nach den Ferien

 


nach den Ferien
  Startseite
  Über...
  Archiv
  The Fourth Year
  One Thousend Times In Touch
  Gästebuch
  Kontakt

 

http://myblog.de/kellyjames

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

The Fourth Year

Die erste Liebe ist für die meisten Menschen unvergesslich. Nicht nur weil man das schönste Gefühl der Welt das erste Mal teilt kann sich Vanessa noch so gut an ihn erinnern, nein viel mehr erinnern Alyssa und Matt sie jeden Tag daran. Ihre Kinder sind ihr ein und alles doch eines Tage taucht er wieder auf. Heißt es nicht alte Liebe rostet nicht?

 

~Vanessa~
Wo bleiben die nur? Ich hab ihnen den Weg vom Flughafen hier her doch genau beschrieben! Ich war so nervös wie schon lange nicht mehr, endlich würde ich Candy wieder sehen, meine beste Freundin seit der 5. Klasse! Ich stand am Küchenfenster und sah unverwandt auf einen imaginären Punkt in der Hoffnung das Auto könnte jetzt Sekunde dort auftauchen.
Ach ja, entschuldigt, ich heisse Vanessa Jones und bin 20 Jahre alt, ich komme eigentlich aus England, aber seit ein paar Jahren wohne ich in Italien, in Omegna genauer gesagt.
Hinter mir hörte ich ein vergnügtes Quieken, welches mich dazu brachte mich umzudrehen. Ich musste lächeln als ich meinen kleinen Sonnenschein auf mich zu tapsen sah. Sie war noch ziemlich wackelig auf den Beinen, deshalb hielt sie sich auch überall fest, wenn sie dann mal stand. Sie schaffte es so, da überall irgendwelche Möbelstücke standen echt schon ein paar Meter weit, die allerdings nicht immer unfallfrei verliefen. Gerade schien sie ziemlich zu schwanken und war kurz davor zu stolpern. Deshalb ging ich schnell zu ihr und nahm sie dann auf den Arm. „ Hallo mein kleiner Engel.“, lächelte ich Alyssa an und drückte ihr einen Kuss auf die Wange.
„ Wo ist Matt?“, fragte ich sie und sie deutete gleich in Richtung Wohnzimmer.
Bevor ich es vergesse, ich bin Mutter von Zwillingen. Von Matt und Alyssa, die Beiden wurden im Mai 2 Jahre alt.
Der Kleine sass am Boden auf einer Decke und schaute ab und zu zum Fernseher in dem ein Trickfilm lief. Ich setzte Alyssa neben ihm ab. Meine Mum Melinda sass auf dem Sofa und sah den Beiden lächelnd zu. Okay ihr werdet jetzt sicher sowas denken, wie: „ Vanessa ist 20 und wohnt immer noch bei ihrer Mami?“ Ja! Ich war 18 als ich meine Kinder bekam, ausserdem muss ich mich jetzt gleich um 3 Menschenleben kümmern, was manchmal nicht sehr einfach ist, deshalb war ich wirklich verdammt glücklich meine Mum bei mir zu haben.
Jetzt hörte ich draussen ein Hupen, das mussten sie sein!! „ Mum, pass du schnell auf, ich bin gleich wieder da.“, meinte ich und war schon auf dem Weg zur Haustür.
„ Sicher! Lass dir Zeit, Süsse. Und erdrück Candy, nicht hörst du?!“ Ich musste lachen und riss dann die Tür auf. Ich sah wie Candy, Simon und Duncan nach und nach aus dem Auto stiegen und sprang so schnell ich konnte die Treppenstufen hinunter.

 

~Simon~
Als Candy mir erzählt hatte dass sie Vany besuchen würde und diese gesagt hatte, Candy könnte mich und auch die Anderen Boys ruhig mitbringen, konnte ich diese Bitte natürlich nicht ausschlagen. Lee und Ant schafften es leider nicht mitzukommen, also flogen nur Candy, Dunk und ich nach Italien. Ich freute ich mich auch Vanessa wiederzusehen, wir kannten uns schliesslich auch schon etwas mehr als 5 Jahren. Und ich merkte jeden Tag wie sehr Candy ihre beste Freundin vermisst.
Schliesslich war ich ihr Freund und hörte mir auch gern ihre Sorgen an. Auch wenn es mir lieber wäre, wenn sie gar keine hätte.
Der Flug von London hatte eine Viertelstunde Verspätung, wo durch wir auch nicht zur Verabredeten Zeit bei Vany ankamen. Candy sass total nervös neben mir und sah die ganze Zeit aus dem Fenster und dann wieder auf ihre Uhr und das alle 2 Minuten.
Dunk schien es nicht anders zu gehen. Schliesslich würde er seine Ex- Freundin wiedersehen. Ich für meinen Teil war sehr froh, dass die Beide nach ihrer Trennung noch immer gut miteinander ausgekommen sind. Allerdings war ihr Kontakt abgebrochen, als Vany nach Italien gezogen war.
Mein Kontakt mit ihr bestand sporadisch, ich erfuhr die meisten Dinge über meine Freundin.
Dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl, als würde Candy mir etwas verschweigen. Ich bin leider noch nicht dahinter gekommen, ob es etwas Gutes oder Schlechtes ist, trotzdem machte ich mir ab und zu ein paar Gedanken. Ich wusste nicht ob ich sie darauf ansprechen sollte, oder ob dann ein vollkommen unnötiger Streit vom Zaun brechen könnte. Und das wollte ich wirklich nicht.
Endlich kamen wir bei der Adresse an, die Vany Candy durchgegeben hatte und ich hielt an.

 

~Candy~
Vany, Vany, Vany, Vany!!!!! Ich war seit heute früh schon total aufgekratzt, nervös, aufgeregt. Na ja, halt total von der Rolle! Ich freute mich so sehr darauf Vany endlich wieder zusehen, wie sehr hatte ich sie vermisst? Unsere täglichen Treffen in unserem Lieblingscafé, die stundenlangen Telefonate abends, obwohl wir wussten dass wir uns am nächsten Tag wiedersehen. Wenn wir das anderen erzählten sagten viele, wir seien nicht ganz hundert. Aber wir lachen immer darüber, solche Dinge können nunmal nur beste Freundinnen.
Ausserdem freue ich mich schon sehr darauf endlich meine Patenkinder wiederzusehen. Ich war wie Melinda bei der Geburt von Alyssa und Matt dabei gewesen. Das hatten Vany und ich schon irgendwann mal in der 7. Klasse ausgemacht, wenn eine von uns Kinder bekommt ist die Andere dabei und hält Händchen. Ich hätte nie gedacht dass dies schon so früh der Fall sein würde. Doch ich war sehr stolz auf meine beste Freundin. Simon war 2 Wochen mit Blue unterwegs gewesen, als ich zu Vany geflogen war. So war ich eine Woche später bei ihr als die Wehen einsetzten und musste Sy nichts davon erzählen. Ich musste Vany versprechen es niemandem zu sagen, bis sie es wollte und dieses Versprechen hielt ich dann natürlich auch.
Wir schrieben uns oft Briefe und E- Mails. Sie hatte geschrieben, dass Matt und Aly bei der ersten Begegnung entschieden ob sie jemanden mochten oder nicht. Das hiess, werden sie auf den Arm genommen und fangen an zu weinen, muss ihnen die Person nicht mehr zu nahe kommen. Sind sie friedlich, mögen sie dich.
Doch im Augenblick wollte ich nur zu meiner besten Freundin. Es war klar dass wir uns wieder viel zu erzählen hatten. Ich freute mich schon darauf wieder die Nächte mit ihr durchzuquatschen. Ausserdem hatte sie uns auch versprochen mal mit uns in eine der Disco’s hier zu gehen, da war ich sehr gespannt drauf.
Endlich hielt Sy an. „ Oh mein Gott.“, stiess ich hervor. „ Alles klar?“, meinte Duncan und ich nickte. „ Ja, sicher.“, antwortete ich und drückte auf die Hupe. „ Sie hat gesagt wenn sie die Hupe hört kommt sie raus.“, grinste ich die Boys an und stieg aus.
Kaum hatte ich die Beifahrertür geschlossen und mich zum Haus gewandt sah ich wie Vany die Stufen herunter gesprungen kam und machte keine Anstalten zu stoppten. Ich fing an zu lachen und lief ihr entgegen. Dann fielen wir uns lachend und schon fast weinend vor Freunde in die Arme.

 

~Duncan~
Wie sie jetzt wohl aussah? Würde ich sie erkennen wenn ich ihr auf der Strasse begegnen würde. Was denkt sie wohl über mich? Unser Kontakt war in der letzten Zeit ja leider abgebrochen.
Oh Gott! Wenn ich weiter soviel nachdenke explodiert mein Kopf noch. Wenn Vany mich nicht sehen wollte hätte sie nicht gesagt ich könnte mit den Anderen zu ihr kommen. Und würde ich sie nicht wiedersehen wollen wäre ich nicht mitgegangen. Aber natürlich wollte ich sie wiedersehen. Wir hatten keinen Streit, nur waren wir nachdem wir uns getrennt hatten etwas aus Distanz gegangen.
Ach Fuck! So nervös war ich schon lange nicht mehr!! Mein Herz klopft mir echt bis zum Hals und meine Hände sind feucht. Mein Puls ist wahrscheinlich nicht mehr messbar! Aber wieso mache ich mir solche Sorgen? Ich würde Vany gleich wiedersehen und das nach etwas mehr als 2 Jahren.
„ Oh mein Gott.“, hörte ich auf einmal von Candy, als wir vor einem weissen- grauen Haus hielten. „ Alles klar?“, erkundigte ich mich bei ihr, da ich echt sah wie sie zitterte.
„ Ja, sicher.“, meinte sie und drückte zwei mal auf die Hupe. Sy und ich sahen sie nur verwirrt an. Candy grinste aber und schnallte sich ab. „ Sie hat gesagt wenn sie die Hupe hört kommt sie raus.“
Und so war es dann auch. Sie kam aus dem Haus gerannt und Candy und sie vielen sich um den Hals.
Vany sah einfach super aus. Sie strahlt so, wie sehr ich dieses Strahlen aus ihrem inneren und ihr Lächeln doch immer geliebt hatte.
Als sie mich nach Simon umarmte war ich wirklich überrascht, besonders als sie mir einen Kuss auf die Wange gab. „ Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich freue dass ihr da seid!“ „ Wir uns auch.“ Candy drückte Vany nochmals. „ Ant und Lee konnten leider nicht mitkommen, aber wir sollen dir ganz viele Grüsse bestellen und du sollst unbedingt mal wieder in London vorbeischauen.“, grinste Sy. „ Klar, werde ich machen.“, lächelte sie. „ Los kommt rein, das Gepäck könnt ihr später holen.“
Wir gingen die Treppe zum Haus hoch und kaum hatten wir dieses betreten kam Melinda auf und zu und begrüsste uns mit einer Umarmung. „ Schön euch mal wiederzusehen.“, lächelte sie. „ Wie war der Flug?“ „ Er hatte 15 Minuten Verspätung.“, erwiderte ich. „ Deshalb sind wir auch erst gerade hier angekommen.“
„ Na Hauptsache Vany hat euch vor Freude nicht zerdrückt.“ „ Mum das ist nicht fair.“, sagte diese gespielt eingeschnappt. „ Wenn du deine beste Freundin schon seit 2 Jahren nicht gesehen hast, wie würde es dir da gehen?“ „ Das hab ich auch nicht.“ Das stimmte. Meine Mum war Melinda’s beste Freundin. Man kann sich die Beiden in etwa als eine etwas ältere Version von Candy und Vany sehen.
Vany wollte gerade etwas sagen, als ich plötzlich ein leises, quiekendes
„ Mummy.“, hörte. Wir sahen alle zu einer Tür in der ein kleiner Junge stand und zaghaft ein paar Schritte machte. „ Oh! Das hätte ich euch noch sagen sollen, es gibt da noch ein paar Personen die euch unbedingt kennen lernen wollen.“, lächelte Vany und nahm den Kleinen auf die Arme. „ Wo ist Aly, Süsser?“, fragte sie ihn und er quiekte erneut.
„ Ich hol sie schon.“, sagte Melinda und ging, wenn ich mich nicht irre ins Wohnzimmer.
„ Also, Leute dass hier ist Matt und....“ Melinda kam mit einem kleinen Mädchen auf dem Arm wieder zu uns. „ Das ist Alyssa. Mein Sohn und meine Tochter.“ Vany........Sohn.....Tochter.....? Was? Ich musste in dem Moment, als ich die Beiden sah echt schlucken und hoffte mein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht zu sehr.
„ Sind das echt die kleinen Bündel die ich erst noch auf dem Arm hatte?“, fragte Candy lächeln. „ Du wusstest davon?“, fragte Sy erstaunt. „ Sy, bitte. Ich wollte nicht dass sie es jemandem erzählt.“, erklärte Vany. „ Darf ich diesen kleinen Schatz mal halten?“, fragte sie dann auch gleich und Vany nickte grinsend. „ Ja, mal sehen ob er dich mag.“

 

~Vanessa~
Ich übergab Matt an Candy und wartete darauf was jetzt passiert. Doch der Kleine blieb ganz friedlich. „ Und wie sieht’s aus? Kann ich bleiben?“ Wir mussten lachen.
„ Sieht so aus.“, grinste ich. „ Wollt ihr  was trinken?“
Wir setzten uns in die Küche und ich holte für uns alle Getränke. Alyssa war schon wieder dabei ihre Standhaftigkeit auszutesten, als Candy Matt ins Kindergitter stellte.
„ Hey du Kleine.“, sagte ich zu Aly und sie sah zu mir. Ich musste lächeln. „ Du steht gerade ganz blöd im Weg.“ Ich hatte ein Tablett mit 5 Gläsern in der Hand und konnte jetzt echt nichts machen. „ Sorry, aber Matt lässt mich nicht mehr gehen.“, grinste Candy. Er hatte ihre Finger ganz fest umklammert, so dass Candy weiter vor dem Gitter kniete. „ Dunk, würdest du sie vielleicht schnell ins Gitter stellen?“, bat ich ihn, da ich schlecht um sie herum gehen konnte. Da sie nur eine Schritt zu machen brauchte und alle Gläser würden sich am Boden befinden. „ Noch ein Test?“ „ Klar!“, lachte ich. „ Bei ihr ist es sogar noch wichtiger ob sie schreit oder nicht, wenn sie jemand hält.“
„  Dann komm mal her, Süsse.“, sagte er zu Aly und nahm sie auf den Arm. Als ich das Tablett auf den Tisch gestellt hatte und mich umdrehte musste ich lächeln, es sah so süss aus. Dunk hatte Alyssa auf dem Arm und sie hatte sich an ihn gekuschelt. Ich sah kurz zu Candy die sich nur kurz auf die Unterlippe biss und mich unsicher ansah. Wie komm ich aus der Nummer wieder raus? Das hatte sie bisher bei niemandem ausser mir getan. „ Na so wie es scheint mag sie dich.“ „ Dann darf ich wohl auch hierbleiben, hm?“ Kaum hatte er sie zu Matt ins Gitter gestellt begann sie zu weinen. „ Das musst du sogar!“, erwiderte ich. „ Sie will nämlich nicht dass du sie runterlässt.“, erklärte ich ihm grinsend. „ Ach ja?“ „ Versuch’s. Ich sag dir ich hab Recht.“ Und es war so. Kaum hatte Duncan sie wieder auf dem Arm war sie still.

 

~Candy~
Oh mein Gott war das süss!! Einfach nur zu sehen wie schnell Aly sich an Dunk kuschelte und ihn im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr gehen lassen wollte. Okay, ich war bei Matt auch nicht besser dran. „ Wenn du willst kannst du ihn ruhig noch etwas halten. Sonst fängt er an zu weinen. Und dann gibt’s ne Kettenreaktion.“ Sy kam gerade aus dem Badezimmer wieder. „ Die beiden sind ein Team, was?“, lachte ich und Vany nickte. Dunk hatte Aly in der Zwischenzeit auf dem Schoss und sie zog immer wieder an einem der Armbänder das er am linken Arm trug. „ Oh ja! Wie denkst du ging das nachts?“ „ Den wenigen Schlaf sieht man dir nicht an.“, meinte Sy. „ Nicht mehr.“, verbesserte Vany ihn. „ Mum, könntest du vielleicht mal auf die Beiden aufpassen?“ „ Ja sicher.“, nickte Melinda gleich. „ Ich muss euch doch ein bisschen was von hier zeigen und den Discoabend hab ich auch nicht vergessen.“, grinste sie und zwinkerte mir zu.
„ Ist der Fernseher noch an?“, wollte Vany auf einmal wissen. „ Ja, ich hab ihn noch nicht ausgestellt.“, meinte Melinda. „ Wie kommst du jetzt auf das?“, fragte Sy.
„ Deswegen.“, sagte sie, stellte den Fernseher in der Küche an und schon lief der ‚One Love‘ - Clip. „ Woher wusstest du das?“, fragte Dunk verwirrt. „ Ach weisst du, Fan bleibt Fan. Ausserdem hab ich Matt und Aly Komischerweise und ohne irgendwelche Absicht wohl damit angesteckt.“
Die Kleinen hatten vorhin noch etwas gezappelt aber jetzt schienen sie sich echt total auf den Bildschirm zu konzentrieren. Das war echt zu niedlich.
„ Ähm Sy, nimmst du Matt mal kurz ich muss kurz ins Bad.“, meinte ich dann und verliess die Küche.

 

~Simon~
Als Candy raus ging sah ich ihr einen Moment nach. Was war nur mit ihr los?
„ Was ist los, Sy?", wollte Vany auch gleich wissen. „ Ach es ist nichts.", winkte ich auch gleich ab. „ Komisch aber das kauf ich dir nicht ab.", sagte sie gleich.
„ Ich hab einfach das Gefühl dass sie mir irgendwas verschweigt.", sprach ich dann doch meine Vermutung aus. Matt strampelte in der Zeit auf meinem Schoss rum und versuchte angestrengt an mein Glas zu kommen. „ Nein Matt, wenn das kaputt geht tust du dir weh.", meinte Vany dann zu ihm und schob das Glas weiter auf den Tisch. „ Gib ihn mir mal, ich geb ihm was zu trinken. Soll ich mal mit Candy reden?" Sie nahm Matt auf den Arm und ging zum Kühlschrank.
„ Ja das wäre echt lieb von dir. Ich weiss auch nicht. Es ist sicher nichts schlimmes, so kommt es mir jedenfalls nicht vor.", sagte ich und wurde mit jedem Wort dass ich sprach unsicherer.
„ Oh nein! Vany, ich muss schnell zu Juliana, ich hatte ihr doch versprochen vorbeizukommen.", sagte Melinda plötzlich. „ Oh no! Das war ja heute!" „ Sorry Simon, ich wollte dich nicht unterbrechen.", entschuldigte sie sich bei mir. Ich winkte ab. „ Macht nichts." Und schon eilte sie nach oben.
Dunk und ich sahen Vany etwas verwirrt an. „ Juliana ist ne Freundin von Mum, sie hat heute irgend so ne Feier. Keine Ahnung, Geburtstag oder so.", erklärte sie. „ Ich hasse solche Feste, besonders italienische, die gehen immer so lange und man hat nie wirklich Themen über die man sich unterhalten kann." Sie drückte Matt eine kleines Fläschchen mit Tee in die Hand und setzte grinsend hinzu, als sie sich zu uns setzte. „ Deshalb bin ich auch so froh dass ihr heute gekommen seid. Sonst müsste ich die Kleinen da auch noch mit hin nehmen. Sie wären sonst total übermüdet und morgen Nacht würden sie nicht schlafen." Dabei setzte sie Matt auf ihren Schoss.
„ Perfektes Timeing.", grinste Dunk und Vany nickte lachen. „ Oh ja und wie. Ach ja und ich kläre das mit Candy, wozu bin ich sonst ihre beste Freundin?" Ich lächelte sie dankbar an, als Candy auch wieder in die Küche kam.
„ Vany- Süsse, das Haus ist echt super!" „ Ach du hast dich umgesehen.", grinste sie.
„ Ich dachte schon du wärst abgehauen." Candy setzte einen gespielt geschockten Gesichtsausdruck auf und fragte eingeschnappt: „ Wie kommst du nur darauf? Also bitte!" Wir mussten alle lachen.

 

~Duncan~
Sy hatte schon recht, irgendwas war mit Candy nicht in Ordnung. Vielleicht könnte Vany da wirklich helfen. Alyssa wackelte gerade irgendwie auf meinem Schoss und stand schlussendlich auf meinen Beinen. „ Aly kann nicht einmal ruhig sitzen, sie ist voll stolz darauf dass sie langsam laufen lernt und muss das auch immer zeigen.", grinste Vany.
„ Ist doch voll süss.", meinte Candy. „ Ja klar, aber auch anstrengend. Überall fällt was runter und ständig muss man aufpassen dass du nicht über Matt oder Aly stolperst." Die Kleine kippte in dem Moment irgendwie nach vorne und drückte mir ein Küsschen auf die Wange. Vany hatte das gesehen und sagte  in einem ernsten Ton zu Alyssa. „ Hey Süsse! Fang bloss nichts mit meinem Ex an, klar? Sonst kriegen wir noch Probleme." In dem Moment kam Melinda aus dem oberen Stock wieder.
„ Ich bin jetzt bei Juliana. Wie ich sie kenne wird es wieder länger dauern. Also werde ich auch gleich da übernachten." „ Okay Mum, viel Spass." Melinda verdrehte die Augen. „ Den kann ich brauchen, ich weiss jetzt schon wie die Party rauskommt." „ Also doch ihr Geburtstag?", fragte Sy nach. Melinda nickte. „ Ja, wieso?" „ Ich wusste es nicht mehr.", erklärte Vany. „ Ja, es ist ihr Geburtstag. Hast du die Karte unterschrieben?" Vany seufzte. „ Könntest du das noch machen? Sonst macht das einen schlechten Eindruck." „ Du immer mit deinem Eindruck. Ist doch egal, sie kennt uns doch." „ Das sag ich auch immer.", grinste Candy, die nun in Sy's Armen lag. „ Ist doch wahr.", erwiderte Vany und sah Matt kurz an. „ Wie kann Aly so hyperaktiv sein und Matt schon fast pennen?" „ Es ist morgens umgekehrt.", erwiderte Melinda. „ Okay stimmt.", grinste sie. „ Könntest du ihn vielleicht kurz nehmen?" „ Ich?", fragte ich fast ungläubig. Wieso? „ Ja komm schon. Aly kann ruhig noch ein bisschen rumzappeln. Sy hat Candy im Arm und Mum geht gleich." Ich setzte Aly auf den Boden und nahm Vany Matt ab. Der Kleine schien echt schon fast zu schlafen, wurde aber jetzt wieder etwas wacher.
Sie unterschrieb schnell die Karte. und steckte diese wieder in den Umschlag.
„ So und jetzt geh endlich Mum, sonst musst du gar nicht mehr gehen!!" „ Okay, okay ich bin schon weg. Bis morgen dann." „ Viel Spass!", meinte Sy frech grinsend und schon fiel die Tür ins Schloss.
„ So Aly und jetzt geht’s ins Bett, hörst du?", wandte sie sich an die Kleine die sie mit ihren grossen blauen Augen ansah. „ Wie bringst du sie müde? Wenn sie jetzt doch noch so drauf ist?", wollte Sy wissen und Vany hoch die Schultern.
„ Ich rede mit ihr, ich singe ihr was vor. Alles mögliche. Zum Glück ist Matt da anders."
„ Ja, das sieht man.", sagte Candy und deutete auf meine Schulter an die Matt sich gelehnt hatte. „ Er schläft? Wie cool! Er schläft sonst nur immer auf meinem Arm ein.", erklärte Vany und deutete nach oben. „ Dunk komm mal bitte mit. Ich muss die Beiden jetzt ins Bett stecken sonst schläft Aly gar nicht mehr."

 

~Vanessa~
Ich verdonnerte Dunk gleich dazu, dass er Matt hoch tragen müsste. Er würde gleich wieder wach werden, würde ich ihn jetzt wieder auf den Arm nehmen und
das wollte ich echt nicht.
Wir gingen die Treppe hoch und ich stiess die zweite Tür auf. „ Kaum zu glauben dass Aly jetzt doch eingeschlafen ist.", flüsterte ich und deutete auf das Bett auf der linken Seite. „ Das ist sein Bett."
Auf der anderen Seite stand Alyssa's Bett. Ich legte sie hinein und deckte sie zu. 
„ Hoffentlich schaff ich es morgen auch die Beiden so einfach müde zu bekommen.", grinste ich Duncan an. „ Irgendwie kriegst du das schon hin. Und jetzt sind ja auch noch Sy, Candy und ich da. Wenn wir die Beiden noch etwas beschäftigen schlafen sie morgen um diese Zeit schon lange.", lachte Dunk.  Ich gab Aly noch einen Kuss auf die Stirn und strich ihr über die Wange. „ Schlaf schön, mein Sonnenschein.", flüsterte ich und wandte mich dann an Dunk: „ Dein Wort in Gottes Ohr!" Wir mussten Beide lachen.
Es war irgendwie so komisch mich wieder so normal mit Duncan zu unterhalten. Ich glaube vor einem Jahr hätte ich das noch nicht gekonnt.
Ich gab Matt noch einen Kuss auf die Wange. „ Träum was schönes Krümmelchen."
Ich drehte mich zur Kommode und schaltete das Babyfon ein. Das andere nahm ich mit runter.
„ Na schlafen die Kleinen jetzt?", fragte Candy und ich nickte. „ Ja, wie Murmeltiere."
„ Hey, wir haben unser Gepäck noch gar nicht geholt, lasst uns das doch jetzt schnell machen.", schlug Dunk vor, der hinter mir die Treppe runter gekommen war.

 

~Candy~
„ Soll ich euch helfen?", fragte Vany und auch gleich doch ich schüttelte den Kopf.
„ Nein lass mal. Das schaffen wir auch noch alleine.", sagte ich und ging zur Tür. Sy folgte mir augenrollend, das hatte ich gerade noch gesehen, bevor ich aufgestanden bin. „ Sag mal wieviel hast du da überhaupt drin?", wollte Dunk von Sy wissen als er dessen Koffer aus dem Kofferraum hob. „ Das ist nicht soviel wie's sich anfühlt.", verteidigte Sy sich. Ich grinste nur vor mich hin. Ich wusste wie Simon sein konnte wenn es um seine Klamotten ging. Meistens war er schlimmer als ich. Ich packte immer nur so das ein, von dem ich überzeugt war dass ich es brauchen würde, den Rest könnte ich dann immer noch kaufen.
„ So, wohin damit?", fragte Sy, als wir wieder im Haus waren. „ Alles nach oben.", meinte Vany und ging vor. „ Soll ich dir was abnehmen?", fragte sie Sy da er gleich zwei Koffer hochschleppte. „ Nein geht schon. Danke." „ Nein, ich nehm dir den Rucksack ab.", entschloss sie sich und warf sich die Tasche über. „ Okay,", flüsterte sie jetzt „ das hier ist das Zimmer von Aly und Matt. Das hier ist mein Zimmer.", sie deutete auf das Zimmer daneben. „ Mum's Zimmer ist am Ende vom Gang. Und diese zwei Zimmer sind für euch. Wenn sie okay sind."
Gleich wenn man die Treppe hoch kam, gab es noch eine Treppe um auf den Dachboden, wie ich denke, zu kommen. Gegenüber vom Kinderzimmer was das Bad. Neben diesem war das erste Zimmer, welches wir jetzt betraten. „ Oh ja, klar.", sagte ich gleich.
„ Dunk ist es okay, wenn wir in dem Zimmer bleiben?", fragte ich ihn und er nickte, als Vany die Tür daneben aufstiess.

 

~Simon~
An dem Abend war ich echt happy ins Bett zu gehen, besonders da ich ausschlafen konnte!! Ich wurde wirklich erst kurz vor 12 wach.
Candy war schon aufgestanden. War wohl auch besser so. Hätte sie versucht mich zu wecken wäre ich jetzt sauer. Vielleicht hatte sie es auch versucht und ich habe so tief geschlafen dass ich es nicht gemerkt habe.
Nach 5 Minuten, in denen ich nur dagelegen war griff ich nach meinem Shirt und machte mich dann auf den Weg nach unten.
Schon als ich die Treppe runterging hörte ich die Kids quieken. Matt klatschte ein paar Mal in die Hände und brabbelte irgendwas als ich in die Küche kam.
„ Morgen.", grinste ich, als ich mich neben Candy auf einen Stuhl fallen liess. 
„ Ja, morgen Schlafmütze.", lächelte Candy und küsste mich kurz. „ Ja, ich weiss schon. Aber früher hab ich's nicht geschafft." „ Macht doch nichts.", sagte Vany die Aly und Matt gerade kleine Fläschchen mit Tee gab. „ Möchtest du jetzt was essen oder kannst du auf's Mittagessen warten?" „ Ich kann warten.", nickte ich entschieden da ich momentan keinen Hunger hatte. „ Wo ist denn Dunk?", wollte ich dann wissen. „ Oben.", sagte Candy. „ Unter der Dusche. Er hatte nur knapp nicht so lange wie du um aus dem Bett zu kommen.", lachte sie jetzt. „ Ich hatte da echt das Gefühl man müsste ihn immer noch mit nem klatschnassen Waschlappen ins Gesicht wecken.", grinste Vany und setzte sich zu uns. „ Ach das hast du manchmal gemacht?", fragte ich und schmunzelte, als ich mir Dunk's Gesichtsausdruck dabei vorstellte.
„ Ja, aber nicht so oft. Nur wenn's nötig war.", grinste Vany frech, als Dunk auch schon die Treppe runterkam. „ Wenn man vom Teufel spricht.", meinte ich nur und Dunk sah uns verwirrt an. „ Was?" „ Wir haben gerade von Vany's Waschlappennummer gesprochen.", erklärte Candy. „ Oh ja und das war immer so lieb von dir.", sagte Dunk sarkastisch und Vany nickte. „ Ich weiss. Ich bin lieb." Wir mussten lachen. „ Ausserdem hat dich das damals nicht gestört."
Den Tag verbrachten wir eigentlich mehrheitlich im Haus waren etwas spazieren, da Vany uns unbedingt etwas die Gegend zeigen wollte.
Am nächsten Tag sagte Melinda dass sie am Abend auf Alyssa und Matt aufpassen würde, damit wir Vier tanzen gehen konnten.
Darauf freuten wir uns alle natürlich riesig.

 

~Duncan~
„ Boys wo haben wir eigentlich unsere Köpfe?", fragte Candy uns als wir im Wohnzimmer sassen und Kaffee tranken. „ Was ist denn?", wollte Vany wissen und ich wusste ehrlich gesagt auch nicht was sie jetzt meinte. „ Wir sind bald 4 Tage hier und haben das Geschenk vergessen." „  Wie konnte ich das eigentlich vergessen?", grinste Sy. „ Du hast bevor wir zum Fughafen losgefahren sind doch 10 Mal nachgeschaut ob du es auch wirklich eingepackt hast." „ Hey das ist nicht fair. Ich wollte doch nur sichergehen dass ich es auch sicher einpacke."
„ Was denn für ein Geschenk?", fragte Vany wieder. „  Für dich.", erwiderte Sy.
„ Na dann her damit!!", lachte Vany und ich musste grinsen.
Ja, so ist sie. Kaum hat sie etwas von einem Geschenk für sich mitbekommen ist sie neugierig. „ Bin schon unterwegs.", meinte Candy und verschwand die Treppe hoch. Ich bin eigentlich auch ziemlich gespannt darauf was Candy ihr denn nun gekauft hatte, schliesslich hatte sie es weder mir noch Sy verraten.
„ Bitteschön!", grinste Candy und streckte Vany ein Päckchen hin, kaum hatte sie sich wieder neben sie gesetzt. „ Okay es ist weich.", stelle Vany fest, als sie anfing daran herumzudrücken. „ Ja das ist bei dem Geschenk üblich.", grinste Candy. „ Gut zu wissen." Im nächsten Moment riss Vany das Packet auf, wie ein Kind seine Weihnachtsgeschenke. Aber okay, in der Beziehung sind wir eigentlich alle so.
„ Oh mein Gott! Sind diese Klamotten geil!!", rief sie im nächsten Moment und fiel Candy um den Hals. „ Trifft sich echt gut, dass wir heute in die Disco gehen.", grinste sie dann und zerknüllte das Geschenkpapier. „ Hey wann wollen wir eigentlich los?", fragte Sy jetzt. „ In einer Stunde?", schlug Vany vor. „ Oder warte mal." Sie wandte sich an mich.
„ Brachst du immer noch geschlagene 40 Minuten für die Klamotten und 20 im Badezimmer?" Ich verdrehte die Augen und die 3 begannen zu lachen. Hätte sie das nicht vergessen können?
„ Dann sagen wir doch 1 1/2, wir brauchen ja nicht ewig.", lachte Candy.
Okay, auch wenn ich es nicht zugeben will, ich müsste jetzt echt anfangen mich zu stylen, schliesslich wollte ich ja einigermassen gut aussehen.
Wieso weiss ich nicht, aber ich denke mal Vany wird in den neuen Sachen von Candy super aussehen und so süss, wie sie es eigentlich immer tat.
Ach verdammt Dunk, du wolltest doch nicht mehr so über Vany denken, ermahnte ich mich selbst. Ich hoffe ich würde es schaffen wenn ich sie gestylt sah.
Ich ging in mein Zimmer und holte dort erstmal ein paar Sachen aus dem Schrank, jetzt müsste ich mir erstmal über mein Styling Gedanken machen.

 

~Vanessa~
Währenddem die Anderen sich fertig machten machte ich schnell etwas zu essen für Matt und Aly. Als ich an Dunk's Blick dachte als ich ihn fragte ob er für's stylen noch immer so lange bräuchte musste ich grinsen. Ich könnte aber auch nicht mehr lange warten, obwohl ich jetzt ja genau wusste was ich anziehen würde. Also bräuchte ich wirklich nur noch 10 Minuten. „ Soll ich die Beiden ins Bett bringen oder möchtest du das noch machen?", fragte Mum und ich sah sie grinsend an. „ Wenn du möchtest kann du das machen, aber ich werde dann trotzdem nochmal nachschauen." „ Du bist echt schon ne totale Mami.", hörte ich Candy sagen die schon fertig gestylt in der Tür stand. „ Ich kann nichts dafür!", verteidigte ich mich. „ Ich hab mich echt dagegen gewehrt so ne typische Mutter zu werden wie....." Mum sah mich skeptisch an. „ Grandma." Wir drei mussten lachen. „ Du bist keine typische Mami Vany.", sagte Candy dann. „ Ach nein?", fragte ich sie skeptisch. „ Nein, ich meine du bist gerade mal 20 und du hast schon so viel geschafft."
Ich musste lächeln, doch um etwas zu antworten blieb mir keine Zeit, denn oben wurde die Badezimmertür geöffnet.
„ Ist Dunk aus dem Badezimmer raus?", fragte ich gleich. Candy nickte. „ Ja das sollte er sein, Sy war ja vor mir." „ Oh super, dann geh ich schnell.", lachte ich, wischte Aly schnell den total zugesauten Mund ab, da sie das Essen mal wieder nicht da haben wollte wo es hin sollte und sprang die Treppe hoch.
Ich sah dass Sy in seinem Zimmer war und auch Dunk musste in seinem sein, denn die Badtür stand offen. Ich schnappte mir die neuen Klamotten und die passenden Schuhe und schloss die Badezimmertür hinter mir.
Okay, ich trage ja eigentlich keine Röcke, aber dieser Jeansmini ist so geil! Dann zog ich das dunkelblaue Top an, welches zum Bauch etwas durchsichtig wurde und schminkte mich passend. Nicht dass ausgerechnet die Boys gleich motzen, wir Girls bräuchten immer so lange im Badezimmer.
„ Süsse bist du fertig?", fragte Candy mich, bevor sie an die Tür klopfte und ich ihr gleich öffnete. „ Ja bin ich.", lächelte ich. „ Wow!! Also ich will mich ja nicht selber loben, aber die Klamotten hab ich 1A ausgesucht." Ich musste lachen. „ Oh ja das hast du.", nickte ich und befestigte meine Frisur mit etwas Haarspray. „ Heute musst du gut auf dich aufpassen Vany, sonst wirst du noch von einem dieser Italiener in dem Club angebaggert."
Wir gingen die Treppe runter, da Sy und Dunk im Wohnzimmer warteten.
„ Candy, in dem Club wirst du sowieso angebaggert, egal wie du angezogen bist. Das sind Italiener, die baggern alles an was vom anderen Geschlecht ist." Wir mussten Beide lachen und betraten das Wohnzimmer. Sy stiess einen Pfiff aus und Candy und ich tauschten einen wissenden Blick. „ Wie war das mit Italienern? Ich glaube alle Männer sind so." Wir lachten wieder.
„ Also seit ihr startklar?", fragte Dunk und wir nickten. „ Aber immer.", grinste Candy.

 

~Candy~
Vany sah echt super aus. Da hätte ich gepfiffen wenn ich ein Typ wäre.
„ Also seit ihr startklar?", wollte Dunk wissen. „ Aber immer.", nickte, bevor wir zur Garderobe gingen um unsere Jacken zu holen. „ Mum wir gehen los.", sagte Vany als Melinda mit Alyssa und Matt auf dem Arm aus der Küche kam. „ Ja okay. Viel Spass."
„ Nacht mein Engel.", sagte Vany zu Alyssa als sie ihr einen Kuss auf die Wange gab. Matt tastete erstmal ihr Gesicht ab. „ Ja Schätzchen, ich bin's keine Sorge.", sagte sie zu ihm. „ Das ist dass erste Mal dass sie dich so sehen, hm?", fragte ich und Vany nickte. „ Ja und du glaubst nicht wie froh ich bin dass sie jetzt nicht anfangen zu weinen." „ Schlaf schön Krümmelchen.", sie gab auch Matt einen Kuss auf die Wange und schnappte sich dann ihre Jacke vom Hacken.
„ Können wir mit eurem Mietwagen fahren? In meinem sind noch die Kindersitze." „ Ja klar.", nickte Sy. „ Hey mir ist gerade was eingefallen.", sagte ich dann. „ Hm?" „ Was ist denn Matt mal so wird wie diese Italiener Typen?" Vany fing an zu lachen. „ Ach das ist eigentlich unmöglich. Du weisst doch dass sie nicht diese Gene haben. Ich bin zwar zur Hälfte Italienerin, aber Matt und Aly nicht. Ausserdem will ich wieder von hier weg, bevor sich ihr Charakter so formen kann und sie trotzdem so werden wie sie als......ähm......... Vollblutitaliener oder Italienerin wären."
Stimmt!! Ich hatte ganz vergessen dass ich ja wusste wer der Vater der Beiden war.

 

~Simon~
„ Du bist bei der nächsten Ausfahrt raus.", meinte Vany. „ Okay und dann?"
„ Ach, einfach gerade aus, dann fährst du direkt drauf zu.", sagte sie.
„ Okay.", nickte ich und parkierte gleich darauf. Von aussen sah es ganz so aus, als wäre noch nicht soviel los, aber als wir den Club betraten, sah ich wie voll es schon war, das war kaum zu glauben. „ Setzten wir uns da oben hin?", fragte Vany und deutete eine kurze Treppe hoch. „ Da kommen wir später auch wieder problemlos raus ohne Gedränge und so." „ Ja gut.", nickte Candy und schon fanden wir uns an einem der Tische wieder.
„ Wie lange warst du nicht mehr tanzen?", fragte Candy und Vany begann zu lachen und hob die Schultern. „ Ach ich weiss nicht, ich glaube das letzte Mal war als ich im.......Ich glaube 4 Monat war. Also schon länger her. Ich kenn hier zwar einige Leute, aber mit denen muss ich nicht weggehen." „ So schlimm?", fragte ich. „ Ach nein, sie sind lieb, alle zusammen, aber na ja, ihr wisst doch wie Leute so sein können, kaum wissen sie dass du Kinder hast reden sie ständig nur davon wie es denn ihnen ginge und das alles. Natürlich rede ich gerne über Matt und Aly, aber die geht es einfach nichts an." Solche Leute hatte schon meine Mutter gehasst und hasst sie heute noch und mir geht es nicht anders. „ Oh ja solche sind schlimm. Die meinen sich ständig einmischen zu können und sie wissen natürlich alles besser." „ Ist nicht die Adams so eine gewesen?", fragte Candy grinsend.
Mrs. Adams war eine Lehrerin von Candy und Vany auf der Highschool gewesen und ein paar Jahre zuvor auch schon der absolute Schrecken von Dunk. „ Oh hör mir bloss mit der auf!", winkte Dunk ab. „ Mr. Inglis wenn sie nicht bald damit beginnen ihre Hausaufgaben pünktlich abzugeben sehe ich mich dazu gezwungen sie zum Direktor zu schicken." Er verdrehte die Augen. Wir begannen alles zu lachen. „ Ich hab ihre Stimme gerade so im Ohr, das ist echt schrecklich!" „ Wie war das noch? Du hast die Hausaufgaben irgendwie immer nicht gemacht?", hackte Vany nach. „ Nein, ich hatte sie schon immer. Nur eben immer ein paar Tage nach dem besagten Datum.", antwortete er wie beiläufig und kratze sich dabei am Hinterkopf. Wieder mussten wir lachen. „ Ich werd uns jetzt mal was zu trinken holen.", entschloss sich Vany und stand auf. „ Warte ich helf dir.", sagte Candy. „ Irgendwelche Wünsche?" „ Ach, ich nehm das Selbe wie immer.", meinte ich und Dunk nickte. „ Ja ich auch." „ Wieso dachte ich mir sowas nicht schon.", grinste Candy und folge Vany dann die Treppe runter.

 

~Duncan~
„ Dunk hör auf zu starren, das sind nur Candy und Vany.", riss Sy mich aus meinen Gedanken. Ich hatte Vany echt voll nachgeschaut. Irgendwie hatte ich mich heute nicht wirklich im Griff, ich wollte doch aufhören Vany so zu sehen.
5 Minuten später kamen die Beiden auch schon wieder. „ Bitteschön.", grinste Vany und stellte uns die Getränke hin. „ Danke."
Ich setzte mich erstmal etwas entspannter auf die Bank, noch müssten wir ja nicht tanzen, also könnte ich es mir auch etwas bequem machen.
Ich legte meine Arm auf die Armlehne und nahm einen Schluck von meinem Wodka Red Bull. „ Dunk wie kannst du das Zeug überhaupt trinken, das ist so eklig.", meinte Vany auf einmal.  Sie hatte sich die ganze Zeit etwas im Club umgesehen und wandte sie jetzt an mich. „ Was Red Bull oder Wodka?" Sie verdrehte die Augen, wie immer wenn wir schon früher eine dieser ach so sinnvollen Diskussionen gehabt hatten. „ Beides, eines ekliger als das Andere!" „ Also ich versteh's nicht. Ich konnte es noch nie trinken. Wodka würde ich niemals trinken." Erst jetzt checkte ich dass mein Arm von der Armlehne über Vany's Schulter gerutscht war und zog ihn langsam wieder zurück.
Es war zu komisch. Es machte mir echt nichts aus so mit ihr zusammen zu sein, aber so meinen Arm um sie gelegt zu haben fand ich noch immer schön. Nur, wir sind schliesslich nicht mehr zusammen, also sollte ich darüber besser nicht mehr nachdenken und nichts mehr tun dass irgendwie in diese Richtung geht.
Also begann ich mit ihr eine vollkommen bescheuerte Diskussion weshalb Wodka Red Bull denn nun geniessbar sei. Sy und Candy grinsten mich die ganze Zeit an, sie hatten also gesehen dass ich meinen Arm um sie gelegt hatte. Ich schüttelte kaum merklich den Kopf, das war typisch.
„ Gehen wir tanzen? Ich hab zu lange darauf gewartet mal wieder mit dir weg zu gehen, als dass ich wieder mit dir weggehe, jetzt kann ich nicht mehr einfach hier rumsitzten.", meinte Candy auf einmal und zog Vany mit sich die Treppe runter. „ Wo bleibt ihr denn? Los kommt schon!", rief Vany uns noch zu, so dass Sy und ich uns auch auf den Weg zur Tanzfläche machten.

 

~Vanessa~
Endlich wieder zu tanzen war einfach klasse!! Ich fühlte mich so wohl heute Abend einfach nur hier zu sein und mich um nichts anderes zu sorgen.
Nach über 2 Stunden non stop tanzen konnte ich für's erste nicht mehr und wollte eine Pause einlegen als die ersten Takte eines mir sehr bekannten Songs begannen. Ich sah unsicher zu Duncan, der gleich darauf zu mir kam und meine Hand nahm. „ Darf ich?" Ich lächelte ihn an und nickte. „ Ja sicher." Mit ihm so nah zu tanzen zu 'You're still the one' von Shania Twain weckte in uns wohl die selben Erinnerungen an früher, dass dieser Tanz jetzt einfach uns gehörte.

 

~Rückblick~
Ich musste lachen. „ Hey Dunk! Was machst du da?“ Ich löste mich aus seinen Armen, so dass sich auch seine Lippen von meinem Hals lösten und grinste ihn an. „ Das wirst du schon noch sehen, spätestens Morgen.“ Na super!! Der nächste Knutschfleck, seit ich mit Duncan zusammen bin habe ich mehr davon als früher blaue Flecken durch Unfälle.
Wir tanzten in unserer Stammdisco gerade zu You’re Still The One. Ich liebe diesen Song und ich werde wohl immer an Duncan denken müssen, wenn ich ihn höre.
Wir sind jetzt knapp ein Jahr zusammen. Aber wir kennen uns schon ewig. Was bedeutet, dass meine Mum und Fiona die besten Freundinnen sind.
Duncan und ich sind zusammen aufgewachsen und seit letztem Jahr sind wir zusammen. Plötzlich hatte es gefunkt. Wie happy ich war als sich rausgestellt hat das er das selbe für mich empfindet wie ich für ihn kann man nur etwa mit dem Gefühl vergleichen wenn einem eine Felswand vom Herz fällt.

 

~Duncan~
Ja, war schon klar dass sie mich jetzt wieder anschnauzen würde, da sie morgen wieder mit nem Knutschfleck rumlaufen müsste und das, da der Letzte noch gar nicht richtig verschwunden war. Aber hey, was kann ich dafür, wenn mich einige Stellen ihres Körpers magisch anzogen?
Weshalb ich sowieso erst mit 19 gecheckt hatte dass Vany ein absolutes Dreamgirl ist, ist mir schleierhaft. Okay, sie ist 4 Jahre jünger als ist, aber das ist doch eh egal.
„ Dunk ich kann langsam nicht mehr. Kannst du mich nicht nach Hause bringen?“ „ Jetzt schon?“, fragte ich skeptisch, währenddem ich sie fest in meine Arme zog und nochmal kurz auf einem Uhr schielte. „ Es ist schon gleich halb 3 und du weisst dass ich morgen noch lernen muss. Das pack ich nicht, wenn ich erst um halb 3 nachmittags aufstehe. Ausserdem darf ich sonst eh nicht so lange wegbleiben, ich bin erst in 2 Wochen 16.“ Ich sah augenrollend an. Worauf sie mich so schmollend ansah, wie nur sie es konnte. Das hatte Vany schon drauf seit sie klein war. Ich war zwar nicht viel älter als sie, aber es reichte um mich daran zu erinnern.
Also fuhr ich sie nach Hause. Ich wusste schon dass Melinda eigentlich nicht wollte dass Vany so lange weg bleibt, aber ich hatte ihr versprochen auf sie aufzupassen, das war mir so schon klar, aber na ja, ab und zu musste ich es Melinda eben nochmals versprechen. Ich bin 20, also hätte ich auch die Verantwortung für Vany. Sagen Melinda und Mum.
„ Sehen wir uns morgen?“, fragte ich sie als ich vor dem Haus anhielt. „ Ja klar....Wenn du mir bei Mathe helfen willst und bei einem Aufsatz für die Adams.“ Ich verzog das Gesicht. „ Für die Adams?“ Ich seufzte. „ Ich kann es versuchen.“ „ Das wollte ich hören.“, grinste sie, umarmte mich und küsste mich dann kurz. „ Oh nein, warte mal.“, meinte ich, als sie sich schon wieder ganz von mir lösen wollte und zog sie wieder an mich um ihr einen langen und leidenschaftlichen Kuss zu geben.
Wirklich von ihr trennen wollte ich mich nicht. Ich liebe sie wirklich so sehr und ich wollte soviel mehr von Vany. Aber dass sie noch nicht weiter gehen wollte verstehe ich auch wieder, schliesslich ist sie noch Jungfrau und wenn ich sie zu etwas drängen würde, würde sie mich dafür hassen. Da bin ich mir sicher, schliesslich kenne ich sie besser als viele andere Leute.
Vany stieg aus und ich fuhr nach einem Moment nach Hause. Ich wohne nur eine Strasse weiter, insofern ging das ziemlich schnell.
Da fiel mir ein was Vany in der Disco noch gesagt hatte. Ihr Geburtstag war in 2 Wochen. Nur was ich ihr schenken könnte weiss ich noch immer nicht, obwohl ich mir schon seit längerem Gedanken darüber mache.
Mum war schon im Bett, so dass ich mich auch gleich umzog und hinlegte. So ein Discoabend kann manchmal echt extrem müde machen.
Am nächsten Morgen, oder besser Nachmittag quälte ich mich erstmal vom dem Bett ins Bad um zu duschen. Danach ging es mir schon besser, zum Glück hatte ich gestern keinen Alkohol getrunken, sonst käme jetzt sicher noch ein Kater dazu. Allerdings tat mein Kopf trotzdem weh, so dass ich noch fast schlafend in die Küche schlurfte.
„ Hi Mum.“, gähnte ich und liess mich neben ihr auf einen Stuhl. „ Na du Schlafmütze! Wie wars gestern? Oder heute Morgen?“, grinste sie. „ Das Zweite trifft’s eher.“, meinte ich und gähnte nochmal. „ Es war cool. Echt. Aber ich soll Vany heute noch bei den Aufgaben helfen. Was echt ein Witz ist, denn wirklich weiter bin ich mit meinen ja auch nicht.“ Daran hatte ich bis gerade gar nicht mehr gedacht. Ich hatte ja auch noch ein paar  Dinge die ich machen musste. „ Ach ja? Du weisst was ich davon halte, wenn du alles aufschiebst.“ Ich nickte zerknirscht. „ Ja ich weiss und ich krieg das schon hin.“ Ich stand auf um mir einen Kaffee zu holen. Die Schauspielschule war aber alle mal besser als die, mit der sich Vany noch rumschlug. Lange würde es auch nicht mehr gehen und ich hätte meine Ausbildung in der Tasche. „ Aber ich denk gerade über was anderes nach.“ „ Und das wäre?“, wollte Mum wissen, als sie sich neben mich stelle und ihre Tasse hinhielt. „ Giess mir auch noch ein.“  „ Ich weiss nicht was ich Vany schenken soll. Ihr Geburtstag ist in 2 Wochen.“ „ Oh ja!! Daran habe ich schon gar nicht mehr gedacht. Ich hoffe ihr Geschenk kommt bald.“ War das ihr ernst? Das konnte doch nicht wahr sein!!! Meine Mutter hatte ein Geschenk für sie und ich, ihr Freund, wusste nicht mal was ich Vany schenken könnte. „ Ich weiss einfach nicht was ich ihr schenken könnte.“
„ Hm, also ich denke mal Vany hat nichts dagegen wenn du ihr etwas kleines schenkst.“ Na toll!! Und was ist wenn ich das nicht will? Wir sind doch schon ein Jahr zusammen und wir kennen uns so lange, da musste es doch möglich sein etwas zu finden. „ Sei doch einfach mal kreativ. Ich weiss dass du das kannst.“ Ja nur dann wenn es nötig ist verlässt mich meine Kreativität immer wieder. „ Ja, na ja mal sehen. Ich schaff das bis in 2 Wochen schon noch.“ Ich trank meinen Kaffee aus und machte mich dann auf den Weg in mein Zimmer um mich ganz fertig zu machen. „ Ich geh jetzt erstmal zu ihr.“

 

2 Wochen später:

 

~Vanessa~
Oh man!! Ich bin 16!! Okay viele denken jetzt: „ Na und?“ Aber na ja, ich freu mich da irgendwie drüber. Okay ich will nicht unbedingt erwachsen werden. Wer mich kennt weiss das. Aber 16 ist schon cool.
Ich hatte mich getraut meine Eltern seit ihrer Scheidung vor 9 Jahren das erste Mal seit langem mal wieder länger als 5 Minuten in einem Raum sein zu lassen. Mein Vater kümmerte sich nicht wirklich um mich, aber na ja ich dachte halt, dass ich ihn heute einlade und dafür meinen 18 Geburtstag so feiern könnte wie ich es wollte. Aber Mum dagegen, na ja, wie soll ich das harmlos ausdrücken? Sie hasst ihn!! Seit der Scheidung, ach was, schon davor, sind sie wie Hund und Katz, Katz und Maus, ach einfach alles was in diese Richtung geht trifft auf die Beiden zu.
Ich hatte Beide gebeten, immerhin an meinem Geburtstag für ein paar Stunden die Krallen einzuziehen. Besonders weil noch Duncan und Fiona vorbeikommen wollten. Candy war in dieser Woche leider noch mit ihrer Mum im Urlaub, aber na ja, dieses Theater das sich hier abspielt wollte ich ihr auch wieder nicht antun und war in der Beziehung froh darum dass sie nicht da war, auch wenn ich sie gerade sehr vermisste.
Dad wusste nicht dass ich mit Duncan zusammen bin, aber wie sollte er, schliesslich bekam ich gerade mal zum Geburtstag und zu Weihnachten eine Karte von ihm. Wenn wir uns dann doch mal sahen war unser Umgang  miteinander gegenüber eher verhalten.
Im Augenblick kam ich mir vor als wäre ich 7. Ich sass wie früher auf einer der oberen Treppenstufen und hörte Mum und Dad streiten. Ich wollte nur kurz in mein Zimmer um das Geschenk zu holen das Candy mir vorbeigebracht hatte, bevor sie mit ihrer Mum in die Ferien gegangen war. Ich musste ihr hoch und heilig versprechen es wirklich erst heute aufzumachen. Und das hatte ich getan. Es war ein echt super schönes schwarzes Kleid, ich würde sagen es war schon fast ein Mini. Ich hatte es nicht angezogen, trotzdem reichte diese kurze Zeitspanne in der ich in mein Zimmer ging um es zu holen aus, damit zwischen meinen Eltern ein Streit ausbrach.
Ich hatte mir nicht mal mehr die Mühe gemacht runter zugehen um zu versuchen diesen Streit zu schlichten, sie hören da eh nicht auf mich. Also sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen. Wieso stritten sie sich nur immer noch über Dinge die vor 10 Jahren waren? Wie können sie darüber jetzt noch diskutieren und sich anschreien? Manchmal fallen auch Sätze wie: „ Denk mal an deine Tochter.“ Klar wieder Mitgefühl wecken!! Als ob das gehen würde!!
Ich konnte es nicht mehr hören. Ich ging zurück in mein Zimmer und hängte das Kleid wieder in den Schrank. Dann ging ich die Treppe runter und verliess das Haus.
Dort setzte ich mich wieder auf die Stufen und atmete tief durch. Die Nachmittagsluft tat mir richtig gut, zum Glück war es Anfang Mai nicht so unbeständig wie sonst, aber auch nicht zu heiss, was ich ja für sehr gut halte.
War es echt meine Schuld dass sich Mum und Dad gerade stritten? Ich meine ich hatte ihn eingeladen........Nein!! Das war nicht meine Schuld!! Die Beiden sind erwachsen und wissen dass ich nicht will dass sie sich zoffen, besonders nicht heute.
Ich legte meinen Kopf auf meine Beine und legte meine Arme darüber. Ich weiss nicht wie lange ich so da sass, erst als ich hörte wie jemand meinen Namen rief schreckte ich auf und sah mich um. Ich sah Dunk und Fiona auf mich zukommen. „ Hey Süsse.“, lächelte Duncan mich an. Ich stand auf und umarmte ihn. „ Hey!“ „ Happy Birthday.“, lächelte Fiona und umarmte mich ebenfalls. „ Danke.“, lächelte ich jetzt. „ Was machst du denn hier?“, fragte Dunk. „ Ähm.....Mum, ist da drin.“, ich wies zum Haus.
„ Zusammen mit Dad.....Und sie, wie soll ich sagen....Zeigen einander mal wieder was sie für einander empfinden, in dem sie sich wie üblich streiten.“ „ Oh nein!!“, seufzte Fiona. „ Sollen wir wieder reingehen.“ „ Ich weiss nicht, aber wenn ihr wollt.“ Ich ging die Treppe wieder hoch und öffnete kurz die Tür und schon kamen uns wieder die Stimmen meiner Eltern entgegen. „ Wisst ihr was?“, sagte Fiona zu mir und angelte dabei ein Päckchen aus ihrer Tasche. „ Ich geh mal zu den Beiden und wasch denen den Kopf. Hier Vany das ist für dich.“ „ Danke.“, lächelte ich sie an und umarmte sie nochmal. Dann öffnete sie wieder die Haustür und ich ging zu Duncan.

 

 ~Duncan~
„ So hast du dir deinen Geburtstag wohl nicht vorgestellt, hm?“, meinte ich und griff nach ihrer Hand. „ Nein, nicht wirklich. Aber na ja, was soll ich machen. Ich hätte es mir ja schon denken können.“ „ Lass sie einfach mal. Ich denke Mum wird ihnen jetzt schon klar machen, was sie damit angestellt haben.“, versuchte ich auf sie einzureden. Ich hatte noch zu deutlich vor Augen wie es Vany immer gegangen war, als sich ihre Eltern früher gestritten hatten und ehrlich, sehr verändert hatte sich die ganze Situation nicht.
„ Na hoffentlich wirklich es endlich mal.“
Wir waren wenige Minuten später bei mir. „ Jetzt vergiss das alles erstmal und mach das Geschenk auf.“ Wir setzten uns auf’s Bett und Vany riss gleich das Papier weg. „ Oh wie cool!! Wo hat sie das gefunden? Ich liebe dieses Buch! Ich hab es überall gesucht!“, freute sie sich. „ Ich glaube sie hat es bestellt.“, antwortete ich. „ Ist das cool!!“ „ Hast du gerade gesagt das ist dein Lieblingsbuch?“, fragte ich nochmal. „ Du kennst es doch schon, wieso......“ „ Ich hatte es noch nicht selbst. Ich hab es nur mal ausgeliehen und wollte es unbedingt selber haben.“, unterbrach sie mich, bevor ich zu Ende gesprochen hatte. Ich entschloss jetzt besser nichts mehr dazu zu sagen. Sie hatte sich das Buch gewünscht und jetzt hatte sie es. Ich ging zum Schreibtisch und holte das Geschenk aus einer Schublade.
Ich setzte mich wieder zu ihr und gab ihr das Päckchen. „ Uuuuhh......Das sieht so schon gut aus.“, grinste Vany mich an. „ Na ich hoffe mal, dass dir der Inhalt auch gefällt.“, entgegnete ich. Sie öffnete das Päckchen und sah mich skeptisch an, als sie das Büchlein herauszog. „ Schau es dir erst an und sag dann was dazu.“, bat ich.
„ Okay.“, nickte sie und öffnete das Buch. „ Oh mein Gott.“, lachte sie und sah mich dann an. Ich musste lächeln. Ich hatte in den letzten Tagen an dem Fotoalbum gebastelt. Ich hatte bei Mum sämtliche Fotos rausgesucht, auf denen nur Vany und ich drauf sind, diese nach Jahr, wenn möglich reingeklebt und einen Kommentar dazugeschrieben.
Sie blätterte zur ersten Seite und grinste schon dabei. Auf dem ersten Foto war ich mit etwa 6 zu sehen, Vany war 2. Sie hatte ihre kleinen Hände an meinen Wangen und drückte mit einen Kuss auf den Mund.
Mum sagte jetzt noch dass es so süss war das zu sehen, dass es schlimm gewesen wäre das nicht zu fotografieren.
Im Nachhinein bin ich froh darüber, denn dieses Album hätte ehrlich gesagt nicht besser anfangen können.
„ Das ist ja so süss von dir!!“, sagte Vany wobei sie mich anstrahlte und umarmte.
„ Danke!“ „ Bitte. Hab ich gern gemacht.“ „ Wie bist du auf die Idee gekommen?“ „ Das weiss ich nicht mal genau!“, gestand ich. Sie sah mich skeptisch an. „ Na ja,“ ich dachte kurz nach „ ich wusste die längste Zeit nicht was ich dir schenken soll, dann hab ich mal was gesucht, also in Mum’s Zimmer. Du weisst ja, dass sie viele Dinge irgendwie dort verstaut.“ Vany nickte und blätterte das Buch erneut durch. „ Dann bin ich bei der Schublade gelandet in der sie die meisten Fotos aufbewahrt und als ich mit ein paar angesehen hab ist mir aufgefallen dass auf fast jedem dritten Bild wir beide drauf sind. So bin ich wohl auf die Idee gekommen.“ „ Das war eine super Idee.“, lächelte Vany, legte das Album weg und zog sich auf meinen Schoss. Sie verschränkte ihre Arme in meinem Nacken und küsste mich kurz. „ Sag mal darf ich hier bleiben? Bis morgen? Ich will nicht nach Hause bis sich Mum und Dad eingekriegt haben.“ „ Ja klar. Ich lass dich heute nicht mehr von hier weg. Und Mum meldet sich sicher wenn sie es geschafft hat erfolgreich dazwischen zugehen.“, meinte ich. „ Ach ich denke damit wird sie noch etwas beschäftigt sein.“ „ Ja ich weiss.“, sie legte ihren Kopf an meine Schulter und ich sah dass sie ihre Augen schloss. „ Alles okay mit dir?“, fragte ich nach einem Moment. „ Ja es geht schon.“, nickte sie und sah mich an. In ihren Augen sah ich die Tränen die sie nicht weinen wollte und doch wusste ich dass sie es bald tun würde. Es tat ihr immer wieder auf’s Neue weh so einen Streit mitzuerleben, egal wann, egal wo. Und wieder wollte ich ihr diesen Schmerz nehmen den sie gerade fühlte. Wie oft hatte sie sich nicht schon bei mir ausgeheult? Ich weiss es nicht mehr. Auch wenn ihre Eltern schon getrennt sind seit sie 7 ist, waren es damit noch lange nicht die letzten Tränen die sie deswegen vergossen hatte.
„ Duncan?“ „ Hm?“ Sie legte ihren Kopf wieder an meine Schulter. „ Tu mir nicht weh, versprichst du mir das?“ Ich hauchte ihr einen Kuss auf den Hals. „ Das schwör ich dir. Ich bin immer für dich da, hörst du? Darauf kannst du dich verlassen. Ich liebe dich so sehr, dass ich es nicht überstehen könnte dich so wegen eines unserer Streitereien weinen zu sehen.“ Ich strich ihr über die Wange und küsste sie sanft. „ Ich liebe dich auch.“, flüsterte sie darauf und küsste mich wieder.

 

~Rückblick Ende~

 

~Candy~
Nachdem wir so lange getanzt hatten setzten wir uns sicher an unseren Tisch um mal wieder was zu trinken. Vany sass irgendwie leicht abwesend wieder neben Duncan und starrte sicher schon 10 Minuten in ihr Getränk. „ Hey Vany, alles klar?“, fragte ich dann doch mal nach. Sie hob etwas erschrocken den Kopf, so als hätte sie auch die Musik gar nicht mitbekommen. „ Hm...Ja klar, alles in Ordnung.“, nickte sie und lächelte mich an. Irgendwie kaufte ich ihr das nicht so ganz ab, aber jetzt hatte ich erstmal andere Probleme. Mir wurde langsam aber sicher schrecklich übel von diesem Wodka Red Bull- Geruch, der von Sy’s und Dunk’s Gläsern kam.
„ Dunk dieses Zeug stink, stell mir das nicht vor die Nase!“, grinste Vany und schob sein Glas auf die andere Seite, so dass nur noch er und Sy diesen Geruch wahrnehmen konnten. Damit tat Vany mit ungeahnt einen riesen Gefallen!
„ Ach komm so schlimm ist das doch gar nicht.“, erwiderte Dunk und wollte gerade einen Schluck nehmen, als Vany antwortete: „ Nein gar nicht. Du weisst auch nicht was dieses Zeug alles anrichten kann, oder?“ Das Glas hatte seine Lippen kaum berührt, da stellte Duncan dieses weg und schob es demonstrativ etwas weiter von sich weg.
Tja Dunk, selbst Schuld!! Er wusste dass es sein Fehler gewesen war. Aber das war schon lange her.
Länger hielt ich es jetzt nicht mehr durch. Mir wurde von einem Moment auf den anderen erneut so abartig schlecht, dass ich aufstand und zu den Toiletten rannte. Die Mädchenklos, waren zum Glück dort oben, wo wir unseren Tisch hatten, so dass ich nur zur anderen Seite des Raumes musste.
Nachdem ich mich übergeben hatte ging es mir schon besser. Erst als ich mich wieder umdrehte sah ich Vany hinter mir stehen, die mir zuvor wohl auch die Haare zurückgehalten hatte. „ Hey Candy! Geht’s dir besser?“ Ich stand auf und nickte langsam. „ Etwas.“ Ich ging zum Waschbecken und spülte meinen Mund aus. Langsam verschwand die Übelkeit und auch meine normale Gesichtsfarbe kam wieder. „ Sy hat mich mal gebeten mit dir zu reden.“ „ Ach ja?“ Das überraschte mich. „ Ja, er macht sich Sorgen um dich.“ „ Wieso das denn?“ „ Das jetzt gerade.“, meinte Vany. Ich atmete tief durch. „ Ich weiss, ich hab mich ihm gegenüber in der letzten Zeit nicht gerade, na ja wie soll ich sagen......verständlich verhalten.“ Vany beäugte mich skeptisch. „ Was war denn?“ „ Ach sei froh dass du es bisher nicht mitbekommen hast. Ich verschweige ihm etwas, dass er vielleicht besser erfahren sollte.“ „ Candy du weisst dass du mir alles sagen kannst und dass ich nichtsweiter erzähle, bis du mir das okay dafür gibst.“ „ Na ja also......“ Klar weiss ich dass ich Vany alles sagen kann, nur war ich mir ja noch nicht mal sicher. „ Hm?“ „ Es kann sein dass ich schwanger bin.“ Vany’s besorgte Mine hellte sich gleich auf und strahlte mich an. „ Süsse das ist doch schön!! Aber was heisst hier vielleicht?“ „ Ich bin mir nicht sicher. Meine Tage sind ausgeblieben, aber bevor wir hergekommen sind hatten ich noch ziemlich Stress auf der Arbeit, so dass es auch kein Wunder ist dass die mal ausbleiben.“ „ Hast du denn einen Test gemacht?“ „ Nein, noch nicht, ich hab mich irgendwie nicht getraut.“ „ Wieso denn das?“ „ Was ist wenn ich schwanger bin, es Sy sage und er das Baby nicht will? Wir sind noch nicht so lange zusammen, das weisst du doch.“

 

~Vanessa~
Oh das wäre ja so süss!! Candy und schwanger!! Dass sie Angst vor Sy’s Reaktion hatte konnte ich verstehen. Aber auch wenn sie noch nicht so lange zusammen waren kannten sie sich schliesslich schon 4 Jahre bevor sie ein Paar geworden sind.
„ Ja ich weiss. Aber hör mal. Er liebt dich, sonst würde er sich keine Sorgen um dich machen.“ „ Ja aber.....“ „ Nein, jetzt warte mal.“, unterbrach ich sie. „ Wenn du schwanger bist, würdest du das Baby bekommen wollen, egal was Sy sagt oder würdest du es abtrieben wenn er es nicht wollte?“ „ Ich würde es bekommen, ganz sicher.“ Ich lächelte. „ Siehst du. Du bist auch nicht allein, du hast deine Mum und mich und meine Mum!“ Sie lachte. „ Wir würden dir helfen.“ „ Aber mit 20 ein Kind zu bekommen......“
„ Hey!! Du kannst echt allen sagen, dass es mit 20 wohl noch früh ist schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen. Aber nicht mir. Ich bin jetzt 20 und meine Kinder sind 2 Jahre alt.“ „ Ich weiss.“ Ich nahm sie in den Arm. „ Mach dir erstmal keine Gedanken darüber. Wir können morgen mal losgehen und einen Test kaufen. Und wenn der positiv ausfällt sehen wir weiter.“ „ Ach Vany! Ich weiss nicht wie ich es so lange ohne dich ausgehalten habe.“ Ich musste grinsen. „ Tja ich bin gut, was?“ Candy begann zu lachen und gingen nach einen Moment wieder zurück zu Sy und Dunk.
Sy sah schon ziemlich besorgt aus und stand auf als Candy auf ihn zu trat. „ Süsse ist alles okay?“ „ Ja nur.....Dieser ganze Rauch hier drin und die schlechte Luft waren mir gerade zuviel.“, sagte sie zu ihm. Hoffentlich glaubte er das auch, denn ich denke mal nicht dass sie ihm gleich hier auf die Nase binden wollte dass sie vielleicht schwanger ist. „ Habt ihr was dagegen wenn wir langsam gehen?“, fragte ich jetzt, da ich langsam echt nicht mehr konnte und nur noch duschen und dann schlafen wollte.
„ Oh nein!! Sy du fährst sicher nicht!! Gib mir die Schlüssel!!“, meinte Candy und nahm Sy diese aus der Hand. „ Ich fahre.“ „ Was aber......“ „ Sy, du und Dunk habt viel zu viel Alkohol getrunken. Wenn hier kontrolliert wird fallen die Geldstrafen etwas höher aus als in England und den Führerschein bist du auch los.“, meinte ich und stieg hinten ein.
„ Okay, okay.“, winkte er ab und setzte sich auf den Beifahrersitz. „ Leute wir sollten noch tanken. Ist es okay, wenn wir jetzt schnell zur Tankstelle fahren? Sonst stirbt uns der Wagen morgen vielleicht mitten auf der Strasse ab.“, meinte Candy und fuhr los.
Die Müdigkeit war langsam in meine Knochen und ich begann zu frieren. Das mit der Dusche würde ich wohl doch besser auf später verschieben.
Candy hielt bei der Tankstelle und stieg aus. Ich tat es ihr gleich. Ich brauchte jetzt etwas frische Luft. Die Boys stanken jetzt noch mehr nach Alkohol als ich es im Club bemerkt hatte. Dort war noch alles mit dem Rauch vermischt gewesen, doch jetzt nahm man es noch besser wahr.
Ich ging etwas von diesen Zapfsäulen weg, da ich von dem Benzingeruch Kopfschmerzen bekam und sog die kalte Nachtluft schon ganz begierig in mich auf.
Langsam ging es mir besser, allerdings fror ich jetzt nicht nur vor Müdigkeit sondern auch vor Kälte. Denn in einem dünnen Top und einem Minirock war es auch um 3 Uhr in einer Sommernacht nicht mehr sehr warm.
Ich rieb mit meinen Händen über meine Arme, zu blöd dass ich vergessen hatte meine Jacke anzuziehen, aber für diese kurze Zeit bis wir nach Hause fuhren, würde es das jetzt auch nicht mehr bringen.
„ Hey.“ Ich drehte mich um und grinste Duncan an. „ Na, ist gleich fertig getankt?“ „ Ja gleich. Ist dir kalt?“ Ich fuhr mir erneut über die Arme und nickte. „ Ja etwas.“ Er zog seine Jacke aus und legte sie mir um die Schultern. „ Gleich wird’s besser.“ „ Danke.“, lächelte ich, als er mich etwas näher an sich heranzog. Ich musste grinsen, wie oft hatte er das früher auch immer getan? Manchmal tat es noch immer weh an früher zu denken.

 

~Duncan~
Ich zog Vany automatisch näher zu mir, als ich ihr die Jacke umgelegt hatte. Das hatte ich früher immer gemacht, wenn ich ihr meine Jacke gegeben hatte. Hoffentlich würde sie jetzt nicht sauer werden, weil ich es wieder getan habe. Doch das wurde sie glücklicherweise nicht, sondern liess sich sogar von mir in die Arme ziehen. Es fühlte sich so vertraut an. Und doch war jetzt alles so anders. Manchmal wünschte ich mir so sehr dass ich diesen einen Fehler nicht begangen hätte, dann wäre jetzt wahrscheinlich alles anders. Es tat mir echt weh darüber nachzudenken.
Meine Gedanken schweiften zu der Zeit, als wir nur befreundet waren. Vany hatte mir immer, auch wenn es Stunden gedauert hatte, zugehört wenn ich ein Problem hatte, so war es immer bei uns, wirklich immer, das Selbe galt auch für sie. Wenn es mir, oder ihr, dann besser ging übernachteten wir immer bei dem Sorgenkind, da wir manchmal bis früh morgens geredet hatten, auch wenn wir keine Probleme hatten war es so.
Schon damals hatte ich es geliebt wenn sie dicht an mich gekuschelt eingeschlafen war. Es war immer so schön gewesen sie im Arm zu halten und schon wach zu sein wenn Vany noch schlief um zu hören ob sie während eines Traums wieder irgendetwas nuschelte. Ob sie immer noch so süss aussah wenn sie schlief? Wie gerne würde ich das erfahren. 
„ Hey ihr Zwei!! Kommt ihr?“, hörte ich nun Sy rufen. In diesem Moment hätte ich ihm echt eine reinhauen können, aber okay, wir standen schon lange genug draussen und ich sollte echt gleich ins Bett. Die Nachwirkungen des Alkohols machten sich langsam bemerkbar, so dass mir nach und nach schwindlig wurde. Ich hatte wohl doch mehr getrunken als ich eigentlich wollte.
Vany löste sich von mir und sagte lächelnd: „ Danke. Ich geb dir die Jacke gleich wieder.“ Wir gingen zum Auto und Candy fuhr zu Vany. Sy und Candy verabschiedeten sich gleich ins Bett. Sy sah auch schon gar nicht mehr so fit aus, wie noch vor einer Stunde.
Als ich aus dem Badezimmer kam, sah ich wie Vany gerade aus dem Kinderzimmer kam. „ Und schlafen Beide?“, fragte ich, als sie die Tür schloss. Sie nickte. „ Und wie. Ich glaube da könnte sonst was passieren, die Beiden würden schlafen.“ „ Kommt mir echt bekannt vor.“, grinste ich sie an. „ Hey!!“ Ich musste lachen. Vany war genauso da musste man echt harte Geschütze auffahren wenn man sie mal wach bekommen wollte.
„ Das soll jetzt nur so bleiben, ich muss jetzt erstmal ins Bett.“ „ Geht mir auch so.“
„ Schlaf schön.“, lächelte sie und drückte mir einen Kuss auf die Wange.

 

5 Tage später:

 

~Simon~
Seit dem Discoabend vor knapp einer Woche hatte sich Candy immer wieder ziemlich komisch verhalten. Vany hatte mir zwar versichert dass sie mit ihr geredet hatte und das alles in Ordnung sei, doch ich glaubte es ihr nicht. Sicher hatte Candy Vany erzählt was mit ihr los war, aber wenn eine Freundin einer anderen gesagt hat, sie solle es für sich behalten tat es die Andere auch, also schaute ich in die Röhre, wenn Candy Vany so ein Versprechen abgenommen hatte.
Die Beiden waren gleich nach dem Mittagessen verschwunden, wohin hatten sie nicht gesagt. Vany meinte nur, das sie das  zusammen machen müssten und dass sie nicht lange bräuchten. Weiter war nichts aus ihnen rauszubekommen.
„ Hast du vielleicht eine Idee was mit den Beiden los ist?“, fragte Dunk Melinda, die auch nur den Kopf schüttelte. „ Nein, tut mir leid. Aber dass die Zwei immer irgendwas haben dass sie nicht erzählen und nur sie angeht, hatten sie doch schon immer.“ „ Das wird sich auch nicht irgendwann legen, oder?“, fragte ich nach. Aly und Matt lagen im Kindergitter und schliefen, deshalb setzten wir uns ins Wohnzimmer.
„ Na ja, ich glaube nicht.“, grinste sie. „ Denkt doch nur mal an mich und deine Mum.“ Dabei deutete sie auf Dunk. „ Wir sind heute auch noch so.“ „ Mädchen!!“, seufzte ich.
„ Hey, das haben wir gehört!“, hörten wir plötzlich Candys Stimme. Ich schreckte auf.
„ Wir haben euch gar nicht gehört.“, sagte Dunk. „ Ja ist auch besser so, sonst hätten wir das, was du da gerade rausgelassen hast nicht gehört.“, lachte Vany. Ich begann zu grinsen. „ Mum wo schlafen die Kleinen, oben oder in der Küche?“ In dem Moment begann Aly zu quengeln und schrie auch gleich das erste Mal. „ In der Küche.“, erwiderte Melinda. „ Ja, ich hör es.“, grinste Vany und verschwand dort auch gleich.
„ Wir wollten wenn die Kleinen wach sind, was sie jetzt ja sind, mit ihnen rausgehen, kommt ihr mit?“, wollte Candy wissen und setzte sich zu mir. „ Ja sicher.“, nickte ich gleich. Vielleicht könnte ich dann mal mit Candy allein sprechen. „ Was ist mit dir Dunk?“, wollte sie wissen. „ Ja ich komm mit.“

 

~Candy~
Gleich am Tag nach dem Discobesuch hatten Vany und ich einen Schwangerschaftstest gemacht. Ich wollte irgendwie nicht wissen wie das Ergebnis war, so dass ich Vany bat es mir zu sagen. Meine Vermutung bestätigte sich: Ich bin schwanger.
Mir war gleich klar dass ich das Baby bekommen würde. Wie ich es Sy sagen sollte wusste ich allerdings nicht.
So ging es ein paar Tage bis ich eine Idee hatte. Deswegen waren Vany und ich heute auch nachdem Mittagessen schnell losgegangen.
Aber ich wollte mit Sy alleine sprechen, ich hatte mich lange genug komisch ihm gegenüber verhalten, jetzt sollte er auch erfahren wieso ich so war, damit dieses Theater und die Streitereien die ab und zu vor unserer Reise nach Italien ein Ende hatten und in England nicht wieder von neuem entflammten. Denn glücklicherweise, kam es in den letzten Tagen zu keiner derartigen Diskussion.
Wir gingen zum See, die Luft war zwar schön warm, aber doch irgendwie drückend und von weiter weg schien ein Gewitter aufzuziehen, noch hatte es uns aber lange nicht erreicht.
Vany sah richtig süss aus, wie sie den Kinderwagen, also den Buggie vor sich her schob. Würde man sie kennen lernen und nicht wissen dass sie Kinder hat, würde man es nicht glauben. Sie war so eine kleine Verrückte. Nicht böse gemeint natürlich! Nur, Vany konnte soviel Unsinn machen, dass man ihr die Verantwortung einer Mutter nicht zutrauen würde.
Sie und Dunk liefen etwas vor uns. Ich wollte hatte mich gerade dazu entschlossen dass ich mit Sy reden wollte, als er mir zuvor kam.
„ Candy was ist mit dir los?“ Ich sah ihn etwas geschockt an. „ Was.....was mit mir los ist?“, wiederholte ich etwas unsicher. „ Ja, warum verhältst du dich so komisch? Ich habe das Gefühl ich komme überhaupt nicht mehr an dich ran!“ Ich nahm seine Hand und zog ihn zu der Bank die in unserer Nähe war. „ Ich kann dir das erklären.“, begann ich. „ Muss ich mir irgendwie Sorgen um dich machen?“, fragt er führsorglich, doch ich schüttelte lächelnd den Kopf. „ Nein, mir geht es gut, ich muss dir nur etwas sagen. Darüber haben ich länger nachgedacht. Deswegen habe ich auch etwas dicht gemacht.“ „ Okay.“, nickte Sy langsam. „ Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll, deswegen hab ich was für dich.“, stotterte ich, bis mir einfiel dass ich das Päckchen, dass ich heute hatte machen lassen, noch immer in meiner Tasche hatte. Ich war gar nicht dazu gekommen es nach oben zu bringen um es so hinzulegen dass Sy es fand, also gab ich es ihm so. „ Ich wollte es dir eigentlich erst später geben, aber jetzt geht es auch.“
Er sah mich etwas skeptisch an, machte das Päckchen dann aber auf.
Darin befanden sich ein paar weisse Babysocken, eine kleine Flasche und ein Schnuller. Wenn er jetzt nicht wusste was ich ihm sagen wollte konnte ich ihm auch nicht mehr helfen.
„ Ähm.....was....“, fragte Sy sichtlich verwirrt und sah mich an. Ich sah zu ihm, dann zu dem Inhalt der Schachtel und legte meine rechte Hand fast automatisch auf meinen Bauch. Seine Augen wurden immer grösser, dass ich schon Angst hatte sie würden ihm gleich rausfallen. „ Du bist......Wir kriegen.....??“ Mehr kam nicht aus Simon’s Mund. Ich musste lachen und nickte. „ Ja, ich bin schwanger.“

 

~Vanessa~
Candy ist definitiv schwanger, soviel wussten wir Beide jetzt. Wie sie es Sy sagen würde überliess ich ihr. Da durfte ich mich nicht einmischen.
Heute früh hatte sie die Idee ihn ein kleines Packet zu machen in dem sich ein paar Babysachen befanden.
Bei dem Spaziergang liefen sie und Sy einiges langsamer als Dunk und ich, aber das war mir auch ganz recht, sie sollten miteinander reden.
Als ich mich nach einer Weile mal umdrehte um nach ihnen zusehen, sah ich wie Sy ziemlich ratlos eben dieses Päckchen anstarrte.
„ Was haben die Beiden denn?“, meinte Dunk und ich grinste ihn an. „ Ich denke mal das erfährst du nachher. Lassen wir sie besser noch etwas alleine.“
Wir setzten uns auf eine Bank und ich hob die Kleinen aus dem Buggie. Sie hatten schon wieder angefangen rumzustrampeln, was nur heissen konnte dass sie nicht mehr da drin sitzen wollten.
„ Süsse, hör doch mal auf zu zappeln, so kann ich dich nicht rausheben.“, meinte ich zu Aly und nahm sie dann auf den Arm.
„ Wie kommt’s eigentlich dass du ihn Matt genannt hast?“, fragte Dunk mich plötzlich, als er Matt aus dem Buggie nahm. Beide auf dem Schoss zu haben wurde nach kurzem nämlich ziemlich schwer.
„ Gute Frage.“, grinste ich ihn an. „ Ich mochte den Namen schon immer, das weisst du auch.“ Den wahren Grund konnte ich ihm schlecht nennen. „ Ausserdem passt der Name so zu ihm.“, lachte ich. „ Wie läufts eigentlich so mit Blue?“ „ Oh ganz gut. Wir sind ja eigentlich gerade auf Promotour mit unserem zweiten Album.“ „ Sorry, das interessiert mich nur gerade!“, entschuldigte ich mich bei ihm wegen der schnellen Themawechsels. „ Schon gut.“, winkte er ab.  Da hatte ich ja nochmal Glück.
„ Wo geht’s denn nach den Ferien als erstes hin?“, erkundigte ich mich weiter. „ Oh da stehen ein paar Promoauftritte in England an. Eigentlich nicht sehr viel bis es dann zum nächsten Clipdreh geht.“ „ Na da bin ich ja mal gespannt.“, grinste ich.
„ Oh nicht doch!!“, meinte Dunk plötzlich. „ Was ist?“, fragte ich verwirrt. „ Es fängt an zu regnen.“ „ Ich merk noch gar nichts.“, sagte ich, setzte Aly aber wieder in den Wagen.
„ Gehen wir zurück? Nicht dass wir noch ins gröbste Unwetter kommen.“ Dunk nickte.
„ Ja gut.“ Matt fing anzuquengeln, kaum hatte Duncan ihn in den Buggie gesetzt. „ Ach komm schon Matt, hör mal auf zu weinen, du willst auch nicht nass werden.“, sagte ich zu ihm und setzte ihm die Kapuze seiner Regenjacke, die ich ihm vorsorglich angezogen hatte, auf. Ich küsste ihn kurz auf die Wange und setzte Aly den Jeanshut auf. Sie liebte dieses Ding echt abgöttisch, dabei könnte man denken kleinen Kindern würde das nicht auffallen.

 

~Duncan~
Was Sy hatte, dass er Candy so anstarrte wollte ich echt gern wissen. Besonders als er ihr wenig später um den Hals fiel.
Ich wollte unbedingt wissen weshalb Vany Matt diesen Namen gegeben hatte. Okay, es ist vielleicht unbegründet, aber ich hatte länger darüber nachgedacht.
„ Ich mochte den Namen schon immer, das weisst du auch.“, antwortete sie mir darauf auf die Frage. „ Ausserdem passt der Name so zu ihm.“
Es hatte angefangen zu tropfen, weshalb wie uns gleich darauf wieder auf den Weg zurück machten.
Wir waren gerade wieder ins Haus getreten als die ersten Blitze über den Himmel zuckten. „ Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie schnell so ein Unwetter kommen kann.“, meinte Candy und schloss schnell die Tür. „ Leider kommt das schöne Wetter nicht halb so schnell wieder.“, seufzte Vany und befreite die Kleinen von ihren Jacken.
„ Hast du’s ihm gesagt?“, wollte sie dann wissen und fing an zu strahlen als Candy nickte. Sie umarmte Candy und meinte: „ Ich freu mich so für dich.“
Ich verstand erstmal nur Bahnhof, bis Sy meinte: „ Sie ist schwanger!“ Ich glaube mir fielen in dem Moment fast die Augen raus.
Aber ich freute mich echt für Sy und Candy und umarmte Beide erstmal.
Seitdem Sy wusste was mit Candy los war davon, dass mit Candy etwas nicht stimmt keine Rede mehr, schliesslich war jetzt alles klar.
Dass sie nicht wusste wie sie es ihm hätte sagen sollen verstehe ich irgendwie. Sowas kann nicht wirklich leicht sein. Und immer sind es die Frauen die uns sagen müssen das obwohl sie sich komisch verhalten hatten alles okay ist.
Ich bin irgendwie verdammt froh dass ich sowas noch nicht erlebt habe.
Sonst würde ich vielleicht auf irgendwann mal so abgedreht wie Simon. Er behauptete doch echt steif und fest man könnte bei Candy schon ein bisschen mehr Bauch sehen. Dabei wäre er niemals auf diese Idee gekommen, als er noch nichts von ihrer Schwangerschaft wusste.
Die Tage in Italien gingen viel zu schnell vorbei. Ich genoss es richtig meine Ruhe zu haben. Wir wurden auch von keinen Fans erkannt, obwohl wir täglich mindestens einmal einen Song von uns im Radio hörten. Na ja, Italien war nicht England.
Ich freute mich aber auch schon sehr auf die Promotour, da sie ‚nur’ in England stattfand würde sie wohl entspannter ablaufen als wenn wir auch noch in anderen Ländern unterwegs wären.

 

~Simon~
Ich konnte es noch immer nicht glauben dass Candy schwanger ist. Dieser Zustand würde auch sicher noch etwas anhalten, denn noch sah man es ihr ja nicht an. Obwohl ich es immer wieder behauptete.
Na ja, was soll ich sagen? Ich konnte es schon jetzt, obwohl es noch über 7 Monte ging bis das Baby da wäre, nicht erwarten bis es dann soweit ist.
Die Girls hatten mich und Dunk überredet mit ihnen einen DVD Abend zu machen. Aber na ja, da es der letzte Abend hier war willigten wir eben ein.
Wie ich schon befürchtet hatte wurde es eine schreckliche Schnulze. Ich meine okay, einige Liebesfilme sind okay, aber ich hasse solche bei denen das Happy End schon klar ist, wenn der Vorspann durch ist.
Dann schauten wir noch ‚Practical Magic.’ Damit konnte ich nicht sehr viel anfangen, aber na ja wenn die Girls meinten. Aber sowas sag ich besser nicht laut, sonst werden die Beiden noch sauer und gehen auf mich los. Und so wie ich Candy und Vany kenne werden sie das ganz sicher tun.
„ Ach ich liebe diesen Film!“, seufzte Vany als ‚Practical Magic’ schliesslich zu ende war. „ Du hast den auch schon 100 mal gesehnen.“, meinte Dunk. „ Na und? Irgendein Problem damit? Seitdem wir uns kennen musstest du dir diesen Film erst zweimal antun, also fang hier nicht an Mitleid zu wollen.“, lachte sie jetzt.
Wir verbrachten den ganzen Abend und den grössten Teil der Nacht eigentlich damit uns zu unterhalten. Als wäre es erst der Anfang der 2 Wochen.
Ich weiss nicht wann wir dann doch ins Bett sind. Aber es war viel zu spät, oder zu früh. Wie man’s eben sieht.
Am nächsten Morgen sassen wir alle 4 total erschlagen am Küchentisch und kippten und wohl Literweise Kaffee oder Tee rein.
„ Willst du noch Kaffee?“, gähnte Vany und streckte Dunk die Kanne hin. „ Nein danke. Wenn ich noch mehr davon trinke steh ich heute Abend im Bett.“ Wir mussten lachen.
„ Das wäre schlecht.“, nickte sie und wandte sich an mich. „ Und du?“ „ Ja bitte.“ „ Und ihr habt auch alles eingepackt? Nicht dass ich euch irgendwie die Hälfte nach schicken muss.“ „ Das passiert schon nicht. Ich bin mir sicher dass ich alles hab.“, sagte ich zuversichtlich. Eine Stunde später ging es dann auch ab zum Flughafen.

 

~Vanessa~
Ich war irgendwie voll deprimiert zu wissen dass die Drei nachher nicht mehr hier waren. Sie sollten nicht gehen, keiner von ihnen.
Matt und Aly waren auch ziemlich unruhig als sich Candy, Dunk und Sy sie noch einmal auf den Arm nahmen und Abschiedsküsschen verteilten.
Aly fing an zu schluchzen als Dunk sie auf dem Arm hatte, zum Glück hatte sie nicht zu weinen begonnen, es hätte ewig gedauert sie wieder zu beruhigen.
Wir redeten nicht viel auf der Fahrt zum Flughafen. Kaum waren wir angekommen gab Sy das Gepäck auf. Das war ziemlich schnell erledigt, so dass wir noch etwas Zeit hatten bevor der Flug ging.
„ Ach ich vermisse dich jetzt schon.“, seufzte ich und schloss Candy in die Arme. „ Ich dich auch Süsse!!“ „ Du musst uns einfach bald mal in London besuchen kommen.“, schlug Sy vor. Ich nickte nur. Ich war kurz davor loszuheulen. Ich war zu lange ohne meine beste Freundin gewesen. Wie lange es jetzt gehen würde bis wir uns wiedersehen wussten wir schliesslich nicht. Dann war Sy dran. „ Pass auf dich auf, ja? Nicht dass wir bald wiederkommen und dich mit irgendwelchen gebrochenen Knochen antreffen.“ Ich musste grinsen. „ Keine Sorge, ich werde nicht über Aly oder Matt fallen.“ Wir mussten alle lachen. Klar ich hatte es ihnen auch schon aus Witz erzählt, aber so wie die Kleinen in letzter Zeit herumwackelten war so ein Unfall echt nicht ausgeschlossen, obwohl ich ja echt betete dass nichts passierte. Jede noch so kleine Verletzung der Beiden tat mir doppelt so weh.
„ Hey ich muss dir noch was von Lee ausrichten.“, sagte Sy jetzt. „ Wow, bist du früh.“, lachte Dunk. „ Sorry, das ist irgendwie untergegangen. Er hat gesagt, er hasst uns dafür dass wir jetzt immer italienisch essen können und wenn wir ihm nichts mitbringen das in diese Richtung geht gibt’s Ärger.“ „ Stimmt!“, meinte Dunk und schlug sich mit der rechten Hand an den Kopf. „ Und das sagt unser Sushi- Verrückter?“, fragte Candy.
„ Das wollte ich auch sagen.“, grinste ich. „ Weisst du was, wir schauen schnell ob wir hier was finden.“, schlug Candy vor. Na ob das nicht eher ein Manöver war um schnell von Dunk und mir wegzukommen oder ob es stimmte wollte ich jetzt lieber nicht wissen.
„ Wir sind gleich wieder da.“, meinte Sy, wobei er schon von Candy hinter ihr hergezogen wurde.

 

~Candy~
Okay, es war vielleicht nicht gerade die beste Möglichkeit Dunk und Vany alleine zu lassen, aber ich fand sie sollten für einen Moment noch allein sein. Auch wenn dabei dann nichts weiter rauskommt als dass Vany ihm eine gute Reise wünscht.
Dass Sy sowas aber auch erst auf den letzten Drücker einfällt!! Das war doch wieder klar!!! Wir suchten also ein passendes Geschenk für Lee.
Dieses fanden wir ziemlich schnell, das war so ein Packet mit ähm.......bunter Pasta.
Da es auch noch schön verpackt war entschieden wir uns dafür. Für Ant fanden wir auch noch etwas. Nachdem wir bezahlt hatten machten wir uns auf den Rückweg zum Gate, noch hatten wir eine halbe Stunde Zeit bis wir fliegen würden.
„ Sy?“ „ Ja?“ Ich blieb stehen und griff nach seiner Hand. „ Bist du eigentlich enttäuscht dass ich dir nicht gesagt habe dass ich von Aly und Matt weiss?“ Ich weiss nicht weshalb ich jetzt drauf kam, aber ich musste es einfach wissen. Nachdem wir uns doch immer wieder gestritten hatten und jetzt alles geklärt war.
„ Wieso sollte ich enttäuscht sein?“ Ich hob die Schultern. „ Ich weiss nicht. Daran liegt mir soviel. Ich will nicht dass du enttäuscht bist deshalb.“ „ Nein bin ich nicht. Du hattest es doch Vany versprochen. Und sowas bricht man nicht.“ „ Du und die Boys wart unterwegs als ich zu Vany geflogen bin. Das war eine Woche vor der Geburt der Kleinen. Sie wollte mich unbedingt dabei haben, das haben wir uns schon vor langer Zeit versprochen. Ich hab dir bisher nichts davon gesagt weil du dann sicher nachgefragt hättest und......Na ja wie du gesagt hast, versprochen ist versprochen.“
Er zog mich in seine Arme. „ Ich hatte Angst dass wir uns streiten wenn ich dir sage dass ich nach Italien fliege und das ohne einen Grund anzugeben.“

 

~Duncan~
Klasse!! Jetzt lassen die uns einfach so hier stehen. Ich wusste nicht wirklich wie ich mich von Vany verabschieden sollte. Ich konnte ihr ansehen dass es ihr gerade nicht sehr gut ging, doch dennoch wollte ich dazu nichts sagen.
Mir tat es zu weh jetzt gehen zu müssen. Wieso konnte sie nicht einfach mitkommen? Ich wollte sie nicht hier lassen!!!
HALLO????? Verdammt Duncan!!!! Wären jetzt nicht so viele Leute hier gewesen, besonders Vany, hätte ich mir selbst eine runter gehauen!!
Wieso dachte ich nur so? Ich sollte aufhören so zu denken, wie oft hatte ich mich schon ermahnt diese Gedanken loszuwerden? Das mit Vany und mir war vorbei, ich war selbst schuld, also sollte ich jetzt auch aufhören mir einzureden da wären noch Gefühle für sie.
Es war zu schön gewesen Vany zu umarmen wenn immer ich wollte, ohne zu fragen oder sowas. Das war bei uns eigentlich nie nötig gewesen und wenn dann ganz selten.
Wie gerne würde ich dies jetzt wieder tun. Ich wollte sie festhalten und am liebsten nicht mehr loslassen. Auch bei dem Gedanken daran wie nah sich unsere Lippen in den letzten zwei Wochen wieder gekommen waren wollte ich nicht gehen.
Es hatte sich immer so gut angefühlt Vany zu küssen.
Auch wenn ich in den letzten Jahren ein paar Beziehungen gehabt hatte, ich hatte keinen der Küsse von Vany jemals vergessen.
So weiche, warme und volle Lippen wie sie hatte keine andere Frau auf dieser Welt. Das weiss ich ganz genau.
Wir standen uns plötzlich soviel näher, dabei hatten wir uns eigentlich nicht aufeinander zu bewegt und doch stand Vany nun direkt vor mir.
Ihre Augen glänzten von einzelnen Tränen, was mich dazu brachte ihr die Träne welche ihr gerade über die Wange lief mit dem Daumen wegzuwischen.
Meine Finger glitten weiter bis zu ihrem Kinn, welches ich etwas anhob damit sie mich ansehen musste. Gleich darauf hauchte ich ihr einen sanften Kuss auf die Lippen.
Kaum hatte ich mich von ihr gelöst umarmte sie mich. Ich seufzte leise und atmete ihren wundervollen Duft ein. So verweilten wir bis die Stimmen von Sy und Candy erklangen.

 

~Simon~
Dass Candy sich solche Sorgen gemacht hatte tat mir selbst weh. Ich wollte doch nicht dass sie sich Vorwürfe macht, besonders nicht weil sie ihre beste Freundin besucht hat und ihr bei der Geburt ihrer Kinder beigestanden hat!!!
Ich war schliesslich auch so oft unterwegs, da konnte man leider nicht immer wissen was der Partner gerade tut.
Die Souvenirs für Ant und Lee hatten wir jetzt gefunden, da wir noch etwas Zeit hatten machten wir uns gemächlich auf den Weg zurück zum Gate.
Dunk und Vany standen dort und umarmten sich. Ich wusste nicht genau ob wir die Beiden jetzt stören sollten oder nicht.
„ Wir müssen gleich an Board.“, meinte Candy schlussendlich, wodurch sich auch Dunk und Vany von einander trennten.
„ Ich möchte unbedingt Abzüge der Fotos die ihr gemacht habt.“, sagte Vany dann.
„ Das wird wohl das erste sein das ist tue.“, grinste Candy. „ Was?“, wollte ich wissen, da ich nicht ganz begriff was sie meinte. „ Na die Fotos zum entwickeln bringen.“
Und da wurde unser Flug auch schon aufgerufen. „ Dann ist es jetzt wohl soweit.“, meinte Vany und umarmte mich. „ Das nächste Mal dauert es aber nicht wieder 2 Jahre bis wir uns wiedersehen, ja?“, fragte ich und grinste sie an. „ Keine Sorge, das wird nicht passieren.“ Sie umarmte Candy. „ Spätestens in etwa 8 Monaten wird ich in London auftauchen.“ „ Na das hoff ich doch!! Nicht das ich alleine da liege und das Baby zur Welt bringe, wenn Sy die Schraube gemacht hat.“ „ Hey!!!“, rief ich protestierend. Alle drei fingen an zu lachen, wobei ich hoffe dass mir dies wirklich nicht passieren würde. Der Flug wurde erneut aufgerufen. „ Ihr müsst jetzt echt los, nicht das ihr den Flug noch verpasst obwohl wir schon so lange hier sind.“ „ Knuddel die Kleinen nochmal von mir, ja?“, meinte Candy zu ihr, als sie noch einmal umarmte. „ Klar werde ich.“ „ Ach ich werde dich so vermissen.“, seufzte Candy. „ Wir sehen uns bald wieder.“, lächelte Vany, wobei ich aber sah dass ihr schon wieder Tränen in die Augen stiegen.
Wenig später sassen wir auch schon im Flugzeug auf dem Weg nach London. Es war irgendwie komisch zu wissen in ein paar Tagen wieder vor Johnny zu stehen der uns einen Vortrag darüber hielt wir sollten pünktlich sein. Ich wusste jetzt schon, das wir zu viert einfach nicht im Stande dazu waren. Na ja, ich allein schaffte es ja auch kaum.

 

~5 Monate später~

 

~Vanessa~
Manchmal hasste ich die Arbeit!!! Auch wenn die Leute sonst nett waren, heute wollte ich einfach nicht mehr. Als Kellnerin in einem Cafè zu Arbeiten war wirklich noch nicht mein Ziel gewesen. Ich wollte auf’s College und Übersetzerin werden. Aber als ich dann erfuhr das ich schwanger bin vergass ich das mit dem College und suchte mir einen Job. Als ich Matt und Alyssa dann bekommen hatte half Mum mir, bis ich wieder arbeiten konnte. Und dies tat ich jetzt immer halb Tags weil ich meine Kinder auch noch sehen wollte bevor sie schliefen.
Heute hatte ich aber keinen Nerv für irgendwelche Bestellungen oder sowas in die Richtung. Sy hatte mich gestern Abend angerufen und mich gefragt ob ich nicht für eine Weile nach England kommen könnte. Candy würde es nicht sehr gut gehen und da er und die Boys bald wieder für Promoauftritte unterwegs sein würden und Sy sie nicht alleine lassen wollte hatte er mich angerufen.
Sicher machte ich mir auch Sorgen um Candy und um ihr Baby, aber so einfach konnte ich nicht von der Arbeit wegbleiben. Ich brauchte das Geld wirklich sehr.
Okay, das Haus in dem wir wohnten gehörte meiner Grossmutter und sie hatte es Mum vererbt, aber na ja, ich verdiente nicht gerade viel und das Bisschen brauchten wir wirklich nötig.
„ Mum, ich muss so schnell wie möglich nach London.“, sagte ich, kaum war ich nach Hause gekommen. „ Wieso, was ist los?“ „ Sy hat mich gestern doch angerufen.“ Sie nickte. „ Candy geht es nicht gut. Der Arzt soll gesagt haben dass es mit ein bisschen Ruhe wieder gut wird. Aber Sy macht sich Sorgen und er will sie nicht alleine lassen.“
„ Weisst du ob es etwas ernstes ist?“, wollte Mum gleich wissen, doch ich musste den Kopf schütteln. „ Nein, ich weiss nur dass der Arzt das gesagt hat. Ich mache mir wirklich Sorgen um sie. Schliesslich ist sie schon Anfang 6. Monat.“ „ Wann willst du fliegen?“ „ Am liebsten sofort. Aber ich muss Sy noch schnell anrufen.“ Das tat ich auch gleich. „ Hallo?“ „ Hey Sy, ich bin’s.“ „ Hi Vany, was gibt’s?“ „ Ich könnte Freitag nach London kommen. Das hat mir mein Chef jedenfalls fest zugesagt. Ich hab ihm auch erzählt dass es länger gehen lang bis ich wieder komme.“ „ Und das ist ein Problem?“, fragte er gleich. „ Nein, das würde auch gehen. Er will mich nicht gerne gehen lassen, aber so lange ich dann mal wieder hier auftauche.“ „ Das ist echt super!“ Ich biss mir kurz auf die Unterlippe. „ Da gibt es allerdings etwas worum ich dich bitten müsste.“ Mir war es echt unangenehm, aber anders würde es nicht gehen.“ „ Klar nur zu.“ „ Du müsstest mir das Ticket bezahlen.“, sagte ich nachdem ich einen Moment geschwiegen hatte. „ Ich kann mir den Flug sonst nicht leisten und du weisst auch dass ich dich nicht bitten würde wenn es anders ginge.“, setzte ich schnell noch hinzu. „ Klar mach ich das. Das ist doch kein Thema.“ „ Danke das ist echt lieb von dir.“ „ Hey das ist doch logisch, schliesslich kommst du aus Italien her weil ich dich darum gebeten habe.“, entgegnete Sy. Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten bis wir das Gespräch beendeten. Ich erzählte Mum von dem Gespräch und dass ich Aly und Matt mitnehmen will.
„ Dann hab ich das Haus ja für mich allein.“, grinste sie. „ Treibs nicht zu wild.“, lachte ich. „ Sonst kriegst du am Ende Stress mit den Nachbarn.“ „ Ach Unsinn.“, erwiderte Mum darauf. „ Die sind doch alle ganz lieb.“
~Duncan~
Ich hatte das Telefonat zwischen Sy und Vany mitbekommen und meine Neugier liess es jetzt einfach nicht zu dass ich nicht fragte.
„ Sie kommt für eine Weile nach London.“, erklärte er mir beiläufig, worauf ich ihn wohl einen Tick zu lange anstarrte. „ Du weisst doch dass es Candy nicht sehr gut geht, ich will sie nicht alleine lassen wenn wir auf Promotour sind, deshalb habe ich sie gebeten herzukommen und das wird Freitag sein.“
Konnte er mir diese Dinge noch unwichtiger erzählen wie gerade? Gut das wir im Tonstudio sassen und die letzten Songs für unser 3. Album einsangen und gleich kein Interview geben mussten, denn ich war im Moment mehr als sprachlos.
„ Hey Sy, du bist dran.“, meinte Lee als er aus der Kabine kam und sich an seiner Stelle neben mich fallen liess. „ Was kuckst du denn so geschockt? Oder hab ich einfach was im Gesicht und du weisst nicht wie du es mir sagen sollst?“, grinste er mich an, worauf ich die Augen verdrehte. „ Spar dir deine Sprüche für heute, Lee.“ Dafür hatte ich jetzt echt keinen Nerv. Sicher Lee war mein bester Kumpel und ich war sonst ja auch für jeden Scheiss zu haben, aber heute war ich nicht dazu aufgelegt. Jedenfalls nicht seitdem ich wusste dass Vany herkommen würde.
Nicht dass ich mich nicht freuen würde, das tat ich wirklich. Aber vielleicht war es genau das was mich jetzt so nachdenklich machte.
Unser Kontakt war in den letzten 5 Monaten sporadisch gewesen, aber immerhin hatten wir jetzt Kontakt der auch schon wieder etwas anhielt.
„ Komm schon Dunk!“, riss Lee mich aus meinen Gedanken. „ Ich lass dich nicht in Ruhe bis ich weiss worüber du nachdenkst.“ „ Kann du mich nicht einmal lassen? Geh zu Ant und quatsch ihn voll.“, entgegnete ich. Dieser lag nämlich gemütlich auf der anderen Couch und versuchte ein kurzes Nickerchen zu machen.
„ Jetzt ernsthaft, Duncan. Was ist los? Irgendwie kommst du mir anders vor als noch vor 10 Minuten. Was war los?“ Ich seufzte. Der Typ würde sich jetzt nicht mehr abschütteln lassen.

 

~Candy~
Mein Bauch war schon ziemlich dick geworden, kaum zu glauben dass ich in den nächsten 3 Monaten nochmal zunehmen würde.
Ich fühlte mich eigentlich ganz gut, aber der Arzt hatte gesagt dass ich viel Ruhe brauchen würde, da etwas mit dem Baby war. Er sagte zwar wenn ich viel liegen würde und mich nicht anstrenge, würde das wieder gut werden. Doch, der konnte viel erzählen, das Baby wächst schliesslich in mir heran und nicht in ihm.
Ich freute mich darauf Vany bald wiederzusehen. Sy hatte mir erst davon erzählt, als er Vany schon gefragt hatte, ob sie herkommen könnte. Ant, Lee, Duncan und er wären in den nächsten Wochen auf Promotour für ihr 3. Album „ Guilty.“ Ich wusste wie sehr Sy sich darauf freute wieder unterwegs zu sein, nachdem die Boys so lange Zeit im Studio verbracht hatten war es immer so.
Andererseits sah ich ihm auch an dass es ihm nicht recht war jetzt wegzugehen. Aber ich hatte ihn beruhigt und ihm versprochen das Baby nicht vor dem 9. Monat zu bekommen. Ausserdem hätte ich ja noch mehr Ruhe wenn er weg wäre.
„ Hey Süsse.“, hörte ich ihn auch schon rufen, noch bevor er die Haustür geschlossen hatte. Wir sind noch nicht zusammen gezogen, aber dazu hatten wir uns kurz nachdem wir aus Italien wieder gekommen waren, entschlossen. Da ich mich jetzt aber etwas schonen musste hatten wir dieses Vorhaben verschoben, bis nach der Geburt des Babys.
„ Wie geht’s dir?“, wollte er gleich wissen, als er ins Wohnzimmer kam. „ Gut. Ich kann mich im Moment nicht beklagen. Ich hatte heute noch keine Stimmungsschwankungen, also keine Heulkrämpfe wie mal letzte Woche oder so.“, entgegnete ich und seufzte. Diese Gefühlsschwankungen in den vergangenen Wochen waren manchmal echt nicht komisch. Ich war von einem Moment auf den anderen zickig, oder ich fing ohne erkennbaren Grund an zu weinen. Ich freute mich schon darauf wenn das Baby endlich da war und sich mein Hormonhaushalt endlich wieder normalisierte.
„ Das klingt doch sehr gut.“, grinste Sy mich an. „ Oh ja ist es.“, lachte ich. „ Wann kommt Vany an?“ „ Um 16 Uhr, wenn ich mich nicht irre. Lee meinte dass er sie, Matt und Aly abholen könnte, dann müsste ich dich nicht wieder alleine lassen und er und Dunk würden sie herfahren.“ Duncan würde also mit Lee mitgehen. Na auf diese Begrüssung war ich gespannt. Zu schade dass ich sie nicht selbst sehen konnte. Sy hatte mir erzählt wie, na ja, geschockt Dunk ihn vor ein paar Tagen angeschaut hatte, als er ihm erzählte dass Vany heute herkommen würde
Lee freute sich voll darauf Vany wieder zusehen, sie waren, seit sie einander kannten echt super gute Freunde geworden. Aber niemand konnte Vany so sehr vermissen wie ich es tat, umgekehrt war es genauso.
Wenn wir uns in den letzten Monaten geschrieben hatten oder mal miteinander telefoniert haben fragte sie nur standartmässig nach Duncan. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber ich denke dass da noch mehr ist. Vany brauchte es nicht auszusprechen wenn ihr etwas auf dem Herzen lag, ich wusste es auch so. Natürlich sprachen wir darüber und dies würden wir in den nächsten Wochen auch sicher oft genug tun.

 

~Simon~
Ich war froh darüber dass Lee und Dunk Vany und die Kleinen abholten. Ich wollte schon seit ich heute früh aus dem Haus gegangen war so schnell wie möglich wieder zu Candy.
Klar ihr denkt jetzt sicher: „ Oh man, Sy dreht langsam am Rad.“, aber ich mache mir einfach Sorgen um meine Freundin und um mein Kind.
Ich ging ihr sicher schon mächtig auf die Nerven. Sie brauchte gar nichts zu sagen, ich wusste es auch so. Das sah ich auch nur schon daran wie sie manchmal die Augen rollte, dabei wollte ich das gar nicht.
Lee wollte Vany unbedingt abholen. Da er im Moment aber keinen Führerschein hat, hatte er Dunk dazu überredet hin zu fahren. Er wollte ihn auf der Fahrt dort hin sicher etwas nerven und irgendwie Nervosität in ihm wecken.
Einen anderen Grund konnte es eigentlich nicht geben, denn er hätte ja auch Ant fragen können und ich war auch noch da, egal ob ich bei Candy sein wollte oder nicht, ich hätte Vany, wäre Lee jetzt nicht gewesen, sicher abgeholt.
„ Wie sieht’s mit dem Gästezimmer aus? Soll ich da noch irgendwas machen?“ „ Nein, da ist alles fertig. Ich hab die Decke und die Kissen neu bezogen. Abgewaschen hab ich sogar auch noch.“ „ Süsse, du sollst dich doch nicht anstrengen.“, seufzte ich. „ Honey, das ist keine Anstrengung für mich. Ich bin heute schon so lange ruhig gelegen das kann ich diese Nacht nicht mal aufholen. Glaub mir, es ist alles okay. Ich brauche nur hin und wieder mal etwas zu tun.“ Ich nervte sie schon wieder. Ich wusste es genau.
„ Okay, ich geb mich geschlagen. Tut mir leid. Ich weiss ich raub dir den letzten Nerv.“ Sie grinste. „ Ich finde das so süss. Ich bin glücklich darüber dass es so ist.“ „ Ich bin erleichtert dass du das sagst.“, meinte ich. „ Soll ich mich etwa darüber aufregen?“, zwinkerte sie. „ Oh nein! Auf keinen Fall.“ Sie begann zu lachen. „ Was denkst du wird es?“, fragte sie mich auf einmal. Sie streichelte langsam über ihren Bauch und wandte dann ihren Blick von dort wieder zu mir. Ich musste lächeln und sagte dann grinsen.
„ Ein Baby?“ Sie lachte. „ Ja, das denke ich auch.“ „ Ich weiss nicht, was hast du denn für ein Gefühl?“ „ Ich weiss es nicht. Ich meine es sind schon bald 6 Monate vorbei und ich kann es nicht sagen. Bisher wollte ich es auch gar nicht wissen, aber langsam werde ich einfach zu neugierig.“ Ich schmunzelte. „ Du hast doch bald wieder eine Untersuchung. Wenn du möchtest kann ich mitkommen und wir lassen es uns von deiner Ärztin sagen.“ „ Oh ja.“, strahlte sie gleich. Ich liebte es einfach sie so zu sehen.

 

~Vanessa~
Ich war irgendwie nervös heute nach England zu fliegen. Respektiv, schon im Flieger zu sitzen und darauf zu warten sich nach dem Start wieder abschnallen zu können. Aber wieso eigentlich? Schliesslich schnallte ich mich nie ab wenn ich irgendwo hinflog ausser wenn ich mal aufstehen musste um auf die Toilette zu gehen.
Es war wahrscheinlich die Tatsache nach zwei Jahren wieder nach London zu kommen. Dort hin, wo mich meine Vergangenheit hundertprozentig einholen würde.
Und die Angst die ich damit verband. Doch daran wollte ich jetzt mehr nachdenken.
In knapp einer Stunde würden wir in London landen und dann ging es erstmal zu Candy. Ich freute mich schon sehr sie mit ihrem Babybauch zu sehen. Sie konnte nicht halb so dick sein wie ich es war, denn mein Bauch war im 6. Monat sicher fast das Doppelte als bei einer Frau die nur ein Kind bekam.
Alyssa und Matt schliefen in ihren Sitzen. Sie sahen aus wie kleine Engel und das waren sie auch. Sie waren meine kleinen Engel und das würden sie immer bleiben. Auch wenn sie in den letzten Monaten noch besser laufen gelernt hatten und nach und nach mehr Dinge zu  Bruch gingen als eigentlich erhofft. Ich war trotzdem stolz auf sie und wenn sie jetzt irgendwas sagten konnte man es immerhin schon ein wenig verstehen.
Ich sah wieder aus dem Fenster, es würde wirklich nicht mehr lange gehen und wir wären immerhin schon in englischem Luftraum.
Ich muss irgendwann eingeschlafen sein, denn erst als durch gesagt wurde dass es nur noch wenige Minuten bis zur Landung ging schlug ich meine Augen wieder auf.
Ich sah zu Matt und Aly die wohl noch immer schliefen, oder wieder. Hoffentlich würden sie noch so lange schlafen bis wir gelandet waren. Ich wollte nicht dass die anderen Passagiere von den Schreien der Kleinen genervt wurden.
5 Minuten später wurde das Zeichen zum Anschnallen gegeben und wenig später rollte das Flugzeug auf der Landebahn aus.
Es regnete. War ja irgendwie klar gewesen. Zum Glück war er noch nicht sehr stark, aber es reichte trotzdem. Komisch, wie schnell man sich wieder zu Hause fühlen konnte.
Dann hatten wir es zu dem Gepäck geschafft, irgendwie hatte ich wohl zuviel in den Koffer und die Tasche gestopft aber na ja, immerhin war sie auch hier angekommen. Ausser der Kinderwagen, also der Buggie, na ja, da müsste ich mich wohl später nochmal drum kümmern.
Es war komisch hier zu stehen. Hier mitten unter so vielen Touristen die momentan wohl nur ihre Ferien im Kopf hatten und zu wissen, dass ich hier vor knapp 2 ½ Jahren meine Vergangenheit hinter mir gelassen, oder es immerhin versucht hatte. Und jetzt stand ich wieder hier. Ich atmete tief durch und schob den Gepäckwagen dann vor mich hin um in die Ankunftshalle zu kommen. Matt und Aly hatte ich auf den Koffer gesetzt, woran sie echt Party zu haben schienen, denn sie lachten die ganze Zeit, obwohl ich sah dass sie sehr müde waren.
Dort angekommen sah ich mich nach Sy um, er hatte gemeint er würde mich abholen. Doch anstatt ihn sah ich in der vollkommen überfüllten Halle Lee und Duncan stehen.
Ich musste einfach grinsen, die Beiden sahen sich ziemlich ratlos um, dabei lief ich direkt auf sie zu, doch das musste ja noch lange nicht heissen dass sie mich ebenfalls gesehen hatten.

 

~Duncan~
Lee hatte mich von Beginn der Fahrt, die bei ihm gestartet hatte bis hier her zum Flughafen mit unzähligen Fragen gelöchert, die alle nur von Vany gehandelt hatten.
Wie sieht sie aus? Ist es nicht irgendwie komisch zu wissen dass sie Kinder hat? Denkst du sie bleibt nach der Geburt von dem Baby noch lange hier?? Und noch viele mehr.
Ich hatte mal wieder verdrängt dass Lee wie ein Wasserfall  plappern konnte.
„ Lee, tu mir bitte einen Gefallen und halt für 2 Minuten deinen Mund. In nicht mal einer halben Stunde kannst du sie das alles selbst fragen.“ Er machte schon wieder seinen Mund auf um darauf etwas zu sagen. „ Ryan!!“, zischte ich nur. „ Okay, okay......“, erwiderte er abwehrend und hob seine Hände.
Ich seufzte und hielt an der Ampel die vor uns auf rot gesprungen war. Der Verkehr heute war echt mal wieder extrem. Jede Ampel die man noch locker hätte überfahren können sprang im letzten Moment auf rot und man musste bremsen.
Es vergingen kaum 30 Sekunden da fing Lee wieder an. „ Ich bin gleich wieder ruhig, versprochen aber die zweite Frage die ich gestellt hab kann Vany mir nicht beantworten. Die ging an dich.“ Ich sah ihn an. „ Welche Frage genau meinst du? Du hast seit ich dich abgeholt haben soooooo viel gequatscht dass du da schon genauer werden musst.“
Die Ampel wurde wieder grün und ich fuhr weiter. „ Na ob es nicht komisch ist dass sie Kinder hat.“, erwiderte Lee. „ Ich kann sie ja schlecht fragen was du davon hältst.“
Ich sah kurz zu ihm um mich gleich darauf wieder auf den Verkehr zu konzentrieren.
„ Was ich davon halte?“, erwiderte ich perplex. „ Ja du.“ „ Na ja, was schon. Ich denke mal sie ist glücklich das sie die Beiden hat.“ Lee sah mich mit einem Blick an den ich nicht wirklich definieren konnte, darauf würde ich ihn sicher noch ansprechen, aber nicht jetzt, denn wir waren beim Flughafen angekommen und  ich fuhr ins Parkhaus, wo ich auch gleich einen Parkplatz fand.
In der Wartehalle war echt viel Betrieb. Das hätte ich nicht gedacht. Lee sah auf den Bildschirmen nach und rief gleich darauf: „ Hey Dunk!! Der Flug sollte in etwa 10 Minuten landen.“
Die 5 Monate in denen ich Vany nicht gesehen hatte waren eigentlich ziemlich schnell vorbei gewesen und trotzdem hatten die Boys soviel um die Ohren gehabt. Es war manchmal echt kaum noch zum aushalten.
Und jetzt stand ich schon wieder hier am Airport. Doch diesmal nicht um irgendwo hinzufliegen, oder mich von jemandem zu verabschieden, sondern um Vany abzuholen. Ich war diesmal immerhin nicht so nervös wie da, als ich sie in Italien wieder gesehen habe.
Die Anzahl der Leute in der Wartehalle schien sich in den letzten Minuten echt verdoppelt zu haben, so würden wir Vany und die Kids wohl nie finden. Lee sah mich genau so zweifelnd an. Dann kamen auch noch ein paar Fans auf uns zu und fragten uns nach Autogrammen. Momentan war mir das nicht wirklich recht, aber na ja, nein sagen konnten wir auch nicht. Ausserdem waren es nur zwei Girls. Die Unterschriften waren schnell gegeben und die Fotos waren auch schnell gemacht. Nur Vany hatten wir noch immer nirgends entdeckt. „ Ich geh mal nach da.“, meinte Lee und deutete nach Links. „ Okay, dann schau ich mich hier nochmal um.“, nickte ich. „ Sagt bloss ihr lasst mich jetzt hier stehen.“, hörte ich eine Stimme in unserer Nähe und drehte mich wieder um. Lee tat es mir gleich.

 

~Vanessa~
Die Beiden waren echt geradewegs daran von mir wegzulaufen!! Gibt’s denn sowas?? Ich musste lachen. „ Sagt bloss ihr lasst mich jetzt hier stehen.“ Lee und Dunk drehten sich geradezu synchron um. „ Hey!!!“, rief Lee und knuddelte mich im nächsten Moment geradewegs zu Boden. Ich hörte Dunk lachen. Dies musste ich selbst auch tun, doch ich freute mich auch sehr Lee endlich wieder zu sehen. Es war schliesslich noch länger her, als bei Candy, Sy oder Dunk.
„ Lee hör bitte auf, ja? Ich bekomm keine Luft mehr.“, lachte ich und schob ihn etwas von mir weg. Er grinste. „ Tut mir leid. War keine Absicht.“ „ Macht nichts.“ Ich atmete tief durch. „ Wart ihr gerade dabei von mir wegzulaufen oder so? Ich hab euch schon von da hinten gesehen.“, ich wies über meine Schulter zu Tür. „ Wir hatten gerade keinen Blick dafür. Sorry.“, meinte Dunk jetzt. „ Ein paar Fans haben uns erkannt.“ Ich wandte meinen Blick zu ihm und hätte fast ein „ Ooohhh“, rausgelassen.
Dieses Bild war einfach zu süss. Alyssa und Matt waren von dem Gepäckwagen runtergeklettert, auf den ich die Beiden gesetzt hatte und zu Dunk gelaufen. So gut sie es jedenfalls konnten. Aly stand direkt vor Dunk, Matt sass auf seinem Arm.
„ Süsse ich hab doch gesagt ihr sollt da sitzen bleiben.“, sagte ich zu Aly. Sie brabbelte irgendwas das mich zum lachen brachte, dann konnte man den Beiden nicht böse sein und nahm sie auch hoch. Lee sah mich, ich weiss nicht, ich glaube ziemlich überrascht, verwirrt oder sowas an.
„ Sag bitte was, Lee. Sonst hab ich Angst dass du gleich umkippst.“ „ Es ist nur so, ähm.....komisch.“ Ich nickte. „ Ich weiss.“ Ich wusste was er meinte und das war es wirklich. Ich schwieg einen Moment und sah dabei einfach abwechslungsweise meine Kinder an, bevor ich meinte: „ Also, Lee. Das hier ist Alyssa und der Kleine da ist Matt.“ Aly streckte gleich einen Arm nach ihm aus. Ich musste lachen. „ Würdest du sie vielleicht kurz halten?“ „ Ja klar.“ Ich war echt gespannt ob sie anfangen würde zu weinen, aber dies tat sie nicht. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. „ Na diesen Test hat du ja super bestanden.“, grinste Duncan. Lee sah mich skeptisch an. „ Ich erkläre es dir gleich. Aber können wir vorher vielleicht von hier weg? Ich mag hier nicht mehr rumstehen.“
Wenige Minuten später sassen wir auch schon im Auto und mir wurde das erste mal bewusst wie müde ich eigentlich war. Es war noch nicht mal halb 6 und ich war total fertig. Doch schlafen konnte ich nicht. Dafür war ich zu nervös.
Mit jeder Minute der wir näher zu Candy’s Haus kamen desto mehr Erinnerungen holten mich ein. Es war unmöglich für mich diese abzuschütteln.
Dunk musste erneut an einer Ampel halten. „ Na super!! Genauso wie bei der Hinfahrt!!“, seufzte Lee. „ Falsch, aber der Ampel mussten wir nicht halten.“, erwiderte Dunk. „ Das ist mir egal, so lange wir jetzt nicht immer stehen bleiben müssen wo wir vorher durchfahren konnten.“ Ich musste grinsen.
Doch weiter hörte ich nicht zu, denn mein Blick schweifte schon wieder durch die Gegend. Daran zu denken wie ich hier wohnen wollte, in einer Wohnung in der Nähe von Duncan, die ich aber nie bezogen habe weil ich dann nach Italien gegangen war, tat weh. Ich hatte mich seitdem noch nie damit konfrontiert, aber jetzt genau durch diese Strasse zu fahren in der ich fast gewohnt hätte fühlte sich einfach zu komisch an.

 

~Candy~
Endlich klingelte es!! Endlich!! Vany war endlich da!! Sie würde mich sicher auch von Simon erlösen, diesem absolut überfürsorglichem etwas, dass um mich herumrannte, seit er zu Hause war. Ich könnte ihn echt irgendwie in den Keller stellen, damit er mal Ruhe gibt, aber er liess mich ja noch nicht mal aufstehen. Die Tür hatte er jetzt natürlich auch geöffnet, ich verdrehte die Augen und stand langsam auf. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber ich finde es trotzdem heftig dass mein Bauch noch dicker werden wird.
Ich ging zur Tür und sah dort wie Sy Vany aus einer Umarmung losliess. „ Hey Süsse!!“, lächelte ich, als Lee hinter sich die Tür schloss.
„ Hey!!“, erwiderte sie genau so happy wie ich und umarmte mich. „ Wenn du so weiter machst, komm ich bald nicht mehr um dich rum!!“, grinste sie. Ich nickte langsam und legte die rechte Hand auf meinen Bauch. „ Ich weiss, aber all zu lange geht das ja auch nicht mehr.“ „ Geniess es.“, erwiderte Vany und nahm Matt auf den Arm. „ Die drei Monate sind schneller um als du glaubst.“ Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns. „ Wie war eigentlich der Flug?“ Sie hob die Schultern. „ Keine Ahnung. Ich hab ihn wohl grösstenteils verschlafen.“ Bei genauerem betrachten sah man ihr auch an dass sie ziemlich erschöpft aussah, hingegen Matt und Aly total munter schon wieder dabei waren irgendwas zu spielen, nachdem Aly von Lee hingesetzt wurde. „ Ging mir auch so, als wir nach Italien gekommen sind.“ Sy war schon wieder in der Küche und holte was zu trinken. „ Sag mal was ist mit Sy los?“, fragte Lee skeptisch. „ Was meinst du?“, fragte ich verwirrt. „ Na ja, das halt!“ Lee deutete dabei auf Sy der gerade mit den Getränken aus der Küche kam. „ Der lässt dich nicht mehr in Ruhe, oder?“, fragte Vany grinsend. Ich schüttelte den Kopf. „ Nein!!“, stöhnte ich. „ Hilf mir!!!“ Ich legte meinen Kopf an ihre Schulter, wobei sie lachte. „ Wie lange geht es denn noch, bis ihr auf Promotour geht?“ „ Etwa eine Woche.“, meinte Lee. Er schielte immer wieder zu den Kleinen. Was er wohl gerade darüber dachte? Ich müsste ihn da wohl mal drauf ansprechen, es interessiert mich nämlich brennend.
„ Die überstehst du noch Süsse, danach sind wir erstmal alleine.“ „ Oh ja!!“, rief ich aus und grinste Sy an, der mich gerade mehr als skeptisch ansah. „ Ach komm jetzt Honey!!“, seufzte ich. „ Du weisst doch genau dass du es übertreibst. Sicher, es ist voll lieb von dir dass du dich so um mich und das Baby sorgst, aber ich fühl mich echt schon eingeengt und alleine bin ich ja auch nicht wenn ihr unterwegs seit.“
Er seufzte. „ Es tut mir leid!! Das wollte ich nicht.“ „ Wie wäre es wenn du mir dafür mal das Zimmer zeigst in dem ich mich breitmachen kann?“, fragte Vany dann. „ Ich bin so fertig, ich würde mich gerne etwas hinlegen.“ „ Ja klar!“, nickte Sy. „ Ach ja! Kann ich nachher vielleicht mal telefonieren? Der Kinderwagen ist am Flughafen irgendwie verloren gegangen.“

 

~Duncan~
„ Oh shit!“, entfuhr es Candy. „ Ja, na ja ich hätte mich auch gewundert wenn bei mir alles reibungslos gelaufen wäre.“, seufzte sie. „ Da brauchen wir ja auch noch alles.“, meinte Candy darauf. „ Du bekommst nicht zufällig Zwillinge, oder? Sonst könntest du die Sachen von mir haben.“, grinste Vany und stand auf.
Lee schien schon verrückt nach den Kleinen zu sein. Er beobachtete sie immer wieder dabei wie sie auf dem Boden sassen und spielten. Es sah auch zu süss aus.
Kaum zu glauben wie sehr die Beiden in den letzten Monaten gewachsen waren. Ich hatte sie wirklich ins Herz geschlossen und ich war irgendwie froh darüber Vany mehr oder weniger in meiner Nähe zu haben.
Oh man!! Wenn Lee das wüsste könnte ich mich schon wieder auf Sprüche seinerseits einstellen!! Gut das er keine Gedanken lesen kann. Ich musste mir echt das Lachen verkneifen, als Candy Sy klar machte dass er sie mit seiner Fürsorge fast erdrückte. Ich konnte ihn zwar verstehen, aber für Candy konnte das nicht wirklich angenehm sein. Sie wurde von ihm schon seit Tagen so bemuttert dass sie schon mehrmals fast durchgedreht wäre. Sie hatte zwar nichts in diese Richtung gesagt, aber wir sagen es ihr wohl alle an, ausser Sy!! Doch wenn sie Glück hatte, würde Sy sie jetzt etwas in Ruhe lassen, schliesslich brauchte sie genau das.
„ Leute ich hab Hunger!“, verkündete Lee kaum hatte Sy Vany ihr Zimmer gezeigt. „ Oh ja ich auch.“, nickte Candy und griff nach ihrem Glas. „ Hey, wir können doch kochen.“, schlug Lee auf einmal vor. Okay, jetzt denkt ihr sicher: Der und kochen? Würde ich auch, aber irgendwie kann er es halt schon. „ Machen wir doch für Vany eine Art
‚Willkommensessen’.“ Sy nickte. Schön dass Lee ihn nicht auch noch mit seinen Ideen nervte wie mich vorhin mit seinen Fragen. „ Ja sehr gut, nur einer von euch sollte einkaufen gehen. Wenn Ant noch kommen soll, was er ja eigentlich muss.“, er grinste und fügte hinzu. „ Dann muss einer noch einkaufen gehen.“ „ Stimmt, ich hab nicht mehr soviel da. Es reicht gerade noch für Sy und mich.“, stimmte Candy ihm zu.
„ Dann gehen wir einkaufen.“, sagte Lee, stand auf und zog Sy auch gleich auf die Beine. Er konnte schon gar nicht mehr protestieren, da hatte Lee sich schon die Autoschlüssel geschnappt und ihn aus dem Haus geschoben.
Candy seufzte und lehnte sich zurück. „ Alles okay?“ Sie nickte. „ Ja mir geht’s gut. Keine Sorge, ich bin nur etwas erschöpft, aber ich hab immer noch mehr hunger, als dass ich schlafen will.“

 

~Vanessa~
Als ich im Bett lag überkam mich die Müdigkeit ziemlich schnell. Doch kaum war ich für ein paar Minuten eingeschlafen zupfte irgendwas oder besser irgendwer an meinem Shirt. Ich begann zu blinzeln und sah Matt neben dem Bett stehen. Ich musste lächeln und hob ihn zu mir auf’s Bett. Aly was auch wieder wach und sah mich mit ihren wunderschönen Augen an. „ Ihr könnt nicht mehr schlafen, hm?“, dabei strich ich Matt über den Kopf. „ Bleibt ihr noch etwas bei mir bis ich mich ein bisschen ausgeruht habe?“ Aly lächelte und klatschte ein paar mal in die Hände. Ich musste lachen und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. Dann legte ich Matt neben sie und legte mich auf die Seite damit ich die Beiden anschauen konnte.
„ Ich muss euch hier so viele Sachen zeigen. Und ich kann euch Storys erzählen, da würdet ihr nicht glauben dass das eure Mum ist.“ Ich schloss wieder die Augen und war dann wohl eingeschlafen.
Ich wurde auf jedenfall erst wieder wach als ich spürte dass jemand mit seinen Fingern über mein Gesicht strich. Ich wollte meine Augen noch nicht öffnen, dafür war ich, meiner Meinung nach einfach noch nicht fit genug.
„ Vany, es gibt Abendessen.....“ Er wusste genau dass ich immer hunger habe! Ich fing an zu grinsen und schlug die Augen auf. „ Ich riech es!“ „ Na dann ist ja gut, ich dachte schon wir hätten die Küche so heftig auf den Kopf gestellt und soviel Zeug wahllos zusammen geworfen dass es jetzt stinken würde.“ Ich fing an zu lachen und richtete mich auf. Aus dem Wohnzimmer hörte ich die Kleinen lachen. „ Wie sind Aly und Matt ins Wohnzimmer gekommen?“, fragte ich Dunk und stand auf. „ Lee war vorhin mal hier um zu schauen ob er dich auf seine Weise wecken soll und da waren die Beiden schon wieder fit. Da hat er sie mit raus genommen.“ Ich musste lachen. „ Wenn Lee mich geweckt hätte, also auf seine Art, dann hätte es geknallt.“ Er begann zu lachen. „ Ja, das kann ich mir vorstellen.“ „ Candy kann ich vielleicht kurz telefonieren?“, fragte ich sie, als ich sah dass sie auf einem der Stühle in der Essecke sass. „ Ja natürlich. Fühl dich wie zu Hause.“, lächelte sie. „ Ich werde es besser nicht zu wörtlich nehmen.“
Ich griff zum Telefon und wählte seine Nummer. Ich musste mir ein Lachen verkneifen, denn gerade fragte ich mich, ob sich wohl gerade meine Kinder oder Lee mehr an dem Spiel freuten dass er mit ihnen spielte.
Es klingelte und klingelte und er nahm einfach nicht ab. Wir hatten doch erst vor einer Woche miteinander telefoniert, also musste diese Nummer richtig sein. Für mich verging eine Ewigkeit bis endlich ein „ Hallo?“, erklang. „ Hi!“, ich freute mich so seine Stimme zu hören. „ Hey Vany!! Bist du gut angekommen?“ „ Ja sehr gut. Ich hab mich gerade etwas ausgeruht und bin jetzt nicht mehr so müde.“ „ Ich bin sehr froh das zu hören.“ Ich musste lachen. „ Ich auch, aber ich wäre glücklicher wenn wir uns endlich wiedersehen würden!“ Ich vermisste ihn so sehr. „ Ja das möchte ich auch.“ „ Wie wäre es mit morgen?“, schlug ich einfach vor, ich musste noch aus anderen Gründen dringend mit ihm sprechen und wollte es so schnell wie möglich hinter mir haben. „ Am Nachmittag? So um 15 Uhr?“, fragte er. „ Ja das wäre super. Kommst du mit mir zum Flughafen? Da ist heute was verloren gegangen das ich unbedingt wieder brauche.“ „ Oh, das ist nicht gut. Aber sicher komme ich mit.“ „ Klasse.“ „ Leute das Essen ist fertig!!“, rief Sy in dem Moment. „ Ich muss aufhören, es gibt Abendessen.“ „ Dann bis morgen. Ich freu mich schon.“ Ich hörte dass er grinste. „ Ich mich auch Matt, bis dann.“
Dann fiel ich Ant erstmal um den Hals! Ich freute mich so ihn wieder zusehen.
Es war zu lange her, seitdem ich alle 4 Chaoten auf einmal um mich hatte. Candy lachte sich wohl gerade schlapp, da ich dies auch laut ausgesprochen hatte. Aber ich hatte es einfach vermisst. Klar es war anstrengend, das allemal, aber irgendwann gewöhnte man sich daran in einem gerade zu permanentem Chaos zu leben, besonders, wenn Lee dann mal richtig aufdrehte. Doch sogar das hatte mir gefehlt, echt kaum zu glauben!!!
„ Du Vany.“, fing Lee auf einmal an. „ Hmm?“ „ Hast du ein Tattoo am Handgelenk oder hab ich mich gerade getäuscht?“, fragte er mich etwas verwirrt. Ich hatte schon darauf gewartet wie lange es dauern würde bis man sie sehen würde. Zugegeben ich hatte einen langärmliges Oberteil an, was es schwerer machte, doch jetzt rollte ich die Ärmel zurück und streckte Lee die Unterseiten meiner Handgelenke entgegen. „ Meinst du die?“

 

~Simon~
Ich staunte echt nicht schlecht als ich die Tattoos sah. Also die Buchstaben M.B in dunklem Lila mit schwarzen Konturen auf der rechten Innenseite des Handgelenks und die Buchstaben A.F in dunkelrot mit den gleichen schwarzen Konturen auf der linken.
„ Schaut mich nicht so geschockt an!!“, lachte Vany. „ Ich hab die Tattoos erst letzte Woche machen lassen. Und fragt mich jetzt bitte nicht wieso es ausgerechnet diese Buchstaben sind.“ „ Die Initialen von Matt und Aly.“, grinste Candy worauf Vany nickte.
„ Ja, nur den Nachnamen hab ich weggelassen, ich dachte mir, wenn sie schon je 2 Vornamen haben reicht das auch.“ Dabei strich sie kurz über beide Tattoos. Na ja ich werde wohl der Letzte sein der etwas dagegen sagt, ich hatte schliesslich genügend Tattoos, wenn nicht so viele wie Lee.
Ja ich wusste schon dass ich Candy nerve, aber ich wollte es doch eigentlich nicht.
Ich nahm mir jetzt also vor meine Führsorge etwas zu reduzieren. Seit gestern Abend klappte das auch schon ganz gut.
Vany hatte uns gebeten auf Aly und Matt aufzupassen, was wir natürlich gerne taten. Die Boys und ich hatten erst heute Abend einen Gig und nur kurz davor ein Interview, also hatte ich genügend Zeit. Lee stellte sich auch als Babysitter zur Verfügung, ich fragte mich echt wer davon eher begeistert war, er oder die Kleinen.
Lee hatte eh hier übernachtet, da wir alle nicht mehr wirklich dazugekommen waren nach Hause zu fahren, dass heisst, Ant und Dunk hatten es geschafft, aber Lee war irgendwann so durch, da konnte man ihn echt nicht mehr brauchen, also konnte er auf der ausziehbaren Couch pennen.
„ Wo geht’s denn hin?“, wollte Candy wissen, als Vany gerade aus ihrem Zimmer kam.
„ Ich geh nochmal zum Flughafen, wegen dem Buggie, ich hab dort vorhin ja nochmal angerufen und sie meinten es wäre ein Zwillingskinderwagen aufgetaucht.“
Sie kniete sich zu Matt und Aly. „ Ich geh für eine Weile weg, okay? Lee, Sy und Candy sind hier und passen auf euch auf.“ Die Beiden schienen von einem Moment zum anderen ruhig zu werden. „ Ich bin wieder da bevor ihr schlafen geht, versprochen.“ Sie drückte beiden einen Kuss auf die Wange und stand wieder auf.
„ Du triffst dich doch noch mit Matt, richtig?“, hackte Lee nach. Sie nickte. „ Was willst du ihm sagen? Ich meine, ihm wird doch wohl auffallen dass du einen Kinderwagen abholst und dann noch einen für Zwillinge.“ „ Ich weiss. Ich mach das schon irgendwie, sagen möchte ich es ihm jedenfalls so schnell wie möglich.“
Oh ja das solltest du wirklich!! Schoss es mir durch den Kopf. Ich wollte Matt’s Gesicht in dem Moment ehrlich gesagt zu gerne sehen, aber das konnte ich jetzt ja leider nicht.
„ Kann ich mir vielleicht einen Schirm mitnehmen? Ich glaube nämlich meine Regenjacke ist irgendwo ganz tief unten in meiner Tasche.“ „ Ja sicher.“, nickte Candy.
„ Super, danke. Ich bin wie gesagt bald wieder da.“ „ Viel Glück.“, sagte Lee und umarmte Vany kurz, bevor er wieder zu den Kleinen ging.
Vany war dann auch schon aus der Tür.
„ Wie denkst du reagiert Matt wenn er von den Matt und Aly hört?“, fragte Lee Candy die nur die Schulter hob. „ Ich hoffe gut. Ich weiss wie viel Vany an Matt liegt, das wisst ihr genauso gut wie ich. Wenn er deswegen nichts mehr mit ihr zu tun haben will wäre das echt daneben.“ „ Nein, euch Beide muss man doch lieb haben, anders geht das nicht.“, sagte Lee zu Aly, die zu lachen begann. Die Kleinen waren echt Goldstücke. Matt turnte gerade irgendwie auf dem Sofa neben Candy. Ich hob ihn hoch und setzte ihn, als ich mich neben Candy gesetzt hatte, auf meinen Schoss.
„ Wenn du nicht aufpasst fällst du runter und das hört deine Mum dann sicher nicht gern.“, meinte ich. Candy sah mich einen Moment schweigend an. „ Was ist?“ „ Es sind Vany’s Kinder. Das ist es. Ich weiss wie sie sich gefühlt hat als sie von der Schwangerschaft erfahren hat und was sie alles deswegen aufgegeben hat. Sie liebt die Beiden so sehr.“, dabei strich sie Matt über die Wange. „ Das sieht man doch schon wenn sie nur die Namen der Beiden erwähnt.“ Ja das stimmte, jedesmal fingen ihre Augen an zu glänzen und man sah den Stolz den sie empfand. Ich konnte nur hoffen dass das Treffen mit Matt gut für sie ausging.

 

~Vanessa~
Wir hatten uns vor einem Pub verabredet, damit wir nicht dort drin sassen und uns dann solange unterhielten und dann nicht mehr dazu kamen zum Flughafen zu fahren, denn ich musste ja auch bald wieder zu Aly und Matt.
Allerdings regnete es ja noch, also hätten wir uns doch drinnen treffen können, aber keine 5 Minuten nachdem ich dort aus dem Taxi gestiegen war, hielt dort ein weiteres und Matt stieg aus. Ich begann zu strahlen und fiel ihm gleich darauf in die Arme!!
„ Hey Süsse!! Endlich bist du da!!“, freute auch er sich und drückte mich noch etwas an sich. „ Ich hab dich so vermisst!!“, seufzte ich und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„ Ich dich auch. Ein Wunder dass du mich noch erkannt hast.“ Ich musste lachen. „ Ach kommt schon, so sehr verändert hast du dich nicht seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben.“, meinte ich. „ Nicht? Das sind bald 3 Jahre.“ „ Noch sind es 2 eineinhalb.“, verbesserte ich ihn, schloss meinen Schirm und stieg in das Taxi das noch wartete und dessen Tür Matt gerade geöffnet hatte. Der Fahrer machte sich sogleich auf den Weg zum Flughafen. „ Ausserdem hast du mich doch auch erkannt.“ „ So jemanden wie dich muss man erkennen.“, grinste er mich frech an und ich stiess ihn leicht in die Seite. „ Du hättest mich auch besuchen können. Du weisst ich hätte mich gefreut.“ „ Das wollte ich doch.“, erwiderte er. Ich sah ihn skeptisch an, da ich gerade nicht wusste wann er dieses Vorschlag gemacht hatte. „ Ich wollte zu dir kommen damit wie deinen  18. Geburtstag feiern konnten.“ Oh!! Ja, jetzt fiel es mir wieder ein. Ich hatte ihn abgewimmelt mit der Ausrede dass ich soviel Arbeit hätte. Ich war an meinem 18. Geburtstag im 9. Monat schwanger. Matt wusste ja nichts von meinen Kindern, also konnte ich es ihm schlecht auf diese Weise sagen. Dennoch stand es mir heute noch immer bevor.
Nachdem ich den Buggie abgeholt hatte verstaute ihn der Taxifahrer für mich im Kofferraum und ich bat ihn, nachdem er vor einem Pub angehalten hatte, zu Candy’s Adresse zu fahren und den Buggie dort abzugeben. Ich hatte die Fahrt dort hin auch bezahlt und das alles gerade dann geregelt wenn Matt mal gerade am Handy hing.
Und das passierte in den folgenden2 Stunden sicher über 6 mal!!! Und zwar immer genau dann wenn ich das Thema anschneiden wollte, das mir so sehr auf der Seele brannte. Klasse!! So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt!!
„ Tut mir leid!“, bat Matt und schaltete sein Handy jetzt endlich ab. „ Scheint für dich ja echt super zu laufen.“, grinste ich. Er arbeitete als Dolmetscher bei einer grossen Firma. Für Spanisch, Französisch und natürlich für Englisch.
 Ich musste grinsen, als ich daran dachte wie ich ihm früher Stunden lang versuchte die einfachsten spanischen Vokabeln einzubläuen. Es hatte Wochen gedauert bis er es geschafft hatte. Gut das er einen Spanischkurs ausserhalb der Schule belegt hatte und dafür keine Schulnoten kassierte.
„ Ja, wie du siehst hab ich echt einiges zu tun. Tut mir wirklich leid, ich wollte dich nicht immer unterbrechen.“ Ich winkte ab. „ Ist schon gut.“ Wir sassen mittlerweile im Taxi zu Candy nach Hause. Es war bald halb 6 und ich wollte meine Süssen nicht noch länger aufbleiben lassen, natürlich nur wenn Lee sie nicht schon längstens mit seinem Unsinn so müde gemacht hatte, dass sie schon längstens schliefen.
„ Matt ich muss dir da noch was sagen.“, fing ich an, als wir vor der Haustür standen.
„ Was denn?“ Ich wollte es schon den ganzen Nachmittag, aber ich kam nicht dazu.“
„ Sorry das war meine Schuld.“, meinte er, aber ich winkte ab. „ Nein, hör zu. Es gibt einen Grund weshalb ich nicht wollte dass du mit an meinem 18. Geburtstag besuchst....Oder nein, eigentlich zwei.“ Er sah mich ziemlich verwirrt an. „ Warte komm mit rein.“ Ich schloss auf, da mir Candy einen Schlüssel gegeben hatte und trat in den Flur. Ich hörte meinen Süssen schon lachen und musste lächeln, ich liebe es die Kleinen lachen zu hören. „ Vany?“, kam aus dem Wohnzimmer. „ Ja, wir sind’s.“, antwortete ich auf Sy’s Frage. Im nächsten Moment sah ich Aly auf mir zu tapsen und ihre Arme nach mir ausstrecken.  Sie ist ja so süss. „Mummy....“ Ich nahm sie hoch und sah zu Matt.
„ Das wollte ich dir die ganze Zeit sagen. Matt, ich habe Kinder....“ Er kam nicht mehr dazu zu Antworten da es an der Tür klingelte. Lee kam in den Flur: „ Hi Matt.“, grinste er und öffnete die Tür. „ Hey Dunk!!“ So schnell wie Matt aus der Tür war konnte ich gar nicht kucken. „ Matt warte!“, rief ich noch und drückte Duncan, im rausgehen Aly auf den Arm.

 

~Duncan~
Ich war gestern Abend noch nach Hause gefahren. Wie konnte ich seitdem nur ständig an Vany denken? Klar, es machte mir nichts aus. Aber auch wenn ich mich anzulenken versuchte, schaffte ich es maximal 5 Minuten, dann war sie und die Bilder von ihr wieder in meinem Kopf.
Ich habe sie erst gestern gesehen, aber früher hatten wir uns mehrmals täglich gesehen, oder hatten gleich mehrere Tage an Stück zusammen verbracht, da war das jetzt schon eine ziemliche Umstellung.
Nun stand ich vor Candy’s Haustür und kaum hatte Lee geöffnet lief Matt und Vany aus der Tür, sie drückte mir dabei Aly auf den Arm und war weg. „ Was sollte das denn?“, fragte ich verwirrt. „ Keine Ahnung, was das gerade war.“, sagte Lee, anscheinend genau so ahnungslos wie ich.
Das würde sich sicher noch klären. Ich ging also mit Lee ins Wohnzimmer und unterhielt mich gleich mit den Boys, die alle da waren, sowie mit Candy. Ihr schien es besser zu gehen. „ Was war eigentlich gerade los?“, erkundigte ich mich dann doch. Ich konnte meine Neugierde einfach nicht unterdrücken.
„ Ich weiss nicht......“, meinte Sy. „ Wollte sie Matt heute nicht von den Kleinen erzählen?“, fragte Ant und nahm Matt hoch. Ich sah Aly an. Sie war einfach zum knuddeln. Ich hatte ganz vergessen, dass Vany und Matt sich heute treffen wollten.
Ich weiss dass er einer ihrer besten Freunde war. Doch ob sie ihn mit der Nachricht dass sie Kinder hat geschockt hatte?
Die Antwort darauf bekamen wir kaum war die Haustür zugeknallt.
„ So eine Scheisse!!!“, fluchte Vany lauthals. Oh man so hatte ich sie erst einmal erlebt und ich wünschte noch immer es nicht hätte tun müssen.
„ Süsse was ist los?“, fragte Candy besorgt. „ Ich hätte es ihm nie sagen sollen!!! NIE!!!!“, rief sie und schon schlug auch ihre Zimmertür zu.
„ Das scheint echt übel gelaufen zu sein.“, meinte Lee, nach einem Moment in dem keiner von uns etwas gesagt hat. Candy sah unsicher zur Tür und ich sah ihr an, dass sie am liebsten gleich zu Vany wollte.
„ Ich glaube das ist besser.“, nickte Ant. „ Hat sie dich erschreckt?“, fragte er Matt darauf, der schon die ganze Zeit, seitdem Vany so geflucht hatte, ruhig war.
„ Was Matt gemacht hat, interessiert mich wirklich, sonst wäre sie gerade nicht so ausgerastet.“, dachte Sy laut. Da musste ich ihm zustimmen und ich wollte es so gerne wissen. „ Dunk?“ Ich sah zu Candy. „ Hm?“ „ Könntest du mit ihr reden?“ Ich sah sie wohl ziemlich verwirrt an, denn sie setzte hinzu: „ Du kennst sie von uns am besten, das weisst du. Ich glaube sie muss über das was gerade passiert ist reden, aber ich eigne mich, in der Situation der werdenden Mutter wohl nicht dazu. Ich würde das wahrscheinlich falsch auffassen.“ Ich musste schlucken. „ Geh zu ihr Dunk.“, nickte Lee dann ebenfalls. Ich gab ihm Aly und ging zu Vany’s Zimmertür an der ich kurz klopfte, welche ich dann aber einfach öffnete, da sie keine Antwort gab.

 

~Vanessa~
Wie konnte er nur all diese Dinge sagen? Matt wusste doch wie wichtig er mir war und wie schwer es für mich gewesen ist, die ganze Zeit nichts über Aly und Matt zu sagen.
Und jetzt tat er mir das an, wieso verletzte er mich nur so sehr?
Ich lag weinend auf meinem Bett, als es klopfte, doch ich konnte nichts sagen. Ich sah nur kurz auf und sah das Duncan in der Tür stand.
„ Hey.“, sagte er leise, schloss dabei die Tür hinter sich und setzte sich zu mir. Er verschwamm vor meinen Augen, denn immer wieder neue Tränen fanden den Weg über mein Gesicht. „ Was ist passiert?“ Ich schluchzte und brachte einfach kein Wort über meine Lippen. „ Komm her.“ Er schloss mich in seine Arme und ich war in diesem Moment so froh dass er bei mir war. „ Beruhig dich erstmal.“ Das war leichter gesagt als getan. In den nächsten Minuten hörte man in dem Zimmer nur mein Schluchzen, es dauerte so lang bis ich wieder etwas sagen konnte.
Als Duncan mich dann losliess atmete ich tief durch. „ Geht’s?“ Ich nickte. „ Du willst wissen was los war?“ Er nickte. „ Du musst dir das nicht antun, ich muss selber damit fertig werden.“ „ Vany, ich fühle richtig wie schlecht es dir geht, sag es mir, bitte.“ Ich seufzte. „ Also gut. Ich hab mich doch mit Matt getroffen, wie du ja auch gesehen hast. Ich wollte ihm den ganzen Nachmittag über von Aly und Matt erzählen. Ich hab hundertmal angefangen, nur wurde ich immer wieder wegen seinem verdammten Handy unterbrochen. Du weisst ja dass er als Dolmetscher arbeitet.“ Er nickte. „ Und da hat ständig irgendwer angerufen und so kam ich nicht dazu was zu sagen. Vorhin standen wir dann im Flur und Aly kam auf mich zu und hat Mummy zu mir gesagt...“ „ Oh.“ „ Oh ja, na ja und dann ist er raus gerannt. Ich musste ihm einfach hinterher.“ „ Und da dachtest du, drück ich Duncan doch einfach meine Tochter in die Hand?“ „ Entschuldige. Das war keine Absicht.“ Er winkte ab. „ Ist doch kein Problem. Aber was hat Matt gesagt?“ „ Er hat gesagt.....“ Ich atmete nochmal tief durch. „ Dass er nicht verstehen kann wie ich mich einfach schwängern lassen konnte und wie ich es nur fertig gebracht habe, all meine Träume aufzugeben.“ „ Das ist nicht wahr!“ „ Doch und es geht noch weiter.“, erwiderte ich und setzt hinzu: „ Das Beste war, als er mich als Schlampe bezeichnet hat, wie ich nur so billig sein könnte.....Mein, wie ich dachte, bester Freund, hält mich für eine Schlampe!“ Dabei kamen mir schon wieder die Tränen!! Ich konnte immer zu ihm gehen, wenn es mir schlecht ging, er war immer für mich da und jetzt, jetzt da ich ihn wohl mehr als jemals zu vor brauchte, stellte er sich gegen mich. „ Vany....“ „ Nein! Das hat er gesagt. Nicht nur dass ich eine Schlampe bin, sondern auch, wieso ich ihm nicht schon was erzählt hätte, als ich schwanger war. Ausser Candy wusste doch niemand davon. Und jetzt.......hat er mir auch noch die Freundschaft gekündigt. Ist das zu glauben?“ Duncan nahm mich nochmals in den Arm. Da ging es mir trotz allem gleich besser. „ Denk nicht mal daran dass er recht hat Vany. Ich weiss er ist oder war dein bester Freund. Aber sei ehrlich, auf Freunde die so über dich und auch deine Kinder reden bist du doch nicht angewiesen.“ Ich nickte. „ Du hast recht. Es tut nur so weh, ich hätte niemals gedacht dass er mich einfach so fallen lassen könnte.“

 

3 Monate später:

 

~Candy~

 

Sy war mit den Boys für ein paar Tage für Promoauftritte und Interviews unterwegs. Ich vermisste ihn echt schrecklich. Auch wenn er morgen wiederkommen würde und momentan nur in Wembley war.....Ich wollte das er so schnell wie möglich wieder bei mir ist. Bei unserem Telefonat hatte ich ihm nicht erzählt dass er mir heute nicht besonders gut ging. Mir war irgendwie übel und ich wollte ihm keine Sorgen machen, deshalb legte ich mich auch früh schlafen.
Doch mitten in der Nacht schreckte ich auf, das durfte jetzt nicht passiert sein!! „Bitte nicht.“, flüsterte ich. Doch zwischen meinen Beinen war es feucht.......meine Fruchtblase war gerade geplatzt!! Wieso ausgerechnet jetzt? Ausserdem ging es doch noch 2 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin.
Ich stand auf und ging langsam zu Vany’s Zimmer, auch um die Kleinen nicht zu wecken. „ Vany.“ Ich rüttelte sie kurz. „ Was ist denn? Ich will nicht aufstehen......“, murmelte sie. „ Vany, komm schon wach auf meine Fruchtblase ist geplatz.“
„ Was?“ „ Ja, ich bin gerade aufgewacht, es ist wohl soweit.“ „Oh mein Gott! Und wie geht’s dir, alles in Ordnung?“ Ich nickte. Sie sprang aus dem Bett und zog sich in so einem Tempo an, so schnell konnte ich gar nicht schauen. „ Okay, hör zu. Ich dachte eigentlich dass die Boys dann schon wieder da sind wenn es los geht. Aber okay.“ „ Ich weiss.“, seufzte ich. „ Gut wir machen jetzt folgendes. Ich bringe dich zum Auto, die Tasche für dich ist ja schon gepackt und im Kofferraum. Dann hol ich Aly und Matt und fahr dich ins Krankenhaus, dort ruf ich dann Sy an.“ „ Es ist 3 Uhr früh.“ „ Na und? Ich denke mal, der werdende Vater würde gerne bei der Geburt dabei sein und nicht erst ankommen wenn das Baby schon ein paar Stunden alt ist, nur weil er ausschlafen wollte. So eine Geburt kann schneller gehen als man denkt, glaub mir.“
Wenig später sassen wir im Auto auf dem Weg zum Krankenhaus, wo ich leider auch die erste Wehe erlebte. „ Oh Gott! Vany das tut so weh!!“, keuchte ich. „ Ich weiss Süsse. Wir sind gleich da. Vergiss einfach nicht zu atmen, noch wird es eine Weile dauern bis die Wehen regelmässig auftreten.“ Ich nickte nur und kurze Zeit später fand ich mich in einem Rollstuhl wieder der von der Hebamme den leeren Flur entlang geschoben wurde. Sie war sicher erst im Alter von Vany und mir, vielleicht nur ein paar Jahre älter. „ In Ordnung Ms. Scott. Schaffen sie es sich umzuziehen?“, fragte sie fürsorglich und ich nickte. „ Ja, das wird gehen.“ „ Könnte ich in der Zeit kurz telefonieren?“, bat Vany und die Schwester nickte. „ Natürlich, an der Rezeption steht eins, das können sie benutzen.“ „ Vielen Dank.“, lächelte sie. „ Oh, könnte ich die Kleinen hier vielleicht irgendwo hinlegen? Sie schlafen schon wieder.“, setze Vany hinzu, da sie Matt und Alyssa auf das zweite Bett gelegt hatte. „ Ja natürlich. Ich schaue kurz nach in welches Zimmer sie die Beiden bringen können. Ich werde auch dem Arzt Bescheid sagen, damit er sie erstmal untersuchen kann, Ms. Scott. Ich komme sofort wieder.“, versprach sie und verliess das Zimmer. „ Süsse ich bin gleich wieder da. Vergiss einfach nicht regelmässig zu atmen wenn eine Wehe kommt.“, sagte Vany zu mir. „ Du kannst mich doch nicht alleine lassen.“, meinte ich, als ich mich, umgezogen ins Bett legte. „ Na du wirst das Baby sicher nicht in den nächsten 2 Minuten bekommen. Ich werde nur schnell Sy anrufen und bin gleich wieder bei dir. Der Arzt wird auch gleich hier sein.“ Und schon war auch sie weg.

Ich atmete erstmal tief durch. Ich konnte es echt nicht glauben, es würde nicht mehr lange dauern und ich würde mein Baby im Arm halten. Nachdem ich einige Momente der Neugierde erlebt hatte, wollte ich doch nicht mehr wissen was es ist. Also beschlossen Sy und ich nach der Geburt zu erfahren ob es ein Mädchen oder Junge ist. Es war wirklich soweit, wie oft hatte ich in den letzten Wochen daran gedacht.....und auch gehofft dass es bald losgehen würde. Und jetzt, müsste ich nur noch ein paar Stunden überstehen.


 ~Vanessa~
Die Hebamme war wirklich sehr nett und brachte Matt und Aly in ein Zimmer wo auch ab und zu eine Schwester vorbei schauen würde. Ich konnte sie schlecht bei Candy behalten und mich auch noch um sie kümmern. Jetzt war es wichtig dass ich für meine beste Freundin so da war, wie sie es für mich bei der Geburt meiner Kinder war.
„ Entschuldigung, darf ich kurz telefonieren?“, bat ich die Schwester die gerade an der Rezeption stand und auch nickte. Ich griff zum Hörer und wählte die Nummer des Hotels in Wembley, welche ich schon auswendig konnte, so oft wie Candy die schon gewählt hatte. „ Hallo, verbinden sie mich bitte mit dem Zimmer von Simon Webbe.“ Ich biss mir auf die Unterlippe.....Wieso konnte sich der Typ nicht beeilen. „ Sie wissen dass es halb 4 morgens ist.“ „ Glauben sie mir, das ist mir absolut bewusst, aber es ist wirklich sehr, sehr wichtig.“, beharrte ich. Gleich darauf klingelte es, jetzt muss Sy nur noch wach werden und das so schnell wie möglich.
„ Haallloo?“, kam wenig später, ziemlich verschlafen von ihm. „ Sy, ich bin’s Vany.“
„ Kannst du nicht in ein paar Stunden nochmal anrufen?“, gähnte er. „ Ich kann jetzt nicht reden.“ „ Sy...Simon hör mir zu.“ „ Bis später, ja?“ Der Kerl war echt nicht ansprechbar!!! „ Simon verdammt nochmal!! Wach endlich auf!! Checkst du denn nicht dass es nur einen Grund geben kann weshalb ich dich um halb 4 Uhr früh anrufe? Ich bin im Krankenhaus.“ „ Was?“, jetzt schien bei ihm langsam der Groschen zu fallen. „ Bei Candy ist die Fruchtblase geplatz, also wenn du mitbekommen willst wie dein Kind zur Welt kommt, stehst du jetzt auf und bewegst deinen Hintern so schnell wie möglich hier her!!“ Ich hatte ihn schon fast angeschrieen, aber wenn er es nicht anders verstehen wollte. „ Bist du noch da?“, fragte ich noch einem Moment, in dem er nichts gesagt hatte. „ Ich bin schon unterwegs.“ „ Bis gleich.“ Ich legte auf und ging wieder zurück zum Zimmer. „ Hast du ihn erreicht?“ Ich nickte. „ Er wollte einfach wieder auflegen, weil er nicht gecheckt hat, was los ist.“, grinste ich. Candy lachte. „ Aber er macht sich gleich auf den Weg. Es kann höchstens nur eine Stunde dauern.“
Sie sah mich ernst an. „ Was ist?“, lächelte ich. „ Danke das du da bist. Ich wüsste nicht wie ich das alles hier sehen würde, wärst du nicht bei mir.“ „ Ach Candy, das ist selbstverständlich. Du warst auch bei mir als ich in deiner jetzigen Situation war und da waren wir noch etwas jünger.“ „ Denkst du ich fluche auch gleich so wie du bei der Geburt von Aly und Matt?“ Ich musste lachen. „ Ich weiss nicht, das sehen wir sicher bald.“
Sie tat mir wirklich leid, in der nächsten Stunde wurden die Abstände von einer Wehe immer regelmässiger, was jedoch noch lange nichts zu bedeuten hatte, denn der Muttermund war gerade mal 3 Zentimeter offen.
„ Ich halte das nicht aus!!“, keuchte Candy, als sie eine erneute Wehe hinter sich hatte.
„ Wo ist Sy nur? Ich will dass er hier ist, damit ich ihn anschreien kann!!“ Ich musste lachen. „ Atme weiter Süsse, ja. Immer schön regelmässig. Ich sehen nach wo er ist, ich bin gleich wieder bei dir.“
Ich verliess das Zimmer und sah mich auf dem Gang um. Ich hatte Sy vor einer Stunde angerufen, wo blieb dieser Kerl nur? Ich ging zur Rezeption und sah dort, wie er, gefolgt von Ant, Lee und Dunk herein gerannt kam. „ Sy.“, rief ich und ging zu ihm. „ Vany, wo ist sie, wie geht es ihr?“ „ Sie hasst dich gerade mehr als alles andere und will dass du endlich zu ihr kommst damit sie dich anschreien kann.“, sagte ich zu ihm und ging mit ihnen zurück zum Zimmer. „ Wieso habt ihr so lange gebraucht? Wembley ist nicht gerade weit weg.“ „ Sy hat in den ersten paar Minuten nur rumgestammelt und bis einer von uns das gecheckt hat, was es schon 20 vor 4.“, grinste Lee. „ Oh man!“, seufzte ich. „ Ich bin echt so schnell es ging gefahren, aber diese Ampeln hatten mal wieder was gegen uns.“, erwiderte Duncan. „ Nicht im ernst?“, fragte ich augenrollend. „ Oh doch.“, nickte Ant. „ Na egal. Sy, geh da rein.“, wies ich ihn an und deutete auf die Tür zu Candy’s Zimmer. „ Ich muss nach Aly und Matt sehen. Danach komme ich gleich wieder.“

 

~Simon~
Wer um alles in der Welt ruft mich um diese Zeit an? Ich hatte keine Ahnung wie spät es ist, auf alle Fälle viel zu früh. Das Klingeln hörte aber nicht auf.....Also musste ich wohl oder übel rangehen.
„ Haallloo?“, murmelte ich, wobei ich nicht mal wirklich begriff was ich sagte. „ Sy, ich bin’s Vany.“ „ Kannst du nicht in ein paar Stunden nochmal anrufen? Ich kann jetzt nicht reden.“ Ich war so müde, der Tag heute war echt anstrengend gewesen. „ Sy...Simon hör mir zu.“ „ Bis später, ja?“ Ich wollte schon wieder auflegen, als sie anfing zu schreien. „ Simon verdammt nochmal!! Wach endlich auf!! Checkst du denn nicht dass es nur einen Grund geben kann weshalb ich dich um halb 4 Uhr früh anrufe? Ich bin im Krankenhaus.“ „ Was?“, fragte ich verdutzt. „ Bei Candy ist die Fruchtblase geplatz, also wenn du mitbekommen willst wie dein Kind zur Welt kommt, stehst du jetzt auf und bewegst deinen Hintern so schnell wie möglich hier her!!“ Candy? Fruchtblase......Das Baby!!! Oh mein Gott!! Es war soweit, schon. Eigentlich sollte ich doch längst wieder bei ihr sein, wenn das Baby kam. „ Bist du noch da?“, hörte ich Vany nach einem Moment fragen. „ Ich bin schon unterwegs.“ „ Bis gleich.“ Ich legte auf und sprang aus dem Bett. „ Ant!! Hey Ant, wach auf!!“, sagte ich hektisch, wobei ich mich anzog. „ Was ist den?“
„ Ich muss ins Krankenhaus, so schnell wie möglich.“ „ Was ist los?“, fragte er verwirrt und richtete sich auf. „ Ich muss.....Krankenhaus.......schnell......“, mehr brachte ich nicht wirklich über meine Lippen. Ant stand im nächsten Moment im Bett. „ Candy bekommt das Baby?“ Ich nickte nur. „ Na dann mach mal hin!! Ich sag Johnny Bescheid.“ Und schon war er weg. Irgendwie sass ich dann im Auto und Dunk fuhr los. Dadurch dass Ant wohl die längste Zeit bei ihm an die Tür geklopft hatte, waren Lee und Dunk auch wach geworden und bestanden sozusagen darauf mitzukommen. Ich war da ehrlich gesagt sehr froh drüber. Aber es kam wie es kommen musste. Sämtliche Ampeln standen auf rot!! Wieso passierte das eigentlich immer genau dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann? Um kurz nach 4 kamen wir dann aber beim Krankenhaus an, kaum drin, zog mich Vany zu Candy’s Zimmer.
„ Sy!! Endlich bist du da!“, sagte sie, kaum sah sie mich. „ Es tut mir so leid Süsse! Wie geht es dir?“ „ Ich sterbe!! Es tut so schrecklich weh!! Und ich hasse dich dafür!! Wo ist Vany?“ „ Sie müssen tief durchatmen.“, sagte die Schwester gerade. „ Immer weiter. Der Muttermund ist gleich 5 Zentimeter weit offen, nur noch 5 Zentimeter.“ „ Nur noch. Sagten sie gerade NUR noch? Wissen sie wie lange das noch geht???“ „ Das ist bei dem ersten Kind nichts ungewöhnliches, versuchen Sie einfach ruhig zubleiben.“
Die nächsten 2 Stunden wurden verdammt lang. Die Boys hielten sich irgendwie mit Kaffee wach und versuchten Candy irgendwie abzulenken, damit der Schmerz für sie immerhin nicht all zu schlimm war. Vany und ich versuchten Candy so gut wie möglich durch die Wehen zu helfen. Es tat mir so leid sie so zu sehen.
„ Wenn jetzt bitte alle ausser der Vater des Kindes den Raum verlassen würden.“, meinte der Arzt plötzlich. „ Was?“, meinte Candy ganz überrascht. „ Der Muttermund ist 10 Zentimeter weit offen, sie können jeden Moment mit dem Pressen beginnen.“ „ Nein!! Sie darf nicht gehen. Vany muss bei mir bleiben!!!“ Wir sahen den Arzt an. „ Okay, die Anderen gehen jetzt aber bitte.“ „ Kann einer von euch nach den Kids sehen?“, bat Vany noch und Duncan nickte. „ Klar. Viel Glück Candy.“
 
~Duncan~
Oh man!! Sy nervte uns auf der Fahrt zum Krankenhaus echt ununterbrochen! Okay, ich konnte es verstehen. Candy tat mir echt leid. Ich hätte nie gedacht dass sie so fluchen könnte.
Schlussendlich mussten wir den Raum verlassen. „ Nein!! Sie darf nicht gehen. Vany muss bei mir bleiben!!!“, rief Candy darauf und hielt sich fast verzweifelt, wie ich fand, an ihr fest. Der Arzt stimmte dann doch zu, sein Glück. Hätte er es nicht getan hätte Candy ihm wohl irgendwas gebrochen, da bin ich mir sicher. In ihrem Zustand, könnte man ihr wohl alles zutrauen.
Ich ging erstmal zu Aly und Matt um zu sehen ob die Beiden schon wach sind. Ich ging zum Zimmer und sah dass sie noch schliefen. Lee schloss die Tür hinter sich. „ Das Vany es geschafft hat die Beiden mit hier her zu nehmen ist echt was. Damit dass sie das muss, hat sie sicher nicht gerechnet.“ Ich nickte. „ Stimmt, aber eigentlich ist es bescheuert dass Sy nicht daran gedacht hat dass es bei Candy auch früher losgehen kann.“ „ Er hat uns in den letzten Tagen so genervt da kann ich mir gut vorstellen, dass da keine Zeit mehr bleibt über sowas nachzudenken.“ Ich musste lachen und ging zu den Betten rüber in denen die Zwillinge lagen. Matt schien gerade wach zu werden. „ Na du? Kannst du nicht mehr schlafen?“, grinste ich, als er mir seine Arme entgegenstreckte. „ Hi Aly.“, grinste Lee und nahm sie hoch. „ Erschreckt bloss nicht, wir sind im Krankenhaus.“ Wir gingen wieder raus um zu Ant zu gehen, der vor dem Zimmer wartete. „ Na wie sieht’s aus?“, wollte ich gleich wissen. „ Oh, noch immer gleich. Aber ich glaube es kann nicht mehr lange dauern.“ „ Na ein Glück.“, seufzte Lee. Matt schien noch immer halb zu schlafen denn er hing eher auf meinem Arm, als dass er sass.
„ Und wie geht’s den Beiden?“, meinte Ant. „ Ich glaube sie sind bald munter, auch wenn es im Moment nicht so aussieht.“, grinste ich. Wir setzten uns hin, doch es vergingen keine 10 Minuten da stiess Vany die Tür des Zimmers auf und kam zu uns.
„ Und?“, wollte Lee gleich wissen. „ Hi. Morgen ihr Süssen.“, wandte sie sich an Alyssa und Matt und nahm Matt auf den Arm, da er zuvor vor Ant und mir hin und her getapst war. Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „ Hast du gut geschlafen?“, flüsterte sie ihm zu und er nickte. Ich musste lächeln, es sah so süss aus.
„ Ähm, Vany?“ Sie sah Ant an. „ Das Baby?“ „ Oh ach so. Es ist da.“, grinste sie.
Wie waren alle echt erleichtert. „ Und was ist es?“, fragte Lee. „ Oh, das darf ich nicht sagen, hab ich versprochen. Aber wir dürfen in ein paar Minuten zu ihnen. Wir sollten Sy und Candy ein bisschen Zeit mit dem Baby lassen.“

 

~Candy~
Ich glaube ich schrie gerade so, wie ich noch nie in meinem Leben geschrien habe!! Die letzte Presswehe tat so weh, dass ich dachte ich sterbe auf der Stelle und dazu brach ich Sy und Vany gerade sämtliche Knochen in ihren Händen. Ich holte noch einmal tief Luft und begann zu pressen. Ich nahm nichts mehr um mich herum wahr, ich wollte nur noch dass dieser Schmerz vorbei ist.
Nach einem Moment hörte ich einen Schrei und die Schmerzen waren vorbei. „ Es ist da Candy.“, hörte ich Vany sagen. Ich versuchte normal zu atmen, was mir jedoch noch nicht wirklich gelang. „ Es ist ein Mädchen.“, sagte der Arzt und legte es mir auf den Bauch. Mir kamen die Tränen. Ich war total überwältigt. „ Ich bin stolz auf dich.“, sagte Sy zu mir und küsste mich kurz.
Die Gefühle die gerade in mir hochkamen waren einfach unbeschreiblich. Mein Baby war da, endlich. Sy schnitt die Nabelschnur durch was mich zum lächeln brachte. Er schien genauso überwältigt zu sein wie ich.
„ Du hast es geschafft Süsse.“, lächelte Vany und strich mir über die Wange. „ Ich sag den Anderen Bescheid, ja? Und ich rufe deine Mum an Sy.“, setzte sie hinzu, als die Schwester das Baby hochnahm um es zu waschen. „ Wollen sie ihre Tochter waschen?“, fragte die Hebamme und sah Sy an. Es sah kurz zu mir, worauf ich nur nickte. „ Ja sag es ihnen. Aber noch nicht dass es ein Mädchen ist, okay?“ Sie lächelte.
„ Wird gemacht.“, erwiderte sie und verliess das Zimmer.
„ Ich kann es gar nicht glauben.“, sagte ich, wobei mir immer noch Tränen kamen. Die Kleine war nun gewaschen und Sy kam, mit ihr auf dem Arm zu mir.
„ Schatz ganz ruhig.“, lächelte Sy und küsste mich wieder. „ Ich bin nur so glücklich.“, erwiderte ich. „ Hier nimm du sie.“, sagte Sy und legte sie mir in die Arme.
„ Ich lasse sie für einen Moment allein und komme dann wieder um sie dann zu Untersuchung mitzunehmen.“ „ Danke.“, lächelte ich und sah das Baby an. Meine Tochter, meine wunderschöne, kleine Tochter.
Ich hielt sie fest, ich hielt sie einfach nur fest und sah sie an. Sie war so klein und zerbrechlich und doch so stark.
„ Wir haben noch gar keinen Namen für sie.“, sagte ich nach einer Ewigkeit. Wahrscheinlich hatte auch Sy diese Stille nicht unterbrechen wollen. „ Süsse, ich kann im Moment noch gar nicht denken.“, grinste er. „ Ich bin noch viel zu gefangen von der Tatsache dass die Kleine endlich da ist.“

 

~Vanessa~
Ich war so stolz auf Candy. Die letzten Stunden waren wirklich schwer für sie gewesen. Und da die Kleine nun da war, wollte ich den frischgebackenen Eltern nicht im Weg stehen und ging nach draussen um den Anderen Bescheid zu sagen und natürlich auch um Sy’s Family anzurufen. Sie wussten zwar dass Candy in den Wehen gelegen hatte, aber ich hatte versprochen sie anzurufen wenn das Baby da wäre.
Nachdem ich jedoch aus dem Zimmer gekommen war, beschäftigte ich mich erstmal mit meinen Kindern, worauf Ant nur meinte: „ Ähm, Vany?“ Ich sah zu ihm. „ Das Baby?“
„ Oh ach so. Es ist da.“, grinste ich und von den Boys kam erstmal ein tiefes durchatmen. Lee wollte sofort wissen was es ist, doch ich schüttelte den Kopf.
„ Oh, das darf ich nicht sagen, hab ich versprochen. Aber wir dürfen in ein paar Minuten zu ihnen. Wir sollten Sy und Candy ein bisschen Zeit mit dem Baby lassen.“
Das verstanden wohl alle sehr gut, also machte ich mich erstmal auf den Weg zur Rezeption damit ich Sy’s Mutter anrufen konnte. Sie bekam sich gar nicht mehr ein vor Freude und sagte dass sie so schnell wie möglich kommen würde.
„ Wie geht’s dir?“, fragte Dunk mich, als ich vor dem Zimmer sass, Matt auf meinem Schoss sitzen hatte und meine Augen geschlossen hielt. „ Oh ich bin müde. Jetzt weiss ich was Candy durchgemacht hat, als sie mir beigestanden hat währenddem ich meine Süssen zur Welt gebracht habe. Und die Geburt ging um einiges länger als die von ihrem Baby.“
Sy öffnete in dem Moment die Tür und wir alle, die sich sicher schon den neunten oder zehnten Kaffee gönnten, sahen auf. „ Kommt rein.“, strahlte er.
Wir traten alle in das Zimmer. Ich musste lächeln als ich sah das Candy die Kleine im Arm hielt und noch ganz versunken war in den Anblick ihrer Tochter.
„ Okay, Leute, wir müssen euch wohl jemanden vorstellen.“, grinste Candy und fügte hinzu: „  Das hier ist Maureen.“, dabei strich sie der Kleinen über die Wange. „ Ha! Hab ich nicht gesagt dass es ein Mädchen wird?“, grinste er. Wir mussten lachen. „ Da lagst du mit dem Tipp ja genau richtig.“, meinte Sy. „ Der Name ist echt schön.“, sagte Dunk.
„ Ja der passt zu ihr.“, setzte Ant hinzu, als er sie ansah. Wir standen oder sassen irgendwie um das Bett herum, was wohl ziemlich komisch aussehen musste.
„ Und Vany.“ Ich sah zu Sy. „ Wir wollen dass du die Patentante von ihr wirst. Und ihr drei die Patenonkel. Ihr seit unsere besten Freunde.“ „ Wir konnten uns nicht anders entscheiden.“, setzte Candy hinzu. „ Na also wenn ich die einzigste Patentante bin die Maureen hat kann ich schlecht nein sagen.“, lachte ich. „ Aber natürlich schlage ich das nicht aus, das kann ich doch auch gar nicht.“ „ Willst du sie mal halten?“ Ich sah Candy mit grossen Augen an. „ Ehrlich?“ „ Sonst würde ich dich doch nicht fragen.“, lächelte sie, wobei sie mir Maureen in die Arme legte. Sie fing an sich zu strecken und sah dabei noch süsser aus, als sie sowieso schon ist. „ Ich bin ja jetzt sowas wie ihre Tante, bin irgendwie voll komisch sich das so zu überlegen.“ Candy musste lachen. „ Hi Kleine.“
„ Du Sy, sie hat irgendwie die Nase von dir.“, grinste Ant jetzt. „ Ja irgendwie, aber auch nicht ganz.“, setzte Lee hinzu.
Oh wie lange ich mit Candy nach der Geburt von Aly und Matt diskutiert hatte was die Beiden denn nun von mir haben und was nicht.....Das dauerte Stunden. Und ehrlich, sie hatten sich so verändert dass es jetzt schon wieder anders war.
Meine Süssen schienen Maureen extrem interessant zu finden denn sie sahen die ganze Zeit zu ihr. „ Ba...Ba...“, brachte Matt gerade so raus. Ich musste lächeln. „ Ach ja Süsser, so klein warst du auch mal.“ „ Ich schätze ich soll hier nicht mehr weggehen.“, grinste Lee, denn er hatte gerade seinen kleinen Finger an sie verloren.
Nach einem Moment gab ich sie wieder Candy. Gleich darauf kam der Arzt und meinte wir sollten jetzt alle gehen, damit Candy sich ausruhen könnte und wir sollten doch am besten morgen oder später wieder kommen.

 

~Simon~
Mir fiel es echt schwer Candy und mein süsses Mädchen allein zu lassen. Aber der Arzt hatte schon Recht, wenn er sagte, wir sollten alle nach Hause gehen und uns etwas ausruhen. Ich würde aber als erstes Mum anrufen und mit ihr ausmachen, wann sie vorbei kommen wollte, oder könnte. Alannah wollte ich auch unbedingt wiedersehen. Ich musste lächeln, wenn ich daran dachte wie sehr sie sich darüber gefreut hatte, dass sie ein Geschwisterchen bekommt.
„ Bis gleich.“, gähnte Vany und wollte gehen. „ Wo gehst du hin?“, fragte ich verwirrt.
„ Zum Auto? Ich kann das doch nicht hier stehen lassen.“ Ich hatte ganz vergessen dass wir nicht zusammen zum Krankenhaus gekommen waren. Aber dafür waren wir wohl schon viel zu lange im Krankenhaus gewesen um das nicht zu vergessen.
Ich fuhr erstmal nach Hause und schmiss meine Tasche in die Ecke, die auszupacken schaffe ich jetzt echt nicht mehr. Dann stellte ich mich unter die Dusche und rief dann meine Mum an nachdem ich mir was Bequemes angezogen hatte.
Sie bekam sich nicht mehr ein, ich musste so lachen. Aber ich liess sie. Allerdings stoppte ich sie nach 5 Minuten. „ Mum jetzt mal ganz ruhig. Wenn du so weitermachst die Maureen erwachsen bevor du sie das erste Mal siehst.“ „ Entschuldige. Maureen?“
„ Ja, der Name von Alannah’s kleiner Schwester.“ „ Oh wie schön.“ Ich sah direkt vor mir wie sie lächelte. „ Wollt ihr nicht bald mal vorbei kommen? Candy würde sich sicher auch freuen, sie hat euch alle schon so lange nicht mehr gesehen.“
Wir verabredeten erstmal provisorisch für Montag. Sonst wäre es zu knapp geworden meine Schwestern und alle zusammenzutrommeln. Aber Mum hatte schon gesagt dass sich sicher alle freuen würden.
Etwas später fuhr ich zu Candy nach Hause, wo ich sah, das Vany gerade aus dem Schlafzimmer kam. „ Hi.“ „ Hey, kannst du nicht schlafen?“ Sie schüttelte den Kopf.
„ Nein, das geht irgendwie nicht. Ich bin zwar müde, aber das mit dem schlafen dauert noch etwas. Ich hab nur Aly und Matt gerade nochmal hingelegt.“ „ Ich wollte noch ein paar Sachen für Candy holen.“, sagte ich dann. „ Mach nur ich brauch erstmal was zu essen.“, grinste sie und ging in die Küche.

 

~Vanessa~
Ich entschied mich an dem Montag, an dem Sy mit seiner Mum und seinen Geschwistern, sowie mit Alannah im Krankenhaus auf Besuch war, mit Aly und Matt nach Salisbury zu fahren. Ich war schon so lange wieder hier in London und war noch nicht dazu gekommen.
Jetzt lief ich durch den Park, wobei ich den Buggie vor mich herschob.
Für Februar war es schon wieder ziemlich warm, ich setzte mich auf eine der Bänke und zog den Buggie näher zu mir.
„ Gefällt es euch hier?“, fragte ich meine Kleinen und beide nickten. Ich musste lächeln. „ Ich bin hier aufgewachsen, wisst ihr. Wollt ihr mal das Haus sehen?“ Ich quatschte mit den Beiden wie ein Wasserfall, aber na ja, mit ihnen in ner Babysprache zu reden fände ich schrecklich!! Da verblöden die Kleinen doch nur, oder ach keine Ahnung, ich mag das jedenfalls nicht.
Ich lief weiter und kam wenig später vor dem Haus an in dem ich mit Mum gewohnt hatte, bevor ich nach Italien gegangen war. Ich war glücklich darüber dass uns das Haus in Omegna auch noch gehört.
Wir haben nicht sehr viel Geld aber meine Grossmutter, also Mum’s Mutter hatte ihr das Haus vererbt und da Mum auch einige Zeit als Kind dort gelebt hatte, konnte sie es sich nicht vorstellen das Haus zu verkaufen, was sich im Nachhinein ja als ziemlich nützlich herausgestellt hatte.
Ich sah mich, kaum stand ich vor dem Haus wieder auf den Stufen davor sitzen, wie ich es so oft getan hatte wenn sich meine Eltern gestritten hatten, wenn sie sich dann mal gesehen hatten.
Dad...An ihn zu denken tat noch immer so weh. Wieso hatte er das nur getan? Wie konnte er.....Doch darüber wollte ich nicht nachdenken. Ich ging nach einen Moment weiter und stand dann vor Fiona’s Haus. Sollte ich klingeln?
Ich war mir nicht sicher, doch ich tat es dann trotzdem. Ich wurde echt nervös. Wie würde Fiona reagieren? Sie hatte mich schliesslich schon lange nicht mehr gesehen und jetzt stand ich einfach so vor ihrer Tür.
Um weiter darüber nachzudenken bleib mir keine Zeit denn sie öffnete die Tür. Sie sagte nichts und ich wusste nicht was ich sagen sollte. Aly und Matt standen neben mir, oh Gott, das musste echt aussehen!!
„ Hi Fiona.“, brachte ich nach einer Ewigkeit heraus. „ Vanessa.“, strahlte sie auf einmal und schloss mich in die Arme. „ Wie geht es dir?“, wollte ich dann wissen. „ Gut, sehr gut. Komm rein.“ „ Wo kann ich den Buggie hinstellen?“ Ich weiss nicht was ich gerade in ihren Augen sah, doch es kam mir vor, als würde sie Aly und Matt gerade erst sehen. „ Denn kannst du mir rein nehmen. Zusammengeklappt sollte der schon hier hin passen.“, lächelte sie und trog mit mir den Wagen hoch.
Gleich darauf sassen wir im Wohnzimmer, wobei ich nicht wirklich wusste wohin ich schauen sollte. „ Ich muss dir ganz viele Grüsse von Mum ausrichten.“, grinste ich jetzt. Das durfte ich nicht vergessen. „ Sie vermisst dich total und wollen dich so bald wie möglich wiedersehen. Und es tut mir so leid dass ich erst jetzt vorbei komme.“, entschuldigte ich mich auch gleich. „ Das macht doch nichts.“, winkte sie ab. „ Doch, das tut es. Ich bin bald 4 Monate in London und war noch immer nicht hier. Ich wollte dich schon so lange besuchen. Aber dann ging es Candy nicht gut und Sy war mit den Boys auf Promotour, da konnte ich sie nicht alleine lassen.“ „ Wie geht es ihr denn?“ „ Oh gut. Sie hat sch ganz gut von der Geburt erholt und sie ist so glücklich über Maureen, genau wie Sy.“
„ Und du?“ „ Was ich?“, fragte ich sie verwirrt. Sie sah kurz zu Alyssa und Matt. „ Jaaaa, na ja, sowas geht sehr schnell.“ „ Ich will dir keinen Vorwurf machen, auf keinen Fall, ich bin nur überrascht. Wie alt sind die Beiden denn?“ Ich setzte Matt auf meinen Schoss.
„ Im Mai werden sie 3. Also 2 ½ , etwas mehr.“ Aly stand gerade vor Fiona und sah zu ihr hoch. „ Darf ich?“ Ich nickte und sie nahm meinen kleinen Engel hoch. Fiona sah sie einen Moment lang an und meinte dann: „ Ich weiss nicht, ob ich es mir nur einbilde, aber wenn ich in ihre Augen schaue hab ich das Gefühl es sind die von Duncan.“

 

~Duncan~
Lee, Ant, Sy und ich hatten heute damit angefangen das Kinderzimmer zu streichen. Was soviel hiess wie: Zuerst mussten wir noch eine passende Farbe finden damit es nicht zu kitschig oder zu ungemütlich aussah. Wir hatten zum Glück etwas gefunden, Vany wollte uns helfen, was natürlich super war, denn so wurden wir sicher schneller fertig.
Ich war jetzt jedoch in Salisbury, ich hatte mich mit Mum verabredet und parkte gerade vor ihrem Haus. Zu meiner Überraschung hatte ich ein  paar Strassen weiter den Mietwagen von Vany stehen sehen. Ich dachte mir jetzt jedenfalls nichts dabei und kramte nach dem Hausschlüssel in meiner Hosentasche.
„ .....ihre Augen schaue hab ich das Gefühl es sind die von Duncan.“, hörte ich Mum sagen. Mit wem sprach sie da? Ich trat ins Wohnzimmer und sah Vany dort sitzen. „ Oh hi.“ „ Hey Dunk.“, erwiderte sie. „ Wie läufts mit dem streichen?“ Ich grinste. „ Wenn ich mich nicht täusche haben Lee und Ant, kaum hatten sie die Farbe im Zimmer, damit angefangen sich gegenseitig damit einzusauen.“ „ Na super.“, seufzte Vany und lachte. Mum sah irgendwie ratlos aus. „ Wir wollen das Kinderzimmer streichen, damit alles schön ist wenn Candy und die Kleine aus dem Krankenhaus kommen.“, erklärte ich. „ Aha, okay. Und ihr lasst also Ant und Lee alleine in einem Haus mit einem grossen Eimer Farbe, ja?“ „ Weisst du was?“, lachte Vany. „ Ich werde jetzt besser wieder fahren, damit ich mal ein Auge auf die Beiden habe, dann kann ich ihnen noch ein Bisschen helfen.“ Sie stand auf und ging in den Flur. „ So Süsser du bleibst mal kurz hier stehen, ja?“, sagte sie zu Matt, ging die Stufen runter und öffnete dort den Buggie.
„ Warte ich komme mit raus.“, meinte Fiona und ging mit Aly auf dem Arm zu Vany. „ Bis später Dunk.“, meinte sie noch. „ Ja bis dann.“
Von der Tür aus konnte ich nicht hören was sie sprachen, es endete jedoch damit dass sich die Beiden umarmten und Mum ihr nochmal zu winkte.
Worüber hatten die Beiden da nur gesprochen? Es war ja in irgendeiner Weise um mich gegangen. Ich würde Vany sicher noch darauf ansprechen, denn wirklich los, liess es mich an diesem Abend nicht mehr.
Ich sagte Mum aber nichts davon, sonst würde sie mir sicher wieder einen dieser Ratschläge geben die ich schon zur Genüge kannte und die zum grössten Teil in erster Linie nichts bringen.

 

~Candy~
Ich war noch eine Woche im Krankenhaus geblieben. Es war komisch nach Hause zu gehen. Klar freute ich mich, doch ich konnte nur erahnen welche Aufgaben allem auf mich zukommen würden. Sy und ich hatten beschlossen dass er zu mir zieht. Er war sowieso immer bei mir und da er dadurch ja kaum bei sich zu Hause war, wieso sollte er nicht auch gleich bei mir einziehen?
Ich war gerade dabei zu packen als es klopfte und Sy gleich darauf seinen Kopf hereinstreckte. Maureen sass in einer Babyschale, die auf dem Bett stand. „ Hi Süsse.“
„ Hi.“, lächelte ich und küsste ihn kurz. „ Oh du bist ja schon fertig.“ „ Ja fast.“, meinte ich und legte die letzten Sachen in die Tasche. „ Fertig.“
Ich verabschiedete mich noch von den Schwestern die sich um mich gesorgt hatten, sowie von der Hebamme und dem Arzt der Maureen vor Welt geholt hat.
Wenig später sassen wir schon im Auto und waren auf dem Weg nach Hause.
„ Sy du grinst so.“, stellte ich nach einem Moment fest, in dem ich ihn gemustert hatte. 
„ Ich mache überhaupt nichts!“, versuchte er sich herauszureden, aber ich sah es ihm an. Irgendetwas hatte er ausgeheckt. „ Nein das ist nicht wahr!! Ich kenne dich Sy. Los sag schon.“, drängelte ich. Er wusste genau wie neugierig ich bin und genau das genoss er im Moment mir wusste es einfach.
„ Okay, also ein Tipp.“, meinte er, als er an einer Ampel hielt. Ich nickte eifrig. „ Wir haben ein Geschenk für dich. Also na ja, eher für Maureen, aber sie wird es wohl weniger mitbekommen als du.“ Als ob das meine Neugierde stillen könnte......
Aber okay, bis nach Hause war es ja nicht mehr weit.
Als wir endlich da waren wollte ich endlich wissen was die Überraschung war, worauf Sy mich grinsend zu dem Zimmer führte dass das Kinderzimmer werden sollte. Dabei fiel mir auf das keiner der Anderen da zu sein schien. Wo waren sie nur?
Er öffnete die Zimmertür und ein Mehrfaches: „ Überraschung!!!“, kam mir entgegen.
Ich war im ersten Moment total sprachlos.
Das Zimmer war in einem wunderschönen gelb gestrichen, an der Wand, an der das  Kinderbett stand war ein Teddybär gezeichnet worden und es war so wunderschön eingerichtet. Ich hatte keine Ahnung wo ich zuerst hinschauen sollte.
„ Wow!! Leute ich weiss gar nicht was ich sagen soll.“, sagte ich gerührt. „ Wie wäre es mit: Hi?“, schlug Lee grinsend vor.
Ich musste lachen und begrüsste alle mit einer Umarmung. „ Wie habt ihr das nur gemacht? Das ist so schön.“ „ Na ja, du warst eine Woche nicht da.“, meinte Dunk.
„ Wir wollten dir eine Freude machen, also dir und Maureen und da wir nicht wirklich wussten was wir kaufen könnten oder so, dachten wir, wir versuchen uns am Kinderzimmer.“, erklärte Ant. „ Und wie wir an deiner Reaktion jetzt einfach mal ableiten gefällt es dir.“, lachte Vany. „ Ja natürlich, es ist wundervoll. Danke.“
Maureen liebte dieses Zimmer ebenfalls, sie fühlte sich pudelwohl und besonders das Mobile über ihrem Bett hatte es ihr angetan. Es wurden anstrengende erste Nächte, bis ich mich daran gewöhnt hatte nachts alle paar Stunden aufzustehen um meine Kleine zu wickeln oder zu stillen. Sy war ein Schatz, er half mir wo er konnte und Vany gab mir so viele Tipps wie sie auf Lager hatte. Dabei hatte ich es in dem Sinne besser, dass ich mich nur um ein Baby kümmern musste.

 

~Simon~
In der nächsten Woche begann ich Stück für Stück zu Candy zu ziehen. Ich war froh das Lee, Ant und Dunk mir dabei halfen, denn auch ohne die Möbel, die ich zum grössten Teil nicht mitnehmen wollte hatte ich genug Kram denn ich einpacken und wenig später bei Candy wieder auspacken musste.
„ Candy willst du das behalten?“, Vany hielt gerade irgendeine Schachtel hoch, die sich in einer Kiste bei ihr im Keller angestaut hatte. Wir waren total damit zu entrümpeln, wieso auch nicht wenn man mal eine Gelegenheit dafür gefunden hat?
„ Nein das kann weg.“, sagte Candy gleich nachdem sie einen Blick in die Schachtel geworfen hatte und warf diese zu den anderen Sachen die wegkommen würden.
„ Sy bist du echt sicher dass du nichts mehr vergessen hast?“, rief Lee, der wohl gerade unter einem Stapel von 3 Kartons, die er rein trug, langsam unterzugehen schien.
„ Na wehe!!“, meinte Ant dazu und stellte zusammen mit Dunk einen der Kartons ab die sie zusammen reingetragen hatten. „ Das war der Letzte Sy und wenn du jetzt sagst das du noch mehr hast kannst du vergessen das wir weitermachen.“, grinste Dunk. „ Ach die Hälfte davon kommt eh auf den Müll. Wollen wir wetten?“, grinste Vany.
Okay zugegeben, ich hatte echt viel Kram, aber wann kam ich schonmal dazu irgendwas weg zu schmeissen? „ Sorry Leute, das war keine Absicht, aber ich verspreche euch ich versuche ab jetzt nicht mehr soviel Kram zu sammeln.“ Wir waren alle wieder über irgendeinen der Kartons von mir und Candy gebeugt, wobei Lee meinte: „ Nein Sy du versuchst es nicht, du tust es. Ich weiss ich bin ziemlich unordentlich, aber ich hab nicht halb soviel Kram wie du wenn du die Hälfte davon wegschmeisst.“ „ Okay, okay. Ich verspreche das ich mich ändere und nicht das ich es nur versuche.“ „ Pass auf was du sagst Schatz, du hast hier sehr viele Zeugen.“, lachte Candy.
Einer von uns ging immer wieder zum Container um einen der vollen Abfallsäcke wegzubringen. Es waren nicht so viele wie gedacht, worüber ich doch ziemlich erleichtert war und soviel zu entsorgen war gar nicht mehr. Nur noch zwei Kartons die wir durchsehen mussten.
„ Hey Candy, was ist das für ein Video?“, meinte Ant auf einmal und hob eine Kassette hoch die wohl lose in der Kiste gelegen hatte. „ Keine Ahnung.“, sagte sie. „ Leg es doch mal ein, dann sehen wir’s.“ Dabei stellte sie die Kiste die eben noch zwischen ihr und Vany gestanden hatte auf den Boden und Lee und Dunk setzten sich auf die Couch zu den Girls und Ant und ich setzten uns auf die Lehnen, die zum Glück sehr stabil waren. Nicht auszudenken wie Candy reagieren würde wenn das Sofa unter unser aller Gewicht zusammenbrechen würde.
Im nächsten Moment fingen wir alle an zulachen. Das Video stammte aus der Videokamera die wir auch immer noch auf Tour dabei haben. Allerdings waren das welche der ersten Aufnahmen überhaupt die man unter ‚Videomaterial von Blue’ zusammenfassen konnte. Doch wir arbeiteten zu der Zeit noch an unserem ersten Album. Auch die Single ‚All Rise’ war noch nicht veröffentlicht, wir standen also noch kurz vor dem Durchbruch.
Wir waren da zu sechst im Park und Vany und Lee diskutierten wohl gerade wer von ihnen beim Wettrennen schneller gewesen war. „ Ist das zu glauben?“, fragte Candy in die Kamera. „ Sie diskutieren schon geschlagene 5 Minuten darüber wer denn nun schneller gewesen ist.“ „ Ihr wart beide gleich schnell, belasst es doch einfach dabei.“
„ Nein!!!“, kam von beiden gleichzeitig. Worauf wir alle zu lachen anfingen und sie sich umarmten. Lee sah zu Vany. „ Ich war aber schneller.“ „ Das ist gar nicht wahr.“ „ Oh bitte, hört auf, das ist schon ewig her.“, lachte Ant. „ Aber wir haben diese Diskussion nur beigelegt weil wir keine Lust mehr hatten dass ihr Witze darüber macht.“, erklärte Vany darauf. „ Genau!“, nickte Lee.
„ Das Video geht weiter, also pssst.“, sagte ich nur dazu, worauf wir uns alle wieder dem Fernseher zuwandten.
Wir hatten sogar das Picknick festgehalten. Aber sowas war bei uns eh immer lustig, da musste es gefilmt werden. Aus irgendeinem Grund hatten Lee und ich eine Schlacht mit Cherrytomaten angefangen dem darauf alles andere gefolgt war, sogar Candy, also alle ausser.......Oh oh!
Ich hatte nicht mehr daran gedacht das Duncan und Vany dort ein Paar gewesen sind, doch das sah man auf dem Band gerade überdeutlich.
„ Jetzt hört doch mal auf damit!!“, lachte Vany und schmiss Ant gerade die Tomate mit der Lee sie getroffen hatte. „ Sorry.“, grinste Lee mit vollem Mund. „ Wieso isst du denn nichts?“ „ Ich mag nichts. Mir ist übel.“, erwiderte Vany darauf. „Lass dich nicht ärgern Darling.“, meinte Dunk darauf, drehte ihren Kopf zu sich und küsste sie lang.
Mein Blick ging zu den Beiden, wie sie in dem Moment nebeneinander auf der Couch sassen und alles versuchten um sich nicht anzusehen, also eines der Kleinen anfing zu weinen, da sie wohl aus dem Mittagsschlaf erwacht waren.
„ Okay, ich glaube das war genug um verletzte Gefühle wieder aufzuwühlen.“, meinte Lee plötzlich, griff nach der Fernbedienung und schaltete das Video ab.
„ Ich gehe, das ist Aly.“, sagte Vany nur und ging in ihr Zimmer.

 

~Vanessa~
Oh mein Gott!! War ich froh darüber dass eines meiner Kinder aufwachte. Ich nahm sie hoch und beruhigte sie langsam. „ Ganz ruhig mein Engel. Ich bin doch da.“, flüsterte ich worauf sie sich auch wenig später ganz beruhigt hatte.
Ich hätte es nicht mehr länger ertragen dieses Video zusehen. Ich hatte es total vergessen. Was für Unsinn wir manchmal aufgenommen haben und auch wie wir das im Park gefilmt hatten.
Es tat so weh daran zu denken dass diese Aufnahmen zwei Tage vor meiner Trennung mit Duncan gemacht wurden. Ich hätte mir zu dem Moment des Picknicks nie träumen lassen dass ich mich jemals von ihm trennen würde.
Seit diesem Nachmittag redete keiner mehr darüber. Eigentlich lächerlich. Aber irgendwie war ich froh darüber, denn ich wollte daran nicht mehr erinnert werden.
Da Wetter in den nächsten Tagen wurde immer schlechter, so dass Candy und ich uns mit den Kindern schön verschanzt hatten. Wenn ich Matt oder Aly fragte ob sie raus wollten schüttelten sie Beide heftig den Kopf und schon allein das war Grund genug für mich auch nicht rauszugehen.
Soviel wir wussten waren Lee, Ant und Dunk gerade mit Sy hergekommen. Sie hatten irgendeine Besprechung mit dem Boss der Plattenfirma, wohl wegen irgendwelchen Aufnahmen und wollten das jetzt noch untereinander besprechen, wie sie es immer taten.
Ich sass mit meinen Kleinen und mit Candy gerade im Kinderzimmer wo sie Maureen gerade wickelte. „ Vany es tut mir leid.“, sagte sie plötzlich. „ Was?“, ich war ziemlich verwirrt, denn ich verstand nicht was sie gerade meinte. „ Das mit dem Video. Ich hatte vergessen dass ich es habe.“ „ Ach, das ist doch schon lange vorbei.“, winkte ich ab und schaukelte Matt und Aly ein bisschen auf meinen Knien hin und her.
„ Ja nur......Denkst du nicht, dass es eigentlich nie zu Ende sein wird?“ Ich seufzte, sie hatte so Recht. „ Ich weiss, ja Candy, ich weiss genau dass es nie zu Ende sein wird. Aber was soll ich tun? Seitdem ihr in Italien wart denke ich Tag und Nacht darüber nach wie ich es ihm sagen soll.“ Sie nahm Maureen hoch und wiegte sie in ihren Armen hin und her. „ Du musst es tun. Es tut mir so leid, dass es zwischen euch kaputt gegangen ist und du weisst wie sehr ich ihn in der ersten Zeit dafür gehasst habe, was er dir angetan hat, denn es war absolut nicht deine Schuld und eigentlich könnte ich es dir nicht verübeln wenn du es ihm verschweigst, aber es sollte schon sein.....“ Ich wusste was sie sagen wollte und ich war derselben Meinung, nur wie sollte ich das anstellen?

 

~Rückblick~

 

Ich freue mich so sehr Duncan heute Abend zu sehen. In den letzten Tagen ging es mir nicht so gut, weshalb ich auch nicht mit an die Geburtstagsparty eines Kumpels von Dunk mitgehen würde.
Simon, Lee, Antony und er arbeiteten echt hart für ihre Musikkarriere und einen Erfolg hatten sie schon erlangt. Sie hatten einen Plattenvertrag bei Virgin unterschrieben, was bedeutete dass ich froh sein konnte wenn ich Duncan mal ausserhalb des Tonstudios sah, denn dort verbrachten die vier Boys die meiste Zeit.
Aber ich war mehr als glücklich dass sich einer von Duncan’s grössten Träumen erfüllen würde, ich hatte immer daran geglaubt und freute mich so für ihn.
Ich hatte mich gerade von der Schule nach Hause geschleppt und wollte nicht daran denken dass ich später noch zu Candy gehen sollte weil ich ihr und Matt bei den Hausaufgaben für spanisch helfen sollte.
Matt war knapp ein Jahr an unserer Schule, er war in unserer Parallelklasse, aber die Wahlfächer hatten wir zusammen. Er war ein guter Freund von uns geworden, doch ich glaube Dunk war ein bisschen eifersüchtig darauf dass ich Matt eben oft sehe. Aber es war doch irgendwie süss zu wissen dass er sich Sorgen darüber machte, einer meiner besten Freunde könnte mit mir was anfangen wollen, dabei liebe ich doch nur Duncan.
Zu Hause schmiss ich erstmal meinen Rucksack in die Ecke und legte ich mich ins Bett, ich hatte es nur gerade noch so geschafft den Schultag zu überstehen und wollte echt nur noch meine Ruhe, den Schulfrass hatte ich heute auch nicht angerührt, mir war schon schlecht genug.

 

~Simon~
Ich hing mit Dunk jetzt schon seit Anfang der Party hier ab und das war immerhin schon 3 Stunden her. Wie er es schaffte weiss ich nicht, aber es sass an der Bar des Clubs in dem die Party stattfand und trank sich gerade einen an.
Wieso er das tut versteh ich nicht, denn er schein jetzt schon ziemlich zu, zu sein. Dabei wusste er genau das er Vany heute noch sehen würde und wir wussten alle genau das sie es nicht abkonnte wenn er betrunken war, genauso wenig wie er es hasste wenn er morgen früh aufwachte, denn er hätte so einen schlimmen Kater das er nicht mehr aus den Augen schauen könnte.
Ich stand gerade bei unserem Geburtstagskind und lachte mich über einen von Steven’s Witze kaputt, wenn der Kerl mal angefangen hat hört er nicht mehr auf und das kann eine echte Bewährungsprobe für das Zwerchfell sein.
„ Ich hol mir was zu trinken, bin gleich wieder da.“, meinte ich nach einer Weile und ging zur Bar. Ich hatte schon eine ganze Weile nicht mehr geschaut wo Dunk abgeblieben war, jetzt sah ich ihn jedoch wieder. Er hatte noch mehr getrunken als noch vor ner Stunde und so ne aufgetakelte, platinblonde Tussi schmiss sich gerade voll an ihn ran.
Und zu allem Überfluss waren die Beiden auch gerade dabei miteinander zu verschwinden.
„ Hey Dunk.“, hielt ich ihn auf und legte ihm eine Hand auf die Schulter, als er von dem Barhocker aufstehen wollte. „ Hey Sy.“, lallte er. Na danke, der Liebe war komplett zu und hatte ganz sicher keine Ahnung mehr was er gerade tat.
„ Wo willst du denn hin?“, fragte ich weiter. Er grinste nur zu dieser Blondine die gerade noch bei ihm gesessen war und sich im Moment mit dem Barkeeper unterhielt. „ Nein Dunk, du gehst nicht mit der nach Hause. Du spinnst total! Du hast ne Freundin!!“ „ Na und sie ist doch jetzt nicht hier.“ Ich konnte echt nicht glauben was ich da gerade hörte. Ich wollte ihn nochmal davon abhalten zu gehen doch er stiess mich einfach weg und schon war er weg. Ich ging den Beiden noch nach, aber auch als ich draussen war sah ich sie nicht mehr.

 

~Vanessa~
Ich war gerade von Candy auf dem Weg zu Dunk. Irgendwie haben wir diese Spanischaufgaben dann doch geschafft. Zum Glück ich dachte schon ich müsste bei Candy übernachten.
Ich klingelte schon das zweite Mal, doch es öffnete noch immer niemand. Vielleicht war Dunk ja noch auf der Party, also kramte ich den Schlüssel hervor, den Duncan mir schon vor einer Ewigkeit gegeben hatte und schloss auf. Als ich die Tür hinter mir zumachte fiel mir auf das oben das Licht brannte. Komisch.....Na ja, vielleicht war er ja doch zu Hause und hatte die Klingel nur nicht gehört, dann war es auch klar das niemand die Tür geöffnet hatte den Fiona war heute Abend irgendwo eingeladen.
Mir war eigentlich nicht mehr schlecht.......eigentlich, denn jetzt gerade wurde es wieder schrecklich schlimm. Auf den Treppenstufen lagen Klamotten........Duncan’s Hemd, irgendeine Bluse, eine Jeans, ein Rock......na ja und noch weitere Dinge.
Das durfte nicht wahr sein!!! Doch das war es, die Zimmertür war nicht ganz zu, so konnte ich sie aufstossen ohne dass man es bemerkte.
In dem Moment schien mein Herz so laut zu zerbrechen, dass man es auf der anderen Seite der Erde hören müsste.
„ Nein.“, flüsterte ich. „ Oh mein Gott!!!“ Meine Stimme wurde immer lauter, so dass auch Duncan und diese Platinblondine checkten dass ich da bin. Er fing auch gleich an rumzustammeln. „ Vany ich.....Es........Es ist nicht so.....“ „ Es ist nicht so wie es aussieht, ja?“, schrie ich ihn an. Die Blondine wollte gerade ihren Mund aufmachen, währenddem sie ihre Klamotten soweit es ging zusammen suchte. „ Wenn du auch nur wagst ein Wort zu sagen dann knall ich dir eine das du nicht mehr weisst wo oben und unten ist, klar?!!“, zischte ich, worauf ich auch nur 2 Minuten später die Haustür knallen hörte.
Ich sah Dunk an, er wusste wohl noch immer nicht was er sagen sollte. „ Wie kannst du mir das antun?“, mir kamen die Tränen. Wie schrecklich es mir gerade ging konnte er sich nicht im Traum vorstellen. „ Darling ich.....“, er berührte kurz meinen Arm. Ich liess ihn nicht aussprechen und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige.
„ Fass mich nicht an und nenn mich nie wieder so.....Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben!!“, schrie ich schon fast wieder und rannte aus dem Haus.
Draussen liess ich meinen Tränen freien Lauf, auch als ich wieder vor Candy’s Tür stand konnte ich diese nicht stoppen. „ Süsse was ist los?“, fragte sie mich besorgt, doch ich umarmte sie nur und weinte weiter. Ich konnte nichts sagen, dazu war ich einfach nicht fähig. Matt war noch bei ihr, doch auch als er mich fragte konnte ich nicht antworten. Was Einzigste was ich jetzt brauchte war, das jemand für mich da war und mich festhielt. Gott sei Dank fand ich diese Person in Candy.

 

~Duncan~
Als ich man nächsten Morgen aufwachte wusste ich im ersten Moment nicht wo ich war. Ich war total neben der Spur, was wohl daran lag das ich sterben könnte an den Kopfschmerzen die ich hatte. Ich wagte es für einen Moment die Augen zu öffnen und wusste dann wieder dass ich zu Hause war, in meinem Bett. Allerdings hatte ich keine Ahnung mehr wie die Party war und ob Vany überhaupt hier gewesen ist.
Ich quälte mich nach einer Weile aus dem Bett schaffte es irgendwie ins Bad um zu duschen. Wieso hatte ich nur soviel getrunken? Mein Kopf fühlte sich an als würde er jeden Augenblick zerplatzte.
Plötzlich erinnerte ich mich wieder daran dass Vany hier gewesen war. Und an eine Ohrfeige die sie mir verpasst hatte......die hatte echt wehgetan....
Ich zog mich an und ging runter in die Küche wo Mum auch schon sass und Zeitung las. „ Hey Mum.“ „ Morgen.“, lächelte sie. „ Wie war die Party.“ „ Keine Ahnung. Ich hab ein bisschen viel getrunken und weiss es nicht mehr.“, sagte ich leise und holte mir einen Kaffee. Wieso hatte Vany mir eine Ohrfeige gegeben? Was war passiert? Ich hatte hoffentlich nichts angestellt. Ich würde meinem Engel doch nie wehtun.
„ Ich geh zu Vany, ja?“, rief ich im Flur und hörte nur noch ein. „ Okay.“, dann war ich auch schon aus der Tür.
Ich konnte irgendwie gar nicht schnell genug zu ihr kommen, so dass ich etwas ausser Atem war, als ich bei ihr klingelte. Es dauerte eine Weile bis ich hörte wie der Schlüssel gedreht wurde und gleich darauf die Tür geöffnet wurde.
Vany sah schrecklich aus. Ihre Augen waren ganz rot und etwas geschwollen, was daran lag, dass sie geweint hatte, oder besser noch immer weinte.
„ Darling was ist los?“, fragte ich besorgt. „ Was willst du hier? Wie kannst du einfach auftauchen und so tun als wäre nichts passiert?“, schluchzte sie. Ich verstand nicht was sie meinte. „ Was?“ „ Ich glaub es nicht, du erinnerst dich noch nicht mal mehr daran dass du mich betrogen hast.“, sie weinte heftiger. Ich......Ich habe sie betrogen? Das......das würde ich doch nie tun.
„ Hier.“, sie drückte mir den Schlüssel in die Hand den ich hier schon vor ewigen Zeiten gegeben hatte. Ich war so perplex und konnte einfach nichts sagen. „ Nimm den und geh. Verschwinde und lass mich in Ruhe. Ich ertrage es nicht an dich zu denken, von dir zu reden, geschweige denn dich zu sehen.“ Bevor ich auch nur irgendwie reagieren konnte hatte sie die Tür geschlossen. Ich stand da wie angewurzelt und konnte einfach nicht weggehen. Doch irgendwann tat ich es. Ich verzog mich in mein Zimmer und sass wie apathisch dort. Ich hatte sie betrogen. Ich hatte Vany, meine Vany betrogen. Etwas das ich niemals tun könnte war passiert. Ich habe mit einer anderen geschlafen und das auch noch hier.
Es klopfte an der Tür. „ Duncan?“, fragte Mum und öffnete die Tür ein Stück weit. „ Ich wusste nicht ob du wieder da bist und wollte nachsehen, weil ich was gehört hab.“, meinte sie. Ich nickte nur, als mein Blick auf ein Foto von mir und Vany fiel das auf meinem Schreibtisch stand. „ Was ist los? Du siehst nicht gut aus.“
Ich schüttelte nur den Kopf. Ich war kurz davor loszuheulen und das sollte echt nicht vor meiner Mutter sein. „ Wenn du reden willst, ich bin unten.“ „ Ja.“, sagte ich nur und gleich darauf hörte wie die Tür zuging.

 

~Rückblick Ende~

 

~Vanessa~
„ Es hat so schrecklich wehgetan ihn mit dieser Tussi zu sehen. Du weisst doch noch genau wie oft ich geweint habe. Als ich erfahren hab das ich im 4. Monat schwanger bin, von einem Typen den ich nach wie vor so sehr liebe das mein Herz jedesmal zu schlagen aufhören könnte weil es nicht möglich ist dass es so schnell schlägt wie es eigentlich will, wenn ich ihn sehe.“ „ Du hast ihn so sehr gehasst als du im Kreissaal lagst.“, meinte Candy. Ich musste grinsen. „ Oh ja, ich hätte ihn gekillt wäre er da gewesen. Mein Gott ich war so fertig. Aber was erwartet man auch nachdem man fast 10 Stunden in den Wehen gelegen ist und dann doch ein Kaiserschnitt gemacht wird, weil eines deiner Baby falsch liegt und so unmöglich rauskommen kann.“ „ Das war echt krass, ich hab mir so Sorgen um dich gemacht.“ Ich musste lächeln. „ Ich hatte Angst um meine Kinder. Als ich Beide dann endlich auf dem Arm hielt war ich so glücklich.“ Candy nickte. Ich sah Candy an. „ Candy ich weiss was du wieder ansprechen willst. Ja Matt und Aly müssen wissen wer ihr Vater ist. Aber sie wissen es. Ich habe es ihnen schon so oft gesagt und sie wissen und fühlen es genau. Denk doch nur mal daran wie sie sich verhalten wenn er sie auf dem Arm hat. Am allerersten Tag, als er Aly auf dem Arm hatte, hat sie angefangen zu weinen, als er sie wieder unterlassen wollte. Dann hat sie ihm ein Küsschen auf die Wange gegeben und Matt ist auf seinem Arm eingeschlafen. Das sind alles Dinge die nur bei mir passieren.“ Oh Gott, es war so schwer das alles zu erklären. „ Ich weiss ich muss ihm sagen das es seine Kinder sind, nur wie glaubst du wird er reagieren wenn ich zu ihm gehen würde und es ihm einfach sage? Genauso gut hätte ich es ihm am Telefon sagen können als er angerufen hat, kurz nachdem ich mit den Beiden wieder zu Hause war: Hey übrigens Duncan kannst du dich daran erinnern als wir 4 Monate bevor du mich betrogen hast mal miteinander geschlafen haben? Da ist ein Gummi gerissen und ich bin eben mit Matthew und Alyssa aus dem Krankenhaus gekommen, sie sind deine Kinder.“
„ Okay, so geht das nicht, das ist mir klar.“ In dem Moment glitt mein Blick zur angelehnten Tür, die nun ein Stück weiter auf ging und ich Duncan dort stehen sah.
Er hatte alles gehört......Oh mein Gott. „ Duncan warte.“, rief ich, setzte Aly und Matt auf das Bett und rannte die Treppe runter, doch noch bevor ich sie erreichte war die Tür zugeknallt. „ Vany was ist?“ fragte Lee als er aus dem Wohnzimmer kam. Ich war kurz davor loszuheulen. „ Wo ist Dunk? Ich dachte er wollte nut kurz zu euch um zu fragen......“ „ Er weiss es. Ich kann gar nicht glauben dass er es so erfahren hat!! Aber er hat gelauscht.“ Lee schien wohl gerade kein Wort zu verstehen von dem was ich sagte, doch das brauchte er auch nicht. Ich musste mich erstmal abregen.
Wie sollte ich ihm das jetzt nur erklären? Ich hatte meine Gründe weshalb ich ihm nicht gesagt hatte dass die Beiden seine Kinder sind. Doch jetzt wird er mich hassen....

 

~Candy~
„ Süsse versuch dich doch zu beruhigen.“, sagte ich zu ihr, als ich es geschafft hatte Matt und Aly die Treppe runter zu steuern, was echt nicht einfach war bei 2 Jahre alten, voll aktiven Kids. Vany ging mit ihnen ins Wohnzimmer wohin Lee und ich ihr natürlich folgen. Maureen schlief zum Glück auf meinem Arm.
Wir mussten Sy und Ant natürlich noch erklären was passiert war, worauf Beide nicht wussten was sie sagen sollten.
Das Schweigen blieb auch ziemlich konstant, denn niemand wollte wirklich was dazu sagen. Das verstand ich zwar nicht, aber ich wusste ehrlich gesagt auch nicht was ich machen sollte.
Der Fernseher lief auch noch, wo jetzt jedoch eine Nachrichtensendung lief. Das bekam ich nur so am Rande mit. „ Wo ist er jetzt echt hin?“, fragte Ant nach ner Weile. „ Keine Ahnung, vielleicht zu sich nach Hause?“, mutmasste Sy.
„ Glaub ihr echt er sitzt jetzt zu Hause rum? Wenn ich auf so ne Weise erfahren hätte dass ich Kinder hab, würde ich auf keinen Fall still sitzen können.“, sagte Vany.
„ Ja das stimmt auch wieder...“, gab Lee zu. „ Mummy...“, kam plötzlich von Aly und tapste zu ihr. „ Komm zu mir Süsse.“, lächelte Vany und hob sie auf ihren Schoss.
Matt stand gerade bei Lee und sah zu ihm hoch. „ Du bist so gross für ihn, Lee.“, grinste sie. „ Er hat noch nicht angefangen zu weinen, das tut er nur bei Leuten zu denen er so hoch schaut und nicht mag.“ „ Na da kann ich mich echt glücklich schätzen, was?“, lächelte Lee und hob Matt auf seinen Arm. „ Kleiner, du wirst langsam echt schwer.“, sagte er zu ihm. Ich musste lachen, denn Matt griff als Lee dies sagte in dessen Gesicht. Er musste lachen und  setzte sich auf den Ledersessel der gegenüber der Couch stand auf der Vany und ich gerade sassen. Ant und Sy schienen ziemlich unentschlossen zu sein.
„ Mummy hat Mist gebaut, mein Engel und zwar sehr grossen.“, sagte sie zu Aly und schaukelte sie auf ihren Knien hin und her. Aly schien genau zu verstehen was sie sagte, denn sie sah sie mit ihren grossen Augen an und drückte ihr dann einen Kuss auf die Wange. „ Ach Schätzchen, dein Daddy ist sauer und wie.....Und das ist alles meine Schuld.“ „ Vany so solltest du nicht reden er ist sicher nur verwirrt und...“ „ Wartet, macht das mal lauter.“, unterbrach sie Ant und Sy machte den Fernseher lauter.
„ Der Unfall ereignete sie vor knapp 20 Minuten.“, sagte die Reporterin in die Kamera.
„ Der Fussgänger ein Mann im Alter zwischen 21-25 Jahren lief über die Strasse ohne auf den Verkehr zu achten, der Fahrzeuglenker konnte nicht mehr ausweichen...“ Hinter der jungen Frau wurde jetzt ein vollkommen demoliertes Auto gezeigt. „.....Und erfasste den Fussgänger mit voller Wucht. Der Fahrer überlebte mit mittelschweren Verletzungen und steht momentan noch unter Schock, er wurde wie der junge Mann ins Krankenhaus eingeliefert. Über ihn kann man nur sagen das er schwere Verletzungen davongetragen hat und man noch nicht weiss ob er diesen Unfall überleben wird.“
Wir sahen alle wie gebannt auf den Bildschirm und dachten in diesem Moment wohl alle das Selbe.

 

~Vanessa~
Oh mein Gott!! Das durfte nicht wahr sein!! Wir dachten wohl gerade alle an Duncan. Klar es war nicht bestätigt ob er es war, nur......so wie er vorhin einfach weggelaufen war konnte echt alles möglich sein.
Ich wusste echt nicht was ich tun sollte, mein Kopf war voller Gedanken und Fragen und gleichzeitig komplett leer. Ich stand auf, drückte Aly Ant auf den Arm und holte meine Jacke. „ Vany was hast du vor?“ Ich zog mich die Jacke über und griff nach Lee’s Autoschlüssel. „ Du leist mir deinen Wagen doch sicher.“ „ Was aber.....“ „ Was machst du?“, fragte Ant wieder. „ Ich muss ihn suchen.“ „ Was ist wenn er.....“, begann Candy doch ich unterbracht sie. „ Wag es bloss nicht auch nur weiter zu denken. Das darf einfach nicht sein.“ Mit diesen Worten verliess ich das Haus und ging zu Lee’s Wagen. Wo sollte ich nur als erstes hin? Ich konnte eigentlich gar nicht denken, dafür war ich viel zu durcheinander.
Ich wusste das ich nach einer Nadel im Heuhaufen suchte, aber vielleicht würde ich ihn ja hier irgendwo laufen sehen oder.......Vielleicht war er zu Fiona gefahren.
Wenn er mit jemandem reden wollte und das konnte er wohl schlecht mit einem der Boys denn die waren ja alle bei Candy.
Ich fuhr aber erstmal zu ihm nach Hause und klingelte ein paar Mal. „ Verdammt!“, fluchte ich als sich auch nach dem 3 Klingeln nichts getan hatte, ging wieder zum Auto und fuhr weiter.
Wohl möglich war er wirklich bei seiner Mum.....also machte ich mich auf dem Weg nach Salisbury. All zu weit war das ja zum Glück nicht. Ausserdem fuhr ich Lee’s Wagen, er würde auch wenn er das Auge sehen würde nicht gleich sehen das ich es war.
Sein Auto stand vor dem Haus und ich atmete erst einmal tief durch.
„ Gott sei Dank.“, flüsterte ich und stieg aus. Innerhalb von dem kurzen Moment vom Auto die Stufen hoch wurde ich ziemlich nass, denn es regnete noch immer wie aus Eimern.
Erneut verging der Moment des Wartens wie in Zeitlupe, bis Fiona endlich die Tür öffnete. „ Vany, was machst du denn hier?“, fragte sie erstaunt und musterte mich verblüfft. „ Ist er da?“ Sie nickte. „ Es tut mir so leid dass ich es dir nicht schon früher gesagt habe Fiona.“, sagte ich darauf. „ Kind, ist doch schon gut.“, erwiderte sie.
„ Ach es ist gut, ja?“, kam auf einmal von Duncan, der schneller an mir vorbei und bei seinem Auto war als ich schauen konnte.
„ Nicht schon wieder.“, meinte ich und sprang die Stufen hinunter und griff nach seinem Arm. „ Du kannst nicht einfach wegrennen!!“, sagte ich zu ihm, wobei ich komischerweise noch sehr ruhig war. „ Du siehst doch das ich das kann.“, erwiderte er.
„ Du hast mir noch nicht einmal zugehört!“, rief ich nun. Wie konnte er nur so stur sein? Ich hatte einen Fehler gemacht, ja. Doch er gab mir noch nicht mal die Chance es ihm zu erklären.

 

~Duncan~
Das war mir einfach zu viel. Aly und Matt waren meine Kinder, sie hatte nichts zu mir gesagt und dann sollte ich auch stehen bleiben, das konnte sie sich abschminken.
Ich wusste echt nicht wo ich hin sollte, also fuhr ich kurzerhand zu Mum.
Ich erzählte ihr alles was ich gehört hatte, um einen klaren Gedanken zu fassen war ich viel zu verwirrt.
„ Dunk, denk mal darüber nach. Die Kleinen sind deine Kinder. Vany wollte es dir sicher sagen. Sie war erst 18 als sie schwanger wurde und dann wart ihr auch noch getrennt. Da ist es nicht so leicht einfach zu dem Vater seiner Kinder hinzugehen und zu sagen das man ein Kind erwartet.“ Als wüsste ich das nicht. Doch wie stand ich überhaupt dazu? Ich hatte nie wirklich darüber nachgedacht. Klar, ich hatte Matt und Aly gleich ins Herz geschlossen, aber die Beiden waren so süss, da musste es einem einfach so gehen.
Ich kam nicht dazu etwas zu antworten denn es klingelte an der Tür. Mum ging hin und darauf hörte ich wie sie mit jemandem sprach. Ich folgte ihr darauf und sah Vany dort stehen. Ich hörte noch wie Mum zu ihr „... ist schon gut.“, sagte. Was daraufhin wieder eine ganze Mischung aus Gefühlen in mir auslöste. „ Ach es ist gut, ja?“, meinte ich nur und verliess das Haus. Ich musste hier einfach weg.
„ Du kannst nicht einfach wegrennen!!“, hörte ich Vany hinter mir. „ Du siehst doch das ich das kann.“, giftete ich zurück. Ich hielt es echt nicht aus. „ Du hast mir noch nicht einmal zugehört!“ „ Glaub mir ich hab genug gehört.“ „ Du hast ein Gespräch gehört und nicht das was ich dir alles sagen wollte seitdem ich erfahren habe dass ich schwanger bin. Wie oft denkst du wollte ich dich anrufen? Wie oft wollte ich einfach zu dir fahren und dir sagen das du Vater wirst?“ „ Wieso hast du es nicht getan?“ „ Willst du mich verarschen? Himmel Duncan!! Blue war gerade dabei richtig erfolgreich zu sein. Ihr wart immer unterwegs, da konnte ich, deine Ex- Freundin, nicht ankommen und deine Karriere damit zerstören.“ Ich war echt sprachlos. Wie konnte sie nur so denken?
„ Als ich vorhin mit den anderen im Wohnzimmer sass haben wir alle überlegt wo du sein könntest. Als dann der Bericht über einen Unfall kam der in der Nähe passiert ist dachten wir alle dir wäre etwas geschehen.“ „ Ach du hast dir Sorgen gemacht?“, ich sah sie skeptisch an, woher diese Skepsis allerdings kam wusste ich selbst nicht.
„ Ja verdammt!“, rief sie. „ Ich habe mir Sorgen um dich gemacht. In dieser Stunde in der ich nicht wusste was mit dir ist bin ich fast gestoben vor Angst!“ Sie zitterte am ganzen Körper. Ihre Kleider waren, wie meine, vom Regen, der noch immer auf uns herabströmte total durchnässt und ihre Haare hingen ihr in dicken Strähnen im Gesicht. „ Aber mir ist nichts passiert.“, versuchte ich sie zu beruhigen. „ Ich dachte mein Herz wäre mir rausgerissen worden. Duncan ich liebe dich immer noch so sehr. Ich kann nur noch an dich denken. Aly und Matt machen es nicht besser, ich brauche sie nur anzusehen und ich sehe dich!“ Sie schluchzte. Ich trat einen Schritt auf sie zu. „ Glaubst du, seitdem ich Schluss gemacht habe verging ein Tag an dem ich nicht an dich gedacht habe? Woran glaubst du denke ich wenn ich die Kinder ansehe. Sie haben deine Augen, ich kam und komme einfach nicht von dir los, egal wie sehr ich es schon versucht habe.“ Ich sah sie lange an und strich ihr vorsichtig über ihre Oberarme. „ Du weisst was mein angeblich bester Freund über mich denkt, tu es mir nicht an und denk so wie er.“ Sie schluchzte wieder. „ Einige Tage nachdem ich aus dem Krankenhaus gekommen bin stand ich mit.......unseren Kindern vor der Babyklappe des Krankenhauses. Ich wusste nicht ob ich es schaffen würde meine kleinen Engel jemals durchzubringen. Doch ich konnte es einfach nicht. Ich liebe die Beiden so sehr, das ich gestorben wäre, hätte ich sie weggegeben.“ Ich konnte es einfach nicht glauben. Sie hätte es fast getan. Daran denken was geschehen wäre wenn sie es wirklich gemacht hätte, wollte ich gar nicht.
Wir standen uns nun schweigend gegenüber und sahen uns, wie es mir schien eine Ewigkeit in die Augen bevor sich unsere Lippen einander näherten und wir in einem leidenschaftlichen Kuss versanken. Ich liebe sie immer noch, ich hatte so sehr versucht es zu verdrängen, weil ich einfach nicht wahr haben wollte das ich Vany niemals vergessen hatte. Wie konnte ich das nur tun?

 

~Vanessa~
Etwas später stand ich bei Dunk zu Hause. Es war komisch in diesem Haus zu sein, aber es gefiel mir sehr. Ich zitterte die ganze Zeit, meine Klamotten waren total nass und ich musste schon sicher zum zehnten Mal niesen.
„ Komm mit, ich geb dir was von mir das du anziehen kannst.“, er griff nach meiner Hand und wir gingen in sein Schlafzimmer.
Wie man sich denken kann waren mir seine Sachen sicher 2 Nummern zu gross, ich musste lachen als ich mich im Spiegel betrachtete, aber der Pulli war schön warm und ich taute langsam auf, die Hose war viel zu lang ich konnte sie 3 mal umschlagen. Abgesehen davon das sie mir zu lang war, war sie auch noch mega weit. Aber na ja für den Moment ging es.
Kaum war ich fertig, ging die Tür auf und Dunk kam herein. „ Hier.“, lächelte er und gab mir eine Tasse Tee. „ Oh warm.“, grinste ich. „ Super danke.“ „ Ach du siehst so klein aus in den Sachen.“, sagte er und lachte. „ Ich lach mich schlapp.“, sagte ich ernst, stellte die Tasse auf den Nachttisch und setzte mich auf’s Bett. „ Ich glaube Lee dreht ab weil ich noch immer nicht zurück bin, er wollte mir sein Auto wohl gar nicht geben.“, grinste ich. „ Wie kam es eigentlich dazu?“ „ Du leist mir das Bett nicht zufällig mal, oder? Das ist voll bequem.“, grinste ich als ich mich hingelegt hatte. „ Ach so, na ja ich bin halt einfach gegangen und hab die Schlüssel mitgenommen. Ich war so durch den Wind, da hätte keiner was zu gesagt.“ Dunk legte sich zu mir und ich kuschelte mich gleich an ihn. „ Wegen mir?“ Ich sah ihn ernst an. „ Nein wegen Brad Pitt.“ Darauf schlug ich meine Hand an seine Stirn. „ Ja natürlich wegen dir. Ich wusste nicht was mit dir ist und ich hatte solche Angst das du in diesen Unfall verwickelt bist.“ „ Das war ich aber nicht Darling.“ Ich musste lächeln. Er hatte mich schon so lange nicht mehr so genannt. Ich hatte es so vermisst und ich wollte nicht daran denken dass es irgendwann nochmal so sein könnte. Duncan drehte sich über mich und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „ Ich liebe dich.“ Mir wurde heiss und kalt zugleich als ich ihn das sagen hörte und ihm dabei tief in die Augen sah. „ Ich liebe dich auch.“ Gleich darauf Duncan’s Lippen wieder auf meinen zu spüren war so wundervoll.
„ Verspricht du mir dass du mich nicht mehr loslässt?“, meinte ich, als er mich in seine Arme zog. „ Ist versprochen. Ich würde dich eh nicht mehr los lassen, ob du willst oder nicht.“ Ich musste lachen. „ Wenn du mir drohen willst musst du schon mit anderen Sachen kommen.“ Er schüttelte den Kopf. „ Hab ich nicht vor.“ „ Sehr gut...Oh ich sollte bei Candy anrufen, ich hab Lee und Ant einfach Aly und Matt in die Arme gedrückt und bin gegangen.“, erinnerte ich mich mit einem mal und setzte mich auf um nach meinem Handy zu greifen das ich auf den Nachttisch gelegt hatte.
„ Vany wo bist du?“, kam auch gleich, kaum hatte Candy den Hörer abgenommen. „ Hi Candy.“, meinte ich darauf nur. „ Hey, also was ist?“ „ Es ist alles okay. Duncan geht’s auch gut.“ Dieser hatte in der Zeit begonnen meinen Hals zu küssen. Ich schob ihn etwas von mir weg, denn er wusste genau wie schwach mich das machte. „ Was ist mit Matt und Aly? Schlafen die Beiden?“ „ Ja, aber noch nicht so lange.“ „ Okay, also ich komme morgen früh wieder.“ „ Und ich brauche mir keine Sorgen zu machen?“ Ich musste lächeln. „ Nein das brauchst du nicht.“ Wir verabschiedeten uns und ich legte auf. „ Alles in Ordnung?“ Ich nickte. „ Ja, Candy wird mich morgen wohl anschreien wieso ich erst gerade angerufen habe, aber damit kann ich leben.“
Ich kuschelte mich wieder an Duncan und atmete tief durch, wobei mir dieser typische Cool Water- Geruch in die Nase stieg. Mir hatte alles so sehr gefehlt. So wie jetzt mit ihm einfach hier zu liegen, seine Nähe zu spüren und so einzuschlafen. Eine erneute Gänsehaut erfasste mich als Duncan langsam mit seiner Hand über meinen Rücken streichelte, doch ich genoss es viel zu sehr als das ich diesen Umstand ändern wollte.

 

~Candy~
Ich war so happy als erfahren hatte was zwischen Dunk und Vany passiert war. Klar, es muss ein Schock für Duncan gewesen sein, das alles über das Gespräch welches ich mit Vany geführt hatte zu erfahren, aber schlussendlich hatten sie einander gestanden das sie sich noch immer lieben würden.
Ich hätte vor Freude weinen können, so erleichtert war ich, auch weil es nicht Dunk war, mit dem dieser Unfall passiert war, welcher am selben Abend stattgefunden hatte.
Von Duncan hatten wir allerdings in den letzten Tagen nichts mehr gehört oder gesehen.
Wir alle konnten es Vany ansehen dass sie sich mit dieser Situation nicht wohl fühlte. Doch sie verstand es. Sie sagte dann immer dass er Zeit bräuchte.
Wie schaffte sie es nur so ruhig zu bleiben? Natürlich würde ich Sy auch soviel Zeit lassen wie er brauchte, würde es mir so gehen, doch nach einer Woche, die nun schon bald um war, wäre mein Geduldsfaden, bei aller Liebe zum zerreissen gespannt. Ich könnte nicht einfach warten bis Sy zu mir kommt, sondern würde zu ihm gehen.
Doch mich betraf es nun nicht, worüber ich ehrlich gesagt sehr erleichtert war.
„ Vany, ich muss gleich los.“ „ Wohin denn?“, fragte sie, als sie in die Küche kam. „ Zum Kinderarzt, ne Routineuntersuchung für Maureen.“ „ Du gehst zum Kinderarzt? Ich dachte nochmal ins Krankenhaus.“ Ich schüttelte den Kopf. „ Nein, der Arzt im Krankenhaus meinte, das sei soweit alles in Ordnung, das ich jetzt zum Kinderarzt hier mit Maureen gehen kann und nicht immer ins Krankenhaus gehen muss.“ „ Das ist super.“, lächelte ich. „ Ich bin auch froh. Und wie geht’s dir? Ich seh dir doch an das du dir ständig Gedanken machst.“ Ich wiegte Maureen auf meinem Arm hin und her damit sie noch ein bisschen schlief, die Nacht war für uns alle ziemlich kurz gewesen. Vany tat mir echt leid, sie stand manchmal in der Nacht auch auf um sich um meine Süsse zu kümmern, dabei hatte sie ihre Aufgabe, auf mich zu achten als ich schwanger war, schon lange erfüllt.
 „ Mir geht es gut, ehrlich.“, versicherte sie auch gleich. „ Also.......Irgendwie.“ Jetzt kamen wir der Sache ja schon näher. „ Auf eine komische, verdrehte Art und Weise.“
„ Willst du nicht mal zu ihm gehen und mit ihm reden?“
„ Natürlich will ich das und wie. Aber wenn ich auf einmal bei ihm vor der Tür stehe möchte er vielleicht nicht reden oder fühlt sich dazu gezwungen etwas dazu zu sagen. Das möchte ich nicht.“ Es klingelte, worauf ich aufstand und zur Tür ging. „ Ich geh jetzt auch sonst komm ich mit Maureen zu spät.“ Vany lachte. „ Ja tu das.“ Und schon war sie im Kinderzimmer verschwunden, da Matt und Aly gerade wach geworden waren und nun quengelten.
„ Na wen haben wir denn da?“, grinste ich, als ich Dunk erblickte. „ Hi.“ „ Komm rein.“
„ Danke.“ „ Vany ist im Kinderzimmer, aber sie sollte gleich wiederkommen.“ „ Oh okay.“ „ Wie geht’s dir?“, fragte ich. „ Ach es geht. Ich hab viel nachgedacht, aber mir geht’s soweit gut.“ Ich legte Maureen in die Babyschale und schnappte mir meine Jacke.
„ Sorry wenn ich dich jetzt einfach so stehen lasse, aber ich muss los. Maureen muss zum Kinderarzt. Bis später.“

 

~Duncan~
Ich hatte etwas Zeit gebraucht um über alles nachzudenken. Mir kam die Zeit ohne Vany so lang vor. Nicht nur die letzten paar Tage, sondern auch die vielen Monate nach unserer Trennung. Es war so schön gewesen sie nach 2 Jahren wieder zu sehen, in denen sich unser beider Leben komplett verändert hatte.
Ich hatte da nur noch keine Ahnung wie sehr dies geschehen war.
Als ich vor der Haustür stand war ich noch immer unsicher ob ich klingeln sollte.
Schlussendlich tat ich es dann doch und wurde von Candy daraufhin im Flur stehen gelassen da sie mit Maureen weg musste.
„ Aly, nicht so schnell sonst fällst du noch um.“, hörte ich Vany sagen, als sie die Treppe runterkam, Aly dabei an der Hand hielt und Matt auf dem anderen Arm hatte.
Nach einem Moment sah sie nach vorn und sah mich an. „ Hi.“, meinte ich nur. Auf ihrem Gesicht schienen sich sowas wie Freude und Besorgnis abzuwechseln, was mich ehrlich gesagt ziemlich verunsicherte, doch ich war jetzt hier und ich musste einfach mit ihr reden.
„ Hi.“, erwiderte sie und liess Matt von ihrem Arm. „ Ich hab nicht erwartet dass du vorbeikommst.“ „ Ich auch nicht.“, nickte ich langsam. „ Aber ich musste einfach.“ Aly zupfte an Vany’s Hosenbein rum, die dann zu ihr herunter sah.
„ Moment noch Süsse.“ Sie sah mich an und bugsierte die Kleinen ins Wohnzimmer.
„ Ich muss ihnen schnell was zu trinken holen. Möchtest du auch was?“ „ Cola wenn ihr welche da habt.“ „ Ja ist alles da. Komme gleich wieder.“
Ich setzte mich auch die Couch und sah den Keinen zu. Matt hatte sich sein Stofftier geschnappt und tapste auf mich zu.
Genau so einen Teddy hatte ich auch, als ich keiner war. Oder besser, ich habe den Teddy noch immer. Der bedeutet mir echt extrem viel.
Aly fing gerade an zu lachen und ich hob sie auf meinen Schoss. Matt wollte allerdings selbst auf die Couch klettern was er jedoch nicht ganz schaffte, also setzte ich ihn auch hin.
Ich sah Aly einen Moment lang an und dann sah ich zu Matt. Beide schauten mich mit ihren grossen blauen Augen an. Entweder ich hatte es bisher nicht gesehen, oder ich wollte es einfach nicht bemerken. Die Beiden hatten dieselben Augen wie ich.
War es echt möglich gewesen das ich so blind war? Ich sah Vany schon Wochen lang fast jeden Tag. Die Promotour mal ausgeschlossen, genauso wie die Kleinen und ich hatte es einfach nicht gesehen.
Die Beiden waren meine Kinder. Das war alles so unecht und doch waren sie gerade hier ich sah, hörte und fühlte sie.

 

~Vanessa~
Ich war mehr als überrascht als Duncan plötzlich vor mir stand damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Allerdings hatte ich im ersten Moment auch keine Zeit daran zu denken, denn Matt und Aly auf einmal irgendwie ins Wohnzimmer zu befördern war manchmal echt anstrengend.
Danach holte ich für die Kleinen und für Dunk was zu trinken und ging wieder ins Wohnzimmer.
Ihn mit den Kleinen dort sitzen zu sehen war jetzt echt komisch. Denn, er wusste dass es seine Kinder sind. Ich wollte so lange mit ihm reden, doch jetzt da es soweit war hatte ich wieder mehr als nur ein bisschen Angst davor.
„ Hier.“, ich gab ihm das Glas und setzte mich auf die Couch. „ Mach ah, Süsse.“, sagte ich zu Aly und gab ihr dann das Fläschchen in die Hände als sie den ersten Schluck genommen hatte, bei Matt machte ich das Selbe.
„ Ich bin froh das du gekommen bist.“, sagte ich endlich zu Duncan. „ Es tut mir leid dass es nicht früher ging.“ „ Ist doch okay. Ich war schon drauf und dran einfach zu dir zu kommen, aber ich wollte nicht dass du dich irgendwie überrumpelt fühlst und dich dazu verpflichtet fühlst mit mir zu sprechen.“ „Ich weiss. Ich......Ich musste einfach nachdenken und mir über einiges klar werden.“ Ich sah ihn neugierig an. „ Worüber denn so?“ „ Na ja.....Über dich......Über Matt, Aly......Über den Grund weshalb du mir nichts von der Schwangerschaft gesagt hast.“ „ Und zu welchem Schluss bist du gekommen?“ „ Es tut mir leid.“ „ Was?“ Ich war gerade echt voll überrascht und sah ihn auch dementsprechend verwirrt an.
„ Es tut mir leid. Alles tut mir leid, dass ich zu dieser bekloppten Party gegangen bin, dass ich da auch nur einen Tropfen Alkohol getrunken habe und dich dann betrogen habe.“ Daran zu denken tat noch immer so weh. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber jeder Schlag meines Herzens tat auf einmal schrecklich weh. „ Alles was in den letzten bald 2 Jahren geschehen ist, hätte nicht sein müssen.“ „ Alles?“ „ Alles zwischen uns.“, ergänzte er. „ Wir hätten noch immer zusammen sein können, ich hätte alles mitbekommen was mit den Kleinen passiert wäre. Ihre Geburt, die ersten Schritte....“
„ Sei froh dass du bei der Geburt nicht dabei warst.“, meinte ich, worauf er mich skeptisch ansah. „ Wieso?“ „ Ich hab dermassen über dich geflucht! Wärst du da gewesen hätte ich wahrscheinlich noch angefangen dich zu schlagen.“ „ Autsch.“ „ Oh ja. Das meinte Candy auch. Aber schlussendlich konnte auch sie mir nicht helfen. Aly lag irgendwie falsch oder was auch immer. Deshalb musste ein Kaiserschnitt gemacht werden.“ „ Aber Wehen hattest du zuerst?“ „ Oh ja, etwa 10 Stunden.“ „ Oh mein Gott.“
„ Oh ja!! Ich hätte mir so sehr gewünscht dass du dabei bist. Aber ich......konnte es dir einfach nicht sagen.“

 

~Duncan~
Endlich mit Vany zu reden tat so gut!! Ich musste einfach alles loswerden und all das wissen was mich seit den letzten Tagen und seit unserer Trennung so beschäftigte.
„ Oh ja!! Ich hätte mir so sehr gewünscht dass du dabei bist. Aber ich......konnte es dir einfach nicht sagen.“ „ Hab ich dich im Mai nicht mal angerufen?“ Komisch dass mir das erst jetzt einfiel. „ Oh ich weiss welchen du meinst, der war doch irgendwie Ende Mai.“ Ich nickte. „ Da hattest du Glück dass ich überhaupt zu Hause war.“ „ Warum?“ „  Da war ich gerade mal 2 Tage vorher aus dem Krankenhaus entlassen worden. Deshalb hatte ich auch so knapp geantwortet, die Kleinen hatten da eine Weile nur geweint und es hatte so lange gedauert bis ich es geschafft hab sie zu beruhigen. Und ich hatte Angst dass sie eben genau das tun, wenn wir miteinander reden. Denk mal darüber nach, das alles war gerade mal 5 Monate nach unserer Trennung.“ „ Ich hätte das mit der Party echt voll lassen sollen! Ich weiss noch nicht mal mehr wie diese Tussi es geschafft hat, dass ich mitgehe.“ Vany sah mich einen langen Moment an. Mir tat es genauso weh wie ihr darüber nachzudenken, aber es war nunmal Tatsache, dass ich sie betrogen hatte und es meine Schuld ist, dass ich all das der letzten 2 Jahre in dem Leben von ihr und unseren Kindern nicht mitbekommen hatte.
„ Ich hab so geweint. Ich habe soooooo viel geweint und so lange. Ohne Candy hätte ich diese Zeit wohl nicht überstanden, besonders als dann rauskam dass ich schon im vierten Monat schwanger war. Sie und Matt hatten Scarlet ständig fertig gemacht, was sie doch für ne Schlampe ist und so. Okay, über dich sind natürlich auch einige Kommentare gefallen.“ Das konnte ich ihr nicht verübeln. Die Boys hatten mich auch nicht gerade gut wegkommen lassen und das obwohl Sy mich ja noch davon abhalten wollte diese Blondine mit nach Hause zu nehmen. Aber Moment mal......
„ Sagtest du gerade Scarlet?“ Vany nickte. „ Wer ist das?“ „ Was?“, sie sah mich ungläubig an. „ Du weisst nicht mal wie diese Tussi hiess?“ „ Vany ich war komplett besoffen, ich wusste ja noch nicht mal mehr wie ich überhaupt nach Hause gekommen bin.“ „ Das hatte Matt zu mir.......“, sie stoppte und sah mich schon fast geschockt an.
„ Was ist los?“ „ Matt.“, sagte sie nur. „ Matt?“, echote ich verständnislos. „ Ja! Matthew!“ Sie setzte sich etwas aufrechter hin und erklärte aufgeregt. „ Er war derjenige der den Namen benutzt hat!! Du hast ja eben gesagt du wusstest nicht mehr wie diese falsche Platinblondine hiess und auch weder Candy noch ich wussten das.“ Okay, jetzt checkte ich was sie sagen wollte. „ Du meinst.....“ „ Ja!! Ja, genau! Matt musste wissen wer sie ist und das ohne sie vorher gesehen zu haben.“ Ich hasste diesen Kerl doch schon immer. „ Er hat sie auf dich angesetzt, da bin ich mir sicher. Er wusste, dass es mir nicht so gut geht und ich nicht zu der Party gehen würde.“ „ Aber war sich sicher dass du noch zu mir kommen wolltest.“, setzte ich hinzu. Sie nickte. „ Wir wollten uns ja noch sehen und da es so lange gegangen war die Hausaufgaben zu machen, musste er wissen dass ihr dann wohl schon bei dir seit.“ „ Du weisst ich konnte ihn noch nie ausstehen.“ „ Ich auch nicht mehr. Er war schon immer gehen unsere Beziehung...“ Sie sah mich mit einer solchen Enttäuschung in den Augen an dass es mir körperlich wehtun könnte. „ Es tut mir leid, Dunk. Ich hätte dir glauben sollen, als du sagtest dass ich vorsichtig sein soll.“ Ich strich über ihre Wangen und lächelte sie an. „ Mach dir darüber keine Gedanken mehr. Das ist alles vorbei.“ „ Es tut nur weh.“ „ Ich weiss.“, flüsterte ich und küsste sie sanft.
„ Süsse komm mal her.“, sie hob Aly auf ihren Schoss und setzte Matt wieder richtig hin, der irgendwie gerade versuchte einen Purzelbaum zu schlagen. „ Erinnert ihr euch noch dass ich euch mal gesagt habe, ihr sollt ein bestimmtes Wort nicht sagen wenn Duncan hier ist?“ Die Kleinen nickten. „ Wenn ich euch sage dass ihr es sagen dürft, tut ihr das dann auch immer?“ „ Ja.“, kam von Matt und dann auch von Aly. „ Sehr gut.“, lächelte Vany. „ Wollt ihr es jetzt mal sagen?“ „ Dad- dy!“, sagte Aly daraufhin. Das auf einmal zu hören war echt heftig. „ Daddy!“, strahlte auch Matt. „ Wow!“ „ Alles okay mit dir?“, lächelte Vany. Ich nickte. „ Ja, es ist alles okay. Ich...bin nur gerade sprachlos.“ Sie lächelte, doch ich sah, dass sich langsam Tränen in ihren Augen bildeten. „ Ohh, seht ihr das? Mummy weint.“, sagte ich zu den Kleinen und fügte hinzu. „ Geht ihr ein Küsschen.“ Daraufhin stürzten sie sich regelrecht auf Vany, die zu lachen begann.
„ Alles in Ordnung?“, fragte ich dann und wischte ihr die Tränen vom Gesicht. „ Ja, natürlich. Ich.....Ich habe mir...nur schon so lange gewünscht, dass es so ist wie jetzt.“

 

~Candy~
„ Müsst ihr echt gehen?“, drängelte ich Vany, als wir auf dem Weg zum Flughafen waren. „ Ach mach dir keine Sorgen. Wir kommen ja wieder. Nur muss ich einfach nochmal nach Italien. Vielleicht will Mum ja auch wieder nach England kommen und glaub mir, ich sage ihr sicher nicht am Telefon dass ich wieder ganz nach England zurückkomme.“ „ Okay, das versteh ich.“, lächelte ich. Vany würde nur ein paar Tage in Italien bleiben, aber ich werde sie trotzdem so sehr vermissen. Dabei waren wir in den letzten Monaten doch so gut wie immer zusammen gewesen und davor so lange auseinander.
Es ging wieder ewig bis wir uns von einander verabschiedet hatten. Ich hatte sie alleine zum Flughafen gefahren, also mit Mauren, ist ja klar.
Die Boys waren gerade im Studio, so dass es unmöglich war, dass sie mitkamen.
Auf dem Rückweg besuchte ich die vier trotzdem, ausserdem waren sie schon ein paar Tage irgendwie komisch und das wollte ich jetzt ändern. Meine Neugierde liess es nicht zu dass ich es noch länger auf sich beruhen liess.
„ Hi Süsse.“, lächelte Sy und küsste mich kurz. „ Hey. Wie läufts?“ „ Alles bestens.“, grinste Lee. Sy hatte sich in der Zeit Maureen zugewandt und sie aus der Babyschale genommen. „ Hi mein Schatz, alles okay bei dir?“ Ich liebte es Sy mit ihr zu sehen.
Er ging wirklich komplett in der Vaterrolle auf und Mauren waren noch süsser geworden als sie sowieso schon ist, als sich ihre Haut etwas verdunkelt hatte. Vany hatte schon vorausgesagt dass sie später eine Schönheit werden würde. Ich musste immer lachen wenn ich sowas hörte, doch ich war sehr stolz auf meine Tochter.
Alannah freute sich immer wenn sie ihre kleine Halbschwester sah. Der Anblick wie sie stolz sagte Maureen wäre ihre kleine Schwester brachte mich manchmal fast zum weinen, weil es mich so rührte.
„ Könnt ihr mir nicht endlich sagen was ihr da arbeitet?“, drängelte ich nun. „ Nein!“
, lachte Ant. „ Sorry, aber das ist noch nicht sicher und wir müssen erstmal schauen ob wir das überhaupt machen  können.“ „ Aha!! Also hatte ich Recht! Ihr heckt was aus.“, lachte ich nun. „ Das bestreiten wir auch nicht.“, erwiderte Dunk. „ Du erfährst es schon noch.“
Oh man war das fies! Aber nun gut, dagegen liess sich wohl nichts machen. Ich musste einfach mal abwarten. Ich hatte aber schon mal rausgehört dass es etwas mit einem Song zu tun haben würde. Nun war ich zwar noch nicht viel schlauer, aber ich hatte immerhin den Hauch einer Ahnung worum es ging.

 

~Simon~
Hatten die Boys echt gesagt ich würde sie mit meinem Daddy- Dasein nerven?
Dann hatten Lee und Ant wohl vergessen wie es war wenn Dunk seine Freundin vermisste!! Ich meine klar, ich vermisste Candy auch immer wenn wir auch Tour sind, aber Dunk......Na ja, Vany war mit den Kids ja zum Glück nächste Woche wieder da. Bis dahin mussten wir dieses schlecht gelaunte etwas namens Duncan James wohl ertragen.
Ich konnte Candy nichts von unserer Idee erzählen, ich hätte es natürlich sehr gern getan, aber wir wussten noch nicht mal ob diese Idee umzusetzen war. Also musste sie sich noch etwas gedulden, sowie wir.
Mir war es im Moment zwar alles andere als Recht weg zu gehen, aber da wir noch einige wichtige Promoauftritte hatten, bei denen keiner von uns fehlen sollte, mussten wir für 2 Tage weg.
Ja, ja nur 2 Tage ich weiss. Aber sie kamen mir sooooooooo lang vor.
Es war sowas von süss, dass einige der Fans mir, wenn wir etwas Zeit hatten mit ihnen zu reden, gratulierten und mir manchmal sogar Geschenke für Maureen mitgaben.
Ich glaube wäre ich eine Woche weg gewesen hätte ich mir noch einen Koffer für diese Geschenke kaufen müssen.
Ich hatte mir vorgenommen die Päckchen erst aufzumachen, wenn ich wieder zu Hause wäre.
Das waren wir dann auch wieder, fast schon 3 Tage später, denn ich kam kurz vor Mitternacht vor dem Haus an. Gut dass es auch noch so spät am Flughafen Taxis gibt, sonst hätten wir alle gleich am Flughafen übernachten können.
„ Wir sehen uns später im Studio, okay?“, gähnte Lee, mit dem ich mir das Taxi teilte.
„ Ich hasse es, das wir nicht immerhin morgen frei haben, aber gehe ja leider nicht anders.“ „ Na wem sagst du das.“ „ Okay, dann bis später.“ Ich stieg aus und fügte noch hinzu: „ Und komm nicht wieder zu spät.“ „ Ha, ha, ha!“, erwiderte er. „ Ich geb mir Mühe, versprochen.“
Ich nahm mein Gepäck und schlich soweit es mir möglich war ins Haus. Ich wollte nicht das Maureen und Candy aufwachten, wenn sie schon schlief. Das ganze Haus lag im Dunkeln, also hatte ich es doch richtig gemacht so herum zu schleichen.
Ich konnte mich allerdings auch nicht weiter auf den Beinen halten, zog das nötigste aus und legte mich zu Candy ins Bett.
Bis ich morgen wieder los müsste dauerte es nur noch wenige Stunden, was bedeutete, wir müssten Duncan, dessen Laune sich noch immer nicht gebessert hatte, dann auch wieder ertragen. Er ging sogar Lee auf die Nerven, wozu es bekanntlich echt viel brauchte.
~Vanessa~
Die Woche in Omegna ging echt schnell vorbei. Ich war allerdings auch immer beschäftigt. Ich hatte meinen Job in dem Cafè gekündigt und hatte alles was noch in dem Haus war und ich in London brauchen würde zusammengepackt.
Ich würde jedoch nicht alleine mit den Kids nach London zurückkommen. Mum hatte sich dazu entschlossen mitzukommen. Sie hatte gesagt dass sie vor 2 Jahren für mich mitgekommen war und da ich nun wieder nach Hause wollte, hatte sie ebenfalls keinen Grund mehr in Italien zu bleiben, natürlich würden wir die Zeit und die Leute dort alle vermissen. Doch ich wollte wieder glücklich sein und ehrlich, das war ich in der Zeit in Omegna zwar gewesen, doch nur oberflächlich. Mein Herz war immer in England gewesen und dort würde es auch immer bleiben.
Mum war extrem nervös, als das Flugzeug landete. Ich hatte ihr natürlich alles erzählt was das zwischen mir und Duncan anging und wie er reagiert hatte. Sie konnte mich gut verstehen, genauso wie ihn.
Fiona würde uns abholen. Mum’s Aufregung kam wohl alleine daher, sie hatte ihre beste Freundin bald 3 Jahre nicht mehr gesehen und vermisste sie schrecklich.
„ Siehst du sie?“, fragte sie mich auch gleich, kaum hatten wir die Ankunftshalle betreten. „ Mum ganz ruhig, entweder sie wird gleich kommen, oder sie sucht uns gerade genauso, wie du sie suchst.“, grinste ich sie an. „ Entschuldige, ich weiss ich muss dich nerven.“ „ Das macht doch nichts.“, lachte ich auf liess Aly von meinem Arm.
„ Passt du kurz auf die Kleinen auf? Dann hole ich immerhin schonmal den Kinderwagen.“ „ Ja sicher.“, sie kniete sich zu ihnen und fing an ihnen die Jacken auszuziehen.
Das Wetter war besser als bei meiner letzten Ankunft hier in Heathrow, die Sonne schien, es war zwar etwas bewölkt aber das war halb so schlimm, es sollte nur nicht schon wieder regnen.
As ich zurückkam sah ich Mum und Fiona einander fast weinend in den Armen liegen. Ich wollte eigentlich gar nicht stören, aber das änderte sich als Matt sich auf den Weg zu mir machte. Ich liebte es einfach die Kleinen laufen zu sehen, es sah sooooo zum knutschen aus. Ich nahm ihn hoch und setzte ihn in den Buggie.
„ Hi Fiona.“, lächelte ich. „ Vany! Hi!!“, sie wischte sich kurz über die Augen und umarmte mich. „ Wie geht es dir?“ „ Ich hasse es zu fliegen.“, grinste ich. „ Ich muss echt in der nächsten Zeit nicht noch einmal in ein Flugzeug steigen, aber mir geht’s sonst ganz gut.“
Ich hatte schon einige Wohnungsanzeigen durchgeschaut, doch ich musste mir diese erst einmal richtig anschauen, bevor ich mich für eine entscheiden konnte. Ausserdem brauchte ich so schnell wie möglich wieder einen Job und wenn es auch wieder nur einer als Kellnerin war. Vorerst hatten Candy und Sy mit zugesichert dass ich wieder bei ihnen wohnen könnte. Doch es war mir nicht recht mich einfach wieder bei ihnen einzuquartieren, nachdem Maureen doch jetzt da war und sie als Familie ungestört bleiben sollten.
Ich wollte auch irgendwie noch nicht zu Duncan ziehen, auch wenn er das schon mal angedeutet hatte. Doch wir waren erst wieder so kurz zusammen, da wollte ich diese Beziehung nicht auf so eine Probe stellen. Ich bezweifle nicht, dass wir diese bestehen würden, aber für mich selbst war es einfach noch zu früh.
Einmal unabhängig von jemandem sein.....das war einer der Wünsche die ich mir erfüllen wollte. Noch nie hatte ich das geschafft. Immer hatte mir meine Mum geholfen oder ich wohnte, wie für die nächste Zeit, wieder bei Candy.
Es war nun Ende März, in zwei Monaten wäre mein Geburtstag schon vorbei und ich wäre 21. Ein bisschen Selbständigkeit in dem Alter sollte doch echt drin sein, egal ob ich Kinder habe oder nicht.

 

~Duncan~
Ich wartete wohl schon seitdem Vany und die Kleinen nach Italien geflogen waren auf den Anruf in dem sie mir sagte wann sie wiederkommen würde.
Es war schon Freitag und eigentlich hatte ich gehofft dass sie spätestens heute Abend hier sein würden. Doch ich wartete noch immer auf den Anruf. Ich hatte es schon ein paar Mal versucht, doch das Handy war aus.
„ Dunk jetzt setzt dich mal hin, du machst mich noch ganz krank!“, wies Sy mich auch schon zurecht und ich setzte mich endlich auf die Couch. „ Sorry.“, murmelte ich nur und starrte wieder auf mein Handy. „ Sie wird sich schon melden. Es wird schon nichts passiert sein.“, beruhigte mich Candy.
Wir hatten gerade einen Auftritt gehabt und Sy hatte mich kurzerhand zu sich und Candy eingeladen, allerdings nur unter der Bedingung dass ich aufhören würde ihnen auf die Nerven zu gehen und nicht immer mein Handy wie bekloppt anzustarren. Letzteres gelang mir allerdings nur schwer.
Candy hielt Maureen gerade auf dem Arm. Ach die Kleine war einfach zu süss. Sie brachte einem echt immer zum lächeln. Im Moment jedoch verzweifelte Candy fast daran weil sie der ihre Tochter nicht dazu brachte einzuschlafen. „ Sy kannst du sie mal nehmen?“ „ Klar.“, er nahm sie ihr ab. „ Was ist los mit dir Süsse?“, fragte er sie und wiegte sie hin und her.
Erneut fiel mir ein dass ich das alles noch nie erlebt hatte. Sicher Matt und Aly waren noch klein, aber sie waren keine Babys mehr und konnten sich immerhin schon soweit mit ein paar Satzfetzen ausdrücken, dass man wissen konnte was sie wollten.
Ich hatte sie so zum ersten Mal gesehen und erlebt, ich kannte die Beiden nicht als kleine schreiende Babys, so wie Sy Maureen nun auf dem Arm hielt.
Vany hatte das alles alleine durchgemacht und dann gleich bei zwei Kindern. Ich konnte mir vorstellen dass sie so manche schlaflose Nacht hinter sich bringen musste bis diese Zeit vorbei war und einmal mehr, tat es mir weh damals nicht bei ihr gewesen zu sein.
„ Hallo?“ Ich glaube wir erschraken alle etwas, als wir die Stimme auf einmal aus dem Flur hörten. Maureen übertönte im Moment wohl irgendwie alles.
„ Wo seit ihr?” „ Vany?“, rief Candy und gleich darauf knallte diese ihre Tasche auf den Wohnzimmerboden. „ Wie wäre es mit, hi?“, grinste sie und stellte auch den Koffer ab.
Ich war der erste der sie fest in die Arme schloss. „ Ich hab dich vermisst.“, flüsterte ich und küsste sie lang. „ Ich dich auch.“ „ Wolltest du nicht anrufen?“ Sie nickte. „ Ja, das hatte ich gleich vor. Deine Mum hat uns abgeholt.“ „ Wieso hat sie mir das nicht gesagt?“ „ Weil ich euch überraschen wollte.“ Die Kleinen sassen auf der Tasche, na ja, jedenfalls fast. Es sah so süss aus. „ Dad- dy.“, strahlte Matt und klatschte zweimal in die Hände. Vany lächelte. „ Sie haben dich so vermisst.“ Ich ging erstmal zu ihnen und schloss die Beiden in die Arme. Mir war nicht klar, dass die Kleinen in einer Woche soviel grösser werden können. Als Vany von Italien nach England kam, hatte ich dies auch bemerkt, doch da war mehr Zeit vergangen als eine Woche.

 

~Candy~
Ich war echt überrascht als Vany vor uns stand, aber ich freute mich sehr.
„ Hey Kleine, du musst doch nicht so weinen.“, sagte sie schlussendlich zu Maureen, als sie auch Sy begrüsst hatte, da wir wieder eine Länge mit unserer Begrüssung gehabt hatten. „ Sie schläft einfach nicht. Keine Ahnung was wir noch machen sollen.“, sagte Sy. „ Hast du schon mal versucht ihr was vorzusingen?“, erkundigte sich Vany. Ich nickte. „ Normalerweise funktioniert das auch immer.“ „ Schätzchen, wollt ihr Candy und Sy die Geschenke geben?“, fragte sie Aly und Matt die sofort nickten. Sie ging zum Koffer, der noch immer auf dem Wohnzimmerboden stand und holte da zwei Päckchen hervor. „ Hier Süsser, das hier ist für Sy.“ Die Kleinen kamen zu uns und streckten uns strahlend die Päckchen entgegen. „ Ihr packt die jetzt aus und ich kümmere mich um mein Patenkind.“, sagte Vany und nahm Sy die Kleine ab, der darauf hin Matt auf den Arm nahm und das Geschenk in die andere Hand nahm. „ Dunk hilfst du mir mal kurz?“ Er nickte. „ Danke. Komm bitte mit.“ „ Was macht ihr denn?“, fragte ich und setzte Aly auf meinen Schoss, die, wie es mir schien, ganz hibbelig darauf war dass wir die Geschenke auspackten. „ Lasst uns das machen. Maureen schreit doch sicher schon eine Ewigkeit.“ „ Oh ja.“, nickte Sy. „ Ich hab da ein Mittel gegen, vertraut mir.“ Mit diesen Worten ging sie in die Küche und verschwand wenig später, gefolgt von Duncan, oben im Kinderzimmer.
Was auch immer sie vorhatte ich hoffte es funktionierte.
Denn auch wenn ich alles für mein Kind tue, dieses Geschrei ertrug ich langsam nicht mehr.
Duncan kam noch einmal aus dem Zimmer um eine kleine Flasche für Maureen zu holen, es verging nicht viel Zeit und es war still.
„ Wie hat sie das gemacht?“, fragte mich Sy und ich hob die Schultern. „ Ich habe keine Ahnung. Aber ich liebe sie dafür.“, lachte ich. „ Ich muss unbedingt wissen wieso sie das so schnell hinbekommen hat.“

 

~Vanessa~
Die Kleinen beschäftigten Sy und Candy erstmal und so nahm ich meine Aufgabe als Patentante wahr und kümmerte mich um Maureen. Die Arme schrie sicher schon eine Ewigkeit und ich wollte nicht dass sie so weiter schreien musste und auch die Ohren ihrer Eltern hatte sie damit wohl schon lange genug belastet.
Ich setzte Wasser in der Küche auf und wickelte sie schnell. „ Ich bin froh dass du wieder da bist.“, meinte Duncan. „ Ich auch.“, lächelte ich. „ Könntest du den CD Player einstellen?“ „ Und was für ne Cd?“ „ Das All Rise Album.“, erwiderte ich, worauf Duncan mich ziemlich skeptisch ansah. „ Ich hab doch gesagt ich weiss was ich tue.“ „ Das Album ist glaub ich bei ihnen im Schlafzimmer. Ich hol es.“
Als Duncan die Cd hatte ging er noch einmal nach unten und holte eine kleine Flasche mit dem Tee den ich zuvor gekocht hatte. „ Danke.“, ich nahm die Flasche von ihm. „So Süsse, jetzt wird nicht mehr geschrien, du möchtest später doch keine Reibeisenstimme, oder?“, lächelte ich sie an und nahm sie noch einmal auf den Arm um ihr den Tee zu geben, der nun so weit abgekühlt war, dass ich ihn Maureen ohne Bedenken zu trinken geben konnte.
„ Was ist das denn?“, fragte Duncan und stand wohl ziemlich unschlüssig daneben.
„ Eine Teemischung von Juliana. Ich hab sie von ihr bekommen, als Aly und Matt diese Phase hatten. Ich hab ihn hier gelassen als ich vor ner Woche gegangen bin. Gut das Candy ihn nicht weggepackt hat.“ „ Und wofür brauchst du die Cd?“ „ Na damit die Kleine gut schlafen kann. Am besten Long Time.“, sagte ich überzeugt und stellte die Flasche weg als Maureen ein bisschen davon getrunken hatte. „ Long Time?“ „ Dunk, Maureen ist Sy’s Tochter. Wenn sie einen Song hört bei dem öfter seine Stimme vorkommt schläft sie besser ein.“ „ Ach was.“, grinste er und ich verdrehte die Augen.
„ Das hab ich bei unseren Babys auch gemacht, oder na ja ich mach es noch.“ Ich legte Maureen hin, schaltete das Babyfon ein und stellte den Cd- Player ein. „ So, jetzt wird sie sicher gleich schlafen.“, flüsterte ich und stellte die Musik noch etwas leiser.
„ Welche Songs hast du denn Aly und Matt vorgespielt?“ Ich musste lächeln. „ Hmm, das ist unterschiedlich. If You Come Back manchmal oder Back Someday. Na ja, halt einfach die, bei denen du oft singst.“ Ich drehte mich zu ihm um und spürte gleich darauf seine Lippen auf meinen. Nach einem Moment löste ich mich von ihm und sah nochmal zu Maureen. „ Siehst du, sie schläft.“, lächelte ich und stellte noch auf Repeat, damit der Song sich noch ein paar mal wiederholte, denn Babys spürten es einfach zu genau wenn so etwas stoppte.
Wir gingen wieder runter. „ So, ich glaube jetzt schläft sie erstmal.“ „ Wie hast du das gemacht?“, fragte Sy. „ Ich bin ne Hexe, ist doch klar, dass ich sowas kann.“, lachte ich und setzte Matt auf meinen Schoss. „ Gefällt dir das Parfüm Candy?“ „ Ja es ist toll....Aber was hast du denn jetzt mit der Kleinen gemacht?“ „ Tee.....Ich hab ihr den Tee zu trinken gegeben den ich von Juliana bekommen habe als meine Süssen auch so drauf waren.“ „ Juliana?“, fragte Sy verwirrt. „ Die Freundin von Mum zu deren Party sie am Abend eurer Ankunft in Omegna eingeladen war.“, erinnerte ich ihn schnell. „ Oh die Geburtstagskarte.“, nickte er darauf. „ Genau.“, lachte ich. „ Was denn Süsse bist du auch müde?“, fragte ich Aly die schon fast wieder in meinen Armen lag.
Sy trug den Koffer und die Tasche nach oben und Dunk und ich brachten die Beiden ins Bett. Es ging keine zehn Minuten und schon schliefen sie. Die Reise war wirklich anstrengend für die Beiden gewesen, ich könnte mich heute auch nicht all zu lange auf den Beinen halten, soviel war klar.

 

~Duncan~
Es war einfach wundervoll Vany wieder bei mir zu haben und es machte mich noch glücklicher zu wissen dass ich sie nun nie wieder gehen lassen müsste.
Wie sie sich um Maureen kümmerte war so süss gewesen, doch die Kleine war danach wirklich sofort eingeschlafen. Ein Glück kann ich da nur sagen.
Lange dauerte es auch nicht mehr, bis Vany schlafen gehen wollte, doch da sie mich fragte ob ich bei ihr bleiben wollte, schlug ich dies natürlich nicht aus.
Vany dabei zu beobachten wie sie langsam einschlief liebte ich einfach. Ich konnte so gut verstehen dass sie voll müde war, der Flug war immer anstrengend. Daran hatte ich mich auch noch immer nicht dran gewöhnt und bei mir gehörte es zum Beruf.
Ich weiss nicht mehr wie lange ich geschlafen hatte, doch es war noch mitten in der Nacht als ich erneut aufwachte.
Das Fenster war nicht ganz geschlossen, wodurch etwas Mondlicht ins Zimmer fiel, da ich mich nicht so fühlte, als könnte ich bald wieder einschlafen, verwarf ich diesen Versuch auch schnell wieder. Es war gerade mal 3 Uhr früh, ein Wunder dass ich da wach werden konnte.
Ich stützte meinen Kopf auf meiner Hand auf und beobachtete Vany eine Weile. Sie war auch wenn sie schlief so hübsch, da konnte sie manchmal noch so verstrubbelt aufwachen. Als sie anfing etwas zu murmeln musste ich lächeln, das hatte sich auch nicht geändert.
Auf einmal erfasste mich eine Gänsehaut, welche mich aus meinen Gedanken schrecken liess.
„ Hey.“, flüsterte ich und lächelte Vany an. „ Schläfst du schon mit offenen Augen?“, grinste sie und ich schüttelte den Kopf. „ Ich habe nur nachgedacht.“ „ Honey du solltest nicht soviel nachdenken, besonders nicht um diese Uhrzeit, davon bekommt man nur Kopfschmerzen.“, erwiderte sie und küsste mich noch bevor ich etwas dazu sagen konnte.
Meine Finger strichen automatisch unter ihr Shirt und streichelten über ihren Bauch. Nur schwer konnte ich aufhören ihre wundervollen Lippen zu küssen und liess meine über ihren Hals wandern. „ Duncan.“, flüsterte sie kurz und ich sah zu ihr. Oh bitte stop mich jetzt nicht Darling, ich kann das jetzt nicht mehr.
„ Ja Süsse?“ „ Ich liebe dich.“ Ich strich über ihre Seiten. „ Ich liebe dich auch.“ Unsere Küsse wurden immer leidenschaftlicher und schlussendlich gab es keine Stelle ihres Körpers die ich nicht berührt oder geküsst hatte.
Wie oft hatte ich nach unserer Trennung immer wieder davon geträumt wie sehr ich Vany mit meinem Seitensprung verletzt hatte?
Ich glaube doppelt so lange habe dann immer und immer wieder davon geträumt ihr noch einmal zeigen zu können wie sehr ich sie liebte.
Dass es nun wirklich geschah war für mich fast unglaublich.
Ich würde noch immer glauben ich träume, würden mich ihre Küsse nicht verrückt machen und wären ihre Finger nicht gerade dabei mir meine Shorts abzustreifen.

 

~Vanessa~
Dunk wusste wie er mich quälen konnte und genau das tat er nun auch. Ich wusste dass er es noch genauso wenig wie ich aushielt und trotzdem liess er sich soviel Zeit. Wenn Duncan es sich allerdings vorgenommen hatte mich einfach nur so lange zu quälen bis ich unter seinen Berührungen verging, hätte er sein Ziel bald erreicht.
Lange würde ich diese doch so wundervolle Folter nicht mehr überstehen können.
Zum Glück waren es nicht mehr viele Kleidungsstücke von denen wir uns nun doch sehr schnell trennten.
Ich konnte mir ein lautes Stöhnen nicht verkneifen als ich Duncan wenig später in mir spürte. „ Darling wir dürfen nicht zu laut sein.“, flüsterte er, stöhnte jedoch auch gleich. Ich verschloss seinen Mund mit meinen Lippen seufzte leise als er begann sich in mir zu bewegen. Oh mein Gott!! Es war einfach Wahnsinn wie gut er sich anfühlte.
Wie sehr ich ihn doch vermisst hatte! Nicht nur diese Woche, auch die letzten zwei Jahre waren so unendlich lang gewesen!!!
Seine Stösse wurden stärker und auch wenn ich es mir vorgenommen hatte nicht so laut zu sein, es war verdammt schwer.
All die Gefühle die ich spürte als wir gemeinsam zum Höhepunkt kamen waren einfach unglaublich.
Als Duncan mich in seine Arme zog spürte ich dass sein Herz wohl genauso schnell schlug wie das meine. Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sich meine Atmung wieder reguliert hatte und bis wir auch nur ein Wort sagten.
„ Sag mir dass du mich nie wieder alleine lässt.“ Dabei stützte ich mich so auf, damit ich ihm in die Augen schauen konnte. „ Das möchte ich nie wieder.“, erwiderte und küsste mich lang. „ Es ist nur zu dumm dass ihr immer wieder auf Tour seit.“, seufzte ich.
„ Denk da jetzt nicht dran.“, meinte er und strich mir über die Wange. „ Wir gehen erst in etwas zwei Monaten wieder auf Tour, dann zwar für ein paar Wochen, doch nur in England. Ich bin dann nicht soweit weg und wenn es möglich ist könntet ihr uns da doch besuchen.“
Daran zu denken dass er wieder auf Tour musste wollte ich wirklich nicht, doch das mit dem Besuch war nicht mal schlecht. Das würde ich sicher tun, würde das mit der Jobsuche nicht klappen, doch das war wieder etwas an das ich nicht denken wollte.

 

~Simon~
Wir mussten heute wieder ins Studio, allerdings müsste Vany auch kommen, da wir vier ihr einen Vorschlag machen wollten, über den wir ja niemandem, nicht einmal Candy, etwas erzählt hatten.
„ Na aber was wollt ihr mir denn jetzt sagen?“, drängelte Vany erneut und ich musste lachen. „ Das sagen wir dir doch gleich, nur noch ein bisschen Geduld.“
Sie seufzte. „ Ist ja gut, ich sage nichts mehr.“ „ Sehr brav.“, grinste ich. „ Hey!“, rief sie und Duncan fing an zu lachen. „ Na super, jetzt lachst du mich auch noch aus.“, dabei grinste sie dann aber auch.
Wenig später kamen wir beim Studio an. Lee und Ant zerquetschten Vany erstmal zur Begrüssung, bei Lee war das ja klar gewesen. Er fragte auch gleich nach Aly und Matt, die Vany heute früh schon zu Fiona und ihrer Mum gebracht hatte. Was bedeutete, dass die Kleinen wohl gerade vollkommen von ihren Grossmüttern verhätschelt wurden.
Candy war zu Hause geblieben, obwohl ich sie zu gerne mitgenommen hätte, doch sie meinte, dass Maureen ein bisschen Ruhe brauchte, da es ihr wohl im Moment nicht so gut ging. Ich machte mir echt Sorgen, doch sie hatte kein Fieber oder sowas, Bauchweh gab es bei Babys noch öfter, doch sie würden auch wieder verschwinden.
„ Also kommt schon! Raus mit eurer Frage! Ich bin schon ganz gespannt.“
„ Oookay.“, nickte Ant und setzte sich. „ Wir wollen dich um etwas bitten.“ „ Okay.“, nickte sie. „ Das hat etwas mit unseren Songs zu tun.“, setzte ich hinzu und Lee meinte noch: „ Mit Breathe Easy genauer gesagt. Wir wollen dich fragen ob du uns den Song auf Italienisch übersetzen kannst.“ Vany sah irgendwie geschockt aus. Ausserdem sagte sie nichts, sondern sah nur zwischen uns Vieren hin und her.
„ Bist du okay?“, fragte Duncan nach einem Moment und Vany nickte langsam.
„ Ja.....sicher. Aber...Seit ihr sicher dass ich das machen soll? Ich meine ICH?“ Dabei deutete sie auf sich. „ Klar, wer sonst?“, erwiderte Lee. „ Wir haben schon vor etwa ne Woche darüber geredet, du hast soviel Talent und das soll man auch wissen.“, nickte Ant.
„ Aber ich kann doch nicht für euch arbeiten.“, wandte sie nun ein. „ Wieso denn nicht?“, wollte Dunk nun wissen. Was mich allerdings auch sehr interessierte.
„ Das würde mir so komisch vorkommen. Ich weiss auch gar nicht ob ich sooo gut bin. Ihr wisst genau dass ich noch nicht mal auf dem College war. Wie wollt ihr also wissen, ob ich wirklich gut bin?“ „ Was interessiert mich das College?“, antwortete Lee und machte eine wegwerfende Handbewegung. „ Du sprichst besser Italienisch, Spanisch und Französisch als sonst irgendjemand in meinem Freundeskreis.“ „ Französisch hab ich nur unter Protest gelernt.“, warf Vany ein und setzte sich auf die Couch neben Ant.
„ Ist doch egal.“, sagte Duncan nun. „ Lee hat recht, du kannst so viele Sprachen sprechen und es wäre wirklich eine Schande wenn du nicht von diesem Talent leben könntest. Dieser Song könnte ein guter Anfang sein.“ Sie seufzte. „ Oookay. Also gut ich mache es.“ Ich lächelte. Das war doch mal sehr schön zu hören und Duncan hatte recht, es könnte für Vany wirklich ein Anfang einer Karriere sein. Ich würde es ihr wirklich sehr gönnen.

 

~Candy~
Endlich wusste ich was die Boys ausgeheckt hatten. Ich war sehr glücklich darüber dass Vany ihre Bitte nicht ausgeschlagen hatte und nun daran arbeitete Breathe Easy zu übersetzen.
Ich war der selben Meinung wie die Boys. Vany war sehr talentiert und sie sollte nicht aufhören an ihre Träume zu glauben nur weil sie Mutter war. Was heisst hier nur? Ich hatte auch ein Kind und ich wusste dass ich in ein paar Monaten wieder arbeiten würde. Mir ist egal ob ich mich auf finanziell auf Sy verlassen kann, ich hatte meinen Job bevor ich schwanger wurde und den würde ich später auch wieder ausüben. Schliesslich lebt auch Simon seinen Traum. Weshalb sollte ich da dann zurückstehen? Maureen war ein anderer Traum den ich einmal geträumt hatte und nun, da er wahr geworden war liebte ich meine Süsse mehr als alles auf der Welt. Das war das Einzige das sich verändert hatte. Ich liebte meine Tochter mehr als alles auf dieser Welt, bis auf Sy natürlich und die Beiden würden für mich immer an erster Stelle stehen.
„ Na Süsse, wie läufts?“, wollte ich wissen und setzte mich zu ihr an den Küchentisch.
Sie hatte Matt auf ihrem Schoss und Aly stand vor ihr. „ Oh es läuft gut, also denke ich. Ich bin damit im Moment jedenfalls zufrieden. Ob es gut ist, sehe ich wenn ich noch ein Stück weiter gekommen bin.“ „ Ich will dich nicht stören.“, meinte ich darauf. „ Ach Unsinn, das tust du nicht. Ich brauche eh eine Pause.“ „ Was hast du heute noch so vor?“, fragte ich um sie gleich etwas davon abzulenken. „ Ich möchte nach Salisbury fahren.“ „ Bleibt deine Mum jetzt eigentlich bei Fiona?“ Sie nickte. „ Für’s Erste. Sie will sich zwar wieder was eigenes suchen, aber im Moment kommen sie so wie es ist gut aus, ausserdem haben sie sich fast 3 Jahre nicht gesehen, da haben sie viel aufzuholen.“ Jetzt war ich diejenige die nickte. „ Oh ja!! Weisst du noch wie es bei uns war, als wir uns endlich wieder gesehen haben?“ Sie lachte. „ Oh ja!! Aber mal ehrlich! Wir quatschen doch immer noch die Nächste druch, egal ob wir uns 2 Jahre nicht gesehen haben, oder eine Woche oder ein paar Stunden.“ „ Darüber bin ich auch sehr froh.“ „ Ich auch und wie!“ „ Möchtest du nach Salisbury mitkommen? Fiona hat sich echt nen Narren an den Kleinen gefressen, es ist zu süss zu sehen wie lieb auch die Beiden sie schon haben.“ „ Sie merken dass sie mit ihr verwandt sind, egal wie oft sie sie schon gesehen haben.“, meinte ich. „ Ja stimmt. Ich muss nur aufpassen dass Mum und sie nicht auch noch anfangen die Beiden mit Süssigkeiten zu ‚verwöhnen. Ihre Zähnchen halten eh noch nicht soviel Zucker aus.“ „ Oh jaaa, das wäre übel.“, stimmte ich ihr zu.
„ Wie sieht’s aus? Ich lege Matt und Aly gleich hin, dann möchte ich losfahren nur für ein paar Stunden. Ich müsste da allerdings noch was erledigen.“ „ Hmm, nein. Ich bleibe hier, aber wenn du Hilfe brauchst...“, setzte ich noch schnell hinzu, da ich gesehen hatte das sich in Vany’s Augen Unsicherheit zu erkennen gab. „ Musst du nicht, aber wir müssen unbedingt mal mit einander  weggehen, nur wir beide. Dann können die den Boys die Kinder hier lassen und sehen ob sich das Haus in den paar Stunden in denen wir weg waren in ein Trümmerhaufen verwandelt hat.“ Wir fingen beide an zu lachen. Diese Vorstellung war einfach zu komisch.

 

~Duncan~
Die Arbeit war mal wieder echt anstrengend gewesen, Fotoshootings schön und gut, aber gleich 3 an einem Tag? Das musste echt nicht sein. Doch irgendwann hatten wir es geschafft und ich fuhr mit Sy zu Candy und Vany.
„ Hi.“, meinte Sy und begrüsste Candy mit einem Kuss. „ Hey ihr Zwei.“, lächelte sie.
„ Wo ist Vany denn?“, wollte ich gleich wissen. „ Sie ist nach Salisbury gefahren. Sie hat noch versucht dich anzurufen, aber du hattest dein Handy ausgeschaltet.“
„ Oh!“ „ Da waren wir wohl gerade bei einem der Termine.“, meinte Sy und ich nickte.
„ Wir wurden heute nur fotografiert. Es ist echt unmöglich wie bescheuert sich einige Fotografen anstellen können.“, erwiderte ich. „ Wie wars denn?“, fragte Candy. „ Der Typ hatte wohl irgendwie Probleme uns auseinander zu halten, ständig hat er unsere Namen verwechselt, also jetzt nicht nur unsere, er hat sicher bei uns allen mindestens einmal die anderen 3 Namen benutzt.“, erklärte Sy. „ Ausserdem war das Shooting bei dem so.....Steif. Er wollte voll ernste Posen, was ja kein Problem ist, aber es war echt nervend.“, setzte ich hinzu. „ Und das alles bei diesem einen Kerl?“ Sy und ich nickten synchron. „ Das ist echt selten dumm.“, pflichtete uns Candy bei. „ Ein normaler Mensch!“, rief Sy aus und wir fingen alle an zu lachen als Sy ihr um den Hals fiel. „ Oh ich sollte dir noch was ausrichten.“, sagte Candy dann und ich sah sie überrascht an.
„ Was denn?“ „ Vany hat gesagt, sie würde nur ein paar Stunden in Salisbury bleiben. Sie würde aber noch was erledigen und Matt und Aly wären bei Melinda und deiner Mum.“ „ Weisst du vielleicht was sie erledigen wollte?“ Candy schüttelte den Kopf. „ Nein sorry.“ Was musste Vany erledigen? Klar es war dumm gewesen dass sie mich nicht erreicht hatte, doch ich hatte irgendwie im Gefühl dass es nicht gut war sie jetzt alleine zu lassen. Klar ich konnte mich täuschen, aber ich verliess mich jetzt einfach auf mein Bauchgefühl und machte mich wenig später auf den Weg nach Salisbury.
Ich glaube Sy und Candy verstand im Moment nicht weshalb ich das tat.
Denn Vany würde schliesslich bald wieder hier sein.
„ Hi Mum.“, begrüsste ich sie, kaum hatte ich geklingelt und wurde auch von Melinda umarmt, bevor Aly und Matt sich fast auf mich stürzten, die vollkommen zu geschmiert aussahen. „ Was habt ihr denn mit den Beiden gemacht?“, fragte ich und musste lachen. „ Oh wir haben eben Schokoladenkuchen gebacken und die Kleinen haben sich wohl gerade auf die Schüssel gestürzt.“, schätzte Melinda. „ Das seh ich.“, grinste ich, denn in Aly’s Gesicht zeichneten sich einzelne Flecken von dem Teig des Kuchens ab und Matt’s Hände waren vollkommen davon verklebt.
„ Kommt ihr Süssen, wir gehen uns jetzt waschen, sonst wird Daddy noch sauer.“, grinste Mum und ich musste lachen. „ Keine Sorge das sicher nicht. Aber wo ist Vany eigentlich hin?“ „ Sie hat gesagt sie wäre bald wieder da, sie wollte alleine sein. Ausserdem sah sie irgendwie blass aus, ich mache mir nicht gerade Sorgen, aber sie sah irgendwie mitgenommen aus.“, sagte Melinda. Das hatte schon gereicht, ich wusste wo sie war und auch wenn Vany gesagt hatte, sie wollte alleine sein, konnte ich es nicht so lassen. „ Okay, ich weiss wo sie ist. Wir sind bald wieder da. Bis dann.“ Mit diesen Worten drehte ich mich um und setzte mich wieder ins Auto. Weshalb war sie dort? Ich verstand es einfach nicht, sie war schliesslich schon Jahre nicht mehr dort gewesen...War sie überhaupt jemals dort gewesen? Ich wusste es nicht mehr.

 

~Vanessa~
Mein Entschluss war ziemlich kurzfristig gewesen. Doch ich musste es einfach tun. Ich war bisher nur einmal hier gewesen und daran erinnerte ich mich kaum noch, weil ich einfach alles daran verdrängen oder am Besten vergessen wollte.
Das war jedoch einfacher gesagt als getan. Anders ausgedrückt, es war unmöglich.
Ich würde jetzt in London bleiben, um dies aber vollkommen zu können musste ich diesen Schritt endlich tun.
Ich hatte mich seit etwas über 4 Jahren nicht getraut herzukommen, doch in diesem Moment hielt ich das Auto an, stieg aus und machte einen Schritt nach den anderen auf den Weg zu dem Ort vor dem ich mich so lange gescheut hatte.
„ Hi Daddy.“, sagte ich unsicher und setzte mich hin. „ Es tut mir so leid dass ich erst heute hergekommen bin.“, fing ich nach einer längeren Pause wieder an. „ Doch ich konnte einfach nicht früher. Es ist soviel passiert in der letzten Zeit.“
Ich hatte einen grossen Straus weisse Lilien gekauft und stellte sie in die Vase. Dann kramte ich in meiner Jackentasche nachdem Feuerzeug das ich eingesteckt hatte und zündete die Kerze an. „ Ich konnte nicht herkommen bevor ich nach Italien gegangen bin, das wäre zu viel für mich gewesen. Ich kann mir vorstellen dass du sauer auf mich gewesen wärst, weil ich mit 18 schwanger geworden bin. Besonders da die Kinder von Duncan sind und du ihn doch noch nie sonderlich mochtest.“ Ich strich über sein Foto.
„ Und ich kann dich irgendwie verstehen, denn nachdem er mich betrogen hat, habe ich ihn gehasst.“ Ich seufzte. „ Doch nur durch ihn habe ich Aly und Matt bekommen und ich bin ihm dafür so dankbar. Ich liebe meine Kinder so sehr und ich wüsste nicht was ich ohne sie tun würde. Ich bin mir sicher dass du die Beiden genau so sehr lieben würdest wie Mum ihre Enkel liebt. Ich bin wieder mit Duncan zusammen und ich werde jetzt in London bleiben.“ In meinen Augen bildeten sich langsam Tränen. „ Ich habe Matt nach dir benannt. Ich hoffe du bist damit einverstanden, dass sein voller Name Matthew Brian ist.“ Ich schluchzte. „ Ich vermisse dich, Daddy. Wieso hast du mich nur alleine gelassen? Wieso nur hast du es geschafft und hast dich nach der Scheidung von Mum in eine so grosse Schuldenfalle fangen lassen?“
Es war eine so schwere Zeit für Mum und mich gewesen, als ich erfahren hatte dass sich mein Vater umgebracht hatte. Er hatte sich erhängt. Allein an das Bild zu denken wie er im Sarg lag zerriss mich innerlich.
Das alles war nur geschehen, weil er sich unnötige Habseligkeiten zu sehr hohen Preisen angeschafft hatte weil er nicht sehen wollte dass er an seiner Arbeit langsam kaputt ging und es damit kompensieren wollte. Ja ich hatte ihn selten gesehen, doch ich wusste dass er all das nicht freiwillig getan hatte.
„ Ich hätte dich so sehr gebraucht und du gehst einfach. Du lässt mich ganz allein und das, obwohl du mir früher immer wieder gesagt hast, dass ich mich auf dich, meinen Vater verlassen kann.“
Ich wusste er hörte mich nicht, doch es tat gut es ihm in diesem Sinne direkt zu sagen, denn irgendwie hatte ich doch das Gefühl er war noch immer hier.
Ich strich über die Inschrift des Grabsteines. „ Du fehlst mir so sehr.“ „ Schatz?“ Ich wirbelte herum und sah Duncan auf mich zukommen. „ Hey.“ Er umarmte mich und ich war mehr als erleichtert dass er hier war. „ Was machst du hier?“, fragte ich und wischte mir über die Augen. „ Ich konnte dich nicht alleine lassen.“ „ Ich glaube Dad würde dir die Leviten lesen und dir einbläuen dass du seine Tochter gut behandeln sollst, denn sonst würde es für dich sehr grossen Ärger geben.“ Er nickte und ich musste lächeln.
„ Glaub mir, das weiss ich und ich habe auch nicht vor dir noch einmal so weh zu tun wie ich es einmal getan habe.“

 

~Duncan~
Meine Vermutung bestätigte sich, als ich den Friedhof betreten hatte und langsam an den Grabreihen vorbeiging.
Nach wenigen Minuten war ich an dem Grad von Vany’s Dad angekommen. Auf dem Grabstein war in etwas verschnörkelter Schrift sein Name Brian Jones eingraviert.
Er war knapp 40 Jahre alt geworden. Ich konnte nicht verstehen, wie er sich hatte umbringen können. Ja sicher, er hatte hohe Schulden gehabt, doch hätte er sich nur über zwei Jahre etwas mehr von seinem Lohn für die Tilgung seiner Schulden einbezahlt, als das er sie ausgegeben hätte um immer mehr von diesem unnützen Zeug zu kaufen dass schlussendlich seine Wohnung voll gestopft hatte hätte es nicht soweit kommen müssen.
Ich sah Vany vor dem Grab sitzen und hörte wie sie ihrem Dad alle möglichen Dinge erzählte. Ich sah ihr Gesicht zwar nicht, doch ich hörte dass sie angefangen hatte zu weinen. Ich ging zu ihr und umarmte sie. „ Was machst du hier?“, wollte sie sofort wissen und wischte sich einige Tränen aus dem Gesicht. „ Ich konnte dich nicht alleine lassen.“, erwiderte ich. „ Ich glaube Dad würde dir die Leviten lesen und dir einbläuen dass du seine Tochter gut behandeln sollst, denn sonst würde es für dich sehr grossen Ärger geben.“ „ Glaub mir, das weiss ich und ich habe auch nicht vor dir noch einmal so weh zu tun wie ich es einmal getan habe.“, versprach ich ihr. „ Lass mich nicht auch allein, bitte.“, sagte sie plötzlich. „ Süsse, das könnte ich nicht. Das würde ich selbst nicht überstehen.“ Ich strich ihr weitere Tränen aus dem Gesicht, bevor wir uns nach einem Moment zum Ausgang aufmachten.
In den nächsten Tagen war Vany immer wieder bei der Stellensuche. Es schien wirklich wie verhext, aber nicht mal eine Kellnerstelle gab es.
Sie wollte nicht mehr einfach bei Candy wohnen, auf ihre Kosten. Das merkte ich immer mehr. Sie könnte ohne Probleme bei mir einziehen. Das wusste Vany genau und ich denke auch die Kids hätten nichts dagegen. Andererseits verstand ich sie auch. Sie war noch nie wirklich unabhängig gewesen. Immer musste ihr jemand helfen, wegen Matt und Aly und die Beiden waren auch der Grund weshalb sie diese Hilfe benötigt hatte. Natürlich war das nicht weiter schlimm, doch für jemanden der noch nicht sehr lange 21 war, musste es doch hart sein.

 

~Simon~
„ Wie ist es gelaufen?“, wollte Candy gleich wissen, als Vany an diesem Nachmittag wiederkam. „ Oh na ja, ich hab ne Stelle als Kellnerin.“, nickte sie. Man konnte ihr aber ansehen, dass sie nicht sehr begeistert war.
„ Süsse, das ist doch schon mal ein Anfang.“, versuchte Candy sie aufzubauen. „ Sie hat recht, das ist doch schon mal sehr gut.“ Vany nickte und liess sich auf die Couch fallen.
„ Wo sind die Kleinen?“ „ Oh wir haben sie hingelegt, sie waren vollkommen erledigt, nachdem Lee hier war.“, lachte ich. Vany grinste. „ Sehr gut.“ „ Du siehst nicht glücklich aus. Was liegt dir auf dem Herzen?“, fragte Candy. „ Ach es ist nur die Tatsache, dass es noch nicht mal sicher ist, ob ich den Job wirklich habe. Sie wollen, dass ich morgen Abend bei einem riesigen Geschäftsessen kellnere. Der Schuppen ist ja echt edel und ich weiss nicht ob ich das packe.“ „ Was packst du nicht? Dort zu kellnern weil das ein Laden ist in dem alle echt mehr als rausgeputzt werden?“, fragte ich und sah sie skeptisch an. „ Komm schon Vany. Ich weiss genau dass du das hinkriegst, dass wissen wir alle.“, sprach ich auf sie ein. „ Ja...Ja ich weiss. Ich muss schon um kurz vor 18 Uhr dort sein. Dass heisst ich kann die Kleinen leider nicht ins Bett bringen. Könntet ihr das machen, wenn Dunk keine Zeit hat?“ Wir konnten noch nicht mal etwas dazu sagen als sie schon hinzusetzte: „ Wie steht es eigentlich mit den Auftritten?“ „ Oh im Moment sieht’s gut aus. Ich finde es sind nicht zu viele und nicht zu weniger.“ „ Wir haben übermorgen einen Auftritt bei Top Of The Pops und ein Shooting. Morgen glaub ich auch noch eins und ein Interview, aber das ist eher am Morgen.“ „ Oh cool.“, freute sich Candy. „ Wenn du weisst welche Magazine das sind in denen das Interview erscheint oder die Fotos, sag mir Bescheid okay?“ „ Na aber immer.“, grinste ich.
Eins der Kinder fing an zu weinen was wir über das Babyfon hörten. „ Das ist Matt.“, sagte Vany gleich. „ Ich geh.“ „ Ich hoffe Maureen wird nicht wach, es hat noch immer sehr lange gedauert bis ich sie müde bekommen habe.“, sagte Candy. „ Aber es wird langsam besser, oder nicht?“ Ich hatte unsere Kleine erst gestern ins Bett gebracht und es war wirklich schwer gewesen sie zum Schlafen zu bringen. Doch langsam wurde es besser. Maureen mochte wohl auch nicht mehr soviel Schreien und diese Phase ging, wie es schien zu Ende.
„ Und du bist nicht länger weg als nötig?“, fragte Candy mich. „ Du meinst wegen dem Interview und den Shootings?“ Sie nickte. „ Es wird nur ein paar Stunden dauern. Ich bin am Nachmittag wieder hier. Wir müssen schon um 9 Uhr los. Übermorgen dann irgendwie so am Mittag, aber spätestens Abends bin ich wieder da.“
„ Oh das ist sehr schön.“, meinte Candy und küsste mich kurz.

 

~Candy~
Ich freute mich wirklich sehr dass Vany einen Job gefunden hatte. Klar Kellnerin zu sein war nicht gerade der Traumjob schlechthin, doch es war ein Anfang und ich wusste dass sie es schaffen würde. Dazu war ich mehr als glücklich darüber dass Sy in den nächsten Tagen nicht zu lange weg war.
Er hatte mir schon erzählt, dass die Vorbereitungen für die Tour liefen.
Damit würden sich die Boys ab nächster Woche auch vollkommen beschäftigen. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie diese Show sein wird, nachdem die One Love Tour so erfolgreich war.
„ Oh hier! Bevor ich es vergesse. Das wollte ich einem von euch noch geben.“, sagte Vany, als sie wieder ins Wohnzimmer kam. Matt und Aly schoben sich irgendwie gerade noch vor sie durch die Tür. „ Irgendwann fall ich echt noch über einen von euch.“, lachte Vany und setzte Aly neben sich auf die Couch, als Matt auf ihren Schoss kletterte.
„ Das wäre echt etwas das ich nicht sehen will.“, grinste ich. „ Was wolltest du mir denn geben?“, fragte Sy und nahm die Mappe die Vany ihm reichte. „ Was ist das?“, fragte er etwas verwirrt. „ Na mein Job.“, lachte sie. Ich grinste. Ich konnte mir schon denken was es war. „ Na der Songtext. Ich hab ihn gestern fertig übersetzt.“ Sy nahm den übersetzten Text aus der Mappe und überflog ihn. „ Oh Vany, du wirst noch viel Arbeit haben uns die richtige Aussprache beizubringen.“ Sie lachte. „ Ach das wird schon irgendwie gehen. Ich bin jetzt einfach mal davon überzeugt dass ihr keine hoffnungslosen Fälle seit.“ Ich fing an zu lachen, als ich Sy’s entrüsteten Gesichtsausdruck sah. „ Ooohh.“, machten Vany und ich wie abgesprochen. „ Nicht eingeschnappt sein, Sy.“, sagte ich in einem tröstlichen Ton und küsste ihn kurz, als es an der Tür klingelte. „ Ich geh schon.“, sagte Vany und stand auf.
„ Hi Dunk!“, meinte ich als ich sah wie die Beiden wiederkamen. „ Hi.“, grinste er wurde gleich darauf fast unter Matt und Aly begraben. Wir mussten alle lachen.
„ Vielleicht legst du dir für den nächsten Besuch einen Helm zu.“, lachte Sy. „ Ich überleg’s mir.“ Er stand wieder auf. „ Ich wollte dir eigentlich nen Vorschlag machen.“, wandte er sich an Vany. „ Willst du italienisch lernen?“, grinste sie. „ Was?“, fragte er verwirrt. „ Sie hat den Text von Breathe Easy übersetzt.“, erklärte ich. „ Na ja etwas umgeschrieben ist eher der richtige Ausdruck.“, nickte Vany entschieden.
„ Oookay.“, nickte Dunk. „ Aber nein, deswegen bin ich nicht hergekommen. Ich wollte dich ins Kino einladen.“ „ Matt Süsser du schmeisst mich auch gleich um.“, sagte Vany und setzte ihn wieder auf die Couch, als er sich an ihr Bein geklammert hatte. „ Also ich hab nichts dagegen, nur ich weiss nicht ob wir die Kleinen hier lassen können, sie sind erst gerade wieder aufgewacht und....“ „ Wir können sie zu Mum bringen, ich hab sie schon mal gefragt.“ „ Wir können sonst auch auf die Beiden aufpassen, das wäre kein Problem.“, sagte ich. „ Danke, aber ihr habt schon Maureen um die ihr euch kümmern müsst. Auch wenn ich weiss das ihr euch gerne um die Beiden kümmert, ich hab mich in letzter Zeit schon zu sehr bei euch eingenistet, da müsst ihr euch nicht auch jetzt noch um Matt und Aly sorgen.“, sagte Vany darauf. „ Süsse, das machen wir gern.“, erwiderte ich. „ Ich weiss, aber ich bin trotzdem dafür dass wir Beide zu Mum und Fiona bringen, dann habt ihr auch mal wieder etwas Ruhe.“, lächelte sie.

 

~Duncan~
Die Kleinen hatten mich echt über den Haufen gedrückt, denn sie waren auf mich los gestürmt und hatten so gedrängelt dass ich gleich darauf am Boden lag und die Beiden auf mir.
War klar dass wir alle einfach lachen mussten.
Nach wenigen Minuten hatte ich Vany auch dazu überredet mit mir ins Kino zu gehen. Ich wollte, so lange es ging noch Zeit mit ihr verbringen, denn die Tour würde schon bald starten und dann dauerte es schliesslich lange genug bis wir uns wieder sahen.
„ Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch.“, sagte Vany, als wir Aly und Matt zu Mum und Melinda gebracht hatten und auf dem Weg zum Kino waren.
„ Oh ja.“, nickte ich. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. „ Wie lief es denn?“ „ Na ja, ich kann Übermorgen anfangen. Auf Probe für diesen Abend, das ist ein voll grosses Geschäftsessen und wenn ich das meistere bekomme ich den Job.“
„ Das ist super.“ Sie nickte. „ Findest du nicht?“, hakte ich nach. Wir kamen beim Kino an und wir stiegen aus. „ Ach ja, doch.“
Ich kaufte es ihr echt nicht ab, aber ich sagte nichts mehr dazu. Ich kaufte die Karten und wir setzten uns auf unsere Plätze. „ Denkst du es ist gut, dass ich dann auch viel abends arbeiten muss? Mir ist das irgendwie nicht recht.“ „ Gut das versteh ich.“ „ Ich kann die Kleinen nicht immer alleine lassen, das war etwas das ich mir versprochen habe, als ich sie zum ersten Mal auf dem Arm hatte, das kann ich nicht brechen.“ „ Das wirst du auch nicht.“, versicherte ich ihr. „ Es wird sicher alles gut gehen, da bin ich mir sicher. Versuch das übermorgen erstmal wenn du den Job bekommst kannst du immer noch sagen dass du abends nicht arbeiten kannst und es wird sicher kein Problem sein, wenn du deine Sache gut machst.“ Sie legte ihren Kopf an meine Schulter und sagte nichts mehr dazu.
Ich glaube sie konnte sich genauso wenig auf den Film konzentrieren wie ich, doch eigentlich war es mir egal, denn sie endlich länger küssen zu können als ein paar Sekunden war einfach wundervoll.
Nach dem Film beschlossen wir noch etwas im Park spazieren zu gehen.
„ Es ist komisch mit dir hier zu sein.“, sagte Vany und lächelte. „ Wieso?“, fragte ich und sah sie an. „ Wenn du mir jetzt sagen willst das du unseren ersten Kuss vergessen hast, bin ich echt beleidigt.“ Sie blieb stehen und sah mich lange an. „ Nein Süsse, das könnte ich nie. Ich, hab nur gerade nicht daran gedacht.“ Sie setzte sich auf eine der Bänke und sah mich skeptisch an. „ Oookay und woran hast du gedacht?“, fragte sie und grinste mich an.
„ An dich.“ „ Du Schleimer!“, lachte sie. „ Hey!“, ich kniff sie in die Seite. „ Ich wusste es doch, du wirst mich nicht mehr los.“, grinste sie mich an. „ Das will ich auch auf keinen Fall.“, erwiderte ich und küsste sie lang, wobei ich sie näher zu mir und auf meinen Schoss zog. „ Dunk nicht.“, flüsterte sie doch ich küsste sie schon wieder. Meine Hand glitt wie automatisch unter ihren Rock, was Vany dazu brachte dass sie sich von mir löste. „ Hör auf damit.“, bat sie, doch konnte einfach nicht. „ Ich will dich, Honey.“ „ Hier? Dunk du bist verrückt.“, flüsterte sie. „ Ich kann nicht warten.“
Wenig später liess Vany sich wieder auf meinen Schoss sinken, worauf ich mir ein Stöhnen nicht mehr verkneifen konnte. Es war einfach unbeschreiblich in ihr zu sein.

 

~Vanessa~
Duncan war echt absolut durchgeknallt und ich wohl zum gleichen Mass, denn ich machte da auch noch mit. Ich liess meine Hüften kreisen und entlockte ihm so ein weiteres Stöhnen. Ich verschloss seine Lippen mit meinen um zu verhindern dass weder er noch ich zu laut wurden, denn es war noch nicht wirklich spät und man wusste nie wer sich hier noch so aufhielt.
Ich stoppte unser Zungenspiel als ich einfach nicht mehr verhindern konnte zu Stöhnen. Es war einfach unglaublich Duncan in mir zu spüren, mich so zu bewegen, dass ich ihm ansehen konnte wie gerne er sich nicht zusammengerissen hätte. Die sanften Bewegungen seines Beckens wurden nach und nach immer stärker und ich vergrub mein Gesicht an seinem Hals als er anfing auf diesem mehrere Küsse zu verteilen.
Als ich gleich darauf zum Orgasmus kam biss ich leicht in seinen Hals und verschloss seinen Mund erneut mit meinen Lippen, als auch Duncan seinen Höhepunkt erreichte.
Ich löste mich von ihm und setzte mich wieder au seinen Schoss, als wir uns wieder ganz angezogen hatten. „ Das war Wahnsinn.“, sagte Duncan, doch ich schüttelte den Kopf und küsste ihn kurz. „ Nein?“ „ Nein du bist wahnsinnig.“, lachte ich und stand auf.
„ Los komm, lass und zurückgehen.“ Wir waren keine zwei Minuten auf dem Rückweg, als uns eine Gruppe von Leuten entgegenkam, die etwa in meinem Alter waren. „ Das war verdammt knapp.“, flüsterte ich Duncan zu. „ Oh ja.“, nickte er und wir beschleunigten unsere Schritte.
Der nächste Tag verging leider viel zu schnell und schon fand ich mich in diesem so noblen Restaurant wieder. Mir war vor Nervosität echt übel, doch ich musste es einfach schaffen, wenn ich noch nicht mal heute Abend durchstehen würde, was wäre das bitte für ein Vorbild für meine Kinder? Ich hatte es schon geschafft sie zwei Jahre lang grosszuziehen, da sollte das jetzt die geringere Schwierigkeit sein, hoffte ich.
„ Vanessa Jones ist neu hier, das heute Abend ist für sie eine Art Probe.“
Danke dass du mich auch noch daran erinnerst! Der Chefkoch hatte alle Kellner und Hilfsköche kurz bevor es losging ins Gebet genommen. Er war ein dicker Mann, der einem schon automatisch unfreundlich erschien wenn man ihn zum ersten Mal sah und dieser Anschein bestätigte sich auch.
„ Ich erwarte von euch hundertprozentigen Einsatz, seit die ganze Zeit freundlich und versucht möglichst in der betreffenden Muttersprache des Gastes zu fragen und zu antworten.“ Was war das gerade? Davon wusste ich überhaupt nichts. „ Entschuldigung, George.“, unterbrach ich ihn und machte keinen Hel daraus meine Verwirrung zu zeigen. „ Welche Sprachen?“ „ Spanisch....und...“ „ Italienisch.“, kam es von einem der Hilfsköche und auf meinem Gesicht zeichnete sich augenblicklich ein Lächeln ab. „ Aber natürlich auch Englisch.“ „ Alles klar.“, grinste ich.
Als es nun losging sah ich der ganzen Sache doch viel lockerer als gedacht entgegen und ich was überhaupt nicht mehr nervös.
Ich war die meiste Zeit an diesem Abend damit beschäftigt mich mit den Leuten zu unterhalten. Es war eigentlich super, denn ich sprach echt mit jedem in der jeweiligen Landes - und Muttersprache, klar der absolute Oberboss war Engländer und ich glaube, dass ich so schnell von einer Sprache auf die Andere wechseln konnte, hat ihn echt verblüfft.
~Simon~
Wir waren gerade im Studio und versuchten A Chi Mi Dice einzusingen, was erstmal bedeutete, dass wir uns mit der Aussprache abkämpften, wobei uns eine Übersetzerin half. Vany war seit heute Morgen wegen etwas unterwegs, von dem sie uns nichts erzählen wollte, also half und jemand anderes.
Als ich gerade dabei war meinen Part einzusingen ging die Tür des Studios auf und Candy und Vany traten mit den Kleinen ein.
Ich verliess die Kabine und sah Candy überrascht an. „ Was macht ihr denn hier?“, fragte ich. „ Hi Honey, ich freu mich auch dich zu sehen.“, entgegnete Candy und küsste mich kurz. „ Sorry, war keine Absicht.“, entschuldigte ich mich gleich und nahm Maureen aus dem Kinderwagen. „ Hallo meine Süsse.“ „ Sie schreit nicht mehr so lange, wie noch vorgestern, aber sie hat vorhin so lange geweint, bis ich ihr gesagt hab, dass wir dich besuchen.“ „ Ich muss aber noch was loswerden.“, grinste Vany als Aly es sich auf Lee’s Schoss bequem gemacht hatte, was mich einfach immer zum Lachen brachte und setzte mich auch.
„ Was gibt’s?“, wollte Lee auch gleich wissen. „ Aaalso, ich hab doch vorgestern in diesem Restaurant gekellnert.“, fing sie an. „ Ja, das wissen wir.“, nickte Ant. „ Das war ein Geschäftsessen von ner Firma in der viele Leute spanisch und italienisch sprechen und der Boss von denen war sehr beeindruckt von meinem Sprachtalent.“, grinste Vany. „ Und weiter?“, forderte Dunk sie sofort auf. „ Mach es doch nicht so spannend!“, bat nun auch ich. Wieso können es Frauen immer so in die Länge ziehen uns etwas, auf das wir neugierig werden zu sagen?
„ Er hat mir die Karte eines seiner Geschäftsfreunde gegeben, der eine Stelle als Übersetzer oder Übersetzerin frei hatte, ich war heute Morgen dort und hab diesem Typen alles gesagt, dass ich nicht auf dem College war, dass ich zwei Kinder habe und dass ich einen Job suche. Er hat mich zum Test einen englischen Text auf italienisch und spanisch übersetzen lassen und dann je einen spanisch und italienischen auf englisch.“ Sie machte schon wieder eine Pause. „ Jetzt red endlich!“, rief Ant und wir lachten. „ Ich habe ab Montag einen festen Job als Übersetzerin.“
Es ging einen Moment bis wir begriffen hatten was Vany da gerade gesagt hatte. Das war einfach mehr als toll!!!
Allerdings mussten wir aufhören sie vor Begeisterung so zu drücken, wie wir es taten, denn Candy meinte lachend, dass es nicht sehr ratsam wäre, wenn Vany am Montag mit gebrochenen Knochen, oder einer Verstauchung zu ihrem ersten Arbeitstag erscheinen würde.

 

~Ein Jahr später~

 

~Duncan~
Es war echt unglaublich wie schnell ein Jahr um geht. Matt und Aly waren vor kurzem vier geworden und Maureen war schon etwas über ein Jahr alt.
Vany war schon vor einem halben Jahr bei Sy und Candy ausgezogen. Ich hätte es noch immer lieber gehabt wenn sie zu mir gezogen wäre, doch die Wohnung die sie zusammen mit den Kleinen hatte war wirklich wunderschön.
Heute regnete es, mal wieder. Es regnete schon die ganze Woche und ich war froh, dass ich heute frei hatte.
Ich liebte es Zeit mit den Kleinen zu verbringen, es machte einfach immer Spass, auch wenn Aly heute eine echt heftige Weinattacke bekommen hatte. Sie hatte so lange geweint und wir wussten echt nicht mehr wie wir sie beruhigen sollten. Vany hatte Matt ein bisschen beschäftigt, damit er nicht auch noch anfing. Als ich die Kleine dann hochgenommen hatte und ihr leise etwas vorgesungen hatte beruhigte sie sich schnell wieder und keine zehn Minuten später spielte sie wieder mit Matt.
Mum und Melinda wollten unbedingt etwas mit den Kleinen unternehmen, also hatten sie die Beiden abgeholt. Was sie mit Aly und Matt allerdings machen wollten wusste ich nicht, denn wie gesagt, es goss echt wie aus Eimern.
„ Hey ist alles okay?“, fragte ich Vany, als sie sich näher an mich kuschelte. „ Ja, mir ist nur etwas kalt.“ „ Das ist nicht gut.“ Sie nickte. „ Ich weiss, ich will echt nicht krank werden, ich hab noch soviel Arbeit die ich erledigen muss und da du heute ja auch endlich mal frei hast, hab ich echt was besseres zu tun.“
Das Beste an ihrem Job war wohl, dass sie auch zu Hause arbeiten konnte, ich fand es auch toll, immerhin wäre es echt blöd, wenn ich frei habe und sie arbeiten muss, umgekehrt natürlich auch, nur konnte ich nun mal nichts an einen vollen Terminkalender der uns in einer Woche in 10 Städten oder 4 verschiedenen Ländern haben wollte ändern.
„ Ich wäre auch lieber öfter hier als in letzter Zeit.“, seufzte ich, als Vany nach der Fernbedienung griff und durch die Kanäle zappte.
„ Wieso bist du es dann nicht? Ihr habt schon bald wieder soooo viele Termine, da sehen wir uns sicher einen Monat nicht.“
Das auf MTV gerade der Clip zu Guilty begann, passte echt wie die Faust auf’s Auge. Denn ja, ich fühlte mich deshalb schuldig, ich wollte Vany und die Kleinen nicht immer wieder so lange alleine lassen.
„ Honey, ich liebe dich.“ Sie sah mich lächelnd an und setzte sich auf. „ Ich liebe dich auch.“ „ Willst du mich heiraten?“ Wie war ich nur eben dazu gekommen sie so unvermittelt zu fragen? Ich glaube ich muss mich echt mal ärztlich durchchecken lassen, so krank wie ich bin.
„ Was?“ Vany sah mich mit grossen Augen an. „ Darling ich liebe dich über alles, genauso wie unsere Kinder. Wir haben doch früher schon immer davon gesprochen einmal eine Familie zu haben, zwar nur aus Witz, doch das alles wurde wahr.“ Sie nickte stumm. „ Ich wünsche mir nichts mehr, als das wir eine richtige Familie sind.“ Ich sah dass sich in ihren Augen Tränen spiegelten. „ Deshalb, Vanessa Jones, willst du mich heiraten?“ Sie begann zu strahlen und nickte. „ Ja.“ Daraufhin fiel sie mir um den Hals.
„ Ja, ich will dich heiraten.“ Ich musste lachen, nachdem wir in einem langen Kuss versanken.

 

~Vanessa~
Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich hätte niemals damit gerechnet und nun war ich seit gestern Abend verlobt. Ich wusste nicht wie ich es den Anderen sagen sollte, also eigentlich wusste Duncan es genauso wenig, doch noch wollten wir es etwas für uns behalten. Ich hatte ihn glaub ich angeschaut wie ein Alien, als er mich gefragt hat, ich war so überrascht. Doch es war die richtige Entscheidung ja zu sagen, das war mir sofort klar.
Eine Woche! Eine Woche lang hatten wir es gerade mal geschafft unsere Verlobung für uns zu behalten. Irgendwie waren wir einfach zu glücklich, als dass wir es unseren besten Freunden und unseren Familien nicht sagen konnten.
Für heute Abend wollte ich kochen, okay es war nichts wirklich besonderes, aber wir wären immerhin mit Aly, Matt und Maureen elf Personen und das gäbe echt einiges an Arbeit.
Ich entschied mich dafür Braten zu machen, aber nicht einen riesigen, den man, nachdem man ihn gebraten hat gleich wegwerfen kann, weil er so trocken ist. Sondern vier kleinere, die auch sicher für uns alle reichen würden. Ich wollte mich nicht umsonst mit einem grossen umschlagen, wenn der doch eh gleich wieder in den Müll wandern würde.
Bisher hatte ich alles geschafft, die Braten waren soweit fertig und der Kartoffelkuchen den ich dazu gemacht hab, war auch gleich fertig.
Aly hatte sich allerdings gerade voll auf den Kuchen gestürzt. Okay, Kuchen war übertrieben, noch war der nicht im Backofen. „ Süsse was machst du denn da?“, lachte ich und hob sie zur Spüle. „ Ich will Kuchen.“ „ Oh Schätzchen, den gibt es nach dem Essen. Okay?“ Sie nickte. Es klingelte gerade und ich rief: „ Dunk gehst du mal zur Tür?“ „ Bin schon unterwegs.“ Ich hatte mich bei Dunk in der Küche breitgemacht, schliesslich hatte er hier in dem Haus viel mehr Platz, da könnte er so ein, noch in Grenzen gehaltenes Chaos schon mal überstehen.
„ Süsse, ich glaube Lee ist gerade gekommen, willst du ihm hallo sagen?“ „ Jaaaa!!“, rief Aly und war auch schon losgerannt.
Ich musste lachen, Matt und sie waren schon fast besessen von den Boys. Aber das war ja auch kein Wunder. Ihnen ging es mit den Kleinen auch nicht anders. Ausserdem hatten Dunk und ich beschlossen, Candy, Sy, Ant und Lee zu den Taufpaten der Beiden zu machen, Matt und Aly waren noch nicht getauft worden. Ich allein hätte es nicht tun wollen, schliesslich wusste Dunk bis vor einem Jahr nichts von den Kids. Als ich dieses Thema jedoch angesprochen hatte, war er sofort einverstanden gewesen und wir einigten uns darauf dass unsere Kinder auch an dem Tag unserer Hochzeit getauft werden sollten.

 

~Candy~
Meine Neugier hatte mich mal wieder vollkommen im Griff, ich wollte unbedingt wissen was uns Dunk und Vany sagen wollten. So etwas hatten sie Beide schon angedeutet, aber mehr als das war nicht aus ihnen herauszubekommen.
„ Sag mal hättet ihr in den nächsten Wochen mal Zeit? So ein Tag?“, fragte Vany auf einmal. „ Also ich hab immer Zeit.“, grinste ich und sie lachte. „ Ja wir auch, also ich glaube wir haben nochmal irgendwann ein paar freie Tage, aber wann genau, das wissen wir noch nicht.“, sagte Ant. „ Wieso denn?“, fragte Lee. „ Oh ihr könntet uns beim Kisten schleppen helfen.“, sagte Dunk. „ Warum das?“, fragte Sy verwirrt. „ Ach ich zieh hier ein.“, meinte Vany in einem so normalem Ton. „ Du tust was?“, fragte Melinda verblüfft. „ Ja, ich zieh hier ein.“ „ Ist doch auch irgendwie klar, wenn wir schon verlobt sind.“, setzte Dunk hinzu.
VERLOBT? „ Was?“, fragte ich vollkommen vor den Kopf gestossen. Vany grinste. „ Ja, es stimmt schon.“, nickte sie. „ Das ist ja toll!!“, ich fiel ihr erstmal um den Hals.
Ich freute mich so sehr für die Beiden. Fiona und Melinda waren erstmal vollkommen sprachlos, bevor sie Dunk und Vany auch fast zu Boden knuddelten.
„ Wir wussten nicht wie wir es sonst sagen sollten.“, sagte Duncan. „ Deswegen dachten wir, wir sagen es euch allen zusammen.“
Das war einfach Wahnsinn!! Ich konnte auch noch drei Tage nicht glauben dass Vany und Dunk echt verlobt waren. Doch ich freute mich so sehr für die Beiden und natürlich sagte ich ja, als Vany mich fragte ob ich ihre Brautjungfer sein wollte.
Als die Boys mal wieder für Termine unterwegs waren, fingen Vany, Melinda, Fiona und ich damit an immerhin schon einige Dinge für die Hochzeit zu planen. Drei Monate waren schliesslich schnell um, denn unser zukünftiges Brautpaar wollte unbedingt im September heiraten.
„ Wisst ihr denn schon wo ihr heiraten wollt?“, fragte ich Vany, als wir auf dem Weg zu dem Brautmodengeschäft waren. Ein bisschen umschauen, konnten wir uns ja schon mal, wer weiss wie lange es ging bis Vany ihr perfektes Kleid gefunden hatte.
„ Nein....Dunk hat gesagt er hätte eine Idee, aber er will es mir nicht sagen, noch nicht.“ „ Nett.“, nickte ich. „ Du hältst das mit den Überraschungen und erwähnten Ideen, doch genauso wenig aus wie ich.“ Sie lachte. „ Ganz genau und das nützt er aus. Es ist zu fies.“ „ Dass die Boys schon wieder auf Tour sind, ist echt heftig.“ „ Ja, das ist wahr.“, stimmte ich ihr zu. „ Maureen weint schon in fast regelmässigen Abständen weil sie ihren Daddy nicht bei sich hat.“ „ Oh wie süss.“, lächelte Vany. „ Aber Matt und Aly geht’s nicht anders sie fragen immer und immer wieder nach Dunk. Na ja und wie sehr wir die Beiden vermissen wissen wir ja selbst.“
Wir versuchten dieses Thema immerhin für einen Moment zu vergessen und betraten das Geschäft. Wir kamen wir dem Staunen nicht mehr raus. All diese Kleider waren auf den ersten Blick einfach wunderschön.
Wie gesagt, auf den ersten Blick. Denn einige dieser Kleider könnte echt niemand anziehen. Nicht, weil sie nicht zu verkaufen waren, sondern weil diese Dinger schlicht und einfach hässlich waren!
Die Frau, die in einem so ausgefransten Kleid heiraten wollte, wir dies, das Vany gerade wieder weg hängte, tat mir echt leid.
„ Süsse lassen wir es für heute? Ich hatte noch nie nen Nerv für Shopping.“ Ich nickte.
„ Ja.“ „ Gut, lass uns gehen.“

 

~Simon~
Dunk und verlobt....das war echt der Knaller!!! Aber wir alle freuten uns ja für ihn, denn es gab niemanden ausser Vany, die er je heiraten würde. Das wussten Ant, Lee und ich genau. Die Beiden gehörten einfach zusammen.
Wir hatten Dunk auch versprochen keinen Ton über die Verlobung zu sprechen. Das ging schliesslich niemanden etwas an. Wenn Vany und er es öffentlich machen wollten, sollten sie es selbst entscheiden.
Ich glaube Duncan wird bald in den Wahnsinn getrieben, nicht von Vany, die ständig hin und her rennt weil sie für die Hochzeitsvorbereitungen kaum Zeit haben, sondern wegen seiner Mum und wegen Melinda. Wenn wir so hörten was die Beiden für Vorschläge hatten, könnte man denken, die Zwei würden heiraten und nicht Fiona’s Sohn und Melinda’s Tochter.
„ Boys ich wollte euch noch was fragen.“, sagte Dunk, als wir auf dem Weg zu einem Fotoshooting waren. Unsere Best Of Blue Tour ging schon dem Ende zu. Unser letztes Konzert würde in ein paar Tagen in der Wembley Arena stattfinden. Ein echt sehr komisches Gefühl. Doch es gab keinen Zweifel, dass wir in Kontakt bleiben würden, das war schon so gut wie Gesetz. Schliesslich waren die Boys die Patenonkel meiner zweiten Tochter, die meine drei besten Kumpels sicher genauso vermissen würde wie ich, wenn sie diese nicht ganz oft sieht.
Heute Abend wären wir endlich wieder zu Hause, mir kam es schon echt vor wie eine Ewigkeit, dass ich nicht mehr in meinem Bett geschlafen habe.
„ Na dann raus damit.“, meinte Lee sofort. „ Ant, dich darf ich noch gar nicht fragen.“, setzte er hinzu. „ Wieso denn das?“, wollte er gleich wissen. „ Na ja, das geht mich nichts an, das muss Vany machen.“ „ Okay. Denkst du ich kann sie anrufen und fragen?“ „ Ja klar, ich glaube sie wartet schon darauf dass ich euch neugierig mache und du sie anrufst.“ Wir mussten lachen. „ Na wenn das so ist.“, grinste Ant. „ Lee, würdest du mein Trauzeuge sein?“ Unser sonst so vorlauter Mr Ryan schien in diesem Moment seine Sprache komplett verloren zu haben und sein Gesichtsausdruck war echt für die Götter. „ Wa...was?“ „ Soll ich’s dir aufschreiben?“, schlug Ant vor worauf Lee eine Grimasse schnitt. „ Nein Onkel Ant, das versteh ich gerade noch selbst.“, erwiderte er und wandte sich wieder an Duncan. „ Ja sicher werde ich dein Trauzeuge, das ist doch logisch.“ „ Danke, man!“ „ Ist doch Ehrensache.“, grinste Lee und zwinkerte ihm zu. „ Und Sy, an dich hab ich auch ne Bitte.“ „ Hmm?“ „ Also die ist von Vany und mir. Würdest du vielleicht auf der Hochzeit singen?“ „ Aber sicher!“, stimmte ich gleich zu.
„ Das mache ich sehr gern.“ Und ich wusste auch schon genau welchen Song ich für die Beiden singen würde.
„ Und Johnny kann dann mit Melinda und Fiona um die Wette weinen.“, grinste Lee. Johnny warf nur einen Blick in den Rückspiegel und verdrehte die Augen, was schon reichte um uns in Gelächter ausbrechen zu lassen.

 

~Duncan~
Die letzten Tage auf Tour vergingen echt schnell. Es war schon sehr komisch, zu wissen dass wir nun vorerst nicht mehr zusammen auf der Bühne stehen würden.
Doch daran konnte ich in der nächsten Zeit nicht denken.
Der Termin für die Hochzeit stand fest, nur wollten wir nicht in einer Kirche heiraten.
Ich wollte dass es besonders werden würde. Das würde es zwar sowieso, doch ich wusste von Vany, dass sie es auch etwas spezieller wollte, doch hatte ich ihr noch nichts von meiner Idee gesagt.
„ Dunk das ist nicht fair! Du weisst dass ich sehr neugierig bin.“, drängelte Vany neben mir. „ Ja, wir sind gleich da, nur noch 5 Minuten.“ Ich hatte ihr  die Augen verbunden, sie ins Auto gesetzt und war nun auf dem Weg nach Kent.
Ich war gerade mal einen Tag wieder zu Hause, doch über den Ort unserer Hochzeit hatte ich mir schon länger Gedanken gemacht und das es nun wirklich klappen würde war einfach super.
Vany war erst mit den nötigsten Sachen zu mir gezogen. Sie zusammen mit Candy konnte nicht viel anstellen, schliesslich waren da drei Kinder mit denen ein Umzug schon komplizierter wurde. Doch da die Boys und ich nun wieder da waren, wäre Vany mit Aly und Matt sicher bald ganz zu mir gezogen. Wie sehr ich mich freute dass es bald soweit war konnte man sich wohl kaum vorstellen.
„ Okay, wir sind da.“, sagte ich und hielt das Auto an. „ Kann ich die Augenbinde abnehmen?“, meinte Vany sofort. „ Moment noch.“ Ich stieg aus und führte sie in den Garten von Leeds Castle.
„ Nicht erschrecken.“, grinste ich und löste den Knopf. Vany rieb sich kurz die Augen und sah ungläubig an mir vorbei. Ich hatte überall Fackeln aufstellen lassen, die nun, da es schon langsam dunkel wurde den ganzen Garten erleuchteten. „ Oh mein Gott!!“ „ Ist das positiv oder negativ?“ Sie drehte sich um und sah hinauf zu dem Schloss. „ Wow!“
„ Also positiv?“ „ Oh jaaa.“, strahlte sie und fiel mir um den Hals. „ Oh hier ist es so schön!“ „ Schön genug um hier zu heiraten?“ „ Ich weiss überhaupt nicht was ich sagen soll.“ „ Wie wäre es mit ja? Es wäre schon alles geregelt, das Einzigste was fehlt wäre deine Zustimmung.“ „ Na sicher stimme ich zu!“, lachte sie. „ Wie hast du das nur gemacht?“ „ Ach weisst du, es hat schon Vorteile Videoclips zu drehen.“ Wir sahen uns die Räume im Schloss an und ich hatte manchmal echt das Gefühl Vany könnte jeden Moment in Ohnmacht fallen!
Ich erzählte ihr, dass ich einfach nachgefragt hatte ob es möglich war hier eine Hochzeit zu feiern. Da es zuerst jedoch nicht danach aussah, hatte ich Vany nichts erzählt. Als dann rauskam, dass es an dem geplanten Tag doch problemlos gehen würde wollte ich Vany einfach damit überraschen.
„ Na wenn das hier schon klar geht, sollte ich mich mal beeilen um mein Traumkleid zu finden.“, grinste sie. „ Ich bin erstmal dafür, dass du ganz bei mir einziehst. Danach können wir uns um alles kümmern, was für die Hochzeit noch zu tun ist.“ „ Das ist soviel!! Ich weiss gar nicht wie wir das bis zum 18. September schaffen sollen.“

 

~Vanessa~
Ich glaube ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit dass wir wirklich in Leeds Castle heiraten würden. Es sah jetzt schon, mit den Fackeln so schön hier aus, wie wäre es dann wohl erst bei der Hochzeit?
Wirklich daran denken konnte ich nicht, denn schon am nächsten Tag fingen wir an zu packen, irgendwann sollte ich ja schliesslich mal bei Duncan eingezogen sein. Dieses ständige hin und her nervte mich langsam eh.
„ Ant.“, grinste ich, als er und Sy gerade eine Kiste in das Wohnzimmer trugen.
„ Vany!!“, lachte er. „ Ich wollte dich schon so lange was fragen, aber ich kam einfach nicht dazu.“ „ Oh jetzt bin ich gespannt! Dunk hat gesagt, du würdest mich was fragen wollen, aber er dürfte es nicht verraten.“ Ich nickte. „ Genau darum geht es auch.“ „ Na raus damit, ich warte schon so lange.“, grinste er. „ Ich hab niemanden der mich zum Altar führen würde. Deshalb wollte ich dich fragen, ob du das machen würdest, das war mein grösster Wunsch für die Hochzeit.“ „ Da fragst du noch?“, sah mich Ant mit grossen Augen an. „ Sicher tue ich das.“ Ich umarmte ihn. „ Danke.“ „ Könnte mir hier vielleicht mal jemand helfen?“ Ich musste lachen. „ Lee, wann lernst du endlich dass du nur soviel tragen sollst, damit du noch geradeaus siehst?“ Ant nahm ihm die erste Kiste ab und ich griff nach der zweiten. „ Danke.“ „ Kein...Problem.“
Ich stellte die Kiste schnell ab und setzte mich auf die Couch. „ Vany? Alles okay?“ „ Mir ist nur schwindlig.“, sagte ich und vergrub mein Gesicht in den Händen. „ Es geht gleich wieder.“ „ Sicher?“, wollte Ant gleich wissen. „ Ja, das hab ich in letzter Zeit immer wieder mal, ist sicher wieder weil mein Blutdruck zu tief ist und dazu noch der Stress.“
Für die nächste halbe Stunde verfrachteten mich aber alle vier Boys und Candy auf die Couch und drohten damit mich gleich ins Bett zu stecken würde ich mich in den 30 Minuten von der Couch erheben.
Die Wochen vergingen wie im Flug. Die Einladungen waren verschickt und ich hatte endlich mein Traumkleid gefunden.
„ Du siehst wunderschön aus.“, lächelte Sheila. Ich hatte sie gebeten meine Frisur zu machen. Sie befestigte gerade noch eine Haarnadel und fixierte die Frisur noch mit etwas Haarspray. Ich strich meine Haare über die Schulter, da nur einen Teil hochgesteckt worden war und stand auf. Mit diesem Kleid war es allerdings etwas kompliziert, auch wenn es nicht mit sehr viel Prunk verziert oder so war.
„ Danke Sheila.“ Ich umarmte sie. „ Das ist doch selbstverständlich.“ „ Mummy.“, erklang von der Tür und Matt kam auf mich zugelaufen. „ Hey mein Süsser.“, lächelte ich. „ Wow! Vany du siehst einfach super aus.“, sagte Candy mit grossen Augen. „ Danke. Matt wenn Ant zu dir sagt du sollst zu mir und Daddy nach vorne kommen mit den Ringen dann gehst du langsam okay?“ Ich ging in die Hocke und hob ihn hoch. „ Ja.“
„ Nicht das du umfällst, ich will nicht dass du dir weh tust.“ „ Okay.“ Ich küsste ihn auf die Wange. „ Ich hab dich lieb Schätzchen.“ Ich liess ihn runter und Candy schloss mich in die Arme. „ Ich glaube gar nicht dass es wirklich passiert.“ „ Ich auch nicht.“, lächelte ich. „ Ich bin so nervös.“ „ Es wird alles gut gehen. Da bin ich mir sicher und wenn irgendwer versucht das zu ändern, dann wird er von mir persönlich k.o. geschlagen.“ Wir mussten lachen und ich umarmte sie nochmal. „ Wir sehen uns gleich.“
Ich sprach auch noch mit Mum, währenddem wir langsam aus dem Zimmer gingen, hinunter zum Garten. Es war so ein typisches Mutter – Tochter Gespräch.
Sie sagte mir, dass sie sich nichts mehr gewünscht hatte, als das ich eines Tages Duncan heiraten würde und das sie es einfach super fand, mit Fiona bald irgendwie verwandt zu sein.

~Candy~
Vany sah einfach wunderschön aus! In diesem weissen Neckholderkleid. Es hatte einen tiefen Ausschnitt, aber es passte super. Auf dem Brustkorb sah man edle Stickereien, so ähnliche befanden sich auch am Saum des Kleides, jedoch waren diese durchsichtig und um dieses Traumkleid zu vollenden hatte es eine weite Schleppe.
Matt wollte unbedingt nochmal zu Vany, also ging ich mit ihm. Die Kleinen waren auch voll süss rausgeputzt worden. Matt trug einen Anzug und Aly ein bezauberndes Kleid.
Sy, Ant und Lee waren gerade dabei wie Verrückte auf Dunk einzureden, der Arme war nämlich mehr als nervös.
„ Hey Candy.“ „ Na du, ist alles okay?“, fragte ich, als er Aly gerade auf den Arm nahm.
„ Ja sicher. Wie sieht sie aus?“ Ich musste grinsen. „ Ach das sag ich dir nicht. Aber keine Sorge, es ist sicher kein Putzlumpen.“ „ Du beruhigst mich echt.“, erwiderte er.
Es war nun wirklich soweit und wir gingen alle auf unsere Plätze. Für einen Moment dachte ich echt Dunk würde dort vorne ohnmächtig werden. Doch es klappte alles.
Ich stand vorne und sah den Mittelgang entlang, durch den Aly gerade nach vorne kam und dabei die Blütenblätter streute. Danach wurde sie von Fiona hoch genommen. Melinda hatte noch Matt auf dem Schoss. Ach das sah einfach zu putzig aus, wie die Kleinen da so rausgeputzt sassen. Die Ringe hatte Melinda noch, bevor Matt diese nach vorne bringen würde, würde sie ihm diese geben. Fiona und Melinda sassen dort und waren jetzt schon kurz davor zu weinen und wenn ich das richtig sah, ging es Johnny nicht anders. Ach ja, Johnny konnte ja schon manchmal grob mit den Boys umspringen, doch im Inneren war er ein absoluter Teddy.
Die Taufe der Kleinen hatten Vany und Dunk nun doch auf einen anderen Tag verlegt, sie hatten gesagt, dass es wohl schon reichen würde, den Stress den die Hochzeit verursacht hatte, wäre schon genug gewesen. Das konnte ich mir nur zu gut vorstellen. Es war manchmal wirklich hektisch gewesen.
Nun jedoch erklang diese doch so oft gehörte Melodie, welche ankündigte dass die Braut erscheinen würde. Alle standen auf als Vany an Ant’s Seite langsam den Weg zum Altar entlang schritt.
Ich weiss, ich wiederhole mich, aber Vany sah einfach wunderschön aus. Wie sie strahlte war auch einfach unbeschreiblich, das hatte ich wohl noch nie erlebt.
Wir setzten uns alle wieder und die Predigt begann.
Vany hatte mich gebeten, ihr bei dem Versprechen, das sie und Duncan für einander geschrieben hatten, helfen sollte. Doch das hatten wir nicht geschafft.
Ich hatte also genauso wenig Ahnung, wie alle anderen, wie Vany’s Ehegelübde aussah.

 

~Simon~
Das ich vor diesem Song so nervös sein würde hätte ich nicht gedacht.
Der Grund dafür war wohl ganz einfach weil wir nicht sehr oft auf Hochzeiten gesungen hatten und ich gleich alleine auf der Bühne stehen würde, auch wenn die Anderen da waren.
„ Auf Wunsch des Brautpaares übergebe ich nun das Wort an Simon.“, sagte der Pfarrer gerade und ich betrat die kleine Bühne. Ich atmete noch einmal tief durch und begann zu singen.

 

„ After all, the broken storms
that were thrown, for no good reason
inside, she's loving him still
after all this time
And though her heart, begs the stars
No sign of healing, It's All right
She's loving him still, after all this time.

ohh yeahh

Trying to push the past away
still waiting for the lights to change
try, try for the sake of it
learning to barely feel the pain
And though it's really hurting
she aint breaking, breaking, breaking
coz she's loving him still, after all this time……..”


Ich hatte diesen Song extra für Dunk und Vany ausgesucht, kein anderer hatte so gut zu den Beiden gepasst. Sie hatten wirklich alles Glück der Welt verdient, nachdem, was sie durchgemacht hatten.
Langsam kam ich mit dem Song zum Ende:

 

„ bones have to grow, and age it shows
though we try and hide it
inside, she's loving him still
after all this time
And behind his tired eyes,
she sees the boy with his arms wide..”

 

Vany hatte Tränen in den Augen, mir wurde dabei vollkommen anders. Ich wusste natürlich dass die Zwei glücklich waren, nur dass Vany weinte, weil es ihr gut ging hatte ich schon lange nicht mehr erlebt, das letzte Mal war schon Jahre her.

„ who made her feel like an angel
ohh that’s why she's loving him still
for the rest of her life, she's loving him still
for the last of many miles
she's
loving him still

after all this time…“

 

~Duncan~
After All This Time hatte Vany echt aus der Fassung gebracht. Dass ich selbst auch darum kämpfte diese zu wahren, gelang mir hoffentlich. Denn dieser Song war einfach wunderschön. Das war, das alles hier und Sy musste sich nach dem Song erstmal gefallen lassen von uns umarmt zu werden.
„ Geht’s?“, fragte ich Vany und wischte ihr mit dem Daumen einzelne Tränen von der Wange, als sie nickte.
Gleich würde es ernst werden, ich hatte echt keine Ahnung ob ich dieses Gelübde hinkriegen würde!! Es war zwar alles andere als schwer, doch ich hatte so viele Dinge, die ich Vany sagen wollte, dass es echt Stunden dauern könnte.
„ Vanessa und Duncan haben sich für selbst verfasste Gelübde entschieden.“ Ich hörte dem Pfarrer im Moment gar nicht zu, ich war nur froh dass es endlich soweit war. Ich hielt Vany’s Hand fest in meiner als sie zu sprechen begann.
„ Duncan, es gibt so vieles dass ich die sagen will, doch als wir ausgemacht hatten diese Versprechen selbst zu schreiben sass ich Stunden lang über einem leeren Blatt und nichts kam mir in den Sinn.“ Oh wie recht sie hatte, mir ging es genauso.
„ Es gibt einfach keine Worte für die Gefühle die ich für dich habe.“ Sie atmete tief durch. „ Als wir klein waren habe ich immer gesagt, ich will nie heiraten.“ Ich musste grinsen. „ Und noch mit 17 habe ich gesagt ich würde nie Kinder wollen. Na ja, weder an das eine noch an das andere habe ich mich gehalten.“ Wir mussten beide grinsen und einzelne Gäste lachten.
„ Nachdem was uns schon alles passiert ist, hätte ich nicht damit gerechnet, dir einmal hier gegenüberzustehen. Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben, doch manchmal war es einfach nur schwer.“ Erneut bahnten sich vereinzelte Tränen über ihre Wange. Es tat mir weh das zu sehen. Denn ich wusste, dass ich allein für diesen Schmerz verantwortlich war.
„ Doch ich wüsste nicht was ich ohne dich, Matthew und Alyssa tun würde. Ihr seid mein Leben und ich könnte es mr nicht anders vorstellen. Ich liebe dich über alles und das wird auch ewig so bleiben.“
Ich wusste wirklich nicht, wie ich jetzt etwas dazu sagen sollte, denn im Moment war ich absolut überwältigt.

 

~Vanessa~
Simon’s Song hatte mir aus der Seele gesprochen. Ich hätte nicht gewusst, wie ich After All This Time sonst bezeichnen sollte. Alles was in diesem Song gesagt wurde stimmte.
Mein Versprechen fiel wohl nicht so ‚gewöhnlich’ aus wie andere, doch ich wusste nicht, wie ich Duncan sonst sagen sollte wieviel er mir bedeutet.
„ Ich weiss nach all dem gar nicht was ich sagen soll.“, meinte Dunk. Ich lächelte. „ Nach unserer Trennung habe ich so gelitten. Ich hatte rund um die Uhr das Gefühl ich könnte jeden Moment sterben. Weil ich es bereute dich so verletzt zu haben und mit dem Wissen Tag ein Tag aus leben zu müssen, dass du dich vielleicht noch schlechter fühlst als ich mich selbst, auch wenn ich das ehrlich für unmöglich gehalten habe.“
Ich musste schlucken. Wie es in mir nach der Trennung ausgesehen hatte wusste er inzwischen sehr genau.
„ Für mich schien alles verloren, als ich erfuhr das du Mutter bist. Das ich der Vater der Kleinen bin hätte ich echt nicht erwartet und deshalb schwanden auch sämtliche Hoffnungen, jemals irgendwie wieder mit dir zusammen zu kommen.“
Er hatte daran gezweifelt? Nun gut, ich hätte auch nicht damit gerechnet, auch wenn ich es mir immer wieder gewünscht habe.
„ Du hast schon immer einiges mit mir durchgemacht und dass wir es wirklich bis hier her geschafft haben kommt mir vor wie ein Traum. Ich liebe dich mehr als ich es jemals mit Worten ausdrücken könnte.“
Ich strahlte ihn an. Ich war so glücklich, doch ich musste ihm noch immer etwas sagen.
Mum liess Matt zu uns kommen, er war einfach so süss, er lächelte voll stolz als er uns die Ringe entgegenstreckte. Ich küsste ihn kurz auf die Wange ich lächelte Mum an, als sie ihn dann gleich darauf wieder auf ihren Schoss setzte.
Wir tauschten die Ringe und der Pfarrer sprach daraufhin: „ Wenn einer der Anwesenden einen Grund hat, weshalb diese zwei Menschen nicht den Bund der Ehe eingehen sollen, soll er jetzt sprechen oder für immer schweigen.“
Ich biss mir aufgeregt auf die Lippe und sah Dunk an. Er grinste zurück. Dann setzt der Pfarrer hinzu: „ Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau.“
Natürlich liess auch der Kuss nicht lange auf sich warten. Er kam mir wirklich unendlich vor, doch als wir uns, unter dem Applaus der Gäste, langsam wieder von einander lösten sah ich Duncan lange an. „ Ich muss dir noch was sagen.“ „ Was Darling?“ Ich legte eine seiner Hände auf meinen Bauch. „ Ich bin schwanger.“
Es war raus! Endlich!! Ich hätte es ihm am liebsten noch vor der Trauung gesagt, doch er durfte mich ja nicht schon in dem Kleid sehen.
„ Sag doch was Dunk.“, bat ich nach einem Moment.
Er umarmte mich und drehte sich mit mir im Kreis. „ Süsse, das ist einfach wundervoll!“ Die Blicke der Anderen, die nun wohl doch verwirrt waren, interessierten uns absolut nicht. „ Ich liebe dich.“ „ Ich liebe dich auch Duncan.“
Ich war wirklich verheiratet, das würde ich wohl niemals begreifen!
Ich bin 22 Jahre alt und ich habe in den letzten vier Jahren wirklich Dinge erlebt, die für dieses Alter nicht sehr typisch sind. Doch: who thought that all this can happen in the fourth year?

 

Ende




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung