zeilen noch so unsicher. Kaum zu glauben das die nächste Strophe noch über meine Lippen kam.
Mein Selbstvertrauen steigerte sich jedoch mit jedem Wort das ich sang. Es stieg langsam in mir auf und ich war mehr als glücklich darüber, denn die Angst total zu versagen war noch immer grösser.
Ich wollte meine Augen noch immer nicht öffnen, dennoch tat ich es und zu sehen dass alle wirklich nur auf mich schauten war zwar extrem ungewohnt, aber trotzdem toll.

Ask me some questions I know you're shy
And that's what makes me think
You're my type of guy

Just talk to me
Just that extra little bit longer
Yeah yeah yeah

Talking:
I know you're shy
And I wish you were my guy

Chorus:
I wanna be the one now darlin'
So let's get it on
Well let's start something
I wanna be, I wanna be
I wanna be you everything


Nach dem ersten Refrain ging ich vollkommen in dem Song auf. Ich sah zu meinen beiden besten Freundinnen und grinste sie an. Sie lächelten zurück und ich wusste dass sie jetzt sehr stolz auf mich waren.
Doch in mir kam erneut der Wunsch auf das Mum jetzt hier ist. Ich hätte zu gern gewusst was sie jetzt von mir denken würde, ob sie auch auf stolz mich wäre. Doch seitdem ich von Sheila erfahren hatte dass sie das Ticket für die Show in Wembley bekommen und zerrissen hatte, hatte ich nicht mehr versucht Kontakt mit ihr aufzunehmen. Soviel Stolz besass ich und auch von ihr war kein Zeichen der Interesse mehr gekommen. Ich hatte keine Mutter mehr, damit müsste ich mich jetzt wohl endgültig abfinden.
Also hatte ich mich jetzt vollkommen auf die Shows konzentriert und damit begonnen zu überlegen was ich danach tun würde.
Ich drehte mich so dass ich Duncan sehen konnte und sang weiter:

All of this time
I've been sitting back
Lookin at you baby
To see what's in your head

And I don't know you
Or what's inside
But I know, yes i know
That you're my type of guy

Just talk to me
Just that extra little bit longer
Yeah yeah yeah

Chorus 4x

Yeah yeah
I wanna be
I wanna be your everything

Yeah...oh........
Yeah yeah yeah
I just wanna be your everything
I just wanna be your everything


Kaum zu glauben dass ich es geschafft hatte den Song zu singen. Ich hatte in den knapp 3 ½ Minuten wirklich sämtliche Ängste abgelegt. Die Fans jubeln zu hören und zu wissen dass dieser Applaus mir gilt war unbeschreiblich.

Ich atmete tief durch und ging zu Duncan. Er kam auf mich zu und schloss mich in seine Arme. Er wusste genau dass ich all meine Gefühle für ihn in diesen Song gesteckt hatte, er ist mein Leben ich könnte es nicht überstehen, würde ich ihn auch noch auf irgendeine Weise verlieren. Klar, ich würde mein Leben auch weiterhin ab und zu hassen, wer tat das schon nicht? Aber ich habe nun eine neue Familie, sie besteht aus meinem Cousin, Sheila, Gemma, meinen besten Freundinnen und, meinen 2 besten Kumpels und Duncan. Meiner grossen Liebe. „ Duncan das was ich vorhin gesagt habe meine ich so. I wanna be your everything.“, sagte ich zu ihm. Er strich mir über die Wange, wodurch ich feststellte dass mir einzelne Tränen über die Wange liefen. „ Das bist du Kelly, das wirst du auch immer sein.“, antwortete er und lächelte mich an. Ich strahlte ihn an und verlor mich vollkommen in dem folgenden, langen, zärtlichen Kuss.

The End




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